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Sprache Deutsch
Stufe Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert 03.12.2021 / 13.12.2021
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1. Warum wurde GSM-R* in Europa eingeführt und was sind die Vorteile? 

  • Einheitliches „interoperables“ Funksystem für alle Dienste und in allen Ländern
  • GSM-R basiert auf einem allgemeinen Standard (GSM-900 / 2G / 2,5G)
  • Um die Standardisierung der Endgeräte (MS) zu erleichtern
  • Ein einheitliches System für verschiedenste Anwendungen
  • Kopplung von Funk und drahtgebundenen Systemen
  • Mehrfachnutzung einer Frequenz durch Zeitmultiplexverfahren (8 Timeslots)
  • Hohe Verfügbarkeit aller Komponenten
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2. Aus welchen Hauptkomponenten besteht ein GSM-R Netz? 

  • MSC (Mobile Switching Center)

Das MSC bildet die zentrale Vermittlungsstelle des GSM-R Netzes. Hier erfolgt die Realisierung von Schnittstellen zu externen Systemen sowie die Verwaltung von Teilnehmer und Mobilitätsdaten.

  • BSC (Base Station Controller) 680

Der BSC bildet die Funkkanalvermittlungseinrichtung innerhalb des Base Station Subsystems und ist für die BTS Prozessteuerung zuständig (Steuerung der Basisstationen, Kanalzuordnung, Verbindungssignalisierung, usw.)

  • BTS (Base Transceiver Station)

Die BTS (Basis Sende Empfangsstation) übernimmt die funktechnische Versorgung eines bestimmten Gebietes und stellt somit die Luftschnittstelle zur MS dar.

  • MS (Mobil Station)

Die MS ist das eigentliche Mobilfunktelefon oder CAB Radio (Triebfahrzeugfunkgerät) Es kann sich hier auch um ein GSM-Modem für die Datenübertragung handeln (z. B. ETCS2)

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3. Welche Services gibt es bei den GSM-R Sprachdiensten?

  • Voice Broadcast Service (VBS) [Sammelruf]

Der VBS ermöglicht es Sprachmitteilung an Teilnehmer einer bestimmten Gruppe oder eines bestimmten Gebietes (GCA= Group Call Area) zu senden. Ein VBS kann von ortsfesten oder mobilen Teilnehmern aufgebaut werden. Kein Rücksprechen möglich.

  • Voice Group Call Service (VGCS) [Gruppenruf]

Beim VGCS ist Sprachkommunikation innerhalb einer bestimmten Gruppe oder eines bestimmten Gebietes im sogenannten „Halb oder Semiduplex Modus“ möglich. Der Uplink und somit die Sprechmöglichkeit kann bei diesem Service von jedem Teilnehmer abwechselnd mit der PTT - Taste (Push-to-Talk) beansprucht werden. Es kann somit jeweils nur ein Teilnehmer zur gleichen Zeit sprechen.

  • Point to Point (PtP) [Einzelruf] oder Point to Multipoint (PtM) [Konferenz]

Bei PtP ist Sprachkommunikation, zwischen 2 und bei PtM bis zu 8 Teilnehmern, im sogenannten „Vollduplex Modus“ möglich.

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4. Welche erweiterten Leistungsmerkmale (ASCI)* bietet GSM-R im Vergleich zu GSM-P? 

  • Funktionale Rufnummern (dynamisch) Heißt Teilnehmer meldet sich mit einer temporären F-Nummer im System an
  • Sammel- und Gruppenrufe VBS, VGCS
  • Ruf Priorisierung (eMLPP) enhanced Multi-Level Precedence and Preemption service z. B. Verdrängung bzw. Ruftrennung bei eintreffen eines höher prioren Rufs
  • orts- oder positionsabhängiges Routing (LDA) Ortsabhängiges Routing (Zellgenau je nach Konfiguration) (eLDA) Positionsabhängiges Routing (z. B. nach RZÜ Gleisoptik und Fahrtrichtung)
  • Zugriffsmatrix
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5. Wie ist bei GSM-R die Ruf Priorisierung aufgebaut?

  • Durch ein 5 stufiges System der Wertigkeiten 0 - 4
  • 0 - ist dabei die höchste Priorität für REC - Railway Emergency Call
  • 1 - Zugsteuerung und Zugsicherung für ETCS Level 2 u. 3
  • 2 - Gruppenrufe und Sammelrufe z. B. alle Züge im Bereich der GCA (Group Call Area)
  • 3 - Bahnbetrieb PtP Rufe z. B. Fdl. → Tfzf.
  • 4 - Bahninformation z. B. nicht priorisierter PtP - Ru
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6. Was versteht man unter den Begriffen - BSS und NSS? 

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  • BSS (Base Station Subsystem)

ist der Überbegriff für die Teilsysteme BTS und BSC (mit TRAU)

  • NSS (Network Switching Subsystem)

ist der Überbegriff für die Teilsysteme beim MSC z. B. HLR (Home Location Register) VLR (Visitor Location Register) AuC (Authentication Center, IMEI Nummern von Engeräten sperren, nutzen wir nicht so) SMS-Center, Blackbox usw.

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7. Wie ist eine Funktionale Standortnummer CT 7 aufgebaut? 

Bedeutung der einzelnen Ziffern (am Beispiel Standort Fdl. Wien Hütteldorf)

CT xxxxx FC

7 10105 02

  • CT - Call Type (Rufart)
  • xxxxx UIN - Unique Identifikation Number (Standortnummer)
    • die ersten 3 Stellen beziehen sich auf die VZG - Streckennummer
    • die 4. und 5. Stelle ist eine laufende Nummer an der Strecke
    • (Diese UIN wird vom GB Betrieb definiert)
  • FC - Funktionscode, beschreibt die Funktion des Teilnehmers
  • Fahrdienstleiter STB immer FC 02 (STB=Stellbereich)

 

  • Fahrdienstleiter BAss immer FC 22 (BAss=Betriebsassistent)
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8. Funktionale GSM-R Rufnummer am Beispiel eines Triebfahrzeuges? (CT 2 und 3)

SIM (MSISDN) wird in TFZ 1044.123 eingebaut.

Dieses TFZ wird vor einen Zug mit der Zugnummer 162 gespannt.

1.Ebene MSISDN +43 50255 8xxxxx (kennt keiner!)

2.Ebene TFZ (EFN) 3 01044123 01 (Engine Function Number)

3.Ebene Zug (TFN) 2 00162 01 (Train Funkction Number)

Vorderes TFZ immer 01