Verdauungssystem
Anatomie, Physiologie und Patholgoie
Anatomie, Physiologie und Patholgoie
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Cartes-fiches
Welche Organe gehören zum Verdauungssystem?
- Mundhöhle (Cavitas oris)
- Speiseröhre (Oestophagus)
- Leber (Herpar)
- Magen (Ventriculus)
- Bauchspeicheldrüse (Pancreas)
- Gallenblase (Vesica fellea)
- Dünndarm (Intestinum tenue)
- Zwölffingerdarm (Duodenum)
- Leerdarm (Jejunum)
- Krummdarm (Ileum)
- Aufsteigender Dickdarm (Colon ascendens)
- querer Dickdarm (Colon transversum)
- Absteigender Dickdarm (Colon descendens
- Wurmfortsatz (Appendix vermiformis)
- Blinddarm (Caecum)
- Mastdarm (Rectum)
Wo beginnt und wo endet das Verdauungssystem?
Beginnt in der Mundhöhle (Cavitas Oris) und endet im After (Anus)
Welches sind die Hauptaufgaben des Verdauungssystems?
- Mechanische und chemische Verdauung sowie Resorption von Nährstoffen
- Transport in den Magen –Darm-Trakt
- Entsorgung von festen Abfallstoffen
Welche Aufgaben hat die Zunge?
- Ist die Fingerspitze des Verdauungsorgans: hat ein Geschmack- und Temperatur-Empfinden
- Hilft bei Kau- und Schluckbewegung
Wie ist die Zunge gebaut?
- Ist ein sehr kräftiger Muskel, welcher mit Schleimhaut überzogen ist.
- Die Schleimhaut enthält nebst Geschmacksknospen und Spüldrüsen auch verschiedene Papillen (Pilz-, Blatt-, Faden- und Wallpapillen)
Wie ist die Speichelflüssigkeit zusammengesetzt und welche Funktionen hat diese?
- Wasser: verflüssigt Speisen
- Schleimstoffe (Mucine): macht gleit- und schluckfähig
- Enzyme; Amylase (KH) und Lipase (Fette): verdaut Stärke/ Kohlenhydrate (KH) und Fette
- Bicarbonat (basisch): puffert Magensäure
Gibt es unterschiedliche Speicheldrüsentypen, falls ja welche?
- Serös (dünnflüssig)
- verdünnungs- und Verdauungspeichel
- mukös (dickflüssig)
- Gleitspeichel
- gemischt
Wo verläuft die Speiseröhre (Oesophagus)?
- Beginnt hinter dem Ringknorpel des Kehlkopfdeckel (Larynx). Verläuft hinter der Luftröhre (Trachea) nach unten/ abwärts und dann durch das Zwerchfell in den Bauchraum und dort in den Magen.
- Natürliche Engstellen: Ringknorpelenge, Aortenbogenenge, Hiatusschlinge (Diaphragma-, Zwerchfellenge)
Was liegt vor, hinter und neben der Speiseröhre (Oesophagus)?
- vor: Trachea
- hinter: Wirbelsäule
- neben: Lungen
Welche Organe bezeichnet man als ‚Oberbauchorgane‘?
- Leber (Herpar)
- Magen (Ventriculus)
- Milz (Lien, kein Verdauungsorgan)
- Bauchspeicheldrüse (Pancreas)
- Gallenblase (Vesica fellea)
Wie ist die Magenschleimhaut aufgebaut?
Besteht aus Schleimhautepithel (einreihiges Zylinderepithel)
- Schleimbildende Nebenzellen
- Magenschleim und Bicarbonat (Schutz vor Salzsäure)
- Säurebildende Belegzellen
- Salzsäure und Glykoprotein
- Pepsinogen bildende Hauptzellen
- Salzsäure + Pepsinogen = Pepsin/ spalten Eiweisse
Was sind die Unterschiede zwischen Dünn- und Dickdarm?
Dünndarm:
- Die Schleimhaut besteht aus Ringfalten (Kerckring-Falten). Auf diesen befinden sich Zotten und Krypten. Dadurch wird die Oberfläche vergrössert.
Dickdarm:
- In der Schleimhaut des Dickdarms findet man keine Zotten mehr, sondern besonders tiefe Einstülpungen (Dickdarmkrypten). Zudem hat es im Colon sehr viele Bakterien (z.B. Colibakterien)
Aus welchen Teilen besteht der Dünndarm?
Der Dünndarm (Intestinum tenue) besteht aus drei Teilen:
- Zwölffingerdarm (Duodenum
- Leerdarm (Jejunum)
- Krummdarm (Ileum)
Aus welchen Teilen besteht der Dickdarm?
Teile des Dickdarms (Intestinum crassum) sind:
- Der Grimmdarm (Colon):
- Aufsteigender Dickdarm (Colon ascendens)
- Querer Dickdarm (Colon transversum)
- Absteigender Dickdarm (Colon descendens)
- S-förmiger Dickdarm (Colon sigmoideum)
- Ileozäkalklappe / Bauhin-Klappe (Valva ileocaecalis)
- Blinddarm (Caecum)
- Wurmfortsatz (Appendix vermiformis)
- Mastdarm (Rectum)
Welche Funktionen hat der Dünndarm?
- Hauptort der Verdauung
- Resorption von Nahrungsbestandteilen und Verdauungssäften
- Transportieren des Nahrungsbreis
- Immunabwehr (im Ileum)
Welche Funktionen hat der Dickdarm?
- Rückresorption von Wasser und Elektrolyten
- Eindicken des Darminhalts
- Speicherung des halbfesten Stuhls im Mastdarm
- Langsames Transportieren des Darminhalts
Wie ist die Darmschleimhaut aufgebaut?
- Enorme Oberflächenvergrösserung der Schleimhaut durch hohe, ringförmig verlaufende Falten (Kerckring-Falten), auf diesen Falten befinden sich die Zotten (Ausstülpungen) und Krypten (etwas kürzere Einstülpungen). Zusätzlich tragen die Schleimhautzellen (Enterozyten, Saumzellen) zur Oberflächenvergrösserung bei.
- Im Zentrum der 4 Mio. Zotten findet sich jeweils ein Lymphgefäss (Transport der Darmlymphe).
Was bedeuten Sekretion und Resorption?
- Resorption = Aufnahme von Nahrungsstoffen in den Organismus (Darm-> Blut)
- Sekretion = Abgabe von Flüssigkeit aus dem Körper (Schleim, Schweiss, Verdauungssäfte, Tränenflüssigkeit, Hormone)
- Exkretion = Ausscheiden von Stoffwechselprodukten aus dem Körper (z.B. Harn)
Was bedeutet Diffusion?
ist die rein zufällige Durchmischung von Schwebestoffen, die zum Konzentrationsausgleich der beiden beteiligten Stoffe führt, sofern alle Voraussetzungen hierfür erfüllt sind.
Wozu dient eine semipermeable Membran?
Zur Filtration:
- die Membran hat eine bestimmte Porengrösse, wodurch nur bestimmte Moleküle durch die Membran hindurch können.
Bei der Osmose:
- die Membran ist nur für bestimmte Stoffe durchlässig (Wasserdiffusion)
Von wo bis wo verlaufen die Gallenwege?
Von der Leber (Produktion)-> Ductus hepaticus -> Ductus cysticus -> zu der Gallenblase (Speicherung) -> Ductus cysticus -> Ductus choledochus -> bis zum Dünndarm (Abgabe)
Wo wird die Gallenflüssigkeit gebildet und wo fliesst sie hin?
Wird in der Leber gebildet und fliesst dann zur Speicherung in die Gallenblase und wird für die Fettverdauung in den Dünndarm ausgeschüttet.
Welche Funktionen hat die Galle?
- Dient der Fettverdauung und -resorption
- Ist eine Mischung aus Gallensalzen, Bilirubin, Cholesterin, Lecithin u.a.
Was bedeutet Pfortader oder Pfortadersystem?
- Sammelstelle für venöses Blut der unpaaren Bauchorgane (Magen, Dick- und Dünndarm, Bauchspeicheldrüse sowie Milz)
- Das sauerstoffarme Blut des Pfortadersystem ist nach dem Essen reich an Nährstoffen und Abbauprodukten.
- In den Kapillaren der Leber mischt sich das nährstoffreiche Blut aus der Pfortader mit dem sauerstoffreichen Blut aus der Leberarterie und steht so dem Stoffwechsel der Leberzellen zur Verfügung.
Welche Drüsen enthält das Pankreas?
- Endokine Drüsen -> ins Blut
- Exokrine Drüsen -> in den Darm
Beschreiben Sie die Drüsenfunktionen des Pankreas
In den Darm (exokrin):
- Verdauungsenzyme spalten Eiweisse, Fette und Stärke auf
- Bicarbonat neutralisiert den sauren Mageninhalt (Darm verträgt diesen sonst nicht)
Ins Blut (endokrin):
- Glukagon aus A-Zellen, erhöhen den Blutzucker
- Insulin aus B-Zellen, senken den Blutzucker
- Somatostatin aus D-Zellen, hemmen Glukagon und Insulin
Was versteht man unter Steuerung des Verdauungssystems?
- Neuroendorkines Steuerungssystem (N. Vagus und Magenhormone)
- N. vagus (neuro): Nahrung riechen, sehen, schmecken und sich vorstellen
- Magenhormone (endokrin): Gastrin (wirkt auf den Magen und Salzsäure), Sekretin (wirkt auf Magen, Leber, Pankreas), CKK (wirkt auf Gallenblase), Motilin (beschleunigt die Darmtätigkeit)
Welche Nahrungsbausteine kennen Sie?
- Eiweisse (EW)
- Kohlenhydrate (KH)
- Fette
- O2
- H2O