Lernkarten

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Lernende 1 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 08.08.2020 / 10.08.2020
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Untersuchungsmethoden:

Beschreibe kurz allgemein wissenschaftliche Forschungsmethoden.

  • jede Methode hat Stärken und Schwächen
  • Wahl der geeignetsten Methode hängt vom Untersuchungsgegenstand und den Kontextfaktoren ab
  • Subjektive Verfahren: z.B. Befragungen mittels Fragebögen
  • Objektive Verfahren: z.B. physiologische Messungen, Erfassung der Performanz (Zeit, Genauigkeit, Fehler), Auswertung von Verhaltensweisen (z.B. Klickverhalten, Blickverhalten)
  • in Ingenieurpsychologie herrschen eher objetive Verfahren vor
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Untersuchungsmethoden:

Beispiel „Thermisches Beschichten“

  • Methoden (2)
  • Genaueres zu Eye Tracking
  • Ergebnisse

Methoden:

  1. Eye-Tracking (Blickbewegungsaufzeichnung und –auswertung)
  2. Beobachtungsinterviews mit retrospective think-aloud technique

Eye-Tracking: 

  • Mobiler Eye-Tracker (SMI, 60 Hz)
  • Fixationen: Fokussieren des Blickes auf einen Punkt
  • Sakkaden: Wechsel zwischen mehreren Fixationen
  • Area of interest (AOI): Bereich/Ort, an dem bestimmte aufgabenrelevante Informationen gefunden werden können
    • AOI können im Vorfeld festgelegt werden und die Auswertung des Blickverhaltens erfolgt basierend auf dieser Einteilung
  • Vorteile:
    • Aufzeichnung/Auswertung von Blickverhalten
    • Abbildung des Aufmerksamkeits- und Informationssuchverhaltens
  • Nachteile:
    • kaum Rückschlüsse auf das „Warum“ der Blicke möglich
    • notwendige Kalibrierung oft relativ zeitaufwändig
    • Probleme z.B. bei einfallendem Sonnenlicht oder bei Brillenträgern
    • auf Dauer teilweise unbequem

Ergebnisse:

  • Blickverweilsdauer in AOI
  • Fixationszahl
  • mittlere Fixationsdauer
  • alles auf Display und Spritzanlage am höchsten
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Untersuchungsmethoden:

Wann sind Fahrsimulatoren sinnvoll?

 

Einsatz von Simulatoren sinnvoll, wenn …

  • … Ereignisse, die beobachtet und analysiert werden sollen, nur sehr selten auftreten.
    • Im Straßenverkehr müssen lange Fahrten unternommen werden, um Situationen zu  finden und auszuwerten
    • In der Simulation kann man interessante Situationen immer wieder herstellen
  • … diese Ereignisse nur in Verbindung mit Gefahren auftreten.
    • Z.B. Untersuchung von Müdigkeitseffekten oder Ablenkung durch Nebentätigkeiten  auf die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr
    • Im Simulator wird auch im Falle eines Unfalls niemand gefährdet
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Untersuchungsmethoden:

Vorteile des Einsatzes von Fahr-Simulatoren. (4)

  1. Sicherheit: 
    • Keine Eigen‐ oder Fremdgefährdung
  2. Kontrollierbarkeit von Versuchs‐ und Randbedingungen
    • Im simulierten Straßenverkehr passiert nichts Unvorhergesehenes
    • Es können beliebige Straßen und Straßenverläufe simuliert werden
    • Auch selten auftretende Situationen können beliebig oft dargeboten werden •
  3. Reproduzierbarkeit
    • Dieselbe Situation kann immer wieder hergestellt werden
  4. Messbarkeit:
    • Alle Daten der Fahrsimulation sind messbar
    • Darüber hinaus Fahrerreaktionen und physiologische Daten
    • Videoaufzeichnungen für zusätzliche Informationen
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Untersuchungsmethoden:

Nachteile des Einsatzes von Fahr-Simulatoren. (5)

  1. Fahrsimulatoren sind „unrealistisch“: Bewegung, Sicht, andere Fahrzeuge, Umwelt •
  2. Untersuchung ist eingeschränkt: nur die Variablen, die variiert werden
  3. Reaktives Verhalten: Probanden wissen, dass sie beobachtet werden
  4. Simulierte Umgebung: ein Unfall ist nicht gefährlich
  5. Selektion der Probanden: Angst, Übelkeit, Technikaffinität

Alternativen: Realfahrstudien

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Lernen:

Was ist Lernen?

= Prozess, der zu relativ stabilen Veränderungen im Verhalten und Erleben bzw. in  den Verhaltensmöglichkeiten führt und auf Erfahrung beruht. 

  • Lernarten: u.a. Prägung, Habituation, Modelllernen, Konditionieren
  • Kognitionspsychologischer Sicht: Lernen basiert auf  Informationsverarbeitung und Speicherung erlernter Inhalte  im Gedächtnis(Anderson, 2000)
  • Erfahrungslernen ist ein zyklischer Wissensaneignungsprozess  (Kolb, 1984)
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Lernen:

Was sind Fertigkeiten?

  • Fertigkeit ist eine Handlungskompetenz, die man durch Üben über einen Zeitraum hinweg  verbessern kann. (Gluck, Mercado & Myers, 2010)
  • Sensumotorische vs.  kognitive Fertigkeiten
  • bei realen komplexen Problemen müssen oft sowohl sensumotorische als auch kognitive  Fertigkeiten eingesetzt werden
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Lernen:

Welche Zusammenhänge bestehen zwischen menschlichen Fertigkeiten, möglichen Rollen  des Menschen im MTS und der Automatisierungsstufe des technischen Systems?

  • Fertigkeiten werden mit Übung besser -> gilt für alle Rollen, die der Mensch einnehmen kann -> Handeln wird dann routinierter und effektiver
  • Je nach Tätigkeit sind unterschiedliche Rollen bzw. unterschiedliches Ausmaß der Rollen von Nöten, z.B. beim Führen eines PKWs eher Dialogpartner und Überwacher als Regler
  • Je nach Technologischen Prozessen sind unterschiedliche Rollen notwendig und unterschiedliche Fertigkeiten notwendig, z.B. Informationssystem eher Überwacher und Dialogpartner und je nach Automatisierungsgrad unterschiedliche Fertigkeiten notwendig
  • Automatisierungsstufe -> je höher die Automatisierung desto weniger Regleraufgaben und desto eher Mensch als Überwacher und Dialogpartner, desto eher werden die Fertigkeiten kognitiver Art sein und weniger sensumotorisch (fällt nicht weg, aber geringerer Anteil)

 

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