Zellbiologie 4
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Lernkarten
Paarung
Im genetischen Sinn das Ereignis während der Meiose, bei dem sich zwei homologe Chromosomen aneinander legen und eine Doppelstruktur bilden.
Palindromsequenz
Nucleotidsequenz, die spiegelsymmetrisch zu der auf dem komplementären Strang ist.
passiver Transport
Bewegung eines Moleküls oder Ions durch eine Membran, die durch einen Konzentrationsgradienten oder eine elektrochemische Potenzialdifferenz angetrieben wird.
Patch-Clamp-Aufzeichnung
Technik, bei der die Spitze einer feinen Glasröhrchenelektrode mit einem Zellmembran-"Fleck" durch Ansaugen veriegelt wird. Auf diese Weise kann man den Stromfluss durch einzelne Ionenkanäle in dem Membranstück aufzeichnen.
Peptidbindung
Chemische Bindung zwischen der Carbonylgruppe einer Aminosäure und der Aminogruppe einer anderen Aminosäure - eine spezielle Form einer Amidbindung.
Peroxisom
kleines membranbegrenztes Organell, das organische Moleküle mit molekularem Sauerstoff oxidiert. Enthält einige Enzyme, die Wasserstoffperoxid bilden und andere, die es abbauen.
phagocytierende Zelle
Zelle - beispielsweise ein Makrophage oder neutrophiler Granulocyt -, die darauf spezialisiert ist, Partikel und Mikroorganismen durch Phagocytose aufzunehmen.
Phagocytose
Vorgang, über den Partikel von einer Zelle aufgenommen werden. Bedeutend bei räuberischen Zellen wie Amoeba proteus und bei einigen Zelltypen des Immunsystems der Wirbeltiere, wie z.B. Makrophagen.
Phänotyp
Der in Erscheinung tretende Typus einer Zelle oder eines Organismus.
Phosphatidylcholin
häufiges Phospholipid, das in fast allen biologischen Membranen vorkommt.
Phosphodiesterbindung
Kovalente chemische Bindung, die entsteht, wenn zwei Hydroxylgruppen über Esterbindungen mit derselben Phosphatgruppe verknüpft werden. Ein Beispiel ist die Bindung zwischen benachbarten Nucleotiden in RNA oder DNA
Phospholipase C
mit der Plasmamembran assoziiertes Enzym, das einen entscheidenden Schritt der Inositolphospholipid-Signalwege ausführt
Photosynthese
Vorgang, bei dem Pflanzen und manche Bakterien Sonnenlichtenergie nuten, um die Synthese von organischen Molekülen aus Kohlendioxid und Wasser anzutreiben.
Photosystem
Grosser Multiproteinkomplex, der Chlorophyll zum Einfangen von Lichtenergie enthält
Phragmoplast
Struktur aus Mikrotubuli und Membranvesikeln, die sich in der Äquatorialebene einer sich teilenden Pflanzenzelle ausbildet.
Pinocytose
Endoxytoseform, bei der gelöste Substanzen aus der Umgebung aufgenommen werden und zuer Verdauung in Vesikel verpackt werden.
Plasmamembran
Membran, die eine lebende Zelle umgibt
Plasmid
kleines zirkuläres DNA-Molekül, das einen eigenen Replikationsursprung hat und sich unabhängig vom Genom repliziert. Plasmide werden häufig als Vektroen bei der Klonierung von DNA verwendet.
Plasmodesmen
Zell-Zell-Verbindungen in Pflanzen, bei denen ein mit Membran ausgekleideter Cytoplasmakanal zwei benachbarte Zellen durch eine kleine Pore in ihren Zellwänden verbindet.
polar
Beschreibt im elektrischen Sinn eine Struktur - beispielsweise eine chemische Bindung, eine chemische Gruppe oder ein Molekül - mit positiver Ladung am einen Ende und negativer Ladung am anderen als Ergebnis einer ungleichmässigen Verteilung der Elektronen, Polare Moleküle sind meistens in Wasser löslich.
Polarität
Bezieht sich auf eine Struktur wie ein Actinfilament oder eine befruchtete Eizelle, der eine Richtung innewohnt, sodass man ihre Enden voneinander unterscheiden kann.
polygenes Merkmal (polygenic trait)
Merkmal, das von mehreren Genen beeinflusst wird, wobei jedes einen kleinen Beitrag zum Phänotyp leistet.
Polymer
grosses Molekül, das aus vielen kovalent verbundenen identischen oder ähnlichen Einheiten (Monomeren) besteht
Polymerase
allgemeine Bezeichnung für ein Enzym, das die Anfügung von Untereinheiten an ein Polymer katalysiert. Beispielsweise synthetisiert eine DNA-Polymerase DNA und eine RNA-Polymerase RNA
Polymerase-Kettenreaktion (PCR, polymerase chain reaction)
Technik zur Amplifikation spezifischer DNA-Abschnitte mit Hilfe einer thermostabilen DNA-Polymerase durch mehrere Polymerisationszyklen. Nach jedem Zyklus erfolgt eine kurze Hitzebehandlung, um die komplementären Stränge voneinader zu trennen.
Polynucleotid
Molekülkette aus Nucleotiden, die über Phosphodieseterbindungen verknüpft sind. RNA oder DNA
Polypeptid
Lineares Polymer aus vielen Aminosäuren. Proteine sind grosse Polypeptide, und beide Bezeichnungen sind untereinander austauschbar.
Polypeptidgerüst
Gerüst aus den sich wiederholenden Kohlenstoff- und Stickstoffatomen der Peptidbindungen, das sich durch ein Protein hindurchzieht. Die Seitenketten der Aminosäuren ragen seitlich aus ihm hervor.
Polysaccarid
lineares oder verzweigtes Polymer, das aus Zuckern besteht. Beispiele sind Glykogen, Hyaluronsäure, Stärke und Cellulose
Polysom (Polyribosom)
mRNA mit mehreren angehefteten Ribosomen, die Proteine synthetisieren.
Porin
Mitglied einer Familie von Proteinen, die grosse wassergefüllte Kanäle (Poren) in der äusseren Membran von Bakterien oder Mitochondrien bilden.
Positionseffekt
Unterschiede in der Expression eines Gens, die davon abhängen, an welcher Stelle im Genom es sich befindet.
positive Rückkopplungsschleife
davon spricht man, wenn das Endprodukt einer Reaktion seine eigene Herstellung fördert.
programmierter Zelltod (Apotose)
normale Form des Zelltods, bei der ein Selbstmordprogramm innerhalb der Zelle aktiviert wird, das zu Fragmentierung der DNA, Schrumpfen des Cytoplasmas und schliesslich zum Absterben der Zelle führt. Änderungen an der Zelloberfläche aktivieren die Phagocytose der Zelle durch Makrophagen.
Prokaryot
einzelliger Organismus ohne Zellkern. Bakteren (Archaebakterien und Eubakterien)
Prometaphase
Mitosestadium vor der Metaphase
Promoter
Nucleotidsequenz in der DNA, an die die RNA-Polymerase bindet, um mit der Transkription zu beginnen.
Prophase
erstes Mitose- bzw. Meiosestadium, in dem die Chromosomen kondensiert werden, aber noch nicht an die Mitosespidel geheftet sind.
Protease (Proteinase, proteolytisches Enyzm)
Enzym wie Trypsin, das Proteine abbaut, indem es einige ihrer Peptidbindungen hydrolysiert.
Proteasom
grosser Proteinkomplex im Cytosol, der cytosolische Proteine abbaut, die mittels Ubiquitinierung oder einiger anderer Mechanismen zum Abbau markiert wurden.