Lernkarten

Karten 78 Karten
Lernende 5 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 20.04.2021 / 17.07.2021
Lizenzierung Keine Angabe
Weblink
Einbinden
0 Exakte Antworten 69 Text Antworten 9 Multiple Choice Antworten
Fenster schliessen

Was sind die Merkmale der Entwicklungsstufen und welchen Einschränkungen
unterliegen diese?

Annahme: Notwendigkeit der Stufenfolge und End- oder Reifestadium

Grundannahmen:

  • Veränderungsreihe mit mehreren Schritten
  • Richtung auf End- oder Reifezustand
  • Höherwertiger als der Ausgangszustand
  • Unumkehrbare Schritte (irreversibel)
  • Qualitative, strukturelle Transformationen
  • Frühere Stufe als Voraussetzung der Nachfolgenden
  • Veränderungen korrelieren mit Lebensalter
  • Universell (natürlich und nicht kulturgebunden)

Begrenzungen des Stufenmodells:

  • viele Veränderungen sind nicht als Stufenfolge beschreibbar
  • Entwicklung zu einem höheren Niveau/Reifezustand ist zu einschränkend
  • Vorstellung eines universellen Reifezustandes als Ende und Ziel von Entwicklung ist zu einschränkend
  • alle Veränderungen lassen sich sowohl mit quantitativen als auch qualitativen Dimensionen beschreiben
  • Beschränkung auf universelle Veränderungen ist problematisch
Fenster schliessen

Wie ist der weite Entwicklungsbegriff definiert?

Phasen- und Stufenmodelle: empirisch nicht zutreffend

  • größeres Spektrum an Veränderungsprozessen
  • neben Entwicklungsgewinnen werden auch Entwicklungsverluste berücksichtigt
  • Bezugnahme auf die gesamte Lebensspanne
  • von allgemeiner Entwicklung zu vielen differenziellen Entwicklungen
  • von „normaler“ Entwicklung zu Konstellationen/Dispositionen als Voraussetzung für Veränderung
  • Verknüpfung mit anderen Disziplinen
  • Individuum hat Einfluss auf seine Entwicklung

 

Fenster schliessen

Grenze die „Exogenistischen Modelle“ von den „Endogenistischen Modellen“ ab.

Exogenistische Modelle: Behaviorismus

  • Entwicklung entsteht unter Kontrolle externer Einflussfaktoren
  • Allein externe Faktoren wirken aktiv

Endogenistische Modelle:

  • Entfaltung eines angelegten Plan des Werdens
  • Entwicklungsprogramm in sensiblen Perioden offen für spezifische äußere Einflüsse
  • Entwicklung bestimmt selbst, wann Einfluss von Außen wirksam ist
  • weder Subjekt noch Umwelt wirken aktiv, die Entwicklung verläft passiv von innen heraus
Fenster schliessen

Erkläre „Aktionale Modelle“ und „Transaktionale Modelle“. Nenne ein eigenes Beispiel für eine günstige und eine ungünstige systemische Wechselwirkung im Transaktionalen Modell.

Aktionale Modelle:

  • Mensch als Mitgestalter seiner eigenen Entwicklung (erkennendes & reflektierendes Wesen)
  • Piagets Konstruktivismus
  • Reifungsvorgänge nicht mechanisch, sondern über Selbstbild vermittelt

Transaktionale Modelle:

  • Entwicklungssubjekt & Entwicklungskontexte haben gestaltenden Einfluss auf die Entwicklung
  • Annahme systemischer Zusammenhänge

Beispiel für eine günstige systemische Wechselwirkung:

  • reziproke Freundlichkeit
    • Eine Person ist freundlich zu einer anderen und die Freundlichkeit wird erwiedert

Beispiel für eine ungünstige systemische Wechselwirkung:

  • "Teufelskreis"
    • z.B. Stereotype Threat: eine Person versucht zu vermeiden, mit bestimmten vorurteilen betrachtet zu werden. Durch die Vermeidungsanstrengung wird sie aber gerade mit diesen Vorurteilen betrachtet.

 

 

Fenster schliessen

 Wer führt den Begriff des Passungsproblem ein und was bedeutet dieses? 

Brandtstädter (1985):

  • Entwicklungsprobleme = Passungsprobleme
  • Entwicklungsproblem = bestimmte Entwicklungsstandards/“Entwicklungsaufgaben“ einer Lebensperiode werden nicht erbracht
  • Diskrepanz/fehlende Passung zwischen:
    • Zielen des Individuums
    • Potenzial
    • Anforderungen des Umfelds
    • Angeboten in der Umwelt
  • => Entwicklungsprobleme (unzureichende Leistungen, Selbstwertprobleme usw.)
Fenster schliessen

Finde pro Anlage-Umwelt-Kovariation ein Beispiel.

  • Passive Genotyp-Umwelt-Passung:
    • Gestaltung der Umwelt der Kinder mit Angeboten, denen sich das Kind nicht ganz entziehen kann
      • → passt sich an, auch wenn es nicht den eigenen Talenten und Dispositionen entspricht
    • Z.B.: Zirkuskinder: Wachsen in einer Zirkusfamilie auf und entwickeln sich selbst zu Artisten

 

  • Reaktive Genotyp-Umwelt-Passung:
    • Umwelt (Eltern) erkennt Wünsche, Interessen und Präferenzen und geht darauf ein (Umwelt reagiert auf Veranlagung)
    • z.B.: Kind ist besonders sportlich begabt, Eltern fördern es indem sie es an sportlichen Angeboten teilhaben lassen

 

  • Aktive Genotyp-Umwelt-Passung:
    • Kind sucht aktiv Angebote, die seinen Interessen entsprechen
    • z.B.: Kind malt gerne, wählt selbstständig einen Zeichenkurs in der Schule
Fenster schliessen

Was sind sensible Perioden und wie werden diese erforscht?

= Entwicklungsabschnitte, in denen spezifische Erfahrungen maximale positive oder negative Wirkungen haben, also Perioden erhöhter Plastizität unter dem Einfluss spezifischer Bedingungsfaktoren

  • Nachweis ist forschungsethisch problematisch
    • deshalb Forschung oft an Einzelfällen (siehe Mädchen Genie) oder Tieren
  • Bsp.: Spät Erblindete zeigen eher Verhalten von Sehenden, als von Personen, die blind geboren wurden
Fenster schliessen

Was für Gewinne können aus kritischen Lebensereignissen entstehen?

kritische Lebensereignisse:

  • unvorhersehbar, nur in Ausnahmefällen größere Teile einer Population betreffend
  • retrospektiv als Wendepunkt im Leben bezeichnet
  • Probleme, Verluste, soziale Konflikte und/oder belastende Emotionen sind zu konfrontieren
  • Mögliche Gewinne bei Meisterung des kritischen Lebensereignisses:
    • Aufbau neuer Kompetenzen
    • Sinnfindung
    • Selbstwirksamkeit
    • Stolz
    • Zuversicht/Selbstvertrauen
    • geänderte Prioritäten
    • neue Sozialbeziehungen
Fenster schliessen

Wie lassen sich Beobachtungen in experimentellen und nicht experimentellen Kontexten unterscheiden? Und welche Beobachtungsverfahren gibt es im (nicht?) experimentellen Kontext?

  • Experimentelle Kontexte
    • Systematischer Einsatz von Stimuli, um Reaktionsketten beobachten & kausale Rückschlüsse treffen zu können
  • Nicht experimentelle Kontexte
    • Verhaltensbeobachtungen ohne systematische Stimulimanipulation
    • Ereignisstichproben
      • (nur systematische Beobachtungen, wenn bestimmte Ereignisse auftreten)
    • Zeitstichproben
      • (nach definierten Zeitintervallen werden Verhaltenssequenzen von bestimmter Zeitdauer analysiert)
Fenster schliessen

Welches Paradigma eignet sich um Kategorisierungsleistungen bei Kindern nachzuweisen? Erkläre ein Experiment dazu.

Das Präferenzparadigma

  • Grundidee: Präsentation von 2+ Stimuli und aus Reaktion des Kindes wird auf dessen Präferenz getroffen
  • häufig visuelle & auditive Reize; Reaktionsspektrum nicht auf visuelle Aufmerksamkeitszuwendung beschränkt
  • Studie von DeCasper & Fifer (1980)
    • Untersuchung zu Sprachverständniskompetenzen von Säuglingen durch Saugreaktion 
    • Stimme der Mutter mit fremder Stimme verglichen
    • Ergebnis:
      • Säuglinge regulierten ihre Saugfrequenz, sodass sie die Stimme ihrer Mutter hören konnten
    • Präferenzverfahren lässt sich für unterschiedliche Sinnesmodalitäten, aber auch für verschiedene Reaktionsmodalitäten nutzen
Fenster schliessen

Welche Maßnahmen können getroffen werden, um Interviewsituationen für Kinder zu erleichtern?

Anpassungen für Interviews im Kindesalter

  • Instruktions- und Frageformulierungen in einfacher Wortwahl & Satzkonstruktion halten
  • Erleichterung der emotionalen Anpassung an Untersuchungssituation
    • (Bsp.: vorgeschaltete Aufwärmphase, Einsatz von Ersatzbindungsobjekten)
  • Verringerung des wahrgenommenen sozialen Gefälles
    • (Bsp.: Einsatz von Sichtbarrieren/Telefonen/computergestützte Befragungen)
  • Förderung des Kommunikationsverhalten des Kindes
    • (= Maßnahmen, die es Kindern erleichtern Denkinhalte auszudrücken, bspw. Gestalterisch, handlungsmäßig usw.)
Fenster schliessen

Was sind Vor- und Nachteile von Querschnittsdesigns?

Querschnittsdesigns:

  • Pro:
    • Ökonomie - Unmittelbar verfügbar - Geringere Kosten / Personalaufwand 
    • Bereitschaft zur Untersuchungsteilnahme - Nur ein Messzeitpunkt
  • Kontra:
    • Konfundierung von Alter und Kohorte 
      • Vps sind unterschiedlichen kulturellen, sozialen & politischen Bedingungen ausgesetzt 
    • Konstruierte Entwicklungsverläufe
      • Nur Entwicklungszustände gemessen
    • Statistische Ineffizienz
      • Keine Messwiederholungen 
      • Vorhersage ist unpräziser
      • Mehr VPs benötigt
    • Selektive Stichproben
      • Bedingte Vergleichbarkeit der Vps
    • Fragwürdige Generalisierbarkeit
      • Abhängig vom aktuellen kulturellen, sozialen & politischen Kontext (wie sämtliche empirische Forschung)
Fenster schliessen

Was sind Vor- und Nachteile von Längsschnittdesigns?

  • Pro:
    • Messung von Entwicklungsverläufen
    • Feststellung der Stabilität von Entwicklungsmerkmalen
      • Ausmaß der intraindividuellen Stabilität
    • Statistische Effizienz
      • Fehlervarianz reduziert
      • Weniger VPs benötigt
    • Vergleichbarkeit der Altersgruppen
      • Vergleich ist aufgrund der Messwiederholungen einfacher
  • Kontra
    • Konfundierung von Alter & Testzeitpunkt
      • unklar, ob Unterschiede altersbedingt oder durch veränderte kulturelle, soziale & politische Bedingungen zustande kommen
    • Testungseffekte
      • Umso größer, je mehr Messwiederholungen & je geringer die Abstände
      • Übungseffekte / Gewöhnungseffekte / Sättigungseffekte
    • Alterung des Messinstrumentes
      • Veraltetes Testmaterial ersetzen oder beibehalten?
    • Hoher Aufwand für
      • Versuchspersonen / Versuchsleiter / Versuchsauswerter / Wissenschaftler / Geldgeber
    • Selektive Stichproben
      • Selektive Ausgangsstichprobe
      • Systematische Drop-outs (Abbrecher)
    • Fragwürdige Generalisierbarkeit
      • Abhängig vom kulturellen, sozialen & politischen Kontext
Fenster schliessen

Wie lassen sich Zeitreihen von Längsschnittsdesigns abgrenzen? 

.

Fenster schliessen

Welche drei Sequenzmodelle postulierte Baltes und mit welchen von Schaies Modellen sind diese vergleichbar?

  • Längsschnittsequenz bei Baltes = Kohortensequenzmethode bei Schaie
  • Querschnittsequenz bei Baltes = Testzeitsequenzmethode bei Schaie
  • Zeitwandelsequenz bei Baltes = Quersequenzmethode bei Schaie
Fenster schliessen

Benenne die zentralen Konzepte der Evolutionstheorie.  

Adaption

Akkomodation

Geschichte

Fairness

Altruismus

Fenster schliessen

Erkläre die zentralen Konzepte der Evolutionstheorie.

  • Adaption:
    • = selektive Erhaltung solcher Varianten einer Art, deren Fitness höher ist als die anderer Varianten
    • Selektive Erhaltung: Variante einer Art tritt in der nächsten Reproduktions-Generation häufiger auf
    • fitnessverbesserndes Merkmal muss erblich sein, damit Adaption stattfindet
  • Erblichkeit:
    • = hinreichende und differenzielle Ähnlichkeit von Vorfahren und Nachkommen
    • Gene = informationstragende Einheiten, REgulation des Aufbaus von Proteinen 
    • Balance zw. Zuverlässigkeit und Variationsmöglichkeit
      • Auftreten fitnesserhöhender Merkmale + Entstehung neuer Varianten
      • Entstehen neuer Varianten unerlässlich für Evolution → Veränderung der Art
  • Fitness:
    • = Umweltpassung: bestimmte Variante einer Art passt sich besser an die für sie relevante Umwelt (Nische) an, welche relativ zu anderen Varianten oder Arten höhere Reproduktionsfähigkeit zeigt
    • Nische = Relevante Umwelt einer Art
    • Konkurrenz = Wetteifern zwischen Arten um dieselben Ressourcen in der gleichen Nische → Spezialisierung der beiden Arten und somit Nischenverschiebung 
  • Ressourcenknappheit:
    • Voraussetzung für Selektion
    • Begrenzte Überlebensressourcen: Selektion zw. verschiedenen Varianten einer Art
    • Selektionsdruck nimmt abhängig der Bedingungen und Restriktionen zu/ab
  • Variation:
    • Selektionsdruck führt bei Unterschieden zw. Individuen zu systematischen Reproduktionsdifferenzen 
    • Nicht-erbliche Merkmale können Selektion, aber nicht Adaption bedeuten!
    • Fehler in der Reproduktion; Umwelt nicht dauerhaft stabil
  • Selektion:
    • = bei knappen Ressourcen werden einige Varianten einer Art sich mit größerer Wahrscheinlichkeit erfolgreich reproduzieren
    • nicht zielgerichtet → relative Passung der Varianten einer Art zu den relevanten Umweltbedingungen → natürliche S.
    • Künstliche S. und Sexuelle S.
Fenster schliessen

Erkläre den Begriff der Fitness und die zeige die Probleme auf, die damit verbunden sind. 

  • = Umweltpassung: bestimmte Variante einer Art passt sich besser an die für sie relevante Umwelt (Nische) an, welche relativ zu anderen Varianten oder Arten höhere Reproduktionsfähigkeit zeigt
  • Voraussetzung für Reproduktion oftmals das hinreichend lange Überleben eines Individuums; ABER Fitness ≠ individuelle Überlebensfähigkeit
  • Nische = Relevante Umwelt einer Art
  • Konkurrenz = Wetteifern zwischen Arten um dieselben Ressourcen in der gleichen Nische
    • → Spezialisierung der beiden Arten (Adaption) und somit Nischenverschiebung
    • → Zwischenartliche Selektion (Selektionsdruck durch andere Art), aber nicht zwischenartliche Evolution
Fenster schliessen

Wann tritt Gewalt gegen Kinder besonders häufig auf?

bei den eigenen Kindern

bei kleinen Kindern, die viel Schreien

bei Teenagern

bei nicht blutsverwandten Familienmitgliedern

Fenster schliessen

Wie unterscheidet sich die Phylogenese von der Ontogenese und welche Beispiele gibt es für die jeweilige Entwicklung?

Phylogenese: Entwicklung von Arten über Generationen hinweg

Ontogenese: Entwicklung der Individuen einer Art im Laufe der individuellen Lebensspanne

  • Beispiele:
    • Phylogenese: Der Mensch musst erst lernen aufrecht zu laufen, bevor er im Laufen Werkzeuge/Waffen benutzen konnte
    • Ontogenese: Ein Kind muss erst Laufen lernen, bevor es im Laufen Spielzeuge, etc. benutzen kann
Fenster schliessen

Welche Vorteile erklären die lange und risikoreiche Kindheit beim Menschen?

  • Lange Entwicklung ist vorteilhaft für individuelle Adaption
  • Entwicklung und Lernen notwendig bevor erfolgreiche Reproduktion möglich ist
  • Risiko der frühreifen Geburt durch die individuelle Umweltpassung ausgeglichen
  • Anpassung in komplexen Sozialverbänden wichtig für besseres Verständnis der Artgenossen
  • Kindliches Spielen wichtig für Fähigkeitserwerb und Entwicklung sozialer und kognitiver Kompetenzen
  • Ontogenetische Adaption: temporäre Funktionalität von Verhaltensweisen, die altersspezifisch auftreten
  • Adaptive Wert der „Unreife“: durch die für Kinder typische Selbstüberschätzung ihrer Fähigkeiten sind sie risiko- und lernbereiter → ermöglicht Plastizität und Variation
Fenster schliessen

Was ist der Großmutter-Effekt und wie lässt dieser sich vom Nestor-Effekt abgrenzen?  

  • Großmutter-Effekt:
    • Beitrag zum Überleben der übernächsten Generation
    • Hilfe bei der Geburt und Pflege von Kleinkindern
    • Wissensweitergabe (z.B. Rezepte und Umgang mit Krankheiten)
    • Unterstützung
  • Nestor-Effekt:
    • Ältere Mitglieder haben nützliche oder nötige Erfahrungen, gewinnt an Wichtigkeit bei seltenen, aber überlebenswichtigen Erfahrungen (z.B. Katastrophen)
    • Individelles Gedächtnis ist der Wissensspeicher der Gemeinschaft
    • Befund passend: Erinnerung an die Kindheit verblasst im hohen Alter langsamer als die Fähgkeit zur aktuellen Informationssicherung
    • Kognitive Pragmatik (=Nutzung verdichteter Erfahrungen eines Lebens) nimmt über die Lebensspanne zu
Fenster schliessen

Inwiefern kann erklärt werden, dass Menschen mehr als 30% ihrer Gene mit Tomaten teilen, diesen aber trotzdem unähnlich sind?

  • Alle Merkmale eines Individuums entstehen durch vielseitige Wechselwirkungen zwischen Genen und Umweltbedingungen und zwischen verschiedenen Genen selbst
  • Physikalisch identische Gene können in verschiedenen Regulationssystemen und –hierarchien verschiedene Funktionen übernehmen
  • Regulative Gene = Gene, die in Regulationshierarchien die Wirkung anderer Gene steuern
  • Evo-Devo: Evolution wirkt nicht über unmittelbare Veränderung eines Merkmals, sondern der ontogenetischen Entwicklung von Merkmalen indem regulative Gene die Entwicklung verändern
  • Individuelle Entwicklung kann für evolutionäre Entwicklung eine direkte Rolle spielen
    • → Evolution und Entwicklung stehen in einer Wechselwirkungsrelation
Fenster schliessen

Nenne und erkläre die einzelnen Phasen der anfänglichen Entwicklung von Bindung nach Bowlby.

  1. Vorphase der Bindung
  2. Entstehende Bindung
  3. Ausgeprägte Bindung
  4. Reziproke Beziehungen
Fenster schliessen

Welche Entwicklungsschritte kennzeichnen die Vorphase der Bindung (nach Bowlby)?

  • Geburt bis 6 Wochen
  • Zeigen von angeborenen Signalen, um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken
  • Interaktion tröstet

 

Fenster schliessen

Welche Entwicklungsschritte kennzeichnen die Phase der Entstehenden Bindung (Bowlby)?

  • 6 Wochen bis 6-8 Monate
  • Spezialisierte Reaktion auf vertraute Personen
  • Erwartungsentwicklungen auf Bedürfniserfüllung
  • Maß des Vertrauens
Fenster schliessen

Welche Entwicklungsschritte kennzeichnen die Phase der ausgeprägten Bindung (Bowlby)?

  • 6-8 Monate bis 1,5 Jahre
  • Aktive Kontaktsuche zur Bezugsperson
  • Trennungsangst zeigt sich
Fenster schliessen

Welche Entwicklungsschritte kennzeichnen die Phase der reziproken Bindung (Bowlby)?

  • ab 1,5 Jahren
  • Verstehen von Gefühlen, Zielen & Motiven der Eltern
  • Kind geht aktive Rolle zum Beziehungsaufbau ein
Fenster schliessen

Welche möglichen Ausgänge gibt es nach Erikson aus der Identitätskrise im Jugendalter?

Identitätsdiffusion

Versteckte Identität

Übernommene Identität

negative Identität

psychosoziales Moratorium

Fenster schliessen

Erkläre die "Identitätsdiffusion" nach Erikson.

  •  = unvollständige oder inkohärente Vorstellung vom Selbst
  • z.T. widersprüchliche Werte und Rollen als Teil der eigenen Persönlichkeit erlebt
  • werden aber nicht zu einer einheitlichen Identität integriert