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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 07.04.2021 / 22.06.2021
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WIe kommt nach der Theorie von Piaget Denken in Gang?

Nach Piaget kommt Denken in Gang, indem aus sensumotorischen Erfahrungen und Handlungen geistige Prozesse werden.  Kreisreaktionen (unermüdliches Wiederholen einfacher Handlungen) vermitteln „Wenn-Dann-Zusammenhänge“, die letztlich Grundbaustein schlussfolgernden Denkens sind. Diese ständige Auseinadnersetzung mit der Umwelt ermöglicht es immer adäquatere Denkschema auszubilden. Solche Schemata sind geistige Systeme, wie ein Muster von Gedanken oder Handlungen, die als eine überdauernde Wissensbasis angesehen werden können und mit deren Hilfe Kinder ihre Umwelt interpretieren.

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Wie geschieht die Weiterentwicklung von Schemata?

Die Weiterentwicklung von Schemata geschieht nach Piaget durch zwei angeborene kognitive Prozesse, durch Organisation und Adaption.

Organisation= Kinder fügen verschiedene schon existierende Schemata zu größeren, sogenannten kognitiven Strukturen zusammen (Gegenstand greifen/ aus Tasse trinken)

Mit Adaption meint Piaget, dass Kinder ein intrinsisches Bedürfnis haben sich an ihre Umwelt anzupassen, dass sie mit ihr in einem kognitiven Gleichgewicht, einem Äquilibrium stehen.

Das Äquilibrium entsteht durch die Passung zwischen den eigenen Schemata und der Vorkommnisse in der Umwelt. Eine solche Anpassung können durch die Prozesse der Assimilation und Akkomodation, welche den Äquilibriumsprozess bilden, erreicht werden.

Assimilation= Prozess indem Kinder versuchen ihre umwelt anhand schon vorhandener Schemata zu interpretieren (Hund/Löwe)

Akkomodation= Schemata an neue Umweltgegebenheiten anpassen (Löwe anders als Hund daher neuer Name)

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Wie wird das Äquilibrium, das kognitive Gleichgewicht erreicht?

Das Äquilibrium besteht aus einer Passung zwischen den eigenen Schemata und den Vorkommnissen der Umwelt. Eine solche Anpassung kann durch die Prozesse der Assimilation und Akkomodation erreicht werden. Im regelfall arbeiten Assimilation und Akkomodation zusammen und bilden den Äquilibirumsprozess.

Assimilation= Prozess mit dem Kinder probieren, die Umwelt im Sinne ihrer vorhandenen Schemata zu interpretieren. (Hund/Löwe 4 Beine etc.)

Akkomodation= Schemata an neue Umweltgegebenheiten  anpassen. (Kind bemerkt Unterschiede zwischen Hund und Löwe und erfindet neuen Namen für das Tier)

 

 

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Nenne die vier unterschiedlichen Stadien der Entwicklung nach Piaget, die Kinder durchlaufen.

Jedes Stadium unterscheidet sich dadurch in welcher Weise Kinder Schemata organisieren und anpassen.

Sensumotorisches Stadium (0-2 Jahre)

Präoperationales Stadium (2-7Jahre)

Konkret-operationales Stadium (7-12 Jahre)

Formal-operationales Stadium (ab 12 Jahren)

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Was bedeutet der Äquilibriumsprozess?

Die Zusammenarbeit zwischen Assimilation und Akkomodation ist der Äquilibriumsprozess.

Assimilation stellt den Prozess dar, mit dem Kinder probieren, die Umwelt im Sinne ihrer vorhandenen Schemata zu interpretieren.

Akkomodation dagegen bedeutet, Schemata an neue Umweltgegebenheitenanzupassen.

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Warum kann die Resistenz kindlicher Irrtümer als ein Beleg dafür gewer-tet werden, dass das kindliche Wissen theorieähnlich organisiert ist?

Neues Wissen kann von den Kindern nur aufgenommen werden, wenn die neuen Inhalte in die bestehende Organisation integriert werden können. Da Kinder dazu in bestimmten Situationen nicht in der Lage sind, halten sie an Irrtümern fest.

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Worin bestehen die mentalistischen Interpretationen von jüngeren Kin-dern?

Darunter verstehen Kinder zunächst, dass andere Menschen in ihren Handlungen Absichten verfolgen und möglicherweise Wünsche umsetzen. Erst später verstehen sie, dass Menschen sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten, weil sie eine bestimmte Überzeugung über einen Sachverhalt haben.

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Mit welchen Methoden wird die Wiedererkennung und Reproduktion vor-gegebener Stimuli untersucht?

Im Säuglingsalter kann die Wiedererkennung mit der Habituationsmethode, der Antizipation eines assozi-ierten Stimulus und mit der Mobile-Aufgabe nach Rovee-Collier (1990) untersucht werden. Vorläufer des Reproduzierens können im Säuglingsalter durch das Paradigma der verzögerten Imitation untersucht werden.