Virologie Pflege FH

Grundbegriffe

Grundbegriffe


Manuela Deflorin
Diese Karteikarten bieten einen Überblick über virologische Grundlagen und Krankheiten auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Struktur und Vermehrung von Viren, spezifische Infektionen wie Herpes, Zoster und Gelbfieber, sowie deren Übertragung und Therapie. Die Lernkarten sind besonders nützlich für Pflegekräfte und Medizinstudierende, die sich mit der Diagnose und Behandlung von Virusinfektionen vertraut machen möchten.
Karten
27
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
08.10.2012 / 17.12.2021

Lernkarten

Virus

Erreger ohne Zellstruktur und ohne eigenen Stoffwechsel. Einfacher aufgebaut als Bakterien. Werden nach klinischen Kriterien eingeteilt.

Kapsid

komplexe, regelmässige Proteinstruktur bei Viren, die der Verpackung des Virusgenoms dient. Bildet bei unbehüllten Viren die äusserste Struktur und ist damit für die Anheftung und Eindringung in die Wirtszelle verantwortlich.

Nukleokapsid

Das Nukleokapsid ist die aus Proteinhülle (Kapsid) und viraler Nukleinsäure aufgebaute Struktur, die den zentralen Bestandteil eines Virus bildet.

Slow-Virus-Infektionen

Infektionen, bei denen die Erkrankung erst Jahre oder Jahrzehnte nach der Infektion ausbricht

latenter (temperenter) Infektion

verborgene Infektion; zunächst keine schädigende Wirkung auf Wirtszelle erkennbar. Virus kann sich über Generationen vererben und zu einer Reaktivierung führen.

Reaktivierung

Bei Virus, das sich an Tochterzellen vererbt und die Erkrankung später ausbrichgt

Virostatika

Arzneimittel zur kausalen Behandlung von Virusinfektionen

Herpes zoster Definition

(Zoster, Gürtelrose) (lokale) Zweiterkrankung durch das zur Herpes-Familie gehörende Windpockenvirus( Varizella-Zoster-Virus). Betrifft vorwiegend ältere Menschen.

Herpes Zoster Krankheitsentstehung

Nach Windpockenerkranung im Kindesalter verbleiben Viren in den Spinalganglien und bei Abwehrschwäche wandern sie in das sensibel versorgte Hautgebiet, das von der Wirbelsäule gürtelförmig nach vorne bis zur Mittellinie reicht.

Beispiele von Krankheiten, die durch Herpesviren verursacht werden

Herpes sepsis, genitalis, enzephalitis, zoster, simplex ...

schwerwiegemde Herpesinfektionen

Herpes-enzephalitis meist tödlich,

Eintrittspforten von Viren in den Körper mit Beispiel

z.B. Herpes genitalis bei Geburt auf Kind --> Herpes Sepsis, Herpes Zoster durch Windpocken

Aufbau eines Virus

keine Zellstruktur, kein Zellkern, kein Stoffwechsel

In welche Phasen gliedert sich die Vermehrung eines Virus?

haften sich an Rezeptoren, befallen Wirtszelle, schleusen eigene DNA ein, Wirtszelle bildet Viruspartikel- jedoch keine nätigen Proteine für sich, Zelle stirbt, Viren werden frei

diaplazentare Infektionen

=Schädigung am Ungeborenen,z.B. Rötelnembryopathie: Folge Erstinfektion d. Mutter m, Röteln --> Frühschwangerschaft, Blind, taub, Herzfehler, geistige Behinderung

Nebenwirkungen von Virostatika

Leber- und Nierenschäden, Gastrointestenale Blutungen, neurologische Symptome

Herpes simplex

Erstinfektion meist unbemerkt, widerkehrender Bläschenausschlag in Mund- und Genitalregion. lästig, juckend, kontagiös, harmlos.

Auslöser: Fieber, Sonnenstrahlen,

kontagiös

ansteckend

Zytomegalieviren Definition

Einschlusskörperchenkrankheit/ Speicheldrüsenviruskrankheit: bei Gesunden unbemerkt (asymptomatisch), Übertragung durch Tröpfchen- und Schmierinfektion

Zytomegalieviren Symptpme

Grippebeschwerden, Lungen- und Leberentzündung, Darmentzündung, ZNS-Befall, Abstossreaktion bei Organtransplantation, Augenbeteiligung

Gelbfieber

akute, fieberhafte Infektionskrankheit, durch afrikanische/lateinamerikanische Mücke übertragen; Symptome: Ikterus, Nierenschäden, Blutungsneigung, Leberschädgigung --> Schutzimpfung vor Reisen

Verucea vulgares

gewöhnliche Warze, Stachelwarze; harte Pappeln, wachsen allmählich, zunehmende Verkornung, rau und dunkel, teilweise Bluteinlagerungen, Als Mutter- oder Tochterzelle auftretend, vorwiegend Gesicht, Hände, Finger, Fusssohle; Therapie: lokal Therapeutika- keine Narbenbildung

Verrucea planae juveniles

kaum erhabene Papeln, plötzlich in grosser Anzahl, vorallem Kinder und Jugendliche, vorwiegend Gesicht und Hände, heilen innerhalb Monate-Jahre ab, Therapie: Schälmittel

Verrucae plantares

Dornwarze/Plantarwarze/ Sohlenwarze

vorwiegend Fusssohle und Zehenballen

muss entfernt werden

Condylomata acuminata

Feigwarzen, spitze Kondylome

durch Papilloma-Viren--> Geschlechtsverkehr

kleine Pappeln, später Lappen- und furchenbildung

Therapie: Leser, immunstimmulierende lokale Behandlung

Mollusca contagiosa

Dellwarzen,

Virus der Pockengruppe, nach Anritzen fliesst breiartige Substanz, Übertragung via kl. Hautdefekt, Schmierinfektion, Handtücher, Kleider

vorwiegend bei Abwehrschwäche (via HIV)

Therapie: ausdrücken, Pflaster)

Wirkung von Virostatika

bedienen sich menschlicher Enzyme, beeinträchtigen auch gesunde Körperzellen,

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