Umweltplanung

Kartei zu Umweltplanung, ETHZ

Kartei zu Umweltplanung, ETHZ


D. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Umweltplanung auf Universitätsebene, mit Fokus auf Landschaftsentwicklung, Gewässerschutz und nachhaltige Nutzung. Sie decken Instrumente wie Richtpläne, Revitalisierungsprojekte und Biosphärenreservate ab, sowie die Rolle von Kantonen, Gemeinden und Bund. Besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit Umweltplanung, Naturschutz und nachhaltiger Entwicklung in der Schweiz auseinandersetzen.
Karten
39
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geographie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
19.08.2014 / 21.05.2022

Lernkarten

INVENTAR

Landschaftsinventare des Bundes

- Bundesinventar für Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN)

- Inventar der Schützenswerten Ortsbilder (ISOS)

- Inventar der historischen Verkehrswege (IVS)

INVENTARE

Biotopinventare

- Moore (Hoch-/Flach-), Moorlandschaften

- Auengebiete

- Amphibienlaichgebiete

- Trockenwiesen & -weiden

Objekte BLN

- einzigartige Landschaften

- Naturdenkmäler

- typische Landschaften für die Schweiz

- Charakter

Schritte bei Eingriff in Inventar

1. Vermeidung der Beeinträchtigung

2. Bestmögliche Schonung

3. Wiederherstellung (am Ort des Eingriffs)

4. Angemessener Ersatz (ökologische Gesamtbilanz)

Rechtliche Grundlage Inventare

Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG)

INVENTAR

Wert wieder hergestellt wenn:

- Zustand vor Eingriff

- Lebensraum rechtzeitig zur Verfügung

- Erhalt langfristig gesichert

AGRARPOLITIK 2014 - 2017

Art. 104 BV: Stichworte

- Sichere Versorgung

- Pflege der Kulturlandschaft

- Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen

- Dezentrale Besiedlung des Landes

- naturnahe, umwelt- und tierfreundliche Produktion

 

5 leistungsabhängige Säulen der Agrarpolitik

- Kulturlandschaftsbeiträge

- Versorgungssicherheitsbeiträge

- Biodiversitätsbeiträge

- Landschaftsqualitätsbeiträge

- Produktionssystembeiträge

ökologischer Leistungsnachweis (ÖLN)

- tiergerechte Haltung

- ausgeglichene Düngerbilanz

- geeigneter Bodenschutz

- geregelte Fruchtfolge

- Auswahl und Anwendung Pflanzenschutzmittel

- Biodiversitätsförderflächen

3 Qualitätsstufen Biodiversitätsförderflächen (BFF)

I. heute: ökologische Ausgleichsflächen

II. heute: Flächen nach Ökoqualitätsverordnung (ÖQV)

III. heute: Inventarflächen von nationaler Bedeutung

Allgemeine Anforderungen für Biodiversitätsbeiträge nach Direktzahlungsverordnung (DZV)

- Fläche befindet sich auf "landwirtschaftliche Nutzfläche (LN)"

- keine Düngung

- keine Pflanzenschutzmittel

- kein Mulchen oder Steinbrechmaschinen

- Abtransport des Schnittguts

- Saatmischungen von Agroscope

- Die Ausbreitung von Problempflanzen verhindern

- Flächen mit Nutzungs- und Schutzvereinbarung nach NHG --> veränderte Nutzungsauflagen möglich

- Ausnahmen geregelt

 

LANDSCHAFTSQUALITÄTSBEITRÄGE

Eigenschaften

- freiwillig

- Erhaltung, Förderung und Weiterentwicklung vielfältiger Kulturlandschaften

- regionale Eigenheiten

- regionale Trägerschaft

- Bewilligung durch Bund

LEK: Eigenschaften

- wie nachhaltig nutzen

- ökologische und gestalterische Aufwertung der Landschaft

- ganze Landschaft und alle Nutzungsansprrüche miteinbeziehen

- partitativer Prozess

- freiwillig

- nicht verbindlich

- nicht parzellenscharf

--> Koordinationsinstrument!

Produkte LEK

Leitbilder, Pläne, Berichte

LEK

Projektorganisation

- Trägerschaft

- LEK-Kommission / Begleitgruppe

- Fachperson für Sachbearbeitung und Koordination

- Betroffene / Interessierte

Schweizer Pärkepolitik

- Schöne Landschaften erhalten

- Freie Entwicklung der Natur in Kernzonen

- nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum

- freiwillige demokratische Prozesse

- Qualität durch Wettbewerb

Parkkategorien

- Nationalpark

- Regionaler Naturpark

- Naturerlebnispark

PÄRKE

Generelle Anforderungen

- hohe Natur und Landschaftswerte

  * Vielfalt und Seltenheit von Pflanzen und Tieren

  * Schönheit und Eigenart der Landschaft

  * geringe Beeinträchtigung durch Bauten, Anlagen und Nutzungen

- Umgebungszone: besondere Qualität der Kulturlandschaft, kulturhistorisch bedeutungsvoll

PÄRKE

Langfristige Sicherung

- Parkträgerschaft

- Charta

- Räumliche Sicherung

PÄRKE

3 Funktionen Biospährenreservat Entlebuch

- Schutzfunktion: Bewahrung von Landschaften, Ökosystemfunktionen, Artenvielfalt und genetischer Vielfalt

- Entwicklungsfunktion: Förderung einer wirtschaftlichen und menschlichen Entwicklung, die soziokulturell, ökonomisch und ökologisch nachhaltig ist

- Funktion der logistischen Unterstützung: Demonstrationsprojekte, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Forschung und Umweltbeobachtung 

PÄRKE

3 Zonen Biospährenreservat Entlebuch

- Kernzone: langfristige Schutzziele

- Pflegezone: umgibt Kernzone

- Entwicklungszone: nachhaltiges Ressourcenmanagement

Schritte der Parkentstehung

1. Abkklärung der Machbarkeit 

2. Projektierung (Managementplan, Gesuch um Finanzhilfe)

3. Errichtung (Charta, Gesuch Parklabel)

4. Betrieb

5. Evaluation

Vorteile Pärke

  • Entwicklung gemeinsamer nachhaltiger Zielsetzungen für eine Region

  • Sensibilisierung für Geschichte, Natur und Landschaft sowie Aspekte der Nachhaltigkeit

  • Projekte anschieben und z.T. selbst durchführen

  • Koordination von Aktivitäten

  • Vernetzung von Akteuren

  • Mediation / „Runder Tisch“ bieten 

Nachteile Pärke

  • Pärke haben keine Vollzugskompetenzen

  • Pärke sind nicht Grundeigentümer

  • Pärke sind nicht verantwortlich für Aktivitäten Dritter (z.B. Neu- und Umbauten, Degradation von traditioneller Kulturlandschaft durch Bewirtschaftung). 

Instrumente auf Bundesebene

  • Sachpläne und Konzepte
  • Landschaftskonzept Schweiz (LKS)
  • Inventare
  • Pärke von nationaler Bedeutung
  • Nationales ökologisches Netzwerk (REN, Réseau Ecologique National)
  • Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)
  • Meliorationen / Strukturverbesserungen
  • Enteignung und Entschädigung
  • Agrarpolitik
  • Schutzverordnungen (SVO)

Instrumente auf kantonaler Ebene

  • Kantonaler Richtplan
  • Waldentwicklungsplan (WEP)
  • Landschaftsentwicklungskonzept (LEK)
  • Waldentwicklungskonzept (WEK)
  • Hochwasserschutz
  • Gefahrenkarte
  • Landwirtschaftliche Eignungskarten

Instrumente auf regionaler Ebene

  • Regionaler Richtplan
  • Agglomerationsprogramm
  • Landwirtschaftliche Planung LP
  • Meliorationen / Strukturverbesserungen
  • Landschaftsentwicklungskonzept (LEK)
  • Waldentwicklungskonzept (WEK)
  • Regionaler Entwässerungsplan (REP)
  • Projekte zur regionalen Entwicklung (PRE)

Instrumente auf kommunaler Ebene

  • kommunaler Richtplan
  • (Entwicklungs-) Konzepte
  • Landschaftsentwicklungskonzept (LEK)
  • Waldentwicklungskonzept (WEK)
  • Kommunale Nutzungsplanung
  • Rahmennutzungspläne
  • Zonenpläne
  • Baulinien-, Gestaltungspläne
  • Erschliessungspläne
  • Enteignungspläne
  • Bau- und Zonenordnung
  • Umzonung
  • Landumlegung
  • Meliorationen / Strukturverbesserungen
  • Landwirtschaftliche Planung (LP)
  • Kommunale Entwässerungsplanung

weitere Instrumente

  • Labels
  • Informelle Instrumente
  • Einsprache
  • Marktwirtschaftliche Instrumente
  • Umweltbildung
  • Internationale Instrumente

LANDSCHAFTSKONZEPT SCHWEIZ

Inhalt und Form 

- allgemeine Ziele (verbindlich)

- Sachziele (verbindlich)

- Massnahmen (informativ)

______________________________

- Text (verbindlich und informativ)

- Karte (verbindlich und informativ)

- Erläuterungen (informativ)

LANDSCHAFTSKONZEPT SCHWEIZ

allgemeine Ziele

- Naturwerte

- Kulturwerte

- Haushälterische, aufwertende Nutzung

- schonende, aufwertende Nutzung

LANDSCHAFGSKONZEPT SCHWEIZ

Sachziele

13 Politikbereiche --> verbindliche Massnahmen

- Bundesbauten & -anlagen (ökologische & landschaftliche Aspekte)

- Verkehr (ÖV, Trennwirkung, Öko-Qualitätssicherung)

- Wasserkraft

- Landwirtschaft (ökologische Ausgleichsflächen, Meliorationen 

- Raumplanung 

- Landesverteidigung (Naturwerte, Biotopvernetzung)

REN 

Anwendungsbeispiele

- Verkehr -> Wildtierpassagen

- Landwirtschaft -> ökologischer Ausgleich

- Fliessgewässer -> Revitalisierung

- Trockenwiesen und -weiden -> Böschungen und Hecken

Funktionen Gewässerraum

- Hochwasserschutz

- natürliche Funktionen

- Gewässernutzung

Verpflichtungen für Bund und Kantone durch Gewässerschutzgesetz

- Gewässerraum festlegen

- Revitalisierung

- Beeinträchtigungen Wasserkraftnutzung verhindern (Geschiebehaushalt, Schwall und Sunk, Gewässernutzung)

Vorteile Revitalisierung

- Landschaftsbild

- Hochwasserschutz

- Artenvielfalt

- Erholungsraum

- Lebensräume

Anspruchsgruppen Umsetzungsprogramm GSchG

 

- Gemeinden / Regionen, Hauseigentümer, Banken / Versicherungen

- Fischerei, Umweltverbände

- Infrastruktur

- Wald

- Landwirtschaft

- Kraftwerkbetreiber

 

Gewässerschutzgesetz:

4 Teilprojekte des Gesamtprojekts der AWEL

- Gewässerraum

- Revitalisierung

- Geschiebehaushalt

- Schwall / Sunk und Fischgängigkeit

Orte für Pilotprojekte GSchG

- Dietikon (urban, Federführung Kanton)

- Marthalen (ländlich, Federführung Kanton)

- Turbenthal (ländlich, Federführung Gemeinde)

- Uster (urban, Federführung Kanton)

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