Standorte - Wirtschaftsgeo
Wirtschaftsgeo
Wirtschaftsgeo
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Flashcards
Standortfaktoren
Einflussfaktoren, die die Einigung eines Ortes als Standort für ein Unternehmen beschreiben
- naturgegebene Bedingungen
- Arbeitskräftepotenzial
- Abgaben und Steuern
- herrschende Gesetze
- Grundstückpreise
- Transportmöglichkeiten
- Absatzmöglichkeiten
- Agglomerationsvorteile
Standortfaktor: Naturgegebene Bedingungen
Vorkommen von Rohstoffen, natürliche Gegebenheiten
Fluss für AKW, Sonnenhänge für Solar, Wassermenge, Klima
sind die wichtigsten Rohstoffe erhältlich?
Standortfaktor: Arbeitskräftepotenzial
Zahl und Quantität vorhandener Arbeitskräfte
Nähe zu einer Hochshule bsp.
Standortfaktor: Abgaben und Steuern
Steuersätze
besondere Steuervergünstigungen
Standortfaktor: herrschende Gesetze
Vorschriften varieren räumlich
Umweltauflagen, Arbeitsgesetze
Macht E-Länder interessant
Standortfaktor: Grundstückpreise
im städtischen Raum höher als auf dem Land
SWIFT in Diessenhofen
Standortfaktor: Transportmöglichkeiten
Autobahn, Eisenbahn, Schiffe, Flugzeug
Standortfaktor: Absatzmöglichkeiten
Zahl- und Finanzkraft potenzieller Kunden
regionaler Markt möglich (Binnenmarkt)?
Standortfaktor: Agglomerationsvorteile
Nähe von Zulieferer- bzw. weiterverarbeitenden Betrieben
Konzentrationsvorteile: liegt alles nah beieinander?
Cluster: räumliche Konzentration von miteinander verbundenen Unternehmen und Institutionen einer bestimmen Branche (Bsp. Pharma und Basel)
Lokalisationsvorteile
Urbanisationsvorteile (verschiedene Branchen in der Nähe)
Harte und weiche Standortfaktoren
harte Faktoren:
exakt, messbar, quantitativ (mit konkreter Zahl verbunden)
Bsp. Grundstückpreise, Steuern, Transportmöglichkeiten
weiche Faktoren:
schwer messbar, qualitativ
Bsp. politische Stabilität, Image, kulturelles Angebot
Standortwettbewerb
Regionen werben für starke UGs
Agglomerationsvorteile
interne Erspranisse
Erspranisse die innerhalb des Betriebes erreicht wurden
Bsp. sinkende Stückkkosten durch grosse Stückzahlen eines Produktes
externe Ersparnisse
nicht das Ergebnis der inneren Organisation und Produktion
durch äussere Rahmenbedingungen
Bsp. Absatz und Erlös gesteigert, Kosten für Rohstoffbeschaffung verringert
Fühlungsvorteile Lokalisationsvorteile
ergeben sich durch räumliche Anhäufung mehrerer Betriebe derselben Branche
Bsp. Pharma in Basel --> Forschungszentren lassen sich ebenfalls dort nieder, weil die grossen Konzerne dort sind
Vorteile: Zuliefererbetriebe sind vorhanden
Fühlungsvorteile Urbanisationsvorteile
entstehen durch räumliche Konzentration mehrerer Betriebe verschiedener Branchen
meist in der Nähe von Städten
Vorteile: Verkehrsnetz, Serviceleistung, Möglichkeit der Zusammenarbeit
Agglomerationsnachteile
aus Vorteilen werden irgenwann Nachteile, wenn die Agglomeration zu viel wird
Bodenverknappung
Luftverschmutzung
kann nicht gesagt werden, ab wann Vorteile in Nachteile umkippen
Agglomerationseffekte
Agglomerationsvorteile wirken zentralisierend (jeder will dorthin); Agglomerationsnachteile dagegen dezentralisierend wegen hoher Umweltbelastung, hoher Bodenpreise und abwandernden Arbeitskräften
Wirtschaftssektoren
primäre Sektor (Urproduktion)
direkte Nutzung der Ressourcen
Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Bergbau, Fischereiwirtschaft
v. a. Peripherie und E-Länder
sekundäre Sektor (Produktion, Verarbeitung, Veredelung)
Rohstoffverarbeitung v. a. in Global Cities
Industrie, Gewerbe, Bauwirtschaft
tertiäre Sektor (Verkauf, Tausch)
alle DL, erbracht durch Unternehmen, Staat oder öffentliche Einrichtungen
quartäre Sektor (Information, Kommunikation, Wissen)
Schafft und tauscht Informationen und Wissen
jüngster Sektor, ergänzt aufgrund neuer Entwicklungen die drei ursprüngichen
Veränderung der Wirtschaftsstruktur nach Fourastié
das wirtschaftliches Wachstum ist zwangsläufig von einer Verschiebung der Gewichte der einzelnen Sektoren begleitet
(Bsp. CH bestätigt)
je komplizierter und vernetzter eine Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur, desto mehr Personen befassen sich mit Verwaltungs-, Forschungs- und Bildungsaufgaben
Gewichtung der drei Wirtschaftssektoren verändert sich nach Fourastié mit fortschreitender wirtschaftlicher Entwicklung zwangsläufig