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Sprache Deutsch
Stufe Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert 19.09.2020 / 07.10.2020
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Zwischen welchen beiden Typen unterscheidet man ?

  1. Sprachalarmanlagen (SAA)
  2. Elektroakustische Notfallwarnsysteme (ENS)
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Was ist der Zweck einer SAA oder ENS ?

Sie dienen dem Zweck, die betroffenen Personen mit verständlichen und „wegweisenden“ Sprach-durchsagen über Lautsprecher zu informieren und rasch möglichst aus der Gefahrenzone zu leiten.

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Unterschiede SAA und ENS ?

Sprach Alarm Anlage 

  • Gesprochenes ist aufgezeichnet (Anwendungstext)
  • Anwendungsnorm DIN VDE 0833-4
  • Produktnormen EN 54-4, EN 54-16 und EN 54-24
  • Elektroakustische Lautsprecheranlage die auch für Alarmierungs- und Evakuationszwecke eingesetzt wird
  • Im Brandfall durch die Brandmeldeanlage (BMA) automatisch ausgelöst und rückgestellt (überwachte Schnittstellen)
  • Ersetzt die akustischen Alarmierungseinrichtungen der BMA

Elektroakustisches Notfallwarn System

  • Durchsage von Personen
  • Systemnorm (NEU – EN 50849)
  • Elektroakustische Lautsprecheranlage die auch für Alarmierungs- und Evakuationszwecke eingesetzt wird
  • Durch eine zuständige Person vor Ort oder durch einwirken eines Fremdsystems ausgelöst
  • Darf nicht zur Evakuierung im Brandfall eingesetzt werden
  • Wird nicht durch eine BMA angesteuert
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Was sind die jeweiligen Gemeinsamkeiten SAA- ENS ?

 

  • Alarmierung erfolgt mit Durchsagen oder gespeicherten Textmeldungen (Konserven)
  • Die Selbstrettung in Notfallsituationen kann unterstützt werden
  • Personen können mehrsprachig angesprochen werden
  • Empfohlen bei Gebäuden oder Örtlichkeiten mit grosser Personenansammlung ab 300 Personen
  • Ersetzt nicht ein organisatorisches Alarmierungskonzept
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Wo sind solche Anlagen (SAA, ENS) Notwendig ?

  • In Gebäuden mit besonders grossen Personenbelegung ( ab 300 Personen, ab 1000 Personen elektroakustisches Notfallwarnsystem nötig)
  • Verkaufsgeschäft (4800m2 eingeschossig oder 2400m2 mehrgeschossig)
  • Bahnhöfs,- und Flughafengebäude
  • Unterhaltungslokal
  • Beherbergungsbetriebe
  • Messe und Eventhallen
  • Stadien
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Planungsablauf SAA- ENS ?

  • Der Beschallungsumfang
  • Die Alarmierung
  • Alarmierungszonen und -bereiche
  • Die notwendige Sicherheitsstufe
  • Die Beschallungsflächen
  • Standort der Zentrale
  • Standort der Tisch- und Feuerwehrsprechstellen
  • Auswahl der Lautsprecher
  • Festlegung der notwendigen Alarmtexte, Sprachen und Sprechertypen
  • Evakuationstexte müssen immer als klar verständliche Anweisungen ausgegeben werden 
  • Es ist zulässig andere Alarme als klare Sprachnachrichten, verschlüsselte Texte oder Signale auszugeben
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Sicherheitsstufen

Wer bestimmt diese ?

Der Auftraggeber / Betreiber mit den zuständigen Stellen/Behörden muss die Sicherheitsstufe für die Ausfallsicherheit der Sprachalarmanlage, entsprechend der Gebäudenutzung festlegen.

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Sicherheitsstufe 1 ?

Tritt in einem Übertragungsweg ein Fehler auf, darf nicht mehr wie die Beschallung in einem Alarmierungsbereich ausfallen. Pro Brandabschnitt muss mindestens eine Lautsprecherlinie eingesetzt werden. Bei Gebäuden mit einer Fläche von weniger als 4‘800 m2 (eingeschossig) resp. 2‘400 m2 (mehrgeschossig) oder einer Personenbelegung von weniger als 300 Personen oder mehr als 50 Betten ist mindestens die Sicherheitsstufe l anzuwenden.