Lernkarten

Anna Grenigloh
Karten 44 Karten
Lernende 2 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 05.07.2020 / 14.07.2020
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Erziehung

-Vermitteln von Fähigkeiten und Fertigkeiten, Kenntnissen und Einstellungen 

Unterschied: intentionale (zielgeleitet) und funktionale (ohne Absicht) Erziehung

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Besondere Lerngelegenheiten und Lernpotentiale des Sportunterrichts

Attraktivität--> Hohes Maß an Identifikation

Authentizität

Ästhetische Ausdrucksmöglichkeiten

Differenzierung gut umsetzbar--> Offenheit

Direketere Rückmeldungen

Interaktion 

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Erziehung im engeren Sinne

Absichtliche Strukturierung des Denkens, Handelns und Fühlens im Sinne der Kulturtechniken und Werte, der Gesellschaft 

-->  Prozess der zielgerichteten Beeinflussung zu einem als wertvoll erachtetetn Verhalten 

Erziehungsziel: viel gesellschaftlich und kulturell geprägt

 

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Bildung

Bildung auf die Erweiterung individueller Perspektiven gerichtet --> Fähigkeit des Subjekts einen eigenen Standpunkt zu entwicklen

Grundannahme: Entscheidungsfreiheit: Selbstverantwortlichkeit des Individuums für gelingen und scheitern, Bildung soll Menschen auf diese Freiheit und Verantwortung vorbereiten (Vermitteln von Kompetenzen, Erfahrungen und Wissen)

Bildung als selbstbewusste und selbstbestimmte Beschäftigung mit den Werten der Kultur

 

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Bildung sportpädagogisch

ästhetische Bildungsidee: Über Wahrnehmung und Erfahrung zur (Selbst-) Gestaltung 

Ziel: Entwicklung der Persönlichkeit, Sinnfindung und Lebensgestaltung --> reflektierter Umgang mit Mustern geformten Verhaltens

 

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Formales Lernen

LErnen in staatlichen Bidlungseinrichtungen (Schulen), ist strukturiert (Lernziele, Lernzeit, Lernförderung) und führt zur Zertifizierung

-hoher Grad an Normierung

- zielgerichtet

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Nonformales Lernen

 

nicht in Bildungseinrichtungen

keine Zertifizierung, dennoch systematisch

beruht auf Freiwilligkeit

hoher Grad an Individualisierung 

 

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Informelles Lernen

alle bewussten und unbewussten Formen des praktizierten Lernens außerhalb von Bildungsinstitutionen

Lernen in der Lebenspraxis

ungeplant, vielfältig, unstrukturiert

 

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Sportpädagogische Begründung

Bewegung, Spiel und Sport haben keinen Sinn an sich

Sinn von Sport lässt sich je nach historischen, kulturellen, politischen, sozialemn Rahmenbedingungen sozial und pädagogisch konstruieren

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Anthropologische Begründung

Bezug auf das Wesen des Menschen 

sich bewegen als Menschsein

individuelle und kulturelle Ausprägung 

Grupe Bezugspunkte für Menschenbild: Körper-/Leibthema, Bewegungsthema, Spielthema, Leistungsthema, Gesundheitsthema

 

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Entwicklungstheoretische Begründung

Auseinandersetzung mit Sport kann zur Förderung der Entwicklung beitragen

vielfältige Bewegungserfahrungen tragen positiv zur Intelligenzentwicklung im Vorschulalter bei

- Entwicklung des Selbstkonzepts, des Sozialverhaltens oder der Kreativität 

 

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Bedürfnisorientierte Begründung

Sporttreiben als häufigste und wichtigste Tätigkeit von Jugendlichen  (beliebtestes Unterrichtsfach)

hohes Potential der Bedürfnisbefriedigung --> Motive: Sporttreiben in der Lieblingssportart, soziale Kontakte, Zugehörigkeit einer Mannschaft, Leistungsaspekt, Spielen und Wettkämpfen, Geselligkeit, Ausdruck und Gestaltung 

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Lebensweltliche Begründung

Kontroverse um Wandel des kindlichen Lebens und Auswirkungen auf das motorische Können (Passivität durch Medienkonsum)

- bewegungsarm vs. sportiv 

Kulturpessimistische Richtung: Kinder als unfertige Lernende, die zu einem Entwicklungsziel geführt werden sollen mithilfe von pädagogischen Maßnahmen 

Optimistische Richtung: Kinder als Subjekte wahrnehmen mit aktuellen und subjektiven Bedürfnissen, Wünschen, Interessen und Handlungsmöglichkeiten 

--> Kinder als Ko- Konstrukteure ihrer Lebenswelt

 

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Kompensatorische Begründung

Veränderte Bedingungen des Aufwachsens--> Gesundheitszustand der Kinder verschlechtert sich bezogen auf psychische und psychosomatische Erkrankungen, motorische Entwicklungsstörungen und Essstörungen sowie einer Zunahme von Verhaltensauffälligkeiten: Kopfschmerzen, Schlafstörungen etc. 

Ursache: erhöhter Entwicklungsdruck 

Gesundheitsförderung durch Schulsport (Verhaltensprävention, Verhältnisprävention, Stärkung personaler und sozialer Ressourcen 

 

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Schulkulturelle Begründung 

Schule nicht nur als Lernraum, sondern auch als Lebensraum verstanden werden --> Bewegung, Spiel und Sport können zu einer verstärkten Rhythmisisierung des Schulalltags beitragen --> bewegte Schulkultur

 

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Erziehungs- und Bildungsauftrag des Schulsports

1. Qualifikationsfunktion

2. Personalisationsfunktion

3. Sozialisationsfunktion

4. Enkulturationsfunktion

5. Selektionsfunktion 

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Grenzen eines mehrpespektivischem Schulsports

Bewertung von Sus durch Benotung

- Fachdidaktische Konzepte geben dazu keine Patentlösung

- Doppelauftrag, daher doppelte Bewertung: Sportliche Leistung und charakterliches, soziales Verhalten 

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Zu beantwortende Fragen durch ein Fachdidaktisches Konzept

Auftrag des Schulsport: Warum?

Leitendes Ziel des Schulsports: Wozu?

Zentrale Inhaltsbereiche: Was?

Bevorzugte Vermittlungsformen: Wie? 

Kriterien: Sollen Geltung beanspruchen können (Sichtbarkeit), Standpunkt soll vertreten, begründet und differneziert dargelegt werden (Positionierung), Planungshilfe für den Sportunterricht (alle Stufen, alle Schulformen) (Orientierungsbreite)

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Alternatives Konzept

Erziehung zum Sport

Erziehung durch Bewegung

Erziehung zum und durch Sport

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Intermediäres Konzept

Erziehung durch Bewegung

Erziehung zum Sport

Erziehung zum und durch Sport

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Materiale Bildung

Objektseite der Unterrichtsinhalte (konventionelle Sportarten) im Zentrum --> gesellschaftlich tradierte Sache

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Formale Bildung

Subjektseite der persönlichen Entfaltung im Zentrum (hin zur Bewegungsidentität) --> Ausgangspunkt: Individuum 

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Kategoriale Bildung

Verbindung beider Ansätze im Sinne einer wechselseitigen und exemplatischen Erschließung der Wirklichkeit durch und für den Menschen 

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Wie kann das intermediäre Konzept adäquat fortgeschrieben werden? (Balz 2013)

1. Curriculare Verankerung: Didaktisches Konzept und Prinzip der Mehrperspektivität muss curricular gesichert werden

2. Probleme mit der Kompetenzorientierung lösen: Handlungsfähigeit heißt mehr als die Addition von Kompetenzen 

3. Theoretische Grundlegung

4. Empirische Prüfung ( Anspruch vs. Realität)

5. Gelingende Vermittlung zwischen Schüler und Sport (Methodik)

6. Internationale Geltung --> Intensivierung des internationalen Austausches 

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Kurz und Gogoll 2010: Bildungsstands

Forderung der Politik; Qualitätsmanagement: Qualität der Bildung soll nicht durch input- Orientierung (Lehrpläne, Qualifikation der Lehrkräfte, Ausstattung der Schulen) sichergestellt werden, sondern durch out-put Orientierung (Bildungsstandards, Tests zur Leistungsmessung von SUS)--> neue Steuerung

- Wettbewerbs- Steuerung: gemessene Schülerleistungen sollen miteinander verglichen werden (Schulvergleiche auf Länder und Bundebene)--> Wettbewerb soll der Qualität zugutekommen --> nationaler Wettbewerb für besseres internationales Abschneiden

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Kritik der neuen Ausrichtung Bildungsstandards (Kurz und Gogoll 2010) 

1. Allein nur Messung wird das Bildungssystem qualitativ nicht verbessert--> Qualitätsmanagement wird erst dadurch glaubwürdig und wirksam, dass auch Strukturen verändert werden (Input- Orientierung)

2. Freier Wettbewerb der SuS: weitere Benachteiligung der schwächeren

3. Ergebnisse können nicht Aufschluss über Qualität von Unterricht geben: Kritik an Produktorientierung

4. Konzentration auf Leistungen, die international verglichen werden können --> Fokussierung auf formale Aspekte der Bildung, inhaltliche Aspekte werden ausgespart. das was PiSA misst wird mit Bildung gleichgesetzt: Standards für Bildung können nicht formuliert werden, allenfalls notwendige wünschenswerte Voraussetzungen!

 

 

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Neuber und Pfitzner 2012: Ziele individueller Förderung:

Schwächen kompensieren, Stärken entwickeln

Erreichung einheitlicher Bildungsstandards für alle

Inklusion ermöglichen

Umbau des Schulsystems vorantreiben

Jedem SuS die Chance geben, sein motorisches, intelektuelles, emotionales und soziales Potential zu entwickeln 

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Individuelle Förderung als pädagogisches Handeln

-pädagogische Tätigkeit bewegt sich in einem Spannungsfeld: Abstraktes Regelwissen (allgemeingültige, wissenschaftliche Regeln: größere Gruppe) und konkreter Fallbezug

Grundsätzliche Frage; Änderung von pädagogischem Handeln durch Rahmenbedingungen der neuen Gesellschaft: Orientierung und Anleitung vs. Selbstorientierung (Autonomie, Selbstgestaltungsfähigkeit) 

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Diagnose Individuelle Förderung

Pädagogischer Nutzen: Überprüfung und Steuerung unterrichtlichen Handelns--> nur unmittelbare Verbindung zum Bewerten (Notenvergabe) 

Diagnose im weiten Sinn beinhaltet auch, Schülerfähigkeit und Aufgabenschwieirgkeit zutreffend einzuschätzen

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Förderung (Neuber, Pfitzner 2012)

individualisiertes Lernen

Ausgangspunkt: Lehrender: Ausbau von Stärken, Ausgleich von Schwächen, Lerntentwicklung von Heranwachsenden mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen voranbringen

Lehrer muss durch geeignete Diagnostik, wertschätzende Beratung und Moderation den SuS helfen, ihren eigenen Weg zu finden --> Lernprozesse können nur angeregt werden