Sportbiomechanik ETH


L. H.
Diese Lernkarten behandeln die biomechanischen Aspekte von Alltagsbewegungen wie Treppensteigen, Gehen, Sitzen und Aufstehen auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Belastung der Gelenke, die Bodenreaktionskraft, die Aktivität der Muskeln und die verschiedenen Strategien beim Aufstehen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten, die ein tieferes Verständnis der Mechanik und Physiologie dieser Bewegungen erlangen möchten.
Flashcards
12
Students
3
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
06.12.2015 / 22.09.2021

Flashcards

Gehen und treppesteigen vergleich

- Gangphasik

- Schrittfrequenz und Geschwindigkeit

Im Vergleich zum Gehen, sind Schrittfrequenz und Ganggeschwindigkeit tiefer. Die Gangphasik ist vom Muster, sowie der zeitlichen Aufteilung sehr ähnlich wie beim Gehen. 

Bodenreaktionskraft:

- Doppelstöckercharakterisik beim treppen auf und absteigen

anterior-posterior / ventral / mediolateral Bodenreaktionskräfte

Wann ist die Belastung am grössten?

Beim Treppen absteigen ist das erste Kraftmaximum der vertikalen Bodenreaktionskraft grösser als das zweite, wobei beim Treppen aufsteigen das zweite Kraftmaximum grösser ist als das erste 

Treppen absteigen zeigt normalerweise die höchste vertikale Bodenreaktionskraft. 

Bodenreaktionskraft in anterior-posterior bereich sind etwas tiefer als beim Gehen. 

Die mediolaterale Bodenreaktionskraft ist beim Treppen absteigen etwas höher als beim Gehen und Treppen aufsteigen 

--> Die Belastung is beim Treppen absteigen am grössten. 

Gelenkswinkel

- der Hüfte in sagittalebene

- des Knies

- Fussgelenk

Der sagittale Bewegungsumfang der Hüfte ist beim Treppen aufsteigen grösser und beim Treppen absteigen kleiner als beim Gehen 

Im Kniegelenk ist das sagittale Bewegungsausmass beim Treppen auf- und absteigen grösser als im Gehen. Beim Treppen aufsteigen haben wir eine grössere Knieflexion als beim Gehen oder Treppen absteigen. 

Das Fussgelenk zeigt beim Treppen absteigen mehr Dorsal- sowie auch mehr Plantarflexion während der Standphase. Wobei Treppen absteigen das grösste sagittale Bewegungsausmass im Sprunggelenk fordert. Beim Treppen absteigen erfolgt der Bodenkontakt in einer plantarflektierten Position, bei Treppen aufsteigen in einer dorsalflektierten Position des Fusses 

sagittalen Gelenktmomente:

- hüfte

- Knie

- Fussgelenk

sagittalen Hüftmomente, sowie auch die sagittalen Fussgelenksmomente sind beim Treppen auf- sowie absteigen kleiner als beim Gehen.

Die sagittalen Kniemomente wiederum sind beim Treppen aufsteigen während der ersten Hälfte der Standphase grösser als im Gehen. --> zweiten Hälfte der Standphase zeigt bedeutend grössere sagittale Momente als Treppen aufsteigen und Gehen. Problematik bei Kniepatienten!!

Sitzen - In welcher Position hat man die kleineste Druckbelastung der Bandscheiben?

Druckbelastung der Bandscheibe in der zurückgelehnten Sitzposition am kleinsten 

dynamisches Sitzen

dynamische Sitzen durch die Belastungsänderungen und somit der Vermeidung von statischen Belastungen auf die Gelenke, Bänder und Sehnen, günstige Auswirkung auf die Gesundheit hat 

Erkläre die 2 Aufsteh strategien

momentum transfer strategy (Impuls-Übertragungs-Strategie)” erfolgt das Aufstehen aus einer Posi- tion in welcher der Körperschwerpunkt sich nicht vertikal über der Standfläche der Füsse befindet. --> schwungvolle Bewegung des Oberkörpers wird ein vorwärts Impuls generiert welche dann in die austehbewegung überführt wird.

stabilization strategy (Stabilisierungs-Strategie)” wird der Körperschwerpunkt zuerst über die Standfläche der Füsse gebracht, gefolgt von einem Aufstehen, bei dem der Körperschwerpunkt ver- tikal hoch bewegt wird. Keine vorwärtsschwingung des Oberkörpers. 

Patellofemoral Druck beim aufstehen

Patellofemorale Druckkraft abhängig ist vom Flexionswinkel.

Bei grösserer Knieflexion resultiert somit eine grössere Patellofemorale Druckkraft. Entscheidend für die Beanspruchung ist jedoch die Spannung, also die Kraft pro Fläche. Gelenksfläche des Patellofemorlaen Gelenks nimmt mit zunehmender Flexion auch zu --> Belastung nicht proportional zur Flexion, weil ausgeglichen wird mit Gelenksfläche

Aufstehen - Welche Muskeln sind dabei aktiv?

- gluteus maximus

- Biceps femoris

- Semimembranosus

- semitentinosus

Absitzen - Welche Muskeln sind aktiv?

Vasii (medialis, laterials, intermedialis)

recturs femoris

Seitwertsbewegung mit oder ohne Schuhe

- Hebelarm / risiko Supinationstrauma

- was sind die lateralen stabilisatoren?

Hebelarm a der Bodenreaktionskraft wird mit Schuh deutlich grösser, somit ist das Drehmoment im Sprunggelenk grösser und folglich das Risiko für ein Supina- tionstrauma ebenso. 

laterale Stabilität wird durch die lateralen Kollateralbänder, sowie die Pronatoren gegeben. Die Muskeln müssen eine voraktivität haben, ansonsten ist die Reaktionszeit zu lang und die Supination muss alleine von den Bändern getragen werden. 

Taping - Vorteile

Achilssehnenwinkel (inversion des sprunggelenkes) war mit Tape über den ganzen Verlauf des Trainings kleiner als ohne, zeigte somit klar eine stabilisierende Wirkung des Fussgelenks. 

Jedoch nahm in verlauf des Trainings der Achilessehenwinkel zu, dies aufgrund der ermüdung!

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