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Studien, Modelle, Theorie

Sozialpsychologie Uni Würzburg

Sozialpsychologie Uni Würzburg


Kartei Details

Karten 104
Lernende 19
Sprache Deutsch
Kategorie Psychologie
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 28.01.2021 / 13.02.2024
Lizenzierung Keine Angabe
Weblink
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Studie Moreland und Beach (1992) über mere exposure effect

Situation: Conf. (Frauen) setzen sich in VL am College in den Hörsaal, hören zu, aber interagieren mit niemandem

UV: Häufigkeit, mit der sie in der VL anwesend sind (immer/selten/unregelmäßig etc.)

AV: Bewertung von Attraktivität, Wärme, Intelligenz etc. durch andere Studenten am Semesterende

Ergebnis: Positivere Bewertungen, je häufiger die Frauen anwesend war

Interpretation: Durch die Anwesenheit wurde die Vertrautheit erhöht, was einen positiven Einfluss auf die Bewertung hat

Studie Higgings, Rholes & Jones (1977) über Einfluss von Priming auf Urteile über eine fiktive Person

Aufgabe: Vpn lesen Text, mit dem sie geprimet werden; danach: lesen Text über Donald  sollen sein Verhalten bewerten (sein Verhalten ist nicht eindeutig)

UV1: Primes positiv/negativ ( Aktivierung einer bestimmten Kategorie)

UV2: Primes anwendbar/nicht anwendbar

AV: Beschreibung der Person in einem Wort

Ergebnis: Verfügbare Kategorie mit Einfluss auf Interpretation uneindeutiger Information

ABER nur, wenn Kategorie anwendbar ist

(1) Set-Size-Effect und (2) Verwässerungseffekt

(1) je mehr gleich extreme Eigenschaften, desto extremere Urteile (widerspricht averaging)

(2) Hinzufügen moderater Eigenschaften zu extremen Eigenschaften reduziert Urteilsextremität (widerspricht summation)

 

Studie Ross & colleagues (1975) über Perseveranzeffekt

Aufgabe: StudentInnen schauen anderen Personen bei einem Test zu

UV: Bekommen gesagt, dass Person sehr gut war/ sehr schlecht war 

Danach: Beide Gruppen bekommen gesagt, dass das Feedback nichts mit der tatsächlichen Leistung zu tun hatte

AV: Bewertung Vorhersage der Leistung der Personen, die den Test gemacht haben

Ergebnis: Person „mit gutem Feedback“ wird als fähiger eingeschätzt

 -->Infos haben trotz Diskreditierung noch Einfluss auf Interpretation

Perseveranzeffekt und Mechanismen dahinter

Definition: Perseveranzeffekte

Erste Eindrücke bleiben bestehen/entstehen selbst dann, wenn die Grundlage als falsch erkannt wird oder nur als eine Möglichkeit angedeutet wird (zB durch Suggestivfragen)

 

potentielle Mechanismen

  • Erklärungsprozesse: verstehen aktiviert Evidenz für Eindruck --> Negation danach bezieht sich nur auf die Aussage, aber nicht die eigene Erklärung
  • „Vergessen“ der Negation: Negation abstrakte Inhalte, Anwendung schwierig, werden oft vergessen
  • Motivationale Einflüsse: besonders wahrscheinlich, wenn Eindruck positiv für die Person selbst ist

Allgemeine Attributionstheorie von GIlbert (1989) und Zwei-Prozess-Theorie

Allgemeine Attributionstheorie (Gilbert, 1989)

Je nach Motivation (und Kapazität) findet unterschiedlich aufwendige Attribution statt

 

Zwei-Prozess Theorien

Stufe 1: Internale Attribution (automatisch) --> Erklärung durch Ursachen in der Person -->

              korrespondierende Schlussfolgerung

-->falls Zeit, Energie und Motivation vorhanden:

Stufe 2: Korrigierte Attribution --> mögliche Erklärung außerhalb der Person suchen 

               --> aufwendiges attributionales Denken

Studie Jones & Harris (1967) über Korrespondenzverzerrung und Castro

Aufgabe: Vpn lesen Essay, das „ein anderer Student“ über Fidel Castro geschrieben hat

UV1: Essay ist pro oder contra Castro

UV2: Student hatte freie Wahl/nicht freie Wahl, ob er pro oder contra schreibt

AV: Einschätzung der Ansichten des Autors durch Vpn

Ergebnis: Auch ohne Wahlfreiheit werden Rückschlüsse über die Einstellung getroffen bzw. findet eine Korrespondenzverzerrung statt

Studie Gilbert et al. (1988) über discounting und ob man dafür kogn. Ressourcen braucht

Fragestellung: Erfordert situationale Korrektur kognitive Kapazität?

Aufgabe: Vpn sehen Film über nervöse Frau (ohne Ton, mit Untertiteln)

UV1: Untertitel mit situationaler Erklärung oder nicht (--> Art der Fragen)

UV2: Ablenkung durch Zweitaufgabe (Fragestellungen im Film merken) vorhanden oder nicht

AV: Einschätzung des Ausmaßes der „trait anxiety“ der Frau

Ergebnisse: Zugeschriebene Anxiety rel. ähnlich, nur bei no extra task und situationaler Erklärung für Nervosität niedriger

   --> Korrektur findet nur statt, wenn Vpn nicht abgelenkt sind 

   --> situationale Korrektur erfordert kognitive Ressourcen