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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 09.08.2020 / 11.08.2020
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Usability:

Was ist Usability?

  • Usability eines Produktes ist das Ausmaß, in dem es von einem bestimmten Benutzer  verwendet werden kann, um bestimmte Ziele in einem bestimmten Kontext effektiv,  effizient und zufriedenstellend zu erreichen (ISO 9241‐11)
  • Gebrauchstauglichkeit Nutzerfreundlichkeit
  • Usability Engineering ‐ Gestaltung und Optimierung der Schnittstellen zwischen Produkten und deren Benutzern
  • Problem:
    • Usability ist keine Eigenschaft einer Person oder eines Artefaktes, sondern ergibt sich aus der  Interaktion zwischen Nutzer, Produkt, Aufgabe und Umgebung
    • Es gibt kein einfaches Instrument, das in der Lage ist, Usability klar und eindeutig zu messen
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Usability:

Was sind 5 Bestandteile von User‐centered design?

  1. Analyse: Benutzer und Kontext verstehen
  2. Modellieren: Entwurf und Optimierung einer  passenden Lösung
  3. Spezifikation: Die Lösung in die Entwicklung  tragen
  4. Realisierung: (Unterstützung bei der)  Implementierung der Lösung
  5. Evaluation: Resultate mit Benutzern überprüfen
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Usability:

Wie kann man in nutzerbezogenen Methoden Daten für Usability sammeln? Vorteile (3) und Nachteile (3).

  • repräsentative Benutzer interagieren mit dem Produkt,  z.B. Usability Testing, Fragebögen, Interviews, Eye‐Tracking: Heatmap 
  • Vorteile
    • valide Daten aus erster Hand (den Anwendern des  Produkts)
    • Einbeziehung des Entwicklungsteams als Testbeobachter
    • beste Erkennung von Schwachstellen
  • Nachteile
    • hoher Aufwand
    • Rekrutierung einer repräsentativen Benutzergruppe nötig
    • relativ hoher finanzieller Aufwand
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Usability:

Wie kann man in expertenbezogenen Methoden Daten für Usability sammeln? Vorteile (3) und Nachteile (2).

  • Experten prüfen das Produkt nach bestimmten  Kriterien systematisch, z.B. heuristische Evaluation  oder Cognitive Walkthrough
  • Vorteile
    • in der Regel billiger als lab‐testing
    • Experten bessere Gutachter als Laien
    • geringerer zeitlicher Aufwand 
  • Nachteile:
    • die Experten gehen von hypothetischen Annahmen  über die Nutzer aus
    • Erkennung von Schwachstellen nicht immer optimal
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Verkehrspsychologie:

Nenne Definition, Gegenstand und Teilgebiete.

Verkehrspsychologie befasst sich mit …

  • … dem Erleben und Verhalten von Menschen in Verkehrs‐,  Transport‐, Mobilitätssystemen
  • … zugrundeliegende psychologische Prozesse
  • starke interdisziplinäre Ausrichtung
  • kein einheitlicher theoretischer Rahmen
  • Bezug zu anderen psychologischen Teildisziplinen, u.a. Allgemeiner  Psychologie, Sozialpsychologie, Arbeitspsychologie, Diagnostik

Gegenstände sind u.a.:

  • allgemeine vs. individuelle Fragen zur Mobilität
  • ergonomische Verkehrsmittel‐ und Infrastrukturgestaltung

Teilgebiete sind z.B.: Fahreignung, Verkehrserziehung,  Ergonomie und Gestaltung der Verkehrsumwelt

 

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Verkehrspsychologie:

Was sind zentrale Fragestellungen (5) und berufliche Perspektiven (3)?

 Fragestellungen:

  • (1) Fahrverhalten, Fahrfehler, Unfälle
  • (2) Ausbildung, Aufklärung, Verhaltensformung
  • (3) Fahreignungsdiagnostik, Beratung, Nachschulung, Rehabilitation
  • (4) Gestaltung der Fahrer‐Fahrzeug‐Interaktion und Fahrumgebung
  • (5) Mobilität und Verkehrsplanung •

Berufliche Perspektiven als Verkehrspsychologe: 

  • (1) Fahrer/ Mensch als Verkehrsteilnehmer (Auswahl, Schulung, Reha…)
  • (2) Verkehrsmittel (Ergonomie, Design, Informations‐/Assistenzsysteme, …)
  • (3) Umgebung (Straßenbau, Verkehrsleitsysteme …)
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Verkehrspsychologie:

Definiere "Fahraufgabe".

  • „Driving may be described as a control task in an unstable environment created by the driver‘s motion with respect to a  defined track and stationary and moving objects.“
  • Fahren ist eine komplexe Tätigkeit
  • Modelle zur Fahraufgabe („Fahrmodelle“) vs. „Fahrermodelle“
  • Fahren als Steuerungsaufgabe
    • Wahrnehmungsprozess, Infoaufgabe
    • Vergleich/ Infoverarbeitung
    • Steuerung/ Aktionsausführung
  • Task Capability Interface Model (Fig. 2.3; Fuller, 2011) 
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Verkehrspsychologie:

Nenne Klassifikation von und Beispiele für Fahraufgaben (Vollrath & Krems, 2011).

  1. Primäraufgaben
    • Spur halten
    • Überholvorgänge 
    • Navigation
  2. Sekundäraufgaben (fahrbezogen)
    • Ablesen von Verkehrsschildern
    • Blicker setzen
    • Adresseingabe im Navi
  3. Tertiäraufgaben (nicht fahrbezogen)
    • Kommunikation mit Beifahrer
    • Radio bedienen
    • Telefonieren