Wirtschaftspsychologie FOM Düsseldorf / Neuss

5. Semester Eickenberg eingegrenztes Skript

5. Semester Eickenberg eingegrenztes Skript


Lars Görgen
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Wirtschaftspsychologie an der Universität. Sie behandeln Themen wie Bindung, Stress, Kommunikation, Führung und Konfliktmanagement, wobei der Fokus auf der Wirkung von psychologischen Faktoren im beruflichen Kontext liegt. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Berufstätige, die ihr Verständnis für Mitarbeiterführung, Kundenzufriedenheit und Verkaufstechniken vertiefen möchten.
Flashcards
35
Students
5
Language
German
Category
Psychology
Level
University
Created / Updated
17.06.2015 / 12.10.2019

Flashcards

Motivatonstheorien

+ Aktivations- und Emotionstheorien
+ Bedürfnistheorien
+ Leistungsmotivation
+ Instrumentalitätstheorie
+ Lerntheorie
+ Modell-Lernen
+ Prospect-Theory

Kognitionstheorien

+ Hypothesen- und Einstellungstheorien
+ Konsistenztheorie
+ Attributionstheorie
+ Kontrolltheorie
+ Reaktanztheorie
+ Information-Processing-Theorien
+ Handlungstheorie
+ Selbstkonzept-Theorie

Interaktionstheorien

+ Austauschtheorien
+ Gerechtigkeitstheorien
+ Rollentheorie
+ Gruppentheorien
+ Theorie sozialer Identität

Um die verschiedenen Selektions- und Sozialisationsprozesse
darzustellen, die das Verhältnis zwischen Mitarbeiter und seiner
Arbeit bestimmen, wird eingegangen auf:

+ Auswahlprozesse seitens des Individuums
+ Sozialisation und Laufbahnentwicklung
+ Auswahlprozesse seitens der Organisation
+ Assessment-Center
+ Beurteilung von Mitarbeitern
+ Personalentwicklung und Training

Die im AC eingesetzten Techniken sind z. B.:

+ Interviews
+ Postkorbübungen
+ führerlose Gruppendiskussionen
+ projektive Tests (Satzergänzungsverfahren)
+ Intelligenztests
+ simulierte Aufgaben.

Personalentwicklung kann sich beziehen auf:

+ Fertigkeitstraining: Erwerb von motorischen Fähigkeiten
+ Wissenstraining: Sprache, Methoden
+ Leistungstraining: Förderung der Leistungsmotivation
+ Persönlichkeitstraining: Verhalten, Selbstsicherheit, Stabilität
+ Führungstraining: Umsetzung gewünschter Führungsstile.

Tendenzen zur Humanisierung der Arbeitswelt,
die mit den Effizienzgrenzen der Arbeitsteilung in Zusammenhang
stehen

+ individualisierte Produktion
+ flexible Spezialisierung
+ Ganzheitlichkeit
+ Funktionenverschmelzung
+ Corporate Social Responsibility

Folgende Faktoren führen zur Demotivation von Mitarbeitern

+ Ungerechtigkeit
+ Bestrafung
+ Unterforderung und Überforderung
+ Fehlende Rückkoppelung
+ Fehlende Informationen
+ Mangelnde Partizipation
+ Externe Kontrolle
+ Erzeugung falscher Erwartungen.

Aspekte, die auf Arbeitszufriedenheit schließen lassen

heißt die:
+ Höhe der Vergütung
+ Art des Führungsstils
+ Aufstiegschancen
+ Interaktionsmöglichkeiten mit Kollegen
+ Anerkennung durch Kollegen und Vorgesetzte
+ Komplexität der Tätigkeit
+ Einflussmöglichkeiten auf das Arbeitstempo und Arbeitsergebnis.

Stressoren im Arbeitsbereich

+ Organisationsbedingter Stress, z. B. bürokratische Strukturen, steile
Hierarchien, unklare Kompetenzen;
+ Aufgabenbedingter Stress, z. B. Aufgabenkomplexität, Über-/Unterforderung,
Zeitdruck;
+ Rollenbedingter Stress, z. B. Rollenkonflikt (Inter-/Intrarollenkonflikt);
+ Ökologisch bedingter Stress, z. B. Crowding, Lärm, Hitze;
+ Sozial bedingter Stress, z. B. Isolation, Gruppendruck, Rivalität, Intrigen,
Meinungsverschiedenheiten;
+ Personenbedingter Stress, z. B. Übermotivierung, Unsicherheit,
Ängste, mangelnder Arbeitsbezug.

Mit folgenden Coping-Strategien wird Stress bewältigt:

+ Konfrontatives Coping: aggressive Anstrengungen, um die Situation
zu ändern;
+ Distanzierung: Versuch, sich von einem Ereignis psychisch zu distanzieren;
+ Selbstkontrolle: Anstrengungen, um die eigenen Gefühle unter Kontrolle
zu halten;
+ Soziale Unterstützung: Aufsuchen von emotionaler Unterstützung;
+ Verantwortungsübernahme: sich als Teil des Problems erkennen;
+ Flucht/Vermeidung: wenn es ernst wird, sich aus dem Staub machen;
+ Geplante Problemlösung: problemfokussierte Situationsänderung;
+ Reframing: positive Umdeutung bzw. Bewertung eines negativen Ereignisses.

Förderung von Gemeinschaftsempfinden oder das
Wir-Gefühl in Gruppen (Kohäsion), indem das Individuum

+ vertrauensbildende Maßnahmen erlebt und erfährt;
+ in die Gruppe integriert wird und bleibt;
+ an der Lösung von Problemen beteiligt wird;
+ seine Werte in die Gruppe einbringen kann und darüber Akzeptanz
erhält;
+ Belohnung für seinen Einsatz von der Gruppe erhält;
+ sein Selbstwertempfinden in der Gruppe von der Gruppe gefördert
wird;
+ an regelmäßigen gemeinsamen Feiern der Gruppe teilnimmt.

leistungsmindernde Wirkung für den einzelnen in der Gruppe

Solziale Verzerrungstendenzen

+ Angst vor Blamage
+ Überaktivierung
+ sozialer Stress
+ Cliquenbildung
+ Verstecken einzelner Personen hinter Gruppenleistung
+ Prestigedenken
+ Einfluss von Vielrednern
+ Rivalität in der Gruppe
+ Koordinationsschwierigkeiten

verschiedene Machtmittel
zur Beeinflussung von Personen eingesetzt:

+ rationale, sachliche Argumentation;
+ freundliches, einschmeichelndes Verhalten;
+ Bestimmtheit, Nachhaken, Durchsetzungsvermögen;
+ Koalitionsbildung;
+ höheres Management einschalten;
+ Sanktionen androhen.

Mikropolitik ist Ausdruck von Machtansprüchen, die zeigen sich z.
B. in:

+ Günstlingswirtschaft
+ Intrigenspiel
+ Grabenkriege
+ Seilschaften
+ Gefälligkeiten
+ Loyalität
+ Beziehungen
+ Kuhhandel
+ Absprachen
+ Mobbing/Bossing.

Die häufigsten Formen des psychischen Konflikts (mit sich selbst):

+ Entscheidungskonflikte
+ Motivkonflikte
+ Entwicklungskonflikte.

Die häufigsten Formen des sozialen Konflikts (mit anderen):

+ Rollenkonflikte
+ Bewertungskonflikte
+ Verteilungskonflikte
+ Kommunikationskonflikte.

Konflikte können geregelt werden durch:

+ Anpassung
+ Zusammenarbeit
+ Kompromiss
+ Vermeidung
+ Machteinsatz.

Konflikte innerhalb einer Gruppe durch Interaktionen
verursacht, die z. B. wahrnehmbar sind als:

+ persönliche Reibereien
+ Intrigenspiel
+ fehlende Motivation der Gruppenmitglieder
+ Verfall der Leistungsergebnisse mit entsprechenden Schuldzuweisungen
+ Abschieben von Verantwortung
+ konfliktauslösender oder inkompetenter Führungsstil
+ Unterschiedliche Behandlung von Gruppenmitgliedern
+ Kampf um informale Führung in der Gruppe
+ sehr unterschiedliche Merkmale der Gruppenmitglieder, z. B. Alter,
Ausbildung, Zielvorstellungen, Status.

Ansätze um Konflikte zwischen Gruppen abzubauen

+ Erhöhung der Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten
+ Rollenumkehrung sowie Rotationsverfahren
+ Aufgabenerfüllung, die eine enge Kooperation miteinander erfordert
+ Suche nach gemeinsamen Zielen
+ gemeinsame Veranstaltungen, z. B. betriebliche Weiterbildung.

Eigenschaften sind  nach Eickenberg für
die Führung hilfreich sind:

+ Ziele formulieren
+ Orientierung geben (inkl. Motivation)
+ Aufgaben delegieren
+ Kommunikation mit Mitarbeitern und Führungskräften
+ Entscheidungen fällen
+ lösungsorientiert in Strukturen und Prozessen denken
+ methodisches Vorgehen
+ flexible Rationalität
+ emotionale Stabilität

Die Führungssituation wird z. B. beeinflusst von der/dem/den

+ Persönlichkeit der Führungsperson
+ situationsspezifischen Aufgabe
+ Organisationsklima
+ Organisationskultur
+ Größe und Homogenität der Arbeitsgruppe
+ Akzeptanz der Führungsperson
+ Erfahrungen der Geführten/Mitarbeiter (Reifegrad)
+ Dringlichkeit und Wichtigkeit der Lösung.

Die Führung wird von strukturellen Zwängen beeinflusst, so dass
die Spielräume der Führungsperson eingeschränkt sind, d. h.:

+ Versachlichung der Vorgesetzten-Mitarbeiter-Beziehung
+ Verrechtlichung rechtlicher Sachverhalte
+ Technisierung betrieblicher Abläufe
+ Standardisierung organisationaler Praktiken
+ Autonomisierung und Verselbständigung der Kontrollbereiche
+ Machtverlagerung.

Kundenzufriedenheit kann z. B. geschaffen werden durch:

+ Persönlichkeit zeigen und für Kunden greifbar machen
+ Kundenerwartungen bestätigen
+ für die Erfüllung der Kundenwünsche verantwortlich zeigen und
schnelle, einfache, nachvollziehbare Lösungen anbieten
+ Orientierung geben und im Dialog bleiben

Vertrauen kann z. B. geschaffen werden durch:

+ Diskretion
+ Erreichbarkeit
+ Beständigkeit
+ Fairness
+ Kommunikation, Selbstoffenbarung

Neuerungen werden dann akzeptiert, wenn:

+ durch sie eine hohe Belohnung mit großer Sicherheit in naher Zukunft
zu erwarten ist, z. B. neuer Dünger;
+ von ihnen ein geringes Risiko ausgeht und sie leicht anzueignen sind,
z. B. zu aktualisierendes Android-Betriebssystem Lollipop 5.0;
+ sie für eine hohe Aufmerksamkeit sorgen, z. B. neues Design eines
Automodells;
+ sie das aktuelle mit Werten, Normen und Lebensstilen bestimmte
Lebensgefühl unterstützen, z. B. Scheidung per Maus-Click in Dänemark;
+ Prominente sie verwenden, z. B. Fußballprofis, die Statussymbole
tragen.

Innovatoren haben z. B. folgende Persönlichkeitsmerkmale:

+ Sie sind offen für neue Erfahrungen.
+ Sie sehen Zusammenhänge auch in Widersprüchlichem.
+ Sie sind flexibel und anpassungsfähig.
+ Sie sind wissbegierig.
+ Sie haben Freude am Risiko.
+ Sie haben eine hedonistische Wertorientierung.

Modische Kleidung signalisiert:

+ Wissen und Kennerschaft, z. B. Schnitt eines Kleides vom Designer
+ Zugehörigkeit, z. B. Trachten, Jagdbekleidung
+ Status/Reichtum, z. B. Einzelstücke von Lagerfeld, Gucci, Armani
+ einen bestimmten Lebensstil (Logo einer Marke), z. B. Ralph Lauren,
Paul Shark, Thommy Hilfiger, Lacoste
+ Erfolg und Erfolgsstreben, z. B. Mode für Topmanagement

Damit Werbung im Gedächtnis bleibt:

+ sind möglichst viele Sinne anzusprechen, d. h. Bilder, Gefühle, Musik
+ haben farbige Bilder stärkere Wirkung als schwarz-weiße Bilder
+ haben Filme stärkere Wirkung als ein Bild (Lebendigkeit)
+ stehen Filmspots in Zusammenhang mit einer Kurzgeschichte
+ sind Überraschungseffekte und die Anregung von Interpretationsspielräume,
Fantasie, erotische Reize hilfreich

Folgende Persönlichkeitseigenschaften fördern das Vertrauen
beim Kunden:

+ Intelligenz
+ Verhandlungsgeschick
+ Fachkenntnisse
+ Fleiß
+ gewissenhaftes Arbeiten
+ lauterer Charakter
+ organisatorische Fähigkeiten
+ administrative Fähigkeiten
+ Zeitbewusstsein
+ Investitionsbereitschaft
+ Aufgabenbewusstsein

+ Visionsfähigkeit
+ Kommunikativ sein
+ extrovertiert sein
+ Selbstbewusstsein
+ Erfolgsorientierung
+ lernfähig sein
+ flexibel sein
+ Affinität zur
Technik

 

Verkaufsphasen

+ Begrüßungs- und Vorstellungs-Phase
+ Aufwärm-Phase
+ Überleitungs-Phase
+ Bedarfsermittlungs-Phase
+ Lösungs-Phase
+ Bedarfsdarstellungs-Phase
+ Einwand-Behandlungs-Phase
+ Unterschrifts-Phase
+ Geschenke-Phase
+ Verabschiedungs-Phase

Mit der Anwendung von sozialen Techniken erhöhen sich die Verkaufschancen,
wenn in den Interaktionsphasen bzw. Verkaufsgesprächsphasen
z. B. Folgendes berücksichtigt wird:

+ vernetzt Verkaufen
+ Fragetechniken anwenden
+ Kundentypen erkennen
+ Körpersprache des Kunden erfassen
+ Kundeneinwände behandeln
+ auf verbalisierte Kaufsignale achten
+ auf nonverbale Kaufsignale achten
+ Kaufreue reduzieren und „Geschenke“ machen

Konsumgewohnheiten entstehen aufgrund:

+ von Versuch und Irrtum
+ zufällig, aber mit nachhaltiger positiver Wirkung
+ gewachsener Überzeugungen
+ von Bequemlichkeit
+ der vorhandenen Kaufkraft
+ Vermeidungsverhalten, Neues auszuprobieren
+ mangelnder Alternativen bzw. fehlender Vergleichsmöglichkeiten
+ Nachahmungsverhalten von Vorbildern

Treue oder Loyalität entsteht durch das Festhalten an einer Marke:

+ aufgrund emotionaler Beziehungen (affektive Bindung)
+ aufgrund von Überzeugungen, die bewusst erfahren werden (kognitive
Bindung)
+ aufgrund der Gewohnheitsbildung (habituelle Bindung)
+ aufgrund der Tatsache, dass Entscheidungsverhalten stets auch
Risikoverhalten bedeutet (risikomeidende Bindung)
+ aufgrund von Sozialisationsprozessen, z. B. Übernahme der elterlichen
Markenwahl (tradierte Bindung)
+ aufgrund der Tatsache, dass relevante Bezugspersonen die Marke
kaufen bzw. verwenden (soziale Bindung)

Folgende Einstellungen führen z. B. zum Konsum:

+ Ich kaufe gerne ein, damit ich mal aus dem Haus komme (Zerstreuung).
+ Ich kaufe gerne ein, um mich aufzuheitern (Selbstbelohnung).
+ Beim Einkaufen treffe ich interessante Leute und Bekannte (Kommunikation,
soziale Aktivität).
+ Ich genieße es, wie man mit mir in besseren Geschäften umgeht (Status
und Autorität).
+ Ich bin stets auf der Suche nach Sonderangeboten (Schnäppchenjäger).
+ Ich handele gerne, um einen günstigen Preis zu erzielen (Vergnügen
am Handeln).

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