Weibliche Reproduktionsorgane

Ovar, Eileiter, Uterus, Vagina

Ovar, Eileiter, Uterus, Vagina


Y. I.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die weiblichen Reproduktionsorgane auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die anatomischen Strukturen wie das Endometrium, Myometrium, Ovar und Eileiter, wobei Begriffe wie Stratum, Epithel, Theca und Follikel zentral sind. Die Karteikarten eignen sich besonders für Medizinstudenten, da sie detaillierte Einblicke in die zyklischen Veränderungen und hormonellen Prozesse der weiblichen Fortpflanzungsorgane bieten.
Flashcards
16
Students
4
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
03.06.2016 / 21.12.2019

Flashcards

? (5)

Ovar

  • Artetischer Tertiärfollikel
  • Corpus luteum: Lockeres BG im Zentrum und zahlreiche, hellblau erscheinende Corpora albicantia (Vernarbungen von vorangegangenen Corpora lutea)
  • Beginn des Mesovars: Herantreten von Blutgefässen an das Ovar

? (6)

Ovar, Primordialfollikel und Primärfollikel

  • Primärfollikel: Besteht aus einer Oozyte mit grossem Runden Kern und einer Lage von iso- bis hochprismatischen Follikelepithelzellen
  • Primordialfollikel: Oozyte mit einschichtigem, flachem Follikelepithel
  • Zellreiches BG: Stroma ovarii mit wirbel- oder fischzugartig angeordneten Fibroblasten und nur wenigen im Präparat blau gefärbten kollagenen Fasern

? (7)

Ovar, Sekundärfollikel

  • Oozyte: Von einer deutlichen Zona pellucida umgeben
    - Kern
    - Nucleus
  • Follikelepithel: Mehrschichtig, ruth auf gut entwickelter Basalmembran (auch Glashaut genannt)
  • Stroma ovarii hat sich differenziert in:
    - Theca interna: Zellreich
    - Theca externa: Faserig
  • Serosaepithel: Mesothel an der Oberfläche des Ovars

Zusatz: Sowohl im Sekundär- als auch im Tertiärfollikel werden die sich vom Stroma herleitenden Zellen der Theca interna durch LH reguliert und sie bilden Androstendion. Die Follikelepithelzellen nehmen nach Stimulation durch FSH das Androstendion auf und wandeln es in Oestrogene um.
Die Reifung von Primär- zum Sekundär- und Tertiärfollikel erfolgt unabhängig von Gonadotropinen.

? (7)

Ovar, Tertiärfollikel

  • Antrum folliculi: Follikelhöhle
  • Cumulus oophorus: Wölbt sich ins Antrum vor
  • Oozyte: Ist von einer breiten Zona pellucida umgeben
  • corona radiata: Aus Follikelepithelzellen
  • Membrana granulosa: Follikelepithelzellen
  • Theca interna 
  • Theca externa

Zusatz: Die Reifung eines Primordialfollikels zu einem Tertiärfollikel dauert mehrere Monate. Im reifen Ovar befinden sich daher stets mehrere Tertiärfollikel (Kohortenfollikel), von denen sich pro Zyklus unter dem Einfluss von FSH ein Exemplar zur Sprungreife weiter entwickelt. Ein sprungreifer Follikel hat einen Durchmesser von ca. 20 mm.

? (6)

Ovar, atretischer Follikel

  • Cumulus und Oophorus zerfallen
  • Follikelhöhle mit Zellschutt im Inneren
  • Follikelepithel: nur noch teilweise erhalten
  • Basalmembran
  • Theca enterna: Verbreitert

Zusatz: Die Theca interna Zellen eines atretischen Tertiärfollikels bilden vermutlich ebenfalls Androgene, die von den Follikelepithelzellen intakter Follikel zu Oestrogenen umgewandelt werden.
Von den zu Beginn der Pubertät vorhandenen 400'000 Primordialfollikel erreichen nur ca. 400 die Ovulationsreife.

? (3)

Ovar, Corpus luteum

  • Grosse polygonale Granulos-Luteinzelen: Grosser Kern, helles Zytoplasma
  • Theka-Luteinzellen: In der Peripherie des Corpus luteum. Aus der Theca interna abstammend. In Gruppen angeordnet und deutlich kleiner als Granulosa-Luteinzellen
  • Arterie

Zusatz: Granulosa-Luteinzellen bilden Gestagene - in erster Linie Progesteron - und Theka-Luteinzellen synthetisieren Androgene. Sie sind durch einen euchromatinreichem Zellkern mit gut entwickelten Nucleolus und zahlreiche Lipidtröpfchen (Hormonproduktion) im Zytoplasma gekennzeichnet. Die Epithelzellen stehen in engem Kontakt mit zahlreichen Kapillaren, deren Endothelzellen teilweise fenestriert sind.
Corpus luteum graviditatis bis zu 2.5 cm gross. Solider Epithelkörper mit zentralem BG-Kern als Rest des Antrum folliculi.

? (2)

Ovar, Corpus albicans

  • Derbes kollagenes BG mit dicht gelagerten kollagenen Fasern, wenige Fibroblasten
  • Stroma ovarii: angrenzend, zellreich, häufig durchsetzt von stark gewundenen Arterien

Zusatz: Das Corpus albicans entsteht aus einem zu Grunde gegangenen Corpus luteum. Es ist wie eine Narbe gebaut.

? (5)

Eileiter

  • Schleimhautfalten: Zart, reich verzweigt, engen die Lichtung zu schmalen Spalten ein und gliedern sich labyrinthartig
  • Tunica muscularis: Unterlage der Schleimhaut mit innerer Ringmuskulatur und äusserer Längsmuskulatur. Zahlreiche Arterien und Venen

? (6)

Eileiter, Schleimhaut

  • Einschichtig hochprismatisches Epithel
    - kinozilientragende Zellen mit deutlichen Flimmerhaaren
    - sezerniernde Zellen
    - Stiftchenzellen: Schlanker Kern
    - Lymphozyten: Aus der Lamina propria ins Epithel eingewandert
  • Lamina propria: Kapillaren und Venulen

Zusatz: In der 1. Zyklushälfte überwiegen die Flimmerzellen; ihre Kinozilien schlagen alle in Richtung auf den Uterus.
Stiftchenzellen sind entweder inaktive Drüsenzellen oder Stammzellen des Epithels.

? (4)

Uterus, späte Proliferationsphase

  • Myometrium
  • Endometrium
    - Stratum basale: Zellreich
    - Stratum functionale: Von schlanken. langgestreckten Drüsenschläuchen durchsetzt

Zusatz: Das Stratum functionale verändert sich im Laufe des Zyklus während das Stratum basale in seinem Aufbau gleich bleibt.

? (2)

Uterus, späte Proliferationsphase, Stratum basale

  • Drüsenschläuche: Zahlreich, verzweigt und von einem einschichtig hochprismatischen Epithel ausgekleidet
  • Lamina propria mit zellreichem BG, setzt sich ohne scharfe Grenze zwischen die Muskulatur des Myometriums fort, sodass eine Verzahnung der beiden Wandschichten resultiert

Zusatz: Desquamationsphase nicht abgestossen und dient der Regeneration der Schleimhaut.

? (4)

Uterus, späte Proliferationsphase, Stratum functionale

  • Stratum functionale: Langgestreckte, schlanke Drüsenschläuche, deren einschichtig hochprismatisches Epithel an den Mündungsstellen in das Oberflächenepithel übergehen
  • Lamina propria: Breitet sich zwischen Drüsenschläuchen aus. Besteht aus lockerem., retikulärem BG mit sternfömig verzweigten Fibroblasten und weiten Interzellulärräumen. Letztere erscheinen wegen der teilweise herausgelösten Grundsubstanz optisch leer

Zusatz: Oberflächenepithelzellen tragen vereinzelt Kinozilien, die in Richtung auf die Portio uteri schlagen

? (6)

Uterus, späte Sekretionsphase

  • Endometrium: Hier 4-8mm hoch (hier nur ein Ausschnitt vorhanden)
    - Stratum basale: sehr schmal
    - Stratum functionale: Macht breiteste Schicht er Schleimhaut aus und lässt sich in ein wegen der weitlumigen Drüsenschläuche aufgelockert erscheinendes Stratum spongiosum und ein lumenwärts gerichtetes Stratum compactum unterteilen
  • Myometrium

? (3)

Uterus, späte Sekretionsphase, Stratum basale

  • Stratum basale: Kleine verzweigte Drüsenschläuche mit einschichtigem iso-bis hochprismatischem Epithel, welche in Lamina propria (retikuläres BG) eingebettet sind.
  • Verzahnung zwischen Endometrium und Myometirium
  • Stratum spongiosum

? (3)

Uterus, späte Sekretionsphase, Stratum spongiosum

  • Drüsenschläuche: stark geschlängelt, weitlumig. Wechselnde Epithelhöhe von einschichtig isoprismatisch bis mehrreihig hochprismatisch (Sägeblattkontur)
  • Sekretreste: In Lumen, homogen angefärbt
  • Lamina propria: Zellreich, von grossen venen und spiralartig verlaufenden Arterien durchsetzt

Zusatz: Die Tatsache, dass die Epithelzellen in diesem Präparat keine retronukleären Vakuolen (= Glykogenspeicher) besitzen, weist darauf hin, dass sich die Schleimhaut in der späten Sekretionsphase, d.h. jenseits des 21. Zyklustages befindet.

? (3)

Uterus, späte Sekretionsphase, Stratum compactum

  • Langgestreckte, von einschichtig iso- bis hochprismatischem Epithel ausgekleidete Drüsenschläuche
  • BG-Zellen: In Lamina Propria zwischen Drüsenschläuchen. Haben sich grösstenteils  zu voluminösen, polygonalen und dicht beieinander liegenden Pseudodeciduazellen umgewandelt
  • Zahlreiche freie Zellen: V.a. Lymphozyten und NK-Zellen in der Lamina propria

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