Leseprobe

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Karten 280 Karten
Sprache Deutsch
Autor Michaela Rung-Kraus
Stufe Berufslehre
Copyright © AzubiShop24.de
Auflage 2. Auflage 2018
ISBN 978-3-96159-000-1
Zielgruppe Lernende Medizinische/-r Fachangestellte/-r IHK (DE)
Erstellt / Aktualisiert 08.10.2018 / 16.11.2018
Druckbar Nein

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Wie wird der Begriff Hygiene definiert und welche Hygienerichtlinien gibt es für die Räume in einer Arztpraxis? Nenne drei Beispiele.

Unter Hygiene versteht man die Lehre von der Verhütung von Krankheiten und der Erhaltung, Förderung und Festigung von Gesundheit. Zu den medizinischen Maßnahmen der Hygiene gehören Desinfektion, Sterilisation und Quarantäne. Persönliche Hygiene umfasst Haushalts- und Körperhygiene. Hygienerichtlinien für Räume einer Arztpraxis sind z. B.:

• Sämtliche Oberflächen (Fußböden, Arbeitsflächen, Geräteoberflächen etc.) sollen leicht zu reinigen und beständig gegen Reinigungs- und Desinfektionsmittel sein.

• Behandlungs- und Untersuchungsräume sollen mit Handwaschbecken, Seifen- und Desinfektionsmittelspendern, Hautschutzmitteln und Einmalhandtüchern ausgestattet sein.

• Für Personal und Patienten sollen getrennte Sanitärräume zur Verfügung stehen.

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Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, wenn sich eine Praxismitarbeiterin bei der Blutentnahme an einer gebrauchten Kanüle gestochen hat?

Bei einer Stichverletzung mit infektiösem Material sind folgende Maßnahmen notwendig:

• Blutung anregen, Wunde ausbluten lassen (ca. 2 min)

• Wunde desinfizieren (ca. 10 min einwirken lassen), dabei Einstichkanal spreizen, um eine möglichst tiefgehende Wirkung zu erzielen

• Impfschutz (Hepatitis) überprüfen, ggf. Simultanimpfung

• Blutentnahme zur Untersuchung auf HIV und Hepatitis B und C, damit Ausgangsstatus dokumentiert werden kann

• Dokumentation des Unfallvorgangs

• Erneute Blutuntersuchungen nach 6 Wochen und nach 3, 6 und 12 Monaten

• Maßnahmen zum Infektionsschutz für das private Umfeld

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Was bedeutet Kontamination und wann gelten Instrumente als kontaminiert?

Unter Kontamination versteht man die Verunreinigung von Personen, Textilien oder Gegenständen mit biologischem, chemischem oder radioaktivem Material.

Instrumente gelten dann als kontaminiert, wenn sie sich im Behandlungsbereich befinden, auch wenn sie nicht benutzt wurden. Deshalb müssen im Anschluss an eine Behandlung alle Instrumente aus diesem Bereich, ob benutzt oder unbenutzt, zur Aufbereitung gebracht werden.

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Wie muss infektiöser Abfall entsorgt werden (z. B. ein blutiger Verband eines AIDS-Patienten)?

Infektiöser Abfall muss sofort dort wo er anfällt in einem reißfesten, dichten Behälter oder Kunststoffsack verpackt werden und als besonders überwachungspflichtig gekennzeichnet und entsorgt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist, das Material nach RKI-Vorschrift zu desinfizieren, sicher zu verpacken und im Restmüll zu entsorgen.

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Nenne je zwei kugelförmige, stäbchenförmige und spiralförmige Bakterien. Welche Krankheit können diese beispielsweise auslösen und wo kommen sie vor?

Kugelförmige Bakterien sind z. B.:

• Streptokokken (z. B. Angina, Scharlach)

• Staphylokokken (z. B. auf der Haut/Schleimhaut)

• Pneumokokken (z. B. Lungen- und Mittelohrentzündung)

Stäbchenförmige Bakterien sind z. B.:

• Colibakterien (Vorkommen: unterer Darmtrakt)

• Tetanusbakterien (Wundstarrkrampf)

• Tuberkelbakterien (Tuberkulose)

Spiralförmige Bakterien sind z. B.:

• Spirillen (in Süßwasser mit geringem Sauerstoffgehalt)

• Spirochäten (Borreliose)

• Leptospiren (Leptospirose)

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Welches sind die drei wichtigsten Arten von Pilzen, die Krankheiten beim Menschen hervorrufen können und wie heißen diese Erkrankungen (Mykose)?

Krankheitserregende Pilze sind:

1. Dermatophyten (Fadenpilze): z. B. Erreger von Fußpilz, Scheidenpilz

2. Hefen (Sprosspilze): z. B. Erreger von Soor (Mundsoor, Genitalsoor)

3. Schimmelpilze: z. B. Auslöser von Allergien oder Erreger des Aspergilloms (Pilzbefall der Atemwege)

Medikamente zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen nennt man Antimykotika.

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Was bedeutet spezifische/unspezifische Abwehr?

Unspezifische Abwehr:

Die unspezifische Abwehr richtet sich gegen alle Fremdstoffe im Körper. Sie ist angeboren und durch die Erbinformation festgelegt.

Zur unspezifischen Abwehr gehören z. B. Makrophagen und eosinophile Granulozyten.

Spezifische Abwehr:

Die spezifische Abwehr richtet sich gezielt gegen bestimmte Fremdstoffe im Körper. Sie ist nicht angeboren, sondern wird erst bei Kontakt mit den entsprechenden Fremdstoffen erworben bzw. „gelernt“. Dadurch kann sich das Immunsystem neuen oder veränderten Erregern anpassen. Zur spezifischen Abwehr gehören z. B. die T- und B-Lymphozyten und die dendritischen Zellen.

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Was sind Vorteile der aktiven und der passiven Schutz impfung sowie der Simultanimpfung?

Die aktive Schutzimpfung hat zum Vorteil, dass ihre Wirkungsdauer bei mehreren Jahren liegt bzw. sogar lebenslänglich anhält. Der Impfschutz der passiven Impfung hält dagegen nur ca. 3 bis 4 Wochen.

Der Vorteil der passiven Schutzimpfung ist der sofortige Wirkungseintritt. Bei der aktiven Impfung dauert dies mindestens eine, oft auch mehrere Wochen.

Bei der Simultanimpfung kommen sowohl der Vorteil der aktiven als auch der passiven Impfung zum Tragen.

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Was sind die Ursachen und Symptome von Tuberkulose und wie kann die Erkrankung therapiert werden?

Tuberkulose (TBC) wird durch Mykobakterien hervorgerufen und kann alle Organe befallen, meistens jedoch die Lunge. Dabei entsteht eine krankhafte Veränderung des Organgewebes. Die Übertragung findet in den meisten Fällen durch Tröpfcheninfektion statt. Die TBC unterliegt der namentlichen Meldepflicht.

Symptome (z. B.): Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsabnahme, blutiger Auswurf, Lymphknotenschwellungen

Therapie: Antibiotika (Tuberkulostatika): Mehrfachkombination über mehrere Monate

Info: Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet. Man unterscheidet auch zwischen geschlossener und offener Tuberkulose. Bei der offenen Form werden die Erreger mit dem Sputum, Urin oder Stuhl ausgeschieden.

Eine Impfung gibt es nicht mehr.

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Wodurch werden Windpocken verursacht, was sind die Symptome, wie wird die Erkrankung behandelt und welche Komplikationen können auftreten?

Ursache: Windpocken werden durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, auch mehrere Meter durch die Luft („fliegende Infektion“). Windpocken sind seit 2012 meldepflichtig.

Symptome:

• zunächst rote Flecken (Ausbreitung über den gesamten Körper, außer an Handflächen und Fußsohlen), die sich dann zu sekretgefüllten Pusteln entwickeln, die im weiteren Verlauf austrocknen und verkrusten

• Juckreiz und Fieber

Therapie: Symptomatische Behandlung: Fiebersenkung, Juckreizlinderung

Komplikationen: Bakterielle Hautinfektion (Superinfektion) durch Aufkratzen der Pusteln, Hirn-/Hirnhautentzündung, Reye-Syndrom

Info: Eine Impfung wird ab dem 9. Lebensmonat empfohlen.