Lernkarten

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Lernende 3 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 23.07.2020 / 08.09.2020
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29. Was ist ein „Trieb“ und was behauptet die „Triebreduktionshypothese“?

1.Ein Trieb ist eine unspezifische Quelle der Verhaltensenergetisierung

2.Energie wird von Trieb bereitgestellt

3.Motivation ist also Energie

4.Kein Verhalten ohne Aktivierung

5.Bei Freud ist der Sexuelle Trieb alles

6.Ein Trieb ist eine Druck-Variable (push), die das Verhalten von Innen anschiebt

a.Bauscht sich also auf

b.Bsp.: Hunger/Sex = innerorganismischen Energie, Die Nahrungsaufnahme ist die Reduktion von Hunger

 

1.Die Triebreduktionshypothese besagt, dass:

a.Der Triebzustand ist unausweichliche Anspannung, die Reduktion ist das lustvolle erleben

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30. Was ist der Unterschied zwischen „Trieb“ und „Instinkt“?

1.Der Unterschied ist das bei Instinkten durch Schlüsselreize, also von außen, eine Handlung erfolgt, während beim Trieb der innerorganismische Zustand/Energie den Organismus antreibt. Des weiteren, muss die Handlung beim Trieb energetisiert sein, sonst passiert nichts.

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31. Warum ist der Mensch laut Triebtheorien Triebeinflüssen auf das Verhalten in stärkerem Maße “ausgeliefert” als Einflüssen, die von Anreizen ausgehen?

- Verhalten wird entweder durch externale Anreize als pull-Variablen oder durch internale Faktoren als push-Variablen motiviert.

- Triebeinflüsse beruhen auf diesen inneren Kräften, die in Form der Triebenergie Verhalten „antreiben“. Da ein solcher Triebzustand eine aversive Qualität besitzt und deren Reduktion als befriedigend und lustvoll erlebt wird, handelt der Mensch im Sinne des Hedonismus auf eine Reduktion des aversiven Spannungszustandes hin.

- Im Gegensatz zu Anreizen, denen man auch behavioral oder mental ausweichen kann, um so ihrem Einfluss zu entgehen, können Triebzustände also nicht vermieden werden. Man ist einem Triebzustand in diesem Sinne ausgeliefert, da dieser in der Person selbst sitzt. Ein aktivierter Trieb lässt sich vielleicht unterdrücken oder kontrollieren – vor ihm fliehen oder ihn vermeiden kann man jedoch nicht.

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32. Erläutern Sie Auswirkungen von Triebzuständen auf das Denken und Handeln mithilfe der Begriffe Primär- und Sekundärprozess. Welcher Prozess folgt dem Lustprinzip und welcher dem Realitätsprinzip?

1.Primärprozess: Ist die direkte aber unbewusste befriedigungsorientierte Steuerung von Verhalten und Denken. Dies folgt dem Lustprinzip. Es geht um die Befriedigung und die Ausrichtung des Verhaltens und des Denkens darauf.

2.Sekundärprozess: Ist das bewusste Aufschieben, Planen, Ersatzhandlungen (vermittelt durch das ICH). Die folgt dem Realitätsprinzip, also den gesellschaftlichen Normen.

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33. Erläutern Sie die Katharsis-Hypothese und ihre empirische Überprüfung in der Studie von Geen, Stonner & Shope (1975). Warum führt aggressives Verhalten häufig zu noch mehr Aggression?

1.Die Karthasis-Hypothese besagt, dass das Ausleben von Triebimpulsen, den Triebdruck reduziert

2.Das heißt, Aggressives Verhalten sollte die Aggression abbauen.

3.Die Studie zeigt jedoch:

a.UV1: Schock vs Nicht schock

b.UV2: VPN verabreicht Schock vs Er guckt zu vs kein Schock

c.AV: Intensität der Bestrafung mit Schock in weiteren Phasen als Lehrer

d.Ergebnis: Das Gegenteil von Karthasis. Sie bestrafen mehr.

e.Warum steigt die Aggression:

i.Weil sie lernen, dass bestrafen gut tun kann

ii.Wegen Dissonanztheorie: Sie wollen sich konsistent zeigen, weiter aggresiv

iii.Der Boxsack ist nicht Karthasis sondern man lernt die Selbstkontrolle

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34. Was versteht Hull unter „Triebe“ und wie werden sie operationalisiert?

1.Clark Hull versteht unter Triebe: die behavioristische Triebtheorie: verbindet Energie + Lernen = Lerntheorie + Motivation (Energetisierung)

2.Er wählt eine naturwissenschaftliche herangehensweise

3.Trieb bleibt weiterhin unspezifische innerorganismische Energie + Antriebsquelle des Verhaltens

a. Defizitmotivation: unbefriedigte Bedürfnisse

b.Ohne Defizit = keine Verhalten

c.Triebreduktion ist ein Verstärker für Verhalten, wie bei Karthasis

4.Wie werden sie operationalisiert?

a.Die Richtung des Verhaltens wird durch die habits festgelegt

b.Trieb = Motor, Habit = Lenkrad

c.Operationalisiert wird also dadurch, wie oft das Verhalten in einer Situation bekräftigt wurde

d.Zielgerichtetes Verhalten ist also durch Trieb energetisiert und durch Habit gelenkt

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35. Welche Implikationen ergeben sich aus der multiplikativen Verknüpfung von Trieb und Habit in der Theorie von Hull?

1.Die Verknüfung ist = Drive x Habit = Excitatory Potential

2.Zu Drive gehört t = die Entzugsdauert + zu Habit gehört n = die Anzahl der Verstärkungen

3.Zu Excitatory Potential gehören mehrere R, die Reaktionsstärke (Löschungsresistenz + Häufigkeit des Auftretens)

4.Implikationen sind:

a.Triebe (Hunger und Sex) sind substituierbar

b.Verhaltenststärke sollte monoton steigen mit D bzw H höher

c.Wenn H oder D = 0 kein Reaktionspotential

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36. Durch welche experimentelle Evidenz konnte das Postulat der multiplikativen Verknüpfung von Trieb und Habit belegt werden? Schildern Sie Aufbau und Ergebnisse der Studie.

1.Durch die Studie von Meryman 1952:

a.UV1: Furchtkonditioniert und nicht furchkonditioniert

b.UV2: Hungry vs nicht Hungry

c.UV3: Anzahl der Tage mit denen die Testtrials durchgeführt werden

d.AV: Schreckreaktion

e.Ergebnis: Die Ratten, die Angst haben + Hunger haben größte Schreckreaktion

f.Erklärung: Hunger setzt ein drauf auf Angst Stärkere Reaktion Unterstützt Hulls Theorie

g.Keine Erklärung möglich: Ängstlich konditionierte Gruppe reagiert stärker als hungrige Gruppe Nicht komplett Substituierbar die Triebe

h.Heutzutage erklärt man: Hunger und Angst sind aversive motivationale System Summation der Triebe möglich. Appetitive motivation also positive bsp. Hoffnung auf Essen neutralisiert aversive motivation.