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Lernende 6 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 09.08.2021 / 18.08.2021
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Standarddeutsch vs. Hochdeutsch

Standard:

Umgangssprachlich in der Schweiz sowie in Deutschland und Österreich

Hochdeutsch:

Korrektes Deutsch nach Duden. Eher hochgestochen, nicht sehr verbreitet im Alltag.

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Untersuchungsbefunde zu Dialekt und Standardsprache

Hochdeutschkomplex:
Geringe Selbstvertrauen in eigene Hochdeutschkompetenzen führt zu Komplex im Umgang mit der eigene Standardsprache (Schweizer Hochdeutsch).

Schweizer Hochdeutsch:
Als eigene Varietät annehmen.

Bei Korrekturen zu beachten:

  • Mundartwörter = kein korrektes Hochdeutsch
  • Helvetismen (z.B. Velo) = korrektes Hochdeutsch
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Argumente für frühen und konsequenten Hochdeutschunterricht im Unterricht

  • Beste Sprachförderung: Hochdeutsch soll als etwas selbstverständliches wahrgenommen werden.
  • Hochdeutsch ist dadurch nicht als "muss ich lernen" sondern Kommunikationsmittel
  • Vorteil für fremd- und zweisprachige Kinder
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Sprache und Identität

Faktoren für Sprachverhalten:

  • geografisch
  • sozial (Arbeitsprache, Medizinersprache)
  • Geschlecht
  • Bildungsniveau
  • Interessen
  • Alter

Communities of Practice:
gleiches Umfeld = ähnliches Sprachgebrauch

Varietäten unterliegen:
Sprachgebrauch so internalisiert, dass man diesen nicht oder kaum ablegen kann (z.B. SG-Dialekt)

Varietäten beherrschen:
Verschiedene varietäten beherrschen. z.B. Bundesrat je nach Gesprächssituation Hochdeutsch oder Schweizer Deutsch.

Kinder- und Jugendsprache:
Jugensprache um "cool" zu sein.

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Wichtigkeit des "Hörens"

Prozessmerkmale des Zuhörens:

  1. Der permanente offene Kanal
    - Das Hören kanalisieren.
    - Filtern welches Geräusch ist relevant
     
  2. Das akustische Signal
    - Wahrnehmung von Lautstrom nicht einzelnen Wörter. 
     
  3. Die Vergänglichkeit der Klänge
    - Gehörtes ist vergänglich und nicht identisch wiederholbar
     
  4. Clustern
    - Kurzzeitgedächtnis kann nur 7 Informationseinheiten behalten. Deshalb ist die  Hörverarbeitung in Mustern unumgänglich.
     
  5. Fehler und Unschärfetoleranz
    - Muss nicht alles gehört werden. Fähigkeit aus Bruchstücken Sinn des Gesprochenen herzuleiten.
     
  6. Mentale Modelle
    - permanente Konstruktion von Bedeutungsmodellen.
    - Sehr individuell -  nicht objektiv
     

4 Schritte für ein gelungenes Zuhören:

  1. Zuhören wollen und Aufmerksamkeit ausrichten
     
  2. Informationen auswählen
    (Aufmerksamkeitsspanne)
     
  3. Informationen organisieren
    (Im Arbeitsgedächtnis)
     
  4. Informationen speichern 
    (Langzeitgedächntnis)
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linguistische Sprechakttheorie

Sprechakttheorie

  • Äusserungsakt
    - Sprechwerkzeuge bewegen
     
  • propositionaler Akt
    - Sich auf Dinge beziehen
     
  • illokutiver Akt
    - Absicht der Aussage
     
  • perlokutiver Akt
    - erwünschte Wirkung der Aussage

4 Konversationsmaximen

  • Maxime der Quantität (Menge der Information)
  • Maxime der Qualität (Wahrheit der Info)
  • Maxime der Relation (passende Info)
  • Maxime der Modalität (verständliche Info)

Weitere Maximen: ästethische, soziale, Höflichkeit

Face-Work

  • positive face
    Fassade = Bedürfnis "gut dazustehen"
     
  • negative face
    Fassade fällt = man zeigt sein wahres Ich
    (Selbstbestimmung und Freiheit) 

Face Threatening Acts (FTA)
= Handlung das Gesicht zu verlieren. (Eigenes oder Fremdes)

Sequenzialität

Sequenzen in einem Gespräch:

  • Frage / Gruss / Angebot / usw
  • Antwort / Gegengruss / Annahme / usw

Turn-Taking

Wer kommt wann zu Wort (Sprecherwechsel):

  • syntaktische Bestimmung: Am Satzende
  • inhaltliche Bestimmung: Am Ende der Argumentationskette

Kinder müssen ein Gespür dafür entwicklen, wann die Übergabestelle des Sprechers in einem Gespräch stattfinden kann.

Kommunikative Praktiken

Muster, wie Gespräch in bestimmten Rahmen verlaufen

(Beispiele: Bewerbungsgespräch, Kondolieren, Heiratsantrag)

  • Binnenstrukturelle Ebene
    Tonfall, Sprache, Gestik/Mimik am Gegenüber angepasst
     
  • Situative Realisierungsebene
    ... der Situation angepasst
     
  • Aussenstrukturelle Ebene
    ... dem kulturellen und ethischen Umfeld angepasst
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Morpheme

kleinste bedeutungstragende Einheit der Sprache:

  • frei semantisch Baum, grün, komm
  • gebunden semantisch werf-, Brom-, bess-
  • frei grammatisch zu, an, sein
  • gebunden grammatisch ge-, -st, -ung

Gebunden: kommen nicht alleine vor und sind mit mindestens einem anderen Morphem verbunden

Arten von Morphemen:

  • Vormorpheme (be-, vor-, nach-, für)
  • Stammmorpheme (bau, schreib, fahr)
  • Nachmorpheme (-ung, -en, -in, -eit)

Wortfamilie: bestehen aus Wörter mit dem gleichen Stammmorphem (fahr = Fahrer, Fahrzeug, fuhr, fahrbar)

Wortarten

  • Nomen
  • Verben
  • Adjektive
  • Pronomen
  • Partikel
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Satzproben

Ersatzprobe
Definieren eines Falls und "das"/"dass" Unterscheidung

  • Anwendung 1: zur Bestimmung des Falles
    (Peter ist zornig -> Der Baum ist zornig)
     
  • Anwendung 2: "Das" ersetzten durch jenes oder welches zur Probe ob es ein "dass" oder "das" ist

Ablese- oder Listenprobe (*evt. nicht relevant)
Definieren eines Falles und definieren eines Pronomen

  • Anwendung 1: anhand einer Tabelle den Fall bestimmen
     
  • Anwendung 2: Definieren der Pronomen anhand der Pronomenliste

Einsetzprobe
Adjektiv oder Adverb

  • Anwendung: Bestimmung Wortart Adjektiv oder Adverb. Ist das Wort komparierbar. 
    billig - > Der billige Baum = möglich, also Adjektiv
    - gratis -> Der gratise Baum = unmöglich, also Adverb

Flexionsprobe
Unterscheidung Verb und Adjektiv und Bestimmung Subjekt.

  • Anwendung 1: Unterscheidung Verb und Adjektiv:
    - Wortart konjugieren: Passt?, dann Verb
    - Wortart komparieren: Passt?, dann Adjektiv
     
  • Anwendung 2: Finden des Subjekt:
    Subjekt verändert das Verb beim ändern von Plural in Singular und umgekehrt.
    z.B. Die Kranke stört das Licht:
    - Die Kranken stört das Licht
    - Die Kranke stören die Lichter
    (die Lichter = Subjekt)

Erweiterungsprobe
Herausfinden ob es ein Verb oder ein nominalisiertes Verb ist.

  • Anwendung: (Adrian hasst/muss Warten)
    - Adrian hasst das Warten (möglich)
    - Adrian muss das Warten (unmöglich)

Weglassprobe
Kern des Satzes definieren

Verschiebe-/Umformungsprobe
Bestimmung von Subjekt und Nebensätzen.

  • Anwendung 1: 
    Die Lärche ist ein Nadelbaum
    Ein Nadelbaum sein die Lärche
    -> "Die Lärche" = Subjekt
     
  • Anwendung 2:
    Es würde mich freuen, wenn du mitkämest
    Dein Mitkommen würde mich freuen.
    -> ",wenn du mitkämest" = Nebensatz