Lernkarten

Anna Grenigloh
Karten 44 Karten
Lernende 2 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 05.07.2020 / 14.07.2020
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Förderung (Neuber, Pfitzner 2012)

individualisiertes Lernen

Ausgangspunkt: Lehrender: Ausbau von Stärken, Ausgleich von Schwächen, Lerntentwicklung von Heranwachsenden mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen voranbringen

Lehrer muss durch geeignete Diagnostik, wertschätzende Beratung und Moderation den SuS helfen, ihren eigenen Weg zu finden --> Lernprozesse können nur angeregt werden 

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Förderkonzepte (Neuber und Pfitzner)

Zusammenhängende Betrachtung von Förderung und Diagnose: Analyse von Lernvoraussetzungen, Lernentwicklung und Hindernissen 

Individuelle Lernziele und Lernwege: Entwicklung von Lern- und Förderplänen: Steuerung durch Konzept pädaggosichen Handelns: findet faktisch nur begrenzt statt 

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Methodischer Rahmen (Fachdidaktische Konzepte)

1) Deduktiv- analytisches Vorgehen: Orientierung an der Sache Sport

2) Induktiv- ganzheitliches Vorgehen: Orientierung am "sich bewegenden Subjekt" 

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Neuber und Pfitzner Dimensionen Rahmenbedingungen

  • werden als Argument vorgeführt, um nicht individuell förderlich zu arbeiten (zu viele Schüler, zu wenig Platz)
  • Möglichkeit: Nutzung von Räumen und Flächen, die nicht unmittelbar für den Sportunterricht ausgelegt sind--> Berücksichtigung der Aufsichtspflicht und Gesundheit der Lernenden 
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Dilemma Zielerreichung ( Neuber,Pfitzner) 

 

  • zu erreichendes Kompetenzniveau aller SuS (Bildungsstandards)--> Anlass für individuelle Lernförderung ist demnach nur bei lernschwachen Sus 
  • keine Notwendigkeit der Förderung lernbegabter SuS; keine Kompetenzstufenmodelle!
  • individuelle Bezugsnrom nicht konzeptionell angelegt--> Problem der Regelstandards als kriteriale Normen 
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Dimension Lernhilfe (Neuber, Pfitzner 2012)

  • Ausgangspunkt individueller Förderung: lernen als individueller Prozess (Lernen des Einzelnen wird als individuell unterschiedlich aufgefasst)--> Bezug auf Lerntheorien des (gemäßigten) Konstruktivismus und kognitivistische Lerntheorie
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Dimension Sachbegegnung (Neuber und Pfitzner 2012)

 

  • Ermöglichung einer angemessenen Begegnung mit den Unterrichtsgegenständen --> starke Subjektorientierung (Gefahr der Vernachlässigung der Entkulturation)--> SUS in den MIttelpunkt zu stellen kann nicht durch eine ausschließliche Methodenorientierung am lernenden Subjekt erreicht werden! Individuelle Förderung erfolgt auf einer Ebene oberhalb der konkreten Methoden: Der Unterrichtsprinzipien 
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Defnition Binnendifferenzierung 

Sammelbegriff für alle didaktischen, methodischen und organisatorischen Maßnahmen, die im Unterricht innerhalb einer Schulklasse getroffen werden können, um der Unterschiedlichkeit der SuS besser gerecht zu werde als in einem überweigend gleichschrittigen, tendenziell, uniformierenden Unterricht 

Differenzierung zwischen offenen und geschlossenen Maßnahmen

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Geschlossene Binnendifferenzierung

Lehrender weist SUS den Lernweg auf Grundlage einer individuellen Diagnose zu --> Individualisierung aber hohe Lehreraktivität und Steuerung der Intervention liegt bei der Lehrkraft 

- bei Umsetzung des EIns zu eins Modells (Behandlungs-Diagnose- Modell): Gefahr dder "Überforderungsfalle" für Lehrkraft

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Offene Binnendifferenzierung 

  • Lehrer stellen SUS Lernarrangements bereit, begleiten, und unterstützen bei individuelle Lernwegen (Feedback), Rückmeldungen --> Aktivierung der Sus für selbstständiges arbeiten
  • Selbstverantwortliche Beteiligung der SuS an Prozessen der Diagnose und "Behandlung"
  • Auswahl von Lernangeboten, aus denen SuS nach individuellen Präferenzen wählen
  • Erfordert bei SUS Kenntnisse über Verfahren des eigenen Lernens und deren zielgerichteten Einsatz (fachspezifische Methodenschulung)--> Bezogen auf Sportunterricht: Aufgaben-Wahl-Modelle: über selbstreflexive Elemente, die im Fach Sport auf einem Kontinuum zwischen "Gelingen und Nicht-Gelingen" repräsentiert werden können, besteht Möglichkeit der Auswahl zwischen schweren und einfacheren Aufgaben--> Ermöglichung, den eigenen Lernerfolg zu erleben und zu reflektieren (selbstreflexive Auseinandersetzung)
  • Kriterien einer erfolgreichen Bewältigung sportunterrichtlicher Anforderungssituationen müssen bekannt sein
  • Organisation und sicherheitsbezogene Anforderungen an einem individualisierten Sportunterricht sind erheblich, erfordert zudem eine realistische Selbsteinschätzung der SuS  (gefährliche Fehleinschätzungen)
  • ABER: Sport bietet zahlreiche Möglichkeiten, um individuell förderlichen Unterricht zu inszenieren!
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Didaktische Empfehlungen Binnendifferenzierung 

  1. SuS aktivieren: Selbstständiges Arbeiten sukzessive anbahnen, Methodenkompetenz ausbilden, SuS Vertrauen schenken, aber sie nicht alleine lassen, Unterstützungsleistungen anbieten, aber nicht aufdrängen, kriteriengeleitete Feedbackkultur für Wertschätzung der Entwicklung der SuS
  2. Veränderte Lehrerrolle: Öffnung der Unterrichtsvorbereitung, Lehrerzentrierte Phasen zurückfahren 
  3. Veränderte Schülerrolle: Rolle des aktiven Gestalters ernst nehmen, Verantwortung für den eigenen Lernprozess übernehmen, im Gewissen, dass sie nicht alleine gelassen werden
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Einleitung Inklusion

  • Sonderschulsystem übernimmt Entlastungsfunktion für allgemeinbildende Schulen
  • Zuweisung sonderpädagogischen Förderungsbedarf sichert Ausschließung von überforderten SuS : Möglichkeit eines in der Praxis verwertbaren Bildungsabschlusses wird vermindert/ verwehrt
  • inklusive Strukturen in vielen anderen europäischen Ländern seit Jahrzehnten--> Deutschland nimmt Außenseiterrolle ein
  • Diskriminierungsmechanismen der Aussonderungsquote: Überrepräsentanz von Kindern mit schwacher sozialer Ausgangslage oder mit Migrationshintergrund 
  • Umsetzungspruzess der internationalen UN BRK in Deutschland besonders erschwert wegen Sonderschulsystem
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Inklusive Pädagogik

  • Pädagogik der Vielfalt,
  • Kategorisierung in Befähigung: Behinderung als unangemessene Reduzierung im Blick auf die Gesamtpersönlichkeit eines Kindes
  • Unterrepräsentanz der SuS mit niedrigem Intelligenzquotioenten bei Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf
  • weder sonderpädagogisches Handeln im verengten Sinn, noch ein undifferenziertes Begrüßen von Verschiedenheiten in der Breite bilden geeignete Maßnahmen für eine inklusionspädag. Praxis
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Auszüge UN- Behindertenrechtskonvention

  • inklusive Schulstrukturen sollen schrittweise umgesetzt werden
  • Zurückweisung eines Kindes an einer allgemeinbildenen Schule mit der Begründung einer Behinderung stellt eine Diskriminierung dar--> Verstoß gegen UN-BRK
  • Fachkräfte sollen gezielt geschult werden
  • Inklusion betrifft alle Schulformen
  • Gewährleistung von diskriminierungsfreier Teilhabe am kulturellen Leben und an Sportaktivitäten--> berührt damit auch die Kooperation mit Sportvereinen und in Ganztagsschulen
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Empfehlungen Inklusion 

  1. Wertschätzung und Anerkennung individueller Stärken (auch unterrichtsferne)
  2. Individuelle Bezugsnorm bei Leistungs- und Anforderungsdifferenzierungen in den Vordergrund stellen (prozessorientierte, dialogische Formen der Leistungsbewertung--> individuelle Entwicklungsberichte.)
  3. Selbstbestimmung der SuS: Differenzierungen bei Lerngelegenheiten möglichst von SUS entwickeln lassen -> natürliche Differenzierung (offene,spiel- Handlungsorientierte Angebote)
  4. Lernen von Kind zu Kind (ko-konstruktive Lernprozesse) und soziales Lernen als Ressource inklusiven Unterrichts:geöffnete Unterrichtsformen (Raum für das Vertiefen von Spezialinteressen)
  5. Gemeinsame Verantwortung für alle Kinder und gegenseitige Wertschätzung in der Kooperation der Lehrkräfte als eines Klassenklimas der gegenseitigen Anerkennung und sozialen Zugehörigkeit 
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Erziehung

-Vermitteln von Fähigkeiten und Fertigkeiten, Kenntnissen und Einstellungen 

Unterschied: intentionale (zielgeleitet) und funktionale (ohne Absicht) Erziehung

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Besondere Lerngelegenheiten und Lernpotentiale des Sportunterrichts

Attraktivität--> Hohes Maß an Identifikation

Authentizität

Ästhetische Ausdrucksmöglichkeiten

Differenzierung gut umsetzbar--> Offenheit

Direketere Rückmeldungen

Interaktion 

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Erziehung im engeren Sinne

Absichtliche Strukturierung des Denkens, Handelns und Fühlens im Sinne der Kulturtechniken und Werte, der Gesellschaft 

-->  Prozess der zielgerichteten Beeinflussung zu einem als wertvoll erachtetetn Verhalten 

Erziehungsziel: viel gesellschaftlich und kulturell geprägt

 

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Bildung

Bildung auf die Erweiterung individueller Perspektiven gerichtet --> Fähigkeit des Subjekts einen eigenen Standpunkt zu entwicklen

Grundannahme: Entscheidungsfreiheit: Selbstverantwortlichkeit des Individuums für gelingen und scheitern, Bildung soll Menschen auf diese Freiheit und Verantwortung vorbereiten (Vermitteln von Kompetenzen, Erfahrungen und Wissen)

Bildung als selbstbewusste und selbstbestimmte Beschäftigung mit den Werten der Kultur

 

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Bildung sportpädagogisch

ästhetische Bildungsidee: Über Wahrnehmung und Erfahrung zur (Selbst-) Gestaltung 

Ziel: Entwicklung der Persönlichkeit, Sinnfindung und Lebensgestaltung --> reflektierter Umgang mit Mustern geformten Verhaltens

 

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Formales Lernen

LErnen in staatlichen Bidlungseinrichtungen (Schulen), ist strukturiert (Lernziele, Lernzeit, Lernförderung) und führt zur Zertifizierung

-hoher Grad an Normierung

- zielgerichtet

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Nonformales Lernen

 

nicht in Bildungseinrichtungen

keine Zertifizierung, dennoch systematisch

beruht auf Freiwilligkeit

hoher Grad an Individualisierung 

 

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Informelles Lernen

alle bewussten und unbewussten Formen des praktizierten Lernens außerhalb von Bildungsinstitutionen

Lernen in der Lebenspraxis

ungeplant, vielfältig, unstrukturiert

 

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Sportpädagogische Begründung

Bewegung, Spiel und Sport haben keinen Sinn an sich

Sinn von Sport lässt sich je nach historischen, kulturellen, politischen, sozialemn Rahmenbedingungen sozial und pädagogisch konstruieren

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Anthropologische Begründung

Bezug auf das Wesen des Menschen 

sich bewegen als Menschsein

individuelle und kulturelle Ausprägung 

Grupe Bezugspunkte für Menschenbild: Körper-/Leibthema, Bewegungsthema, Spielthema, Leistungsthema, Gesundheitsthema

 

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Entwicklungstheoretische Begründung

Auseinandersetzung mit Sport kann zur Förderung der Entwicklung beitragen

vielfältige Bewegungserfahrungen tragen positiv zur Intelligenzentwicklung im Vorschulalter bei

- Entwicklung des Selbstkonzepts, des Sozialverhaltens oder der Kreativität 

 

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Bedürfnisorientierte Begründung

Sporttreiben als häufigste und wichtigste Tätigkeit von Jugendlichen  (beliebtestes Unterrichtsfach)

hohes Potential der Bedürfnisbefriedigung --> Motive: Sporttreiben in der Lieblingssportart, soziale Kontakte, Zugehörigkeit einer Mannschaft, Leistungsaspekt, Spielen und Wettkämpfen, Geselligkeit, Ausdruck und Gestaltung 

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Lebensweltliche Begründung

Kontroverse um Wandel des kindlichen Lebens und Auswirkungen auf das motorische Können (Passivität durch Medienkonsum)

- bewegungsarm vs. sportiv 

Kulturpessimistische Richtung: Kinder als unfertige Lernende, die zu einem Entwicklungsziel geführt werden sollen mithilfe von pädagogischen Maßnahmen 

Optimistische Richtung: Kinder als Subjekte wahrnehmen mit aktuellen und subjektiven Bedürfnissen, Wünschen, Interessen und Handlungsmöglichkeiten 

--> Kinder als Ko- Konstrukteure ihrer Lebenswelt

 

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Kompensatorische Begründung

Veränderte Bedingungen des Aufwachsens--> Gesundheitszustand der Kinder verschlechtert sich bezogen auf psychische und psychosomatische Erkrankungen, motorische Entwicklungsstörungen und Essstörungen sowie einer Zunahme von Verhaltensauffälligkeiten: Kopfschmerzen, Schlafstörungen etc. 

Ursache: erhöhter Entwicklungsdruck 

Gesundheitsförderung durch Schulsport (Verhaltensprävention, Verhältnisprävention, Stärkung personaler und sozialer Ressourcen 

 

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Schulkulturelle Begründung 

Schule nicht nur als Lernraum, sondern auch als Lebensraum verstanden werden --> Bewegung, Spiel und Sport können zu einer verstärkten Rhythmisisierung des Schulalltags beitragen --> bewegte Schulkultur