Virologie Pflege FH
Grundbegriffe
Grundbegriffe
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Cartes-fiches
Virus
Erreger ohne Zellstruktur und ohne eigenen Stoffwechsel. Einfacher aufgebaut als Bakterien. Werden nach klinischen Kriterien eingeteilt.
Kapsid
komplexe, regelmässige Proteinstruktur bei Viren, die der Verpackung des Virusgenoms dient. Bildet bei unbehüllten Viren die äusserste Struktur und ist damit für die Anheftung und Eindringung in die Wirtszelle verantwortlich.
Nukleokapsid
Das Nukleokapsid ist die aus Proteinhülle (Kapsid) und viraler Nukleinsäure aufgebaute Struktur, die den zentralen Bestandteil eines Virus bildet.
Slow-Virus-Infektionen
Infektionen, bei denen die Erkrankung erst Jahre oder Jahrzehnte nach der Infektion ausbricht
latenter (temperenter) Infektion
verborgene Infektion; zunächst keine schädigende Wirkung auf Wirtszelle erkennbar. Virus kann sich über Generationen vererben und zu einer Reaktivierung führen.
Reaktivierung
Bei Virus, das sich an Tochterzellen vererbt und die Erkrankung später ausbrichgt
Virostatika
Arzneimittel zur kausalen Behandlung von Virusinfektionen
Herpes zoster Definition
(Zoster, Gürtelrose) (lokale) Zweiterkrankung durch das zur Herpes-Familie gehörende Windpockenvirus( Varizella-Zoster-Virus). Betrifft vorwiegend ältere Menschen.
Herpes Zoster Krankheitsentstehung
Nach Windpockenerkranung im Kindesalter verbleiben Viren in den Spinalganglien und bei Abwehrschwäche wandern sie in das sensibel versorgte Hautgebiet, das von der Wirbelsäule gürtelförmig nach vorne bis zur Mittellinie reicht.
Beispiele von Krankheiten, die durch Herpesviren verursacht werden
Herpes sepsis, genitalis, enzephalitis, zoster, simplex ...
schwerwiegemde Herpesinfektionen
Herpes-enzephalitis meist tödlich,
Eintrittspforten von Viren in den Körper mit Beispiel
z.B. Herpes genitalis bei Geburt auf Kind --> Herpes Sepsis, Herpes Zoster durch Windpocken
Aufbau eines Virus
keine Zellstruktur, kein Zellkern, kein Stoffwechsel
In welche Phasen gliedert sich die Vermehrung eines Virus?
haften sich an Rezeptoren, befallen Wirtszelle, schleusen eigene DNA ein, Wirtszelle bildet Viruspartikel- jedoch keine nätigen Proteine für sich, Zelle stirbt, Viren werden frei
diaplazentare Infektionen
=Schädigung am Ungeborenen,z.B. Rötelnembryopathie: Folge Erstinfektion d. Mutter m, Röteln --> Frühschwangerschaft, Blind, taub, Herzfehler, geistige Behinderung
Nebenwirkungen von Virostatika
Leber- und Nierenschäden, Gastrointestenale Blutungen, neurologische Symptome
Herpes simplex
Erstinfektion meist unbemerkt, widerkehrender Bläschenausschlag in Mund- und Genitalregion. lästig, juckend, kontagiös, harmlos.
Auslöser: Fieber, Sonnenstrahlen,
kontagiös
ansteckend
Zytomegalieviren Definition
Einschlusskörperchenkrankheit/ Speicheldrüsenviruskrankheit: bei Gesunden unbemerkt (asymptomatisch), Übertragung durch Tröpfchen- und Schmierinfektion
Zytomegalieviren Symptpme
Grippebeschwerden, Lungen- und Leberentzündung, Darmentzündung, ZNS-Befall, Abstossreaktion bei Organtransplantation, Augenbeteiligung
Gelbfieber
akute, fieberhafte Infektionskrankheit, durch afrikanische/lateinamerikanische Mücke übertragen; Symptome: Ikterus, Nierenschäden, Blutungsneigung, Leberschädgigung --> Schutzimpfung vor Reisen
Verucea vulgares
gewöhnliche Warze, Stachelwarze; harte Pappeln, wachsen allmählich, zunehmende Verkornung, rau und dunkel, teilweise Bluteinlagerungen, Als Mutter- oder Tochterzelle auftretend, vorwiegend Gesicht, Hände, Finger, Fusssohle; Therapie: lokal Therapeutika- keine Narbenbildung
Verrucea planae juveniles
kaum erhabene Papeln, plötzlich in grosser Anzahl, vorallem Kinder und Jugendliche, vorwiegend Gesicht und Hände, heilen innerhalb Monate-Jahre ab, Therapie: Schälmittel
Verrucae plantares
Dornwarze/Plantarwarze/ Sohlenwarze
vorwiegend Fusssohle und Zehenballen
muss entfernt werden
Condylomata acuminata
Feigwarzen, spitze Kondylome
durch Papilloma-Viren--> Geschlechtsverkehr
kleine Pappeln, später Lappen- und furchenbildung
Therapie: Leser, immunstimmulierende lokale Behandlung
Mollusca contagiosa
Dellwarzen,
Virus der Pockengruppe, nach Anritzen fliesst breiartige Substanz, Übertragung via kl. Hautdefekt, Schmierinfektion, Handtücher, Kleider
vorwiegend bei Abwehrschwäche (via HIV)
Therapie: ausdrücken, Pflaster)
Wirkung von Virostatika
bedienen sich menschlicher Enzyme, beeinträchtigen auch gesunde Körperzellen,