Lernkarten

Christoph Farmer
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Lernende 12 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 05.08.2014 / 19.04.2021
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Zweck des BImSchG

  • Menschen,Tiere,Pflanzen,Boden,Wasser,Atmosphäre,Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen
  • Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorzubeugen
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Primäre Ziele BImSchG

  • Luftreinhaltung(Ind. Prod.,Verkehr,Kraftwerke,Privathaushalte)
  • Lärmschutz (Verkehr, Baustellen, Sportanlagen etc.)
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Stand der Technik

im Sinne dieses Gesetzes ist der Entwicklungsstand fortschritlicher Verfahren, EInrichtungen oder Betriebsweisen, der die praktische Eignung einer Maßnahme zur Begrenzung von Emissionen in Luft,Wasser und Boden, zur Gewährleistung der Anlagensichherheit, einer umweltverträglichen Abfallentsorgung, oder sonst zur Vermeidung von Auswirkungen auf die Umwelt insgesamt gesichert erscheinen lässt. Bei der Bestimmung des Standes der Technik sind die im Anhang aufgeführten Kriterien zu Berücksichtigen.

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Anhang Stand der Technik

  1. EInsatz abfallarmer Technologien
  2. EInsatz weniger gefährlicher Stoffe
  3. Rückgewinnung und Wiederverwertung
  4. vergleichbare Verfahren die mit Erfolg erprobt wurden
  5. Art,Auswirkungen und Menge der jeweiligen Emission
  6. Zeitpunkt der Inbetriebnahme
  7. Verbrauch an Rohstoffen, Energieeffizienz
  8. Fortschritte in Technologie und Wissenschaft
  9. Information BVT Blätter
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Beste verfügbare Technik (BVT)

BVT Merkblatt zum Informationsaustausch und zur Vermeidung von Umweltverschmutzung beschreibt:

  • angewandte Techniken
  • derzeitige Emissions- und Verbrauchswerte
  • alle Zukunftstechniken
  • Techniken die für Festlegung der BVT und deren Schlussfolgerung berücksichtigt wurden
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 Begriff Genehmigunsbedürftige Anlagen

Errichtung und Betrieb der im Anhang 1 genannten Anlagen bedürfen einer Genehmigung, soweit den Umständen nach zu erwarten ist, dass sie länger als während der zwölf Monate, die auf die Inbetriebnahme folgen, an demselben Ort betrieben werden.

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Entscheidungsfaktoren genehmigunsbedürftiger Anlagen

  • Größe oder Produktdurchsatz
  • Schadstoffaustoß
  • Kapazität
  • Stoffdurchsatz
  • Überschreitung von Schwellenwerten
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Genehmigungsbedüftige Anlagen

Genehmigungspflicht

Betriebserlaubnis: Bei Vorliegen aller Vorraussetzungen besteht seitens des Anlagenbetreibers ein Rechtsanspruch

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Genehmigungsbedüftige Anlagen

Genehmigunsvorraustzungen

  • Pflichten nach §5 und der jeweiligen BImSchV
  • andere Rechtsvorschriften (Bodenschutzrecht, Straßen+Wegerecht)
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Genehmigungsbedüftige Anlagen

Genehmigungsverfahren Ablauf

  1. Antrag
  2. Stellungnahme zuständige Behörde
  3. Öffentliche Bekanntmachungen, Einwendungen
  4. Ausschlussfrist (ausser privatrechtliche Ansprüche)
  5. Erörterungstermin
  6. Vereinfachtes Verfahren für bestimme Anlagen
  7. Eintscheidung: Versagung,Nebenbestimmungen, vorbehaltlos,Einstellung
  8. WIrkung: Gesttatungswirkung, Bestandschutz,Konzentrationswikrung,privatrechtsgestaltende Wirkung
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Genehmigungsbedüftige Anlagen

Grundpflichten des Betreibers

  1. Schutzpflicht(Vermeidung schädlicher Umwelteinwirkungen, Normalbetrieb und Störfälle)
  2. Vorsorgepflicht(integrierte Emissionsvermeidung/-begrenzung,Stand der Technik,Angemessenheit)
  3. Abfallvermeidung/-entsorung(Vermeidung vor Verwertung vor Beseitigung, Entsorung nach BImSchG)
  4. Energieverwendung (Sparsamkeit/Effizienz)
  5. Nachsorge (Nach Einstellung Betriebes: Schutz- und Gefahrenabwehrpflicht,Abfallentsorgungspflicht, Betriebsgeländesicherungspflicht)
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Begriff Störfallverordnung

Verordung die den Schutz von Mensch und Umwelt vor den Folgen von plötzlich auftretenden Störfällen bei technischen Anlagen mit Austritt gefährlicher Stoffe regeln soll.

Setzt Anforderungen an die europ. Seveso-II-RL. in nationales Recht um. DIe Störfallverordnung gilt für alle Betriebsbereiche, in denen gefährliche Stoffe oberhalb einer Mengenschwelle vorhanden sind.

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Grundpflichten StöV

  • allg. Betreiberpflichten
  • Verhinderung von Störfällen
  • Begrenzung von Störfallauswirkungen
  • Anzeigeverpflichtungen (Errichtung,Änderung,Stillegung)
  • Konzept zur Verhinderung von Störfällen
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erweiterte Pflichten lt. StöV

  • Sicherheitsbericht
  • Alarm- und Gefahrenabwehrpläne
  • Informationen über Sicherheitsmaßnahmen
  • Dokumentation
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Struktur StöV

  1. Allg. Vorschriften
  2. Grundpfl.
  3. erweiterte Pfl.
  4. Behördenpfl.
  5. Meldeverfahren und Schlussvorschriften
  6. Anhänge
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Normative Umweltbegriffe

  1. Umweltmedien(Boden,Wasser,Luft)
  2. Umweltfaktoren (Klima, Diversität, Stoffe, Beziehungen)
  3. deren Beziehungen untereinander sowie zum bzw. mit dem Menschen
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Umweltbeinträchtigungen Umweltmedium Luft

Anorganische Gase

Organische Gase

Stäube

Übertragungsmedium für Lärm

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Umweltbeinträchtigungen Umweltmedium Boden

Versiegelung

Einsatz von Düngemittel und Pestiziden

Schadstoffeinträge

Altlasten

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Umweltbeinträchtigungen Umweltmedium Wasser

Temperatur

Schadstoffeinträge

Flutkatastrophen

"Normale Nutzung"

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Was ist Umweltschutz

 

Gesamtheit aller Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung der Umweltbelastungen und -gefahren

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Hauptziele des Umweltschutzes

Beseitigung der bereits eingetretenen Umweltschäden

Ausschlatung oder Minderung aktueller Umweltgefährdungen

Vermeidung künftiger Umweltgefährdungen durch Prävention

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Handlungsebenen des Umweltschutzes

Umweltpolitik

Umweltrecht

Umweltökonomie

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Umweltpolitik

Gesamtheit alle Maßnahmen die notwendig sind, um

- dem Menschen eine Umwelt zu sicher, wie er sie für seine Gesundheit und für ein menschenwürdiges Dasein braucht

- Boden, Luft, Wasser,Pflanzen- und Tierwelt vor nachteiligen Wirkungen menschlicher Eingriffe zu schützen 

- Schäden oder Nachteile aus menschlichen Eingriffen zu beseitigen

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Vorsorgeprinzip

Gebot insbesondere durch vorrauschende Maßnahmen nach dem Stand der Technik Umweltbeeinträchtigungen zu mindern, wenn nicht ganz auszuschließen.

  • zentrales Leitbild
  • Gefahren- und Ressourcenvorsorge
  • Verschlechterungsverbot

 

 

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Verursacherprinzip:

jeder, der die Umwelt belastet oder schädigt, soll für die Kosten aufkommen

  • Probleme der Kostenzurechnung
  • Materielles Zurechnungsprinzip z.B. im Polizei und Deliktsrecht
  • Verursacher/Handlungsstörer, betrifft natürliche oder juristische Personen; Grundlage Polizeigesetz
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Gemeinlastprinzip

  • Kostentragungsgrundsatz
  • Gegenstück zum Verursacherprinzip
    • bei Konkurs, Gefahr im Verzug oder Altlasten

gezielte Kostenübernahme insbesondere im Bereich neuer Technologien oder unter Beachtung sozialstaatlicher Aspekte.

Umsetzung durch staatliche Eigenvornahme oder Subventionierung im weitesten Sinne.

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Gruppenlastprinzip

  • Gruppen denkbarer Verursacher/Pflichtiger
  • Politische Lösung; Fonds- oder Kooperatonsmodelle; Altlastenfonds, Abfallabgabe
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Kooperationsprinzip

  • Verfahrensmäßige Ausgestaltung umweltbezogener Entscheidungsprozesse unter Zusammenarbeit von Staat und Gesellschaft
  • Förderung kontrollierter Eigenverantwortlichkeit
    • betriebinterne Organisationen
    • Beauftragtenbestellung
    • private Organisationen
  • Informales Verwaltungshandeln
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Instrumente im Umweltschutz

Planungsinstrument

unmittelbare/direkte Verhaltenssteurung

indirekte Verhaltenssteuerung

 

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Planungsinstrument

Vorrausschauende und vorsorgende Gestaltung durch Festlegung von Zielen und AUfzeigen von MItteln und Wegen.

Vorraussetzungen:

  • planerische Gestaltungsfreiheit
  • Grenze der Planrechtfertigung:Erforderlichkeit/Geeignetheit
  • Grenze des Abwägungsgebots:
    • Vornahme einer Abwägung
    • Berücksichtigung aller Belange

Bsp: Bauleitplanung,Abfallwirtschaftspläne