Aufbauseminar 2 - Deutschland

Wines and Spirits International - Aufbauseminar 2 - Deutschland

Wines and Spirits International - Aufbauseminar 2 - Deutschland


Josef Strasser
Diese Karteikarten bieten einen grundlegenden Überblick über den Weinbau in Deutschland, insbesondere im Elsass und Sachsen. Sie behandeln Themen wie Rebsorten, Klima, Bodenbeschaffenheit, Weingesetze und spezifische Anbaugebiete. Die Karteikarten sind ideal für Weinliebhaber und Berufseinsteiger, die sich mit den Grundlagen des deutschen Weinbaus vertraut machen möchten.
Flashcards
45
Students
5
Language
German
Category
Nutrition
Created / Updated
11.02.2013 / 19.09.2020

Flashcards

Deutschland allgemein / Rebfläche / Produktion

 

- ca 102.000 ha Rebfläche

- 7,2 Mio. hl Produktion

- auf ca. 64% der Rebfläche Weißwein Produktion

- Rotweinanteil seit 1980 von ca. 11% auf ca. 36 % gestiegen

Geografische  Klassifikation in Deutschland - Weingestz

  • Anbaugebiet 13 festgelegte Weinbauregionen - Grundlage für Weine mit geschützer Ursprungsbezeichnung
  • Bereich - Bezirk innerhalb eines Anbaugebietes
  • Großlage - umfasst eine Gruppe von Einzellagen
  • Einzellage - individueller Weinberg

Weingesetz Deutschland - Deutscher Wein

  • Moindestmostgewicht 5% vol. (44 Öchsle) in Baden 6% vol. 
  • Gesamtalkohol 8,5% vol und max. 15% vol. 

Weingesetz Deutschland - Landwein

  • Wein mit geschützter geografischer Lage
  • immer trocken oder halbtrocken
  • Angabe der Region aus der der Wein kommt - 26 Landweingebiete
  • Trauben müssen zu 85% aus dem  angeführten Landweingebiet kommen
  • Alkohol muss um 0,5% höher sein als bei der Kategorie Deutscher Wein (47-55 Öchsle)

Weingesetz Deutschland -  Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung

  • Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete

  • im Duchschnitt die größte Gruppe der deutschen Weine
  • die Trauben müssen aus den 13 Anbaugebiete kommen
  • Mindestmostgewicht liegt je nach Anbaugebiet zwischen 50 und 72´Öchsle
  • jeder Wein muss einer analytischen und sensoischen Kontrolle entsprechen

 

Weingesetz Deutschland -  Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung

  • Prädikatswein

  • ist ein Qualitätswein mit besonderer Charakteristik
  • Mindestmostgewicht 67 und 154´Öchsle
  • Chaptalisierung nicht erlaubt
  • Prädiktswein in aufsteigender Reihenfolge
    • Kabinett 67 bis 85´ Öchsle trocken bis halbtrocken, Verkauf ab 1. Jänner
    • Spätlese 76 bis 95´Öchsle trocken bis süß, Verkauf ab 1. März
    • Auslese 83 bis 105´ Öchsle meist süß
    • Beerenauslese 110 bis 128´ Öchsle überreife oder edelfaule Trauben
    • Eiswein Mostgewicht mind Beerenauslese, meherer Tage -8´C, starke Konzentration des Traubenzuckers
    • Trockenbeernauslese 150´ Öchsle, aus Edelfaule eingeschrumpften Tauben  

 

Weingesetz Deutschland -  Etikettenbezeichnung

  • Classic

  • 200 eingeführt für sortenreine Weine die typisch für Ihr Herkunftsgebiet sind.
  • gilt für trockene Erzeugnisse max 15 g/l Restzucker
  • Mindestalkoholgehalt von 12 % vol (Mosel nur 11,5 % vol)
  • Weine müssen von einer einzelnen Rebsorte aus einem bestimmten Anbaugebiet und einem einzigen Jahrgang stammen - alle das und die Bezeichnung Classic muss am Etikett stehen 

Weingesetz Deutschland -  Etikettenbezeichnung

  • Selection 

  • 2000 eingeführt
  • gilt für trockene Erzeugnisse - max 12g/l für Riesling - restliche max. 9g/l Restzucker
  • gebietstypische vorgegebene Rebsorten
  • Weine müssen aus Einzellagen stammen
  • mind 90´ Öchsle Mostgewicht
  • Ertrag auf 60hl/ha begrenzt und ausschließlich Handlese
  • staatliche Kontrolle
  • Einzellage, Rebsorte und Jahrgang, sowie Selektion müssen am Etikett stehen 

 

Weingesetz Deutschland -  Etikettenbezeichnung

  • Liebfrauenmilch

  • wird in der Region Rheinhessen, Pfalz, Nahe und Rheringau produziert
  • ein Markenname für QbA Wein mit mind. 60´ Öchsle
  • halbsüß mit mind. 18 g/l Restzucker
  • muss mind. 70% aus Riesling, Silvaner, Müller Thurgau oder Kerner bestehen (Müller Thurgau im Verschnitt dominiert)
  • Bekannte Marken Blue Nun, Black Tower

  • VDP

  • Verband deutscher Prädikatsweingüter
  • VDP- Lagenklassifikation 8 3 Stufen Modell)
    • 1. Stufe: trockene "Erste Lage" Weine werden als großes Gewächs bezeichnet
      • Hektarhöchstertrag 50 hl/ha
      • traditionelle Rebsorten, die von klssifizierten Weinbergen stammen
      • Handlese obligatorisch
      • Mindestmostgewicht entsprechend Spätlese
      • sensorische Prüfung obligatorisch
      • Wein darf nicht vor dem 1. Sept des Folgejahres verkauft werden.
    • 2. Stufe: klassifizierte Lagen/Ortswein
    • 3. Stufe: Gutswein

Klima Deutschland allegemein

  • kontinentales Klima mit warmen Sommer und kalten Winter
  • Regenfälle verteilt auf das ganze Jahr
  • Einteilung in Weinbauzonen A und B (nur Baden liegt in Zone B)
  • sehr kühl in den nördlichen Anbaugebieten
  • Baden ist vergleichbar mit den wärmeren Gebieten in Österreich

Boden Deutschland allgemein

  • Basalt
  • Buntsandstein
  • Fels Löss
  • Muschelkalk
  • Porphyr
  • Schiefer
  • Vulkangestein

Weißweinrebsorten

  • Riesling 34%
    • reift spät ist frostresistent, Weine zeichnen sich durch hohe Säure aus
  • Müller - Thurgau/Rivaner 21%
    • reift früher als Riesling bringt hohe Erträge, neigt zur Fäulnis und ist spätfrostgefährdet
  • Silvaner 8%
    • reift spät, Weine mit moderater Säure und eher neutralem Fruchtcharakter
  • Grauburgunder/Ruländer/Pinot Gris 7%
  • Weißburgunder (6%)
  • Kerner (5%)

Rotweinsorten

  • Spätburgunder / Pinot Noir (32%)
    • anspruchsvolle Rebsorte, wächst in warmen Gebieten, Stile von leicht bis fruchtig bis hin zu körperreich
  • Dornfelder (22%)
    • erbringt hohe Erträge, farbintensiv
  • Portugieser (11%)
    • leichte Rotweine
  • Trollinger (7%)
  • Schwarzriesling/Müllerrebe (6%)
  • Regentz (6%)

Weinbau Deutschland allgemein

  • Sehr vielfältige Weinbaumethoden
  • beste Lagen an den steilen Hängen der Flussthäler, manchmal in Terrassen angelegt
  • in Steillagen nur Handarbeit möglich
  • 7% wachsen einzeln an Pfählen
  • Großteil der Weine in talsohlen angebaut größere Pflanzdichte, marschinelle Bearbeitung

Kellerwirtschaft allgemein

  • die deutsche Qualitätsklassifikation basiert auf der Traubenreife
  • Gärung erfolgt im edelstahltank oder traditionell in großen Holzfässern
  • wenn Ausbau im Barrique dann eher für Rebsorten Weiß-, Grau-, Spätburgunder und Chardonnay
  • Chaptalisierung für alle Weine außer Prädikatsweine erlaubt
  • Etsäuerung ist erlaubt, Säuerung jedoch verboten

Mosel

geografische Lage: umfasst das Moseltal von der Rheinmüdnung in Koblenz bis zur luxemburgischen Grenze sowei die Nebenflüsse Saar und Ruwer

Rebfläche: 8800 ha / 6 Bereiche / 19 Großlagen / 524 Einzellagen

Rotwein : 9%

Weißwein: 91%

Klima: Flüsse haben wärmenden Effekt, optimales Niederschlagsverhältnis ca. 500 mm

Boden:

  • Obermosel Muschelkalk und Keuper
  • in den Tälern:   Devon Schiefer
  • in Tallagen: Schotter-, Kies- und Sandablagerungen

Rebsorten:

  • Riesling (typisch leichter Körper niedrigem Alkohol) 60%
  • Müller Thurgau 14%
  • Elbling (älteste Rebsorte D) 6%

bedeutende Lagen:

  • Wehlener Sonnenuhr
  • Erdener Treppchen

Besonderheiten:

  • 50% werden direkt an den Weinhandel verkauft
  • 25% ab Hof

 

Nahe

geografische Lage: Gebiet zwischen Mosel und Rheinhessen

Rebfläche: 4100 ha / 1 Bereiche / 6 Großlagen / 310 Einzellagen

Rotwein : 25%

Weißwein: 75%

Klima: moderat, Frost selten, ähnlich Rheinhessen, wärmer als an der Mosel 

Boden:

  • untere Nahe Quarzit- und Schieferböden
  • mittlere Nahe Porphyr, Melaphyr und Buntsandstein
  • Bad KreuznachVerwitterungsböden und Tonablagerungen aus Sandstein, Löss und Lehm

Rebsorten:

  • Riesling (Stil liegt zwischen denen der Mosel und den körperreichen Rhein Weinen) 27%
  • Müller Thurgau 13%
  • Dornfeder 11%
  • Silvaner 6%

Rheingau

geografische Lage: großteils am rechten Rheinufer zwischen Wiesbaden und Grenze zu Mittelrhein bei Lorchhausen

Rebfläche: 3100 ha / 1 Bereiche / 11 Großlagen / 129 Einzellagen

Rotwein : 15%

Weißwein: 85%

Klima: vom Taunus geschützt, milde Winter wrame Sommer im Jahresmittel 9,7´C

Boden:

  • Schiefer, Löss und Lehm an den Hängen
  • in den Tälern:  sandiger Lehm
  • Schieferböden speichern die Wärme am Tag und geben sie in der Nacht wieder ab

Rebsorten:

  • Riesling (mittlerem bis vollem Körper und reifer Pfirsicharomatik) 80%
  • Spätburgunder 13%, Assmannshausen sehr bekannt dafür
  • von den Hanglagen balaciert, elegante und fruchtige Weine, von den tallagen körperreiche gehaltvolle Weine

bedeutende Weinbauorte:

  • Hochheim, Kiedrich, Erbach, Johannisberg, Greisheim und Rüdesheim

Besonderheiten:

  • 1984 Gründung der Charta-Gruppe - Lagenklassifizierung "Erstes Gewächs"
  • Greisheim hat eine weltbekannt Forschungsstätte

Rheinhessen

geografische Lage: erstreckt sich von Bodenheim etwas südlich von Mainz bis in den Außenbereich von Worms

Rebfläche: 26.500 ha / 3 Bereiche / 24 Großlagen / 434 Einzellagen

Rotwein : 30%

Weißwein: 70%

Klima: moderate Durchschnittstemperaturen, Taunus und Odenwald als Schutz

Boden:

  • Löss, Sedimente und Verwitterungsböden, feinsandiger Mergel, Quarzit und Porphyr-Verwitterungsböden

Rebsorten:

  • Müller Thurgau (17%)
  • Riesling (15%)
  • Dornfeder (13%)
  • Silvaner (9%)
  • Portugieser (6%)
  • Spätburgunder (5%)
  • Grauburgunder (4,5%)
  • Kerner (4%)

bedeutende Lagen:

 

  • Nierstein (schmale Streifen steile Hänge - Rheinterassen)

Besonderheiten:

  • Ruf als Massenweinbaugebiet - Umbruch jedoch zu erkennen
  • Genossenschaften dominieren

 

Pfalz

geografische Lage: erstreckt sich entlang des Ortsrandes der Haardt-Berge parallel zur deutschen Weinstraße, südlich von Worms bis zur französischen Grenze

Rebfläche: 23.400 ha / 2 Bereiche / 25 Großlagen / 323 Einzellagen

Rotwein : 38%

Weißwein: 62%

Klima: relativ warm, trockenste Region  Deutschlands, Regenschatten der Haardt-Berge, hoher Anteil an Sonnenstunden, Temeperaturmittel 11´C

Boden:

  • Buntsandstein, kalkhaltige Lehm und Tonböden
  • Mergel und Keuperböden, eingestreuter Muschelkalk
  • Granit-, Porphyr und Schiefertoninseln

Rebsorten:

  • Riesling  (24%)
  • Dornfelder (13%)
  • Müller Thurgau (10%)
  • Portugieser (9%)
  • Spätburgunder (9%)
  • Grauburgunder (7%)
  • Kerner (5%)

bedeutende Orte:

  • Wachenheim, Forst, Deidesheim, Ruppensberg - Riesling dominiert, Weine sind reif, saftig und körperreich

Besonderheiten:

  • 50% werden direkt an den Weinhandel verkauft
  • 25% ab Hof

Baden

geografische Lage: südlichstes Anbaugebiet Deutschland, erstreckt sich von Mannheim im Norden bis zur schweizer Grenze im Süden - kleine Enklave am Nordufer des Bodensees und zwischen Württemberg und Franken

Rebfläche: 16.000 ha / 9 Bereiche / 16 Großlagen / 306 Einzellagen

Rotwein : 44%

Weißwein: 56%

Klima: sonnig und warm, wämstes Anbaugebiet, regenarm

Boden:

  • am Bodensee Moränenschotter
  • tertiäre Kalk, Ton- und Mergelböden, große Lössablagerungen
  • am Kaiserstuhl und Markgräflerland: vulkanische Böden
  • im Kraichgau und Taubergrund: Muschelkalk und Keuper

Rebsorten:

  • Spätburgunder (36%)
  • Müller Thurgau 17%)
  • Grauburgunder (11%)
  • Weißburgunder (8%)
  • Riesling (7%)
  • Gutedel (7%)

bekannte Lagen:

  • Kaiserstuhl und Markgräflerland
  • Kraichgau und Taubergrund

Besonderheiten:

  • Baden wird dominiert von großen Genossenschaften - verantwortlich für 85% der Produktion
  • Top Weine im Spätburgunderbereich

Württemberg

geografische Lage: erstreckt sich am Fluss Neckar und seinen Nebenflüssen, Weinbau Hauptsächlich zwischen Stuttgart und Heilbronn

Rebfläche: 11.500 ha / 6 Bereiche / 17 Großlagen / 210 Einzellagen

Rotwein : 71%

Weißwein: 29%

Klima: moderate Jahretemperaturen Lagen wedren geschützt durch Schwarzwald und Schwäbische Alb

Boden:

  • verschiedene Keuperformationen
  • im mittleren Neckarraum Muschelkalkinseln

Rebsorten:

  • Trollinger (21%)
  • Riesling  (18%)
  • Schwarzriesling / Müllerrebe (15%)
  • Lemberger (14%)
  • Spätburgunder (8%)

bedeutende Lagen:

Besonderheiten:

  • 80% der Produktion entfällt auf Genossenschaften
  • große Menegen an leichten fruchtigen Rotweinen

Franken

geografische Lage: weit im Osten gelegenes Anbaugebiet

Rebfläche: 6.000 ha / 3 Bereiche / 23 Großlagen / 216 Einzellagen

Rotwein : 20%

Weißwein: 80%

Klima: kontinentales Klima mit warmen Sommer undkaltem Winter

Boden:

  • im Mainviereck in Unterfranken und Spessart: verwitterungsböden des Urgesteins und Buntsandsteins
  • im Maindreieck bei Wertheim und Miltenberg: Lehm-, Löss- und Muschelkalkböden

Rebsorten:

  • Müller Thurgau (29%)
  • Silvaner (22%) blüht und reift früh, kann in Franken eine Konsetration erreichen, die sonst nicht erreicht wird
  • Bacchus (12%)
  •  

bedeutende Lagen:

Besonderheiten:

  • Bocksbeutelflasche
  • Würzburg als Zentrum
  • 50% der Produktion entfällt auf Genossenschaften

 

Mittelrhein

geografische Lage: erstreckt sich 120km an beiden Ufern des Rheins von Bingen bis Bonn

Rebfläche: 460 ha / 2 Bereiche / 10 Großlagen / 111 Einzellagen

Rotwein : 15%

Weißwein: 85%

Klima: steile Hänge schützen vor kalten Winden und sorgen für optimale Sonneneinstrahlung, Fluß wirkt mäßigend auf nacht und Wintertemperaturen

Boden:

  • Schiefer auf einem Unterboden aus Lehm und einem Gemisch aus Kies und Sand
  • etwas Lössablagerungen
  • etwas nördlich vulkanisches Gestein

Rebsorten:

  • Riesling  (67%) Top-Rieslinge können durchwegs mit Rieslingen aus Rheingau konkurrieren
  • Spätburgunder (9%)
  • Müller Thurgau (6%)

bedeutende Lagen:

  • Bacharacher Hahn

Besonderheiten:

  •  

Ahr

geografische Lage: bekannt durch den Fluss der  aus der Eifel ostwärts fließt und bei Remagen in den Rhein mündet.

Rebfläche: 560 ha / 1 Bereiche / 1 Großlagen / 43 Einzellagen

Rotwein : 85%

Weißwein: 15%

Klima: mild und geschützt - Kölner Bucht, in eingen Steillagen durchwegs treibhausartig

Boden:

  • im unteren Ahrtal tiefgründig und lössreich
  • im mittleren Ahrtal steinhaltig, teilweise Schiefer und vulkanisches Gestein

Rebsorten:

  • Spätburgunder (62%) bekannt für elegante Spätburgunder
  • Riesling  (8%)
  • Portugieser (7%)

bedeutende Lagen:

Besonderheiten:

  • viele kleine Produzenten

Hessische Bergstraße

geografische Lage: am Westrand des Odenwaldes gelegen

Rebfläche: 440 ha / 2 Bereiche / 3 Großlagen / 24 Einzellagen

Rotwein : 21%

Weißwein: 79%

Klima: im Schutz des Odenwaldes ausreichend Niederschlag

Boden:

  • leichtere Böden mit unterschiedlichhohem Lössanteil

Rebsorten:

  • Riesling  (48%)
  • Spätburgunder (11%)
  • Grauburgunder (9%)
  • Müller Thurgau (7%)

bedeutende Lagen:

Besonderheiten:

  • zwei Genossenschaften dominieren
  • Überwiegend Selbstvermarktung im Anbaugebiet

Saale-Unstrut

geografische Lage: kleines aber anBedeutung gewinnendes Anbaugebiet - Täler der Saale und Unstrut

Rebfläche: 740 ha / 3 Bereiche / 4 Großlagen / 37 Einzellagen

Rotwein : 27%

Weißwein: 73%

Klima: Jahresmitteltemperatur 9´C, geringe Niederschlagsmenge

Boden:

  • Muschelkalk, Buntsandstein

Rebsorten:

  • Müller Thurgau (18%)
  • Weißburgunder (13%)
  • Riesling  (8%)
  • Silvaner (8%)
  • Dornfeder (7%)

bedeutende Lagen:

Besonderheiten:

  • 1/3 vom Landesweingut in Naumburg verarbeitet

 

Sachsen

geografische Lage: im osten Deutschlands gelegen erstreckt sich an der Elbe entlang von Pillnitz am Südrand von Dresten bis Diesbar-Seußlitz (nördlich von meißen

Rebfläche: 480 ha / 2 Bereiche / 4 Großlagen / 17 Einzellagen

Rotwein : 19%

Weißwein: 81%

Klima: Jahresmitteltemperatur 9´C, mittlere Niederschlagsmenge

Boden:

  • Granit und Granitporphyrverwitterungsgestein, Lehm, Löss und Sandstein

Rebsorten:

  • Müller Thurgau (17%)
  • Riesling  (14%)
  • Weißburgunder (12%)
  • Grauburgunder (9%)

bedeutende Lagen:

Besonderheiten:

Weingesetz im Elsass

  • seit 1962 AC Status
  • 1975 Ac Alsace Gran Cru eingeführt
  • 51 Lagen Gran Cru Status seit 1983
  • 1976 AC Crement d´ Alsace
  • 1983 Vorschriften für Vendange Tradive und Selection de Grains Nobles entstanden

Weingesetz - Appelation - AC Alsace

  • macht mehr als 70% der Gesamtprodukton aus
  • meist wird die Rebsorte am Etikett angegeben
    • außer bei einer kleinen Anzahl von Verschnitten
    • bei Angabe einer Rebsorte am Etikett muss der Wein aus 100% der Rebsorte bestehen

Weingesetz - Appelation - AC Alsace Gran Cru

  • ca. 4 % der Gesamtproduktion 
  • Einzellagen die traditionell die besten Weine produzieren
  • Anforderungen strenger als AC Alsace (Höchstertrag niedriger)
  • Jahrgang, Weinberglage und Rebsortenname steht am Etikett
  • muss reinsortig aus einer der erlaubten "edlen" Rebsorten bestehen
  • edle Rebsorten: Riesling, Muscat, Gewürztraminer, Pinot Gris 
  • Ausnahmen in Kaefferkopf und Altenberg de Bergheim sind auch Verschnitte und Zotzenberg (Sylvaner) erlaubt

Weingesetz - Appelation - Cremant d´Alsace

  • ca 22% der Gesmtproduktion ca. 33 Mio. Flaschen
  • Schumweinappelation
  • kann auch ein Markennaname oder Reserve Personelle oder Cuvee Speciale angegeben werden
  • Edelzwicker (Verschnitt verschiedener Rebsorten meist einfach und preiswert

Weingesetz - Appelation - Vendange Tardive (VT; "Spätlese")

  • aus einem einzigen Jahrgang
  • nur die edlen 4 Rebsorten sind zugelassen
    • Riesling, Muscat, Gewürtstraminer und Piont Gris
  • Chaptalisierung ist verboten
  • Mindestmostgewichte für:
    • Rieling und Muscat mind. 95´ Öchsle (220g/l)
    • Gewürtstaminer und Pinot Gris mind. 105´ Öchsle (243g/l)
  • Trauben müssen nicht, können aber von Botrytis befallen sein
  • Trauben trocknen zum Teil am Stock (passerillage) 
  •  Lese darf erst nach einer jährlich von der Behörde neu festgesetzen termin gestartet werden
  • Weinstile von trocken bis mittelsüß

Weingesetz - Appelation - Selection de Grains Nobles (SGN)

  • Vendange Tardive von Trauben mit höchster Zuckerkonsentration
  • nur die vier edlen rebsorten sind zugelassen
    • Riesling, Muscat, Gewürztraminer und Pinot Gris
  • Mindestmostgewichte für:
    • Rieling und Muscat mind. 110´ Öchsle (256g/l)
    • Gewürtstaminer und Pinot Gris mind. 120´ Öchsle (279g/l)
  • zumindest ein Teil des Lesegutes muss von Edelfäule befallen sein
  • für die Erzeugung gelten die selben Vorschriften wie für Vendange Tardive
  • immer süß, Süßegrad und Qualität schwanken

Elsass - Klima

  • zwischen 47 und 49 Breitengrad
  • kontinentales Klima, Sommer heiß und Herbst lang und trocken
  • 500mm Niederschlag - sehr trocken durch Schutz der Vogesen
  • Sonnenscheindauer 1800 Stunden
  • meisten Weinberge auf 175 bis 420m Seehöhe
  • da etwas wämer viele Erzeuger im südlichen Teil (Haut-Rhin)

Elsass - Boden

  • 20 verschiedene Bodenformationen
  • an den oberen Hängen der Vogesen
    • Gneis, Granit, Sandstein, Schiefer und vulkanische Ablagerungen
  • an den unteren Hängen der Vogesen
    • Ton, Mergel, Kalkstein, Sandstein und Vogesensandstein

Rebsorten - Riesling

  • macht 20% der Rebfläche aus 
  • gilt als edelste der Rebsorten im Elsass
  • reift von den vier edlen Rebsorten im Elsass zuletzt - geeignet für späte Lese
  •  Granit und Schieferböden sind am besten geeignet
  • die besten Weine sind trocken ausgebaut (in der Zwischenzeit auch mit Restzucker ausgebaut)
    • hoher Säuere
    • kräftigem Körper
    • mittlerem/mittlerem Alkohol
    • intensiven und eleganten Fruchtcharakter
    • ausgepräter und mineralischer Feuersteinnote
  • verantwortlich für die besten SGN

Rebsorten - Gewürztraminer

  • macht ca. 19% der Rebfläche aus
  • findet man auf tiefgründigen Mergelböden in den Ausläufern der Vogesen
  • Weine mit:
    • niedrigen bis mittlerer Säure
    • kräftigem Alkohol
    • körperreicher und öliger Textur
    • aromatisch mit Aromen nach Litschi, Rosen und süße Backgewürze
  • verantwortlich für einige der besten VT

Rebsorten - Pinot Gris

  • macht 15% der Rebfläche aus
  • Erträge schwanken und ist anfällig für Probleme mit dem Fruchtansatz
  • gedeiht auf tiefgründigen Böden, die reich an Ton oder vulkanischen Gestein sind
  • Spitzenweine mit ausgprägter Säure
    • kräftigem Alkohol
    • körperreich, reichhaltig jedoch weniger aromatisch
    • Aromen nach frisch getrockneten  Früchten sowie Anklänge von Rauch und Honig
  • kann hervorragende VT und SGN hervorbringen

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