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Cartes-fiches 35 Cartes-fiches
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Langue Deutsch
Niveau Autres
Crée / Actualisé 03.08.2021 / 13.08.2021
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Bezugsnormen

- individuelle Bezugsnorm (Wieviel habe ich dazu gelernt?)

- kriteriale Bezugsnorm (Habe ich das Lernziel erreicht?)

- soziale Bezugsnorm (Wie stehe ich mit meiner Leistung im Vergleich zur Klasse, Jahrgang, Land, etc. da?)

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Formen der Beurteilung

- formativ (kurze Lernkontrollen mit unmittelbarem Feedback: Hinweise fürs Weiterlernen)

- summativ (An Lernziele/Kritirien ausgerichtete Prüfung: abschliessende beurteilung, Bilanz ziehen)

- prognostisch (Übertrittsgespräche, Laufbahnentscheide: Prognose zur weiteren Laufbahn)

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Lernförderliche Beurteilung "Individuelle Bezugsnorm"

(Chancen und Risiken)

Chancen:

  • Nichts ist motivierender als eigener Lernfortschritt festzustellen.
  • Gerade Lernschwache können so Erfolgszuversicht aufbauen.
  • Möglichkeit individueller Rückmeldung durch LP.

Risiken:

  • Einseitige Orientierung an individueller Bezugsnorm erschwert den SuS ihre Leistung im Verhältnis einzuschätzen.
    (SuS schätzen sich im Verhältnis eher schlechter ein)
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Lernförderliche Beurteilung "kriteriale Bezugsnorm"

(Chancen und Risiken)

Chancen:

  • Vordefinierte Lernziele/Kriterien geben den SuS Orientierung und Sicherheit bezüglich der Leistungserwartungen.
  • Positive Wirkung bei schwächeren sowie auch stärkeren SuS.
  • Steigerung der Anstrengungsbereitschaft. 

Risiken:

  • LP muss im Vergleich zur individuellen Bezugsnorm die Leistungserwartung für die ganze Klasse bestimmen.
    (Gefahr der Unter- oder Überforderung der SuS -> Mehr Angst bei Lernschwachen oder weniger Lernfreude bei Lernstarken.)
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Lernförderliche Beurteilung "soziale Bezugsnorm"

(Chancen und Risiken)

Chancen:

  • Wettkampf, sich messen, ist eine menschliche Neigung und kann Spass machen. (Ehrgeiz)
  • Sind eine Bedingung für den Aufbau einer Expertise. (Experte muss sich messbar zu Masse abheben)
  • Leistungsstarke SuS wollen etwas noch besser beherrschen, tiefer verstehen.

Risiken:

  • SuS wollen im Vergleich zu anderen gut dastehen. 
    Gelingt bei Leistungsschwächeren SuS nicht -> Angst vor Misserfolg, Schulangst, Resignation.
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Fazit zu Lernförderlicher Einsatz der Bezugsnormen und Funktionen

Das Fördern und Lernen und nicht das Bewerten und Leisten ins Zentrum des Unterrichts stellen und dabei..

  • ...so oft als möglich die individuelle und die kriteriale Bezugsnorm anwenden.

  • ...die motivierende Kraft der sozialen Bezugsnorm lernförderlich nutzen.

  • ...ausschliesslich nach der kriterialen Bezugsnorm bewerten,

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Kantonale Grundsätze in der Beurteilung

Grundsatz 1 - Beurteilungskultur vor Ort ausgestalten:

Für eine möglichst gerechte Beurteilung muss eine Beurteilungskultur in der Schule und dem Lehrerteam vorhanden sein.

Grundsatz 2 - Beurteilen heisst in erster Linie fördern:

Lernprozess der SuS unterstützen und fördern.

Grundsatz 3 - Zielerwartung definieren und Lernstand abbilden:

Ziele und Kriterien definieren an welchen sich die SuS festhalten können.

Grundsatz 4 - Beurteilung bedingt Kommunikation:

Den Eltern sowie den SuS die Beurteilungspraxis verständlich mitteilen: Transparenz schaffen.

Grundsatz 5 - Zeugnisnote als Gesamtbeurteilung:

Gesamtbeurteilung aus allen Leistungsnachweisen und nicht nur aus Prüfungen.

Grundsatz 6 - Passende und chancengerechte Schullaufbahnentscheide:

Zuteilung für Weiterbeschulung basierend auf der Gesamtleistung.

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Formen der Beurteilungsverzerrung

Massstabsfehler:

  • Bezugsgruppen-fehler (Beurteilung der Leistung nur auf der eigene Klasse anstatt Vergleich mit frühreren Jahrgängen)
  • Milde-fehler (Lehrperson zu wohlwollend, milde Beurteilung)
  • Strenge-fehler (Lehrperson bewertet zu streng, kleine Mängel werden zu stark gewichtet)
  • Tendenz zur Mitte (Lehrperson versucht den Mittelweg zu nehmen, da dieser Weg am wenigsten anecken wird)
  • Tendenz zu Extremen (LP lässt sich rasch für gute Arbeit begeistern und ist schnell von fehlerhaften Arbeiten enttäuscht)
  • Reihungs - und Kontrasteffekt: (Durchschnittliche Leistung besser beurteilt, wenn schlechte Leistungen vorausgehen und umgekehrt. Erste Leistung strenger bewertet wie letzte)

Zusammenhangsfehler:

  • Logische Fehler: (Geringe Deutschkenntnisse = geringe kognitive Fähigkeiten, Mädchen = schlecht in Mathe)
  • Halo-Effekt: (Aufgrund hervorstechender Eigeneschaften werden dies auf andere Eigenschaften übertragen)
    z.B. Gut strukturierte Referatsfolien = Inhaltlich korrekt.