Treppen steigen/ Sitzen / Aufstehen / Seitwärtsbewegungen
Sportbiomechanik ETH
Sportbiomechanik ETH
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Lernkarten
Gehen und treppesteigen vergleich
- Gangphasik
- Schrittfrequenz und Geschwindigkeit
Im Vergleich zum Gehen, sind Schrittfrequenz und Ganggeschwindigkeit tiefer. Die Gangphasik ist vom Muster, sowie der zeitlichen Aufteilung sehr ähnlich wie beim Gehen.
Bodenreaktionskraft:
- Doppelstöckercharakterisik beim treppen auf und absteigen
anterior-posterior / ventral / mediolateral Bodenreaktionskräfte
Wann ist die Belastung am grössten?
Beim Treppen absteigen ist das erste Kraftmaximum der vertikalen Bodenreaktionskraft grösser als das zweite, wobei beim Treppen aufsteigen das zweite Kraftmaximum grösser ist als das erste
Treppen absteigen zeigt normalerweise die höchste vertikale Bodenreaktionskraft.
Bodenreaktionskraft in anterior-posterior bereich sind etwas tiefer als beim Gehen.
Die mediolaterale Bodenreaktionskraft ist beim Treppen absteigen etwas höher als beim Gehen und Treppen aufsteigen
--> Die Belastung is beim Treppen absteigen am grössten.
Gelenkswinkel
- der Hüfte in sagittalebene
- des Knies
- Fussgelenk
Der sagittale Bewegungsumfang der Hüfte ist beim Treppen aufsteigen grösser und beim Treppen absteigen kleiner als beim Gehen
Im Kniegelenk ist das sagittale Bewegungsausmass beim Treppen auf- und absteigen grösser als im Gehen. Beim Treppen aufsteigen haben wir eine grössere Knieflexion als beim Gehen oder Treppen absteigen.
Das Fussgelenk zeigt beim Treppen absteigen mehr Dorsal- sowie auch mehr Plantarflexion während der Standphase. Wobei Treppen absteigen das grösste sagittale Bewegungsausmass im Sprunggelenk fordert. Beim Treppen absteigen erfolgt der Bodenkontakt in einer plantarflektierten Position, bei Treppen aufsteigen in einer dorsalflektierten Position des Fusses
sagittalen Gelenktmomente:
- hüfte
- Knie
- Fussgelenk
sagittalen Hüftmomente, sowie auch die sagittalen Fussgelenksmomente sind beim Treppen auf- sowie absteigen kleiner als beim Gehen.
Die sagittalen Kniemomente wiederum sind beim Treppen aufsteigen während der ersten Hälfte der Standphase grösser als im Gehen. --> zweiten Hälfte der Standphase zeigt bedeutend grössere sagittale Momente als Treppen aufsteigen und Gehen. Problematik bei Kniepatienten!!
Sitzen - In welcher Position hat man die kleineste Druckbelastung der Bandscheiben?
Druckbelastung der Bandscheibe in der zurückgelehnten Sitzposition am kleinsten
dynamisches Sitzen
dynamische Sitzen durch die Belastungsänderungen und somit der Vermeidung von statischen Belastungen auf die Gelenke, Bänder und Sehnen, günstige Auswirkung auf die Gesundheit hat
Erkläre die 2 Aufsteh strategien
momentum transfer strategy (Impuls-Übertragungs-Strategie)” erfolgt das Aufstehen aus einer Posi- tion in welcher der Körperschwerpunkt sich nicht vertikal über der Standfläche der Füsse befindet. --> schwungvolle Bewegung des Oberkörpers wird ein vorwärts Impuls generiert welche dann in die austehbewegung überführt wird.
stabilization strategy (Stabilisierungs-Strategie)” wird der Körperschwerpunkt zuerst über die Standfläche der Füsse gebracht, gefolgt von einem Aufstehen, bei dem der Körperschwerpunkt ver- tikal hoch bewegt wird. Keine vorwärtsschwingung des Oberkörpers.
Patellofemoral Druck beim aufstehen
Patellofemorale Druckkraft abhängig ist vom Flexionswinkel.
Bei grösserer Knieflexion resultiert somit eine grössere Patellofemorale Druckkraft. Entscheidend für die Beanspruchung ist jedoch die Spannung, also die Kraft pro Fläche. Gelenksfläche des Patellofemorlaen Gelenks nimmt mit zunehmender Flexion auch zu --> Belastung nicht proportional zur Flexion, weil ausgeglichen wird mit Gelenksfläche
Aufstehen - Welche Muskeln sind dabei aktiv?
- gluteus maximus
- Biceps femoris
- Semimembranosus
- semitentinosus
Absitzen - Welche Muskeln sind aktiv?
Vasii (medialis, laterials, intermedialis)
recturs femoris
Seitwertsbewegung mit oder ohne Schuhe
- Hebelarm / risiko Supinationstrauma
- was sind die lateralen stabilisatoren?
Hebelarm a der Bodenreaktionskraft wird mit Schuh deutlich grösser, somit ist das Drehmoment im Sprunggelenk grösser und folglich das Risiko für ein Supina- tionstrauma ebenso.
laterale Stabilität wird durch die lateralen Kollateralbänder, sowie die Pronatoren gegeben. Die Muskeln müssen eine voraktivität haben, ansonsten ist die Reaktionszeit zu lang und die Supination muss alleine von den Bändern getragen werden.
Taping - Vorteile
Achilssehnenwinkel (inversion des sprunggelenkes) war mit Tape über den ganzen Verlauf des Trainings kleiner als ohne, zeigte somit klar eine stabilisierende Wirkung des Fussgelenks.
Jedoch nahm in verlauf des Trainings der Achilessehenwinkel zu, dies aufgrund der ermüdung!