Stadtstrukturen
Wirtschaftsgeo
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Lernkarten
Bedürfnisse der Nutzer
geweblicher Nutzer: gute Erreichbarkeit untereinander, der Märkte und Arbeitskräfte
private Wohnungsnehmer: Nähe zu guten Angeboten, Arbeitsplatz, Freunden
öffentliche Einrichtungen: gute Erreichbarkeit für Kunden und Besucher
maximale Standortnutzung
in einer Stadt mit isotropen Flächen ist die max. Standortnutzung im Stadtkern gegeben
isotrope Fläche = hypothetische gleichförmige Ebene ohne Erhebungen, Einschnitte oder sonstige physische Differenzierungen
Erreichbarkeit nimmt mit Entfernung zum Stadtkern ab --> Standortnutzen somit auch
Minoritätengruppen
Minderheitengruppen; Definition durch gemeinsame Merkmale (Rasse, Sprache, Religion Nationalität, sexuelle Orientierung, Lebensstil usw.)
Territorialität
Mittel, um Identität und Gefühl der Zusammengehörigkeit zu ermitteln und aufrecht zu erhalte
"die Anderen" werden pauschal definiert --> man grenz sich selbst ab
Prozess der Territorialität = Kongregation
Kongregation
Wunsch, am selben Ort wie Gleichgesinnte zu wohnen (China Town, Little Italy, usw.)
aus räumlich engen Zusammenwohnen ergeben sich Vorteile für Minoritäten:
- Erhaltung von religiösen und kulturellen Eigenheiten, Wahrung der Kultur
- Verminderung von Konfliktpotenzial
- Gegenseitige Unterstützung (Geschätsbeziehung, soziale Netzwerke)
- Machtbasis wird geschaffen
räumliche Clusterungen der Minoritäten sind nicht immer freiwillig --> Diskriminierung kann Grund für Clusterbildung sein
Segregation
Kongregation + Diskriminierung = Segregation
räumliche Abgrenzung einer bestimmten Teilgruppe innerhalb einer grösseren Bevölkerung
drei Situationen der Erscheinungsformen räumlicher Segregation:
- Enklaven: Tendenzen zu Kongregation und Diskriminierung, massgeblich durch Zusammenhalt und gemeinsame Identität geprägt
- Ghettos: lang existierende Erscheinungen, Ergebnis von Diskriminierung und nicht von Kongregation
- Kolonien: resultieren aus Kongregation, Diskriminierung oder beiden zusammen, jedoch in schwacher Ausprägung
Städte im Vergleich
Europäische Stadt: Altstadt
sozialistische Stadt: Plattenbau
Koloniestadt: Trennung von: koloniale Verwaltung/Handel - Militär - indigene Bevölkerung
Städte in Ländern der Peripherie: Formeller Sektor - Informeller Sektor (mit Hüttensiedlungen)
Aufbau einer islamisch-orientalische Stadt
Moschee: bildet den Mittelpunkt im Stadtkern (Medina)
Sug: Basar rund um die Moschee
Wohnviertel: teils ethnisch und religiös getrennt (segregiert)
Schnellstrasse: Überprägungsfolge der Globalisierung
Stadtmauer: beinhaltet ausserdem Zitadellen (Festungen)
Merkmale einer isamisch-orientalischen Stadt
ähnliche Stadtbilder, Stadtanlage, Gebäudeformen
Suq (Basar), Stadtmauer mit Türmen, Kasbah (Zitadelle), Viertelsbildungen
Abgeschlossenheit: Fenster, Innenhof, Sackgassen usw.
Städte liegen oft in heissen Klimaten: gekrümmte, enge Strassen ermöglichen Höchstmass an Schatten
Veränderungen durch Globalisierung, unkontrolliertes Wachstum usw.
Aufbau einer nordamerikanischen Stadt
Central Business District (CBD): im Kern sind Geschäfte, Büros, öffentliche Einrichtungen, Zentrales Gescäftsviertel einer Stad
Übergangszone (zone in transition): Warenlager, kleinere Fabriken, Spezialgeschäfte, ältere Wohnviertel, Wachstum, Wandel und Niedergang durchdringen sich gegenseitig
Wohngebiete, Vororte (suburbs): unterschiedliche Entstehungszeit sowie unterschiedliche Sozialstruktur und ethnische Zusammensetzung
Edgecities: Autobahnkreuzugen angesiedelte Quartiere, mit Restaurants, Hotels etc.
Merkmale nordamerikaische Stadt
Erreichbarkeit und Flächennutzung insbesondere auf Autos und Lastwagen ausgerichtet
Sozialökologie --> viele soziale und ethnische Viertelsbildungen
Invasion und Sukzession: soziale und ethnische Gruppen in einem Stadtbezirk werden von einem anderen abgelöst --> Bildung von kreisförmig angeordneten Zonen
Gentrifizierung
gentry = niederer Adel
eindringer besser verdienender Haushalte in ältere, zentrumsnahe Arbeiterwohnviertel (Altbauquartiere mit günstigem Wohnraum)
Ergebnis: Aufwertung und Verbesserung dieser Wohnquartiere durch Yuppies (young urban professional) und Dinkies (double income, no kids)
ABER: auch Verdrängung alteingesessener Bewohner
Prozess der Reurbanisierung
"Verneureichung" vs. Modernisierung
Probleme nordamerikanischer Städte
fiskalische Probleme: wachsende Schwierigkeit, ausreichende Steuereinnahmen zu erzielen
Infrastrukturprobleme: ist veraltet und in schlechtem oder gefährlichen Zustand
Armut und Verfall von Stadtvierteln
--> Verlagerung von Industriegebieten, Grosshandels- und Lagerkomplexen sowie Arbeitsplätzen im Einzelhandel an Standorte im suburbanen Raum und Wegzug von Besserverdienenden --> Obdachlosigkeit
Merkmale europäische Stadt
der nordamerikanischen Stadt sehr ähnlich, dennoch einige Unterschiede
Ergebnis jahrhunderlagen Stadtentwicklung
wichtige Elemente:
- komplexe Strassenmuster: enge, unregelmässige Gassen und Strasse
- Plätze: Marktplätze bilden Knotenpunk
- hohe Bebauungsdichte und kompakte Form: zurückzuführen auf Stadtmauer
- niedere Bebauung: fehlender Lift und wegen Dominanz von monumentalen Bauten
- belebte Innenstädte
- stabile Sozialstrukturen: wenig Umzüge, haltbare Baumaterialien
- Wunden des Krieges
- bauliche Symbole: Kathedralen, Köster, Denkmäler, Bibliotheken
- soziale städtische Einrichtungen: öV, Krankenhäuser, soziales oder öffentl. Wohnen
Beispiele Stadtgestaltungen
Schachbrettstrukturen in römischen Städten
Taoismus - Feng Shui (Asien - Globalisierung)
Beaux Arts: Kombination von klassischen Architekturstilen (Bsp. Ringstrasse in Wien)
Modernismus: Stadt als funktionelle Maschine (Bsp. Le Corbusier, Brasilia)
Umgestaltung der Städte in Europa
Symbole von Reichtum, Macht, Stärke (Bsp. Schlossanlagen)
Militär (Bsp. Schanzen)
Geometrische Strassen, Parkanlagen, usw.
Ordnung, Sicherheit, Funktionieren, Machtzentrum (Bsp. Umbau von Paris)