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Sprache Deutsch
Stufe Grundschule
Erstellt / Aktualisiert 07.03.2016 / 09.03.2016
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Was ist "positive Analyse" und was ist eine "normative Analyse"?

(1) Positive Analyse (2 Punkte)
• reine Erklärung der Welt deskriptiv-beschreibend → Frage: Wie ist die Welt?

(2) Normative Analyse (2 Punkte)
• Wertvorstellungen gehen ein → Frage: Wie sollte die Welt sein?
⇒ präskriptiv-vorschreibend

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a) Zeichnen Sie die Nachfrage- und die Angebotskurve auf dem Markt für Autowäschen, wenn
folgende Daten gelten (5 Punkte):

(max.) Zahlungsbereitschaft für eine Autowäsche (absteigend geordnet)
Käufer 1        Käufer 2     Käufer 3         Käufer 4      Käufer 5
14 €               11 €             8 €                   5 €               2 €

Grenzkosten für eine Wäsche (nur eine Wäsche kann jeweils angeboten werden)
Anbieter 1          Anbieter 2             Anbieter 3             Anbieter 4                  Anbieter 5
2 €                      3 €                          4 €                          5 €                               6 €

b) Was ist das Marktgleichgewicht im obigen Zahlenbeispiel? Nachfrager und Anbieter fragen
nach bzw. bieten an, solange kein Verlust auftritt. (2 Punkte)

c) Erläutern Sie allgemein, was "Konsumentenrente" ist? Ermitteln Sie die Konsumentenrente
im Marktgleichgewicht für das Zahlenbeispiel? (3 Punkte) Erläutern Sie allgemein, was
"Produzentenrente" ist? Ermitteln Sie die Produzentenrente für das Zahlenbeispiel? (3
Punkte) Wie hoch ist die Wohlfahrt im Marktgleichgewicht? (2 Punkte)

d) Um die Konsumenten vor finanzieller Überforderung zu schützen, wird ein Höchstpreis von
3,50 [€/Wäsche] fixiert. Welche Marktteilnehmer kommen jetzt zum Zuge und wie hoch wäre
Seite 5-30 M. Göcke
dann Konsumentenrente, Produzentenrente und Wohlfahrt? Gehen Sie davon aus, dass die
Nachfrager mit höchster Zahlungsbereitschaft beliefert werden. (4 Punkte)

e) Um den Anbietern ein „gerechtes“ Einkommen zu sichern, wird ein Mindestpreis von
12 [€/Wäsche] durch eine Behörde eingeführt. Wer kommt zum Zug und wie hoch ist die
Wohlfahrt? Nur die Anbieter mit den geringsten Kosten produzieren. (4 Punkte)?

zu a) Diagramm mit Koordinatensystem und Beschriftung 1 P
Nachfragekurve 2 P
Angebotskurve 2 P

zu b) MG: 4 Wäschen zu 5 [€/Wäsche] 2 P

zu c) KR: Differenz zwischen Zahlungsbereitschaft und zu zahlendem Preis 1 P
PR: Differenz zwischen erhaltenem Preis und Grenzkosten 1 P
Wohlfahrt: Summe aus KR und PR 1 P
im Zahlenbeispiel:
KR = (14-5) + (11-5) + (8-5) + (5-5) = 9 + 6 + 3 + 0 = 18 € 2 P
PR = (5-2) + (5-3) + (5-4) + (5-5) = 3 + 2 + 1 + 0 = 6 € 2 P
Wohlfahrt = 18 + 6 = 24 € 1 P

zu d) Höchstpreis 3,50 [€/Wäsche]:
nur Anbieter 1 und 2 bieten an ⇒ nur Konsumenten 1 u. 2 werden beliefert 1,5 P
KR = (14-3,5) + (11-3,5) = 10,5 + 7,5 = 18 € 1 P
PR = (3,5-2) + (3,5-3) = 1,5 + 0,5 = 2 € 1 P
Wohlfahrt = 18 + 2 = 20 € 0,5 P

zu e) Mindestpreis 12 [€/Wäsche]:
nur Nachfrager 1 fragt nach ⇒ nur Anbieter 1 liefert 1,5 P
KR = (14-12) = 2 € 1 P
PR = (14-2) = 12 € 1 P
Wohlfahrt = 2 + 12 = 14 € 0,5 P

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Stellen Sie die Vorteile durch Handel bei komparativen Vorteilen dar! Gehen sie von folgendem
Beispiel aus: Bild

Beide können maximal 60 Stunden pro Woche arbeiten.
a) Stellen Sie die Produktionsmöglichkeiten einer Woche von Bauer und Gärtner grafisch
dar! (8 Punkte)

b) Berechnen Sie die jeweiligen Opportunitätskosten der beiden! (4 Punkte)
 

c) Stellen Sie verbal und grafisch dar, wie sich beide durch Handel auf dem Wochenmarkt
besser stellen können, wenn sie 4 Kilo Gemüse gegen 6 Kilogramm Kartoffeln miteinander
tauschen! Gehen Sie für die Grafik vereinfachend davon aus, dass sich beide Handelspartner
jeweils völlig auf die Herstellung desjenigen Gutes spezialisieren, für das sie
komparative Vorteile besitzen. (11 Punkte)

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Bla

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Stellen Sie die Preis-, Mengen- und Wohlfahrts-Effekte einer Besteuerung auf einem Markt
grafisch und verbal dar! Es liegen auf dem betrachteten Markt keine externen Effekte vor.
Gehen Sie vereinfachend von einem konstanten Steuerbetrag z pro Mengeneinheit des
besteuerten Gutes aus. Erläutern Sie mit Hilfe von Flächen im Preis-Mengen-Diagramm die
Wirkung auf Konsumentenrente, Produzentenrente und staatliche Steuereinnahmen, indem Sie
die Situation ohne und mit Steuererhebung miteinander vergleichen! Nutzen Sie hierfür eine
Tabelle der folgenden Art (die Sie bitte in Ihr Klausurheft übertragen).
                                           Ohne Steuer                 Mit Steuer                   Unterschied
Konsumentenrente
Produzentenrente
Steuereinnahmen des Staates
Σ = Gesamtrendite (= "Wohlfahrt")

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bla

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Was ist mit der "Rivalität im Konsum" und was mit dem "Ausschlussprinzip" gemeint? Ordnen
Sie die möglichen Arten von Gütern nach diesen beiden Kriterien und erläutern Sie die vier
verschiedenen Güterarten! Nennen Sie jeweils 1 Beispiel!

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b

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Gehen Sie von einem kleinen Anbieter aus, der den Marktpreis nicht beeinflussen kann, und
diesen daher als gegeben/konstant ansieht ("Mengenanpasser"). Wie wird der Erlös (bzw.
Umsatz) des Anbieters errechnet und wie wird der Gewinn bestimmt? (2 Punkte) Welche Höhe
hat sein Grenzerlös? (2 Punkte) Was ist mit dem Begriff Grenzkosten gemeint? (2 Punkte)
Leiten Sie die Bedingung für das Gewinnmaximum her

Erlös: E = p‾ X (p : Preis; X: Menge) (1 P)
Gewinn: G = E – K (K: Kosten) (1 P)
Grenzerlös (Mengenanpasser): E/X = p‾ = konst. (2 P)
Grenzkosten (= Kostenänderung K pro zusätzlich produzierter Einheit X) (1 P)
GK = K/X [€/ME] (1 P)
Gewinnmaximum: Bedingung G/X = K/X – E/X = 0 (2 P)
⇒ allgemein: K/X = E/X ⇒ für Mengenanpasser: GK = p

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b) Was ist "Mikroökonomik" und was "Makroökonomik"?

Mikroökonomik (Teilgebiet der Volkswirtschaftslehre) (2 P)
beschäftigt sich mit dem Verhalten einzelner "Wirtschaftssubjekte"
(d.h. Haushalte u. Unternehmen) und dem
Zusammentreffen ihrer Aktivitäten auf Märkten.

Makroökonomik (als Teilgebiet der VWL) (2 P)
befasst sich mit dem gesamtwirtschaftlichen Verhalten ganzer Sektoren, d.h. mit
aggregierten Größen (z.B. mit dem Bruttoinlandsprodukt einer Volkswirtschaft, dem
Wirtschaftswachstum, der Inflation, der Arbeitslosenquote, der Zahlungsbilanz etc.)

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Erläutern Sie ausführlich verbal, wie die dezentrale Koordination über Märkte mittels des
Preismechanismus (der sog. "unsichtbare Hand") funktioniert!

Koordination über Märkte: Selbststeuerung auf Basis d. Preismechanismus: (1 P)
• Auf Märkten (für Güter und Faktoren) wirken Unternehmen und Haushalte zusammen
(1 P)


• Sie werden durch Preise u. das Eigeninteresse in ihren Entscheidungen gelenkt (2 P)
⇒ die Preise spiegeln Information über die

• Produktionskosten (der Unternehmer) und

• Wertschätzung (der Nachfrager) wieder und
bringen so (wie eine "unsichtbaren Hand") die eigennützig handelnden Unternehmer dazu,
die gesellschaftlich gewünschten Güter herzustellen und bewegen die Nachfrager dazu, die
durch den eigennützigen Verbrauch entstehenden Kosten zu tragen bzw. zu
berücksichtigen!