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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 03.03.2021 / 14.04.2021
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Bedeutung der Lebenslage innerhalb der Lebensbewältigung

  • Lebenslage einer Person umfasst Vielzahl von Dimensionen, die bei der Erfüllung von Grundbedürfnissen wichtig sind
  • Spielräume in denen Menschen agieren, unterliegen einer Wechselwirkung mit den objektiven Ressourcen und äußeren Umständen
  • Lebenslagen-Ansatz fragt danach, wie soziale Unterschiede entstehen und wie die (Wechsel-)Wirkungen zwischen den verschiedenen Dimensionen aussehen
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Definition Sozialpädagogik nach Lothar Böhnisch

"Sozialpädagogik ist nicht nur eine sozial- und erziehungswissenschaftliche Disziplin im allgemeinen Sinne, sondern gleichzeitig auch eine Theorie besonderer Praxisinstitutionen - vor allem der Jugendhilfe und Sozialarbeit".

Demnach beschäftigt sich Sozialpädagogik mit sozial-strukturell und institutionell bedingten Konflikten, welche im Verlauf der Sozialisation von Kindern/Jugendlichen auftreten:

⦁ Konflikte zwischen subjektiven Antrieben und Vermögen der Kinder und Jugendlichen und gesellschaftlichen und institutionellen Anforderungen

⦁ Sozialpädagogik versucht, diese Konflikte aufzuklären, ihre Folgeprobleme zu prognostizieren und in diesem Kontext die Grundlagen für erzieherische Hilfen zu entwickeln

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Drei-Zonen-Modell des Konzepts Lebensbewältigung

1. personal-psychodynamische Zone

2. relational-intermediäre Zone

3. soziostrukturelle-sozialpolitische Zone

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Entwicklung der theoretischen Sozialpädagogik

⦁ 1844: Sozialpädagogik als Synthese von Individual- und Kollektivpädagogik (Karl Mager)

⦁ 1750-1870: Erster sozialpädagogischer Diskurs - Das freie Individuum und das "Sociale"

⦁ Sozialpädagogik als Theorie der Willenserziehung (Paul Natorp)

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Fürsorgewissenschaft ohne Sozialpädagogik

⦁ Theorie Fürsorgewissenschaft (Christian Jasper Klumker): Fürsorge als Erziehung Unwirtschaftlicher

⦁ Alice Salomon: Orientierung am Pragmatischen mit Bezug zum US-amerikanischen social work

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Hervorhebung Böhnisch' Definition als spezifischer Ansatz der Sozialpädagogik

⦁ Sozialpädagogik bezieht sich auf das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft

⦁ dieses Verhältnis wird als Konflikt bzw. im Hinblick auf die in ihm enthaltenen Konflikte betrachtet

⦁ die Sozialpädagogik leistet eine Analyse der Konfliktkonstellationen

⦁ die Sozialpädagogik entwickelt Konzepte der Konfliktbearbeitung

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Jugendhilfe im Deutschen Reich

⦁ Zwangserziehungsgesetze

⦁ 1900 BGB: Fürsorgeerziehung auf Grund von Verwahrlosung

⦁ Jugendpflegeerlass von 1911 zur geistigen und körperlichen Ertüchtigung

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Jugendhilfe nach dem 2. WK - Sozialpädagogik als Theorie der Jugendhilfe

⦁ Erich Weniger: Geisteswissenschaftliche Pädagogik

⦁ Klaus Mollenhauer: Sozialpädagogik als Theorie der Jugendhilfe

⦁ Annahme, dass Sozialpädagogik auf Unzulänglichkeiten im allgemeinpädagogischen System mit Schaffung von Institutionen antwortet