Lernkarten

Karten 22 Karten
Lernende 0 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 08.07.2020 / 20.07.2020
Lizenzierung Keine Angabe     (Z-INA)
Weblink
Einbinden
1 Exakte Antworten 14 Text Antworten 7 Multiple Choice Antworten
Fenster schliessen

Succinylcholin hat zwei gefürchtete, manchmal tödlich endende Nebenwirkungen : 

Maligne Hypertonie und Hyperkaliämie
Fenster schliessen

Beschreibe die Wirkungsweise der nicht-depolarisierenden Muskelrelaxantien .

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien verdrängen Acetylcholin Neurotransmitter) kompetetiv von der motorischen Endplatte ohne eine Depolarisation auszulösen. (Nichtdepolarisationsblock)

Fenster schliessen

Nenne zwei gebräuchliche Medikamente der Gruppe der nicht-depolarisierenden Muskelrelaxantien.

(Name und Wirkstoff und chemische Struktur)

  • Esmeron (Rocuronium) = Aminosteroide (Pancuronium, Vecuronium)
  • Tracrium (Atracurium) = Benzylisochinoline (Cisatracurium, Mivacurium)
Fenster schliessen

Erkläre den Unterschied zwischen depolarisierenden und nicht-depolarisierenden Muskelrelaxantien.

  • depolarisierende MR besetzen die Acetylcholin-Rezeptoren und lösen eine Depolarisation aus. Die Depolarisation bleibt vorerst bestehen und die Zelle ist damit unerregbar = Depolarisationsblock (Phase 1 - Block)
  • nicht-depolarisierende MR verdrängen kompetetiv Acetylcholin von der motorischen Endplatte ohne eine Depolarisation auszulösen = Nichtdepolarisationsblock
Fenster schliessen

Beschreibe den physiologischen Vorgang der neuromuskulären Übertragung !

  1. Am Endknöpfchen der Muskelzelle kommt es zur Ionenkanalöffnung - Kalzium strömt in die Zelle
  2. Vesikel (synaptisches Bläschen) mit Acetylcholin wandern zur präsynaptischen Membran und entleeren Acetylcholin die den präsynaptischen Spalt
  3. Dort dockt das Acetylcholin an die Rezeptoren der postsynaptischen Membran - es kommt zum Natriumein- und zum Kaliumausstrom --> Depolarisation (Aktionspotential)
  4. Acetylcholin wird anschliessend durch Cholinesterase in Acetat und Cholin innerhalb von msek gespalten (Depolarisation), durch die präsynaptische Membran eingeschleusst und wieder als Acetylcholin in Vesikel gespeichert.
Fenster schliessen

Erkläre folgende Begriffe :

  • Nichtdepolarisationsblock
  • Phase 1 - Block
  • Dualblock
  • ED95
  • Anschlagzeit
  • Erholungsindex
  • DUR25 (Wirkdauer)
  • Neuromuskuläre Sicherheitsreserve
  • Nichtdepolarisationsblock = Das MR besetzt einen Rezeptor ohne eine Kontraktion auszulösen 
  • Phase 1 - Block = Depolarisierende MR lösen beim besetzen eines Rezeptors eine Depolarisation aus. Sie besetzen den Rezeptor länger als Acetylcholin und bewirken eine schlaffe Lähmung
  • Dualblock = repetetive Gaben oder Dauerinfusion von depolarisierenden MR führen zu einem langanhaltenden Block, ohne Depolarisation
  • ED95 = Die Dosis eines MR, die eine 95%ige Hemmung der neuromuskulären Überleitung bewirkt
  • Anschlagzeit = Zeit vom Ende der Injektion bis zum Erreichen des maximalen Effekts
  • Erholungsindex = Zeitspanne zwischen 25- und 75%iger Erholung der Muskelkraft
  • DUR25 (Wirkdauer) = Zeit von der Injektion bis zur Erholung auf 25% des Ausgangswertes.
  • Neuromuskuläre Sicherheitsreserve = Bezeichnet den Anteil von Acetylcholinrezeptoren der besetzt sein muss, bevor erste Zeichen einer Museklschwäche wahrnehmbar sind (70%). (klinische Konsequenz: doppelte ED95 zur ITN)
Fenster schliessen

Was ist Succinylcholin und welche Wirkung hat es ?

Succinylcholin ist ein kurz wirksames depolarisierendes MR. Es besetzt den Acetylcholinrezeptor an der motorischen Endplatte und löst eine Depolarisation mit anschliessender schlaffer Lähmung aus.

  • Wirkeintritt nach 30-60 Sekunden
  • Wirdauer ca. 3-5 Minuten
  • Dosierung 1-1.5 mg/kg KG i.v.
  • Abbau durch Plasmacholinesterase
Fenster schliessen

Nenne vier Nebenwirkungen des Succinylcholins !

  • Trigger für Maligne Hyperthermie
  • Bradykardie bis Asystolie
  • Hyperkaliämie (0,5 - 1 mmol/L)
  • vermehrte Speichel- und Bronchialsekretion
  • Anstieg intrakranieller Druck
  • Anstieg Augeninnendruck
  • Anstieg intergastraler Druck
  • Muskelkater
  • Masseterspasmus (Kaumuskel)
  • Histaminfreisetzung (Flush, Hypotonie, Tachykardie, Bronchospasmus)
  • Rhabdomyolyse, Myoglobinurie, Crushniere