RVF015


S. L.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über Atemwegserkrankungen wie Asthma, COPD und Mukoviszidose. Sie decken Definitionen, Symptome, Diagnosen, Therapien und pathophysiologische Mechanismen ab, wobei Begriffe wie Husten, Atemnot und Bronchiale Obstruktion zentral sind. Ideal für Medizinstudierende und Fachpersonal, die ihr Wissen über Atemwegserkrankungen vertiefen und im klinischen Alltag anwenden möchten.
Flashcards
36
Students
2
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
09.02.2024 / 29.07.2025

Cartes-fiches

Was ist zystische Fibrose?

Ist eine Stoffwechselerkrankung und ist eine chronisch fortschreitende Krankheit, nicht heilbar

Ursache für CF

Eiweiss Protein CFTR, welches nicht richtig arbeitet (Wirkungsweise = Türe zwischen Zelle und Umgebung)

die Chlorteilchen schwimmen dort hindurch, jedoch klemmt diese Türe und die Teilchen kommen nicht hindurch und die Flüssigkeiten werden zäh

Mukoviszidose?

Krankheit des Zähen Schleims

Cystische Fibrose

Zysten, die sich in Folge der Vernarbungen (Fibrose) bilden

Diagnose von CF erfolgt?

  • Gurtrie-Test (NG-Screening)
  • Schweisstest
  • Gentest
  • Stuhluntersuchung
  • Pränataldiagnostik

Merkmale können sein bei CF-NG?

 

  • Mekoniumileus (kein Mekoniumabgang innerhalb 12-24h)
  • NG schmeckt salzig (aufgrund vermehrter Elektrolytenausscheidung über den Schweiss)

Wie erfolgt die Vererbung von CF?

Beide Elternteile müssen Genträger sein (Chromosom 7 ist fehlerhaft bei CF) und dann ist die Chance zu 25% bei jeder SS ein Kind zu erhalten mit CF

Klinische Manifestation von CF

Pulmonal:

  • Rezidive Bronchitiden und Pneumonien
  • Obstruktives Lungenemphysem
  • Atelektasen Pneumothorax (Atelektase=kollabierten Lungenteil)
  • Bronchiektasien
  • Pulmonale Hypertonie
  • Rechte HI

 

Intestinal

  • 10-20% Mekoniumileus
  • Maldigestion durch exokrine Pankreasinsuffizienz
  • Obstipation
  • 10-20% Diabetes Mellitus
  • Leberzirrhose durch Gallensstau

Symptome bei CF

Symptome

•    Trommelschlegelfinger mit Uhrglasnägel (Clubbing) aufgrund einer chronischen Gewebshypoxie oftmals

•    Dypnoe, Tachypnoe

•    Verminderte Leistungsfähigkeit

•    Eingeschränkte körperliche Belastungsfähigkeit

•    Wohlbefinden beeinträchtigt

•    Völlegefühl, Bauchschmerzen

•    Psychische Belastung

 

Therapie bie pulmonalen Veränderung CF

•    Physiotherapie und Sport als Grundlage

•    Antibiotikatherapie bei Infekten (auch inhalativ evtl)

•    Medis wie Mykolytika und Sekretolytika

•    Inhalation von Bronchodilatatoren

•    Hypertone Kochsalzlösung und die „DNase“ (Wirkstoff zerlegt Leukozyten, die den Schleim in der Lunge so zäh machen. 

•    Flüssigkeitszufuhr

•    Sauerstofftherapie

•    Lungentransplatation

Therapie bei intestinalen Veränderung CF

•    Symptomatische Therapie

•    behandlung der exokrinen Pankreasinsuffizienz durch orale Substitution von Pankreasenzymen bei der Nahrungsaufnahme (Kreon)

•    Hochdosierte Gabe fettlöslicher Vitamine ADEK

•    Obstipation: stuhlweichhaltende Therapien

•    Hochkalorieschie, eiweissreiche Ernährung

•    Therapie der Komplikationen (DM = Insulin / Leberzirrose = Lebertransplantation

Asthma Bronchiale Definition

Chronische Atemwegserkrankung, die durch Entzündung und Überempfindlichkeit der AW gekennzeichnet ist, was zu periodischen Anfällen von Dyspnoe, Husten führt. 

Pathophysiologie von Asthma

Entzündungsreaktionen führen zur Konstriktion der AW (Bronchiale Obstruktion), bronchiale Hyperreagibilität und vermehrter Schleimbildung

Ursachen für Asthma

  • Umwelt- und berufsbedingte Allergene (zahlreich)

  • Kalte, trockene Luft

  • Infektionen

  • Körperliche Betätigung

  • Inhalative Reizstoffe

  • Gefühl

  • Aspirin und andere nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)

  • Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)

  • Genetische Veranlagung

Symptome bei Asthma

Bei einer Exazerbationen leiden Betroffene an Atemnot, Engegefühl in der Brust, hörbarem Keuchen und Husten. Giemen kann auch sein, sowie Tachykardie oder Tachypnoe

Diagnosestellung bei Asthma

  • Klinische Bewertung 
  • Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie, Allergietest, Peak-Flow-Messung, etc,...)

Therapie Asthma

Medikamentöse Therapie mit Glukokortikoide und Beta-2-Sympathomymetika (Bronchodilatatoren und Steroide)

Vermeidung von Auslösern

Komplikationen von Asthma können Schwere Anfälle sein und chronische Atemwegsveränderungen

COPD Definition

Ist eine chronisch fortschreitende Lungenerkrankung, die durch dauerhafte Atemobstruktion, chronischer Bronchitis und/oder Emphysem charakterisiert ist

Pathophysiologie COPD

Inhalative Exposition kann eine entzündliche Reaktion in den Atemwegen und Alveolen auslösen, die zu Krankheit bei genetisch anfälligen Personen führt.

Das wichtigste pathophysiologische Merkmal der chronischen obstruktiven Lungenerkrankung ist die Begrenzung der Luftströmung durch Verengung und/oder Obstruktion der Atemwege, Verlust des elastischen Rückstoßes oder beides.

Verengung und Obstruktion der Atemwege werden durch entzündungsbedingte Schleimhypersekretion, Schleimverstopfung, Schleimhautödem, Bronchospasmus, peribronchiale Fibrose und Remodellierung kleiner Atemwege oder eine Kombination dieser Mechanismen verursacht.

Zusammengefasst: Chronische Entzündungen, Verengung der AW Zerstörung der Alveolen

Ätiologie COPD

Hauptsächlich Rauchen

Kann auch durch Umweltverschmutzungen oder inhalativen Feinstaub ausgelöst werden

genetische Veranlagung

Symptome COPD

Dyspnoe, chronischer Husten, vermehrter Auswurf, Giemen, verlängertes Exspirium, Lungenüberblähung

Komplikation:

spontaner Pneumothorax 

Diagnosestellung COPD

Lungenfunktionsprüfung (spirometrie), Klinische Bewertung, Bildgebende Verfahren

COPD Einteilungen Schweregrad (Gold-Stadien)

Je größer der FEV1-Wert, desto leistungsfähiger ist die Lungenfunktion.

 

  • Forcierte Einsekundenkapazität (FEV1): Dies ist die Luftmenge, die ein Mensch innerhalb einer Sekunde ausatmet, wenn er zuvor maximal Luft geholt hat.

kann anhand des FEV1 nach der Bronchodilatation klassifiziert werden

 

  • Mild: ≥ 80% der Prognose

  • Moderat: 50% bis 79% der Prognose

  • Schwer: 30% bis 49% der Prognose

  • Sehr schwer: < 30% der Prognose

 

Alle COPD-Stadien in der Übersicht

  • COPD GOLD 1 (Anfangsstadium)                                                             Atemnot und Husten sind unauffällig bis kaum bemerkbar. Atemnot tritt nur bei starker körperlicher Anstrengung auf.
  • COPD GOLD 2
    Atemnot und Husten treten öfter auf und können den Alltag beeinträchtigen. Die Atemnot entwickelt sich, wenn die körperliche Anstrengung zunimmt.
  • COPD GOLD 3
    Atemnot, Husten und Auswurf treten verstärkt auf und können den Alltag beeinträchtigen. Die Atemnot tritt schon bei geringer körperlicher Anstrengung auf.
  • COPD GOLD 4 (Endstadium)
    Atemnot, Husten und Auswurf treten verstärkt auf und beeinträchtigen den Alltag erheblich. Die Atemnot tritt bereits im Ruhezustand auf.

Therapie der COPD

Bronchodilatatoren, Steroide, Sauerstoffverabreichung, Nikotinkarenz

Lungenembolie Definition

LE tritt auf, wenn ein Embolus in die Lunge wandert und dort einen plötzlichen Verschluss eines arteriellen Gefässes verursacht. 

LE Pathophysiologie

Ursprung meist von Thrombose in einer Tiefliegenden Beinvene, welche sich ein Stück losgelöst hat und in die Lunge gewandert ist und dort stecken blieb in einer Arterie und somit den Gasaustausch behindert. 

Ätiologie LE

Tiefe Venenthrombose (meist untere Extremitäten), Luftembolie

Diagosestellung LE

CT-Angiographie, Blutgasanalyse, D-Dimere-Test, Messung Pulsoxymetrie(Abfall)

LE Symptome

Tachypnoe, Dyspnoe, Tachykardie, Brustschmerzen (hauptsächlich pleuritisch), Husten, 

Therapie LE

Komplikationen

  • Supportive Therapie (Symptome lindern wie z.B. O2-Gabe)

  • Antikoagulation

  • Einsetzen eines inferioren Vena-cava-Filters (selten bei ausgewählten Patienten) 

  • Schnelle Reduktion der Gerinnselbelastung durch Thrombolyse oder Embolektomie (bei ausgewählten Patienten) 

 

Komplikationen können Lungeninfarkt und Herzinsuffizienz sein 

Brady-Apnoe-Syndrom Definition

Gekennzeichnet durch wiederholte längere Atemaussetzer

BAS Pathophysiologie

 

ist eine Entwicklungsstörung, die durch Unreife der neurologischen und/oder mechanischen Funktion des Atmungssystems verursacht wird. Apnoe kann charakterisiert werden als

  • Zentral (am häufigsten)

BAS Ätiologie

Neurologische Störung, Unreifes Atemzentrum, 

Symptome BAS

Längere Atempausen, Zyanose

Diagnosestellung BAS

  • Klinische Bewertung

  • Kardiorespiratorische Überwachung

  • Ausschluss anderer Ursachen (z. B. Hypoglykämie, Sepsis, intrakranielle Blutung)

Therapie BAS

  • Stimulation

  • Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung

  • Atemstimulanzien (z. B. Koffein)

  • Continuous Positive Airway Pressure (CPAP-Beatmung)

Study