Wundversorgung
EB FaGe ZAG Winterthur 2015
EB FaGe ZAG Winterthur 2015
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4.0 (1)
Patricia Marti
Patricia Marti
Diese Karteikarten bieten eine umfassende Übersicht über die Wundversorgung und Wundheilung für Berufslehrlinge in der Pflege. Sie behandeln die verschiedenen Phasen der Wundheilung, von der Exsudationsphase über die Proliferationsphase bis hin zur Regenerationsphase, und erklären die Unterschiede zwischen primärer und sekundärer Wundheilung. Die Karteikarten gehen auch auf die Faktoren ein, die die Wundheilung beeinflussen, wie Ernährung, Alter und Grunderkrankungen, sowie auf die Grundsätze der Wundbehandlung und die Dokumentation von Wunden. Sie richten sich an Pflegefachleute, die ihr Wissen über die richtige Versorgung und Behandlung von Wunden vertiefen möchten.
Cartes-fiches
16
Utilisateurs
20
Langue
Allemand
Catégorie
Soins
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
20.09.2015 / 15.06.2024
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Cartes-fiches
Wunde
Definition
Eine Wunde ist die Durchtrennung oder Beschädigung von Haut oder Schleimhaut
Wunde
Entstehungsursachen
- Mechanisch (Druck, Schlag, Stich)
- Thermisch bedingt (Verbrennung, Verbrühung, Erfrierung)
- Chemisch bedingt (v.a. Säuren o. Laugen)
- Krankheitsbedingt (Dekubitus, Ulkus cruris, diabetischer Fuss)
Wunde
worauf hat die Entstehungsursache einer Wunde Einfluss?
- Art der Wundbehandlung
- Heilungsverlauf
Wundheilung
beeinflussende Faktoren
lokale Faktoren
- Entstehungsart
- Keimbesiedelung (kontaminiert, infiziert)
- Hautzustand / Durchblutung
- Ruhigstellung
allgemeine Faktoren
- Ernährung (Kohlenhydrate, Eiweiss, Spurenelemente, Vitamine)
- Alter
- Grunderkrankung
Primäre Wundheilung
Definition
- eine keimarme, glatte, frische u. saubere Wunde heilt schnell und ohne Infektionszeichen
- schmale Narbe
- primär verschlossene Wundränder (spontan oder mittels Naht, Klammern, Pflaster)
Primäre Wundheilung
Voraussetzungen
- Glatte, direkt adaptierte Wundränder
- Wunde <6 Stunden alt
- nicht infizierte Wunde
- Aseptische Operationswunde
Sekundäre Wundheilung
Definition
- Wunde nicht primär geschlossen
- Heilung aus der Tiefe durch Kontraktion, Granulation, anschliessende Epithelisierung
- meist breite Narbe
- langsamere Heilung als bei primärer Wundheilung
Wundheilungsphasen (nicht infizierte Wunde)
- Exsudationsphase (ca. 4 Tage)
- Proliferationsphase (ca.10 Tage)
- Regenerationsphase (ca. 3 Monate)
Exsudationsphase
Ablauf
- Blut und Gewebewasser füllen die Wundlücke auf
- Vasokonstriktion, Blutgerinnung = Wunde verklebt
- Erweiterung der umliegenden Blutgefässe, die dadurch durchlässiger werden
- Abwehrzellen wandern in die Wunde ein = Abbau von Bakterien und Gewebenekrosen
- Wundödem durch austretende Gewebsflüssigkeit
Proliferationsphase
Ablauf
- Aus dem Wundrand spriessen kleinste Blutgefässe ins Wundbett ein
- Bildung von Granulationsgewebe, Wunde schrumpft und gewinnt an Festigkeit
Regenerationsphase
Ablauf
- Epithelisierung (= Vernetzung der Kollagenfasern)
- Narbenbildung
- wenn genäht: Fäden können nach 2 Wochen entfernt werden
- maximale Belastbarkeit der Narbe nach 3 Monaten
- Abschluss der Narbenbildung nach 1 Jahr
Wundheilungsstörungen
- Hämatom
- Wundinfektion
- Wunddehiszenz / Nahtdehiszenz
Behandlungsprinzipien zur Auswahl des Verbandmaterials
- Nasse Wunden: feuchtigkeitsentziehende Wundbehandlung
- Feuchte Wunden: feuchtigkeitsregulierende Wundbehandlung
- Trockene Wunden: meist feuchtigkeitszuführende Wundbehandlung
Chronische Wunde
Definition
- keine Tendenz zur Heilung innerhalb 8 Wochen
Grundsätze bei der Wundversorgung
- aseptische Wunden möglichst selten neu verbinden
- Einhaltung aseptischer Grundsätze beim VW
- b. Bedarf Schmerzmedikation
- keine Zugluft, keine Tätigkeiten mit Keimaufwirbelung zur gleichen Zeit
Beurteilung und Dokumentation der Wunde
Kriterien
URGE
- Umgebung
- Rand
- Grund (Farbe, Konsistenz)
- Exsudat
Wundgrösse, -tiefe, -art und Lokalisation