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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 16.03.2021 / 14.09.2021
Lizenzierung Keine Angabe     (Grundriss Soziale Arbeit, Maja Heiner, S. 611-625)
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methodisches Handeln ist...

kontextabhängig, institutionell und situativ
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Der institutionelle Kontext berufl ichen Handelns  bestimmt...

die Rahmenbedingungen der Intervention, ihre Zeitdauer und Ziele (zumindest die Rahmenziele), den Ort der Intervention und die Art der Aktivitäten
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 situative Kontext methodischen Handelns. Beispiel:

. Die Fachkraft kann in einer Erziehungsberatungsstelle, selbst wenn z. B. ein Spielzimmer existiert, nicht in der gleichen Weise mit dem Kind interagieren wie auf einem Abenteuerspielplatz. Eine Familienhelferin, die die Familie zu Hause besucht, und
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zugriffe auf die Lebenswelt:

Professionelles Handeln kann mehr oder minder invasiv in die Lebenswelt der KlientInnen eindringen und mehr oder minder dauerhaft zum Teil ihres Alltags werden. Nicht zuletzt deswegen werden die Angebotstypen der Sozialen Arbeit nach den Organisationsformen ambulant, teilstationär und stationär unterschieden. Sie unterscheiden sich aber nicht nur hinsichtlich der Präsenz der Fachkräf te im Alltag der KlientInnen und hinsichtlich des zeitlichen Umfangs in dem diese im Leben der KlientInnen aktiv sind (Zeitaufwand pro Woche bzw. Zeitdauer im Lebenslauf). Damit verbunden ist eine grundlegend andere Funktion der Hilfen für die KlientInn

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Merkmale von Handlungstypen:

Zugleich haben diese Organisationsformen auch Konsequenzen für die Arbeitsbedingungen und Arbeitsformen der Fachkraft, z. B. bezogen auf Schichtdienste, Notwendigkeit der Teamkooperation, Formalisierungsgrad des Vorgehens etc. Die folgende Untergliederung geht von sechs Faktoren aus, die das berufl iche Handeln sowohl bezogen auf die Arbeit mit und für die KlientInnen prägen und so bestimmte Handlungstypen konstituieren: (1) die Dauer der Kooperation, (2) der Umfang der gemeinsam verbrachten Zeit, (3) die Lebensweltund Alltagsnähe, (4) der Formalisierungsgrad der Interaktion, (5) das Spektrum der bearbeitbaren Probleme und (6) das Ausmaß der fallbezogenen Vernetzung mit anderen Diensten und Einrichtungen

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Interaktionsdichte und Alltagsnähe

ie Zeitdauer und der Zeitumfang der Arbeit mit KlientInnen reicht in der Sozialen Arbeit von zwei anderthalbstündigen Gesprächen im Zeitraum von ein bis zwei Wochen (z. B. bei der Schwangerschaftskonfl iktberatung) bis zu jahrelanger Begleitung bei ganztätiger Präsenz im Alltag der KlientInnen (z. B. in der Heimerziehung). Aus Zeitumfang, Zeitdauer und zeitlicher Kontinuität resultiert eine bestimmte Interaktionsdichte, die jeweils andere Anforderungen und Möglichkeiten der gemeinsamen Ziel- und Zukunftsplanung, der Kooperation und der Beziehungsgestaltung mit sich bringen. Zugleich ist mit einem höheren Zeitaufwand der Fachkraft pro Klient zumeist auch eine größere Alltagsnähe und eine stärkere Präsenz in der Lebenswelt der KlientInnen gegeben – und damit ein größerer Einfl uss auf ihre Lebenssituation. Ambulante Angebote, die die KlientInnen aufsuchen (z. B. Beratungsstellen) haben den geringsten Zugriff auf die aktuellen Lebensbedingungen und die Lebensweise der KlientInnen. Teilstationäre Angebote (z. B. Tagesgruppen, Tagesstätten, Tagespfl ege, Werkstätten für Behinderte), in denen die KlientInnen etwa den halben Tag oder auch die Nacht (Nachtkliniken) verbringen, prägen die Lebenssituation bereits stärker. Stationäre Angebote ersetzen die Privatsphäre vollständig, vorläufi g oder dauerhaft (Heime, betreute Wohnformen). Zugleich ist die Form der Interaktion in vielen dieser settings alltagsnäher und weniger formalisiert. Die Abhängigkeit der KlientInnen ist entsprechend größer – aber auch ihre Möglichkeiten, den Fachkräften das Leben schwer zu machen. Die Fachkräfte müssen ihrerseits bereit sein, sich auf die gleichen Personen längerfristig und viele Stunden am Tag, teilweise auch nachts und am Wochenende, einzulassen. Es 

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Formalisierungsgrad:

Der vierte Faktor, der das Tätigkeitsprofi l der Fachkraft und die Interaktionssituation prägt, ist der Formalisierungsgrad der Interaktion. Er wird durch die jeweilige Organisationsform, die Angebotsgestaltung und deren Lebenswelt- und Merkmale von Handlungstypen Interaktionsdichte und Alltagsnähe FormalisierungsgradHandlungskompetenz und Handlungstypen Alltagsnähe bestimmt und kann bei gleicher Zeitdauer und ähnlichem Zeitaufwand durchaus variieren. So sind z. B. die Erziehungsberatungsstelle und das Jugendhaus ambulante Angebote mit Komm-Struktur. Die Nutzungsdauer und der Zeitumfang der Interaktion Fachkraft-KlientIn können im Jugendhaus und in der Erziehungsberatungsstelle sehr ähnlich sein, aber die Erziehungsberatungsstelle weist ein sehr viel formalisierteres Setting auf. Der Zeitumfang eines Beratungsgespräches ist vorgegeben, es dauert in der Regel weniger als zwei Stunden, und der übliche Zeitrahmen wird nur in Ausnahmefällen überschritten. Außerdem wird erwartet, dass die Ratsuchenden bestimmte, dem Auftrag der Organisation entsprechende Probleme präsentieren (z. B. psychische und soziale, keine fi nanziellen). 

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Zugelassene Probleme steuern Intervention

Und schließlich ist das Spektrum der bearbeitbaren Probleme, für die sich die Institution zuständig hält, prägend für das Kompetenzprofi l des jeweiligen Handlungstyps. Enger umgrenzte Problemlagen erfordern vor allem Spezialkenntnisse (z. B. rechtliche in der Adoptionsvermittlung) während andere Aufgaben eher generalistische Kompetenzen erfordern, weil sie als koordinierende Instanzen für fast alle Lebensprobleme zuständig sind (z. B. Allgemeiner Sozialdienst, Sozialpsychiatrischer Dienst). Beratungsstellen können sich hinsichtlich der Zeitdimension, der Lebensweltnähe und des Formalisierungsgrades sehr ähneln, aber in diesem Punkt differieren. Dies ist z. B. ein kennzeichnender Unterschied zwischen der Schuldnerberatung mit ihrer engeren Zuständigkeit im Gegensatz zur Erziehungsberatung mit ihrem weiten Spektrum von Eheproblemen, Erziehungsproblemen, Schulproblemen und Selbstwertproblemen etc. Konkrete Fragen der materiellen Lebensfü