Lernkarten

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Lernende 2 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 09.06.2021 / 17.06.2021
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Mädchen vs. Jungen: in welchen Fachbereichen bestehen Kompetenzunterschiede, wie ist der Verlauf solcher Unterschiede

Mädchen können besser lesen und haben eine höhere Lesemotivation
Jungen besser in Mathe ->in Naturwissenschaften zwar bessere Punktzahl bei PISA 2012, aber nicht signifikant!
Kompetenzunterschiede bleiben im Zeitverlauf bestehen und verstärken sich!

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Vergleich M vs. J: Schulabschluss und Jobs

Anteil der Jungen sinkt mit steigendem Niveau des Bildungsganges, d.h. Frauen haben im Mittel einen höheren Bildungsabschluss
ABER: Frauen können Qualifikation häufig nicht umsetzen: vermehrt in Dienstleistungsberufen, höhere Arbeitslosigkeit, weniger Verdienst

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Was sind gängige psycholog. Erklärungen für die geringen Kompetenzen von Mädchen in Mathe und Naturwiss.?

  1. Negative Selbsteinschätzung in maskulin konnotierten Bereichen
  2. Entwicklung von Interessen / Abneigungen hängen mit Identitätsentwicklung zusammen
  • Gewünschtes Selbstbild wird durch Wahl der schul. Angebote demonstriert
  • Mathematische Fächer haben meist ein schlechtes Image v.a. im Bezug auf Frauen
  • Soziale Nachteile für Mädchen, die sich geschlechtsuntypisch verhalten
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Welche psycholog. Erklärungen für den geringen Bildungserfolg von Jungen werden diskutiert?

  1. Fähigkeit zum selbstgesteuerten lernen ist geringer bei Jungen
  2. Unterschiedliches Verhalten von Jungen und Mädchen in der Schule
    ->für gute Noten sind Kompetenz und Verhalten entscheidend, viele Jungen demonstrieren in der Schule tradierten männlichen Habitus, der von Lehrkräften als negativ bewertet wird
  3. Stereotypenbedrohung für Jungen
    Stereotyp des „Schulversagers“ bei Jungen ->Lernziele werden eher auf Mathematik konzentriert
  4. Überrepräsentation von Frauen im Bildungswesen àkeine wiss. Evidenz
    Basis: Annahme, dass sich das Geschlecht der Lehrperson auf Interessens- und Leistungsentwicklung der Lernenden auswirkt
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Nennen Sie soziologische Erklärungsansätze des geringen Berufserfolgs von Frauen

  1. Frauen übernehmen größten Teil der Hausarbeit und sind daher weniger zeitlich und örtlich flexibel
  2. Frauen wählen häufiger kurze und gering qualifizierende Ausbildungsgänge (->Dienstleistungssektor)
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Was versteht man unter familiärer Lernumwelt?

= alle Aspekte, die das Kind im Rahmen der Familie unterstützen spezifische Vorläuferkompetenzen und zusätzliche Kompetenzen im Bereich Schriftsprache und Mathematik zu erwerben und zu üben

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Skizzieren Sie den Bezugsrahmen der familiären Lernumwelt nach Bronhofenbrenner und Bourdieu

  • Bronhofenbrenner: Äußere Makro- und Exosysteme + Mesosystem (= direkte Fam.)
    ->Mesosystem unterteilt sich in distale Hintergrundmerkmale und proximale Prozessmerkmale
  • Bourdieu: Ökonomisches-, soziales- und kulturelles Kapital
    ->kulturelles Kapital unterteilt in inkorporiertes Kapital, objektiviertes Kapital und institutionalisiertes Kapital + kulturelle Praxis entscheidend 
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Wie kann man den Einfluss von HLE auf Schulische Kompetenzen beschreiben?

= indirekt!; direkter Einfluss des HLE gering, wird mediiert durch Vorläuferkompetenzen