Weibliche Reproduktionsorgane
Ovar, Eileiter, Uterus, Vagina
Ovar, Eileiter, Uterus, Vagina
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Lernkarten
Ovar, Primordialfollikel und Primärfollikel
- Primärfollikel: Besteht aus einer Oozyte mit grossem Runden Kern und einer Lage von iso- bis hochprismatischen Follikelepithelzellen
- Primordialfollikel: Oozyte mit einschichtigem, flachem Follikelepithel
- Zellreiches BG: Stroma ovarii mit wirbel- oder fischzugartig angeordneten Fibroblasten und nur wenigen im Präparat blau gefärbten kollagenen Fasern
Ovar, Sekundärfollikel
- Oozyte: Von einer deutlichen Zona pellucida umgeben
- Kern
- Nucleus - Follikelepithel: Mehrschichtig, ruth auf gut entwickelter Basalmembran (auch Glashaut genannt)
- Stroma ovarii hat sich differenziert in:
- Theca interna: Zellreich
- Theca externa: Faserig - Serosaepithel: Mesothel an der Oberfläche des Ovars
Zusatz: Sowohl im Sekundär- als auch im Tertiärfollikel werden die sich vom Stroma herleitenden Zellen der Theca interna durch LH reguliert und sie bilden Androstendion. Die Follikelepithelzellen nehmen nach Stimulation durch FSH das Androstendion auf und wandeln es in Oestrogene um.
Die Reifung von Primär- zum Sekundär- und Tertiärfollikel erfolgt unabhängig von Gonadotropinen.
Ovar, Tertiärfollikel
- Antrum folliculi: Follikelhöhle
- Cumulus oophorus: Wölbt sich ins Antrum vor
- Oozyte: Ist von einer breiten Zona pellucida umgeben
- corona radiata: Aus Follikelepithelzellen
- Membrana granulosa: Follikelepithelzellen
- Theca interna
- Theca externa
Zusatz: Die Reifung eines Primordialfollikels zu einem Tertiärfollikel dauert mehrere Monate. Im reifen Ovar befinden sich daher stets mehrere Tertiärfollikel (Kohortenfollikel), von denen sich pro Zyklus unter dem Einfluss von FSH ein Exemplar zur Sprungreife weiter entwickelt. Ein sprungreifer Follikel hat einen Durchmesser von ca. 20 mm.
Ovar, atretischer Follikel
- Cumulus und Oophorus zerfallen
- Follikelhöhle mit Zellschutt im Inneren
- Follikelepithel: nur noch teilweise erhalten
- Basalmembran
- Theca enterna: Verbreitert
Zusatz: Die Theca interna Zellen eines atretischen Tertiärfollikels bilden vermutlich ebenfalls Androgene, die von den Follikelepithelzellen intakter Follikel zu Oestrogenen umgewandelt werden.
Von den zu Beginn der Pubertät vorhandenen 400'000 Primordialfollikel erreichen nur ca. 400 die Ovulationsreife.
Ovar, Corpus luteum
- Grosse polygonale Granulos-Luteinzelen: Grosser Kern, helles Zytoplasma
- Theka-Luteinzellen: In der Peripherie des Corpus luteum. Aus der Theca interna abstammend. In Gruppen angeordnet und deutlich kleiner als Granulosa-Luteinzellen
- Arterie
Zusatz: Granulosa-Luteinzellen bilden Gestagene - in erster Linie Progesteron - und Theka-Luteinzellen synthetisieren Androgene. Sie sind durch einen euchromatinreichem Zellkern mit gut entwickelten Nucleolus und zahlreiche Lipidtröpfchen (Hormonproduktion) im Zytoplasma gekennzeichnet. Die Epithelzellen stehen in engem Kontakt mit zahlreichen Kapillaren, deren Endothelzellen teilweise fenestriert sind.
Corpus luteum graviditatis bis zu 2.5 cm gross. Solider Epithelkörper mit zentralem BG-Kern als Rest des Antrum folliculi.
Ovar, Corpus albicans
- Derbes kollagenes BG mit dicht gelagerten kollagenen Fasern, wenige Fibroblasten
- Stroma ovarii: angrenzend, zellreich, häufig durchsetzt von stark gewundenen Arterien
Zusatz: Das Corpus albicans entsteht aus einem zu Grunde gegangenen Corpus luteum. Es ist wie eine Narbe gebaut.
Eileiter, Schleimhaut
- Einschichtig hochprismatisches Epithel
- kinozilientragende Zellen mit deutlichen Flimmerhaaren
- sezerniernde Zellen
- Stiftchenzellen: Schlanker Kern
- Lymphozyten: Aus der Lamina propria ins Epithel eingewandert - Lamina propria: Kapillaren und Venulen
Zusatz: In der 1. Zyklushälfte überwiegen die Flimmerzellen; ihre Kinozilien schlagen alle in Richtung auf den Uterus.
Stiftchenzellen sind entweder inaktive Drüsenzellen oder Stammzellen des Epithels.
Uterus, späte Proliferationsphase, Stratum basale
- Drüsenschläuche: Zahlreich, verzweigt und von einem einschichtig hochprismatischen Epithel ausgekleidet
- Lamina propria mit zellreichem BG, setzt sich ohne scharfe Grenze zwischen die Muskulatur des Myometriums fort, sodass eine Verzahnung der beiden Wandschichten resultiert
Zusatz: Desquamationsphase nicht abgestossen und dient der Regeneration der Schleimhaut.
Uterus, späte Proliferationsphase, Stratum functionale
- Stratum functionale: Langgestreckte, schlanke Drüsenschläuche, deren einschichtig hochprismatisches Epithel an den Mündungsstellen in das Oberflächenepithel übergehen
- Lamina propria: Breitet sich zwischen Drüsenschläuchen aus. Besteht aus lockerem., retikulärem BG mit sternfömig verzweigten Fibroblasten und weiten Interzellulärräumen. Letztere erscheinen wegen der teilweise herausgelösten Grundsubstanz optisch leer
Zusatz: Oberflächenepithelzellen tragen vereinzelt Kinozilien, die in Richtung auf die Portio uteri schlagen
Uterus, späte Sekretionsphase
- Endometrium: Hier 4-8mm hoch (hier nur ein Ausschnitt vorhanden)
- Stratum basale: sehr schmal
- Stratum functionale: Macht breiteste Schicht er Schleimhaut aus und lässt sich in ein wegen der weitlumigen Drüsenschläuche aufgelockert erscheinendes Stratum spongiosum und ein lumenwärts gerichtetes Stratum compactum unterteilen - Myometrium
Uterus, späte Sekretionsphase, Stratum spongiosum
- Drüsenschläuche: stark geschlängelt, weitlumig. Wechselnde Epithelhöhe von einschichtig isoprismatisch bis mehrreihig hochprismatisch (Sägeblattkontur)
- Sekretreste: In Lumen, homogen angefärbt
- Lamina propria: Zellreich, von grossen venen und spiralartig verlaufenden Arterien durchsetzt
Zusatz: Die Tatsache, dass die Epithelzellen in diesem Präparat keine retronukleären Vakuolen (= Glykogenspeicher) besitzen, weist darauf hin, dass sich die Schleimhaut in der späten Sekretionsphase, d.h. jenseits des 21. Zyklustages befindet.
Uterus, späte Sekretionsphase, Stratum compactum
- Langgestreckte, von einschichtig iso- bis hochprismatischem Epithel ausgekleidete Drüsenschläuche
- BG-Zellen: In Lamina Propria zwischen Drüsenschläuchen. Haben sich grösstenteils zu voluminösen, polygonalen und dicht beieinander liegenden Pseudodeciduazellen umgewandelt
- Zahlreiche freie Zellen: V.a. Lymphozyten und NK-Zellen in der Lamina propria