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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 26.12.2014 / 03.04.2016
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Frage 1:
Diskutieren Sie kritisch das Sportverstäsndnis in der Sozialpädagogik.
 

Sozialpädagogik = Jugendsozialarbeit

Ziele
• Eigenverantwortung, Selbständigkeit eines jungen Menschen in der Gesellschaft unterstützen
• Abbau von gesellschaftlichen Benachteiligungen

Sport in der sozialpädagogischen Praxis
• Bewegung Spiel und Sport als wichtiger Inhalt sozialpäda- gogischer Förderung
• Ausgangspunkt: Bewegung als existentielles Grundphänomen des menschlichen Lebens (vgl. Pilz, 2011)
• Systematische Förderung von Sport und Bewegung in der sozialen Arbeit/ Sozialpädagogik
• Zuschreibung positiver Wirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung
• Abhängig von der Qualität der Vermittlung! (vgl. Pilz, 2002; Brettschneider & Kleine, 2002)
• Teilweise Probleme in der Umsetzung: Fachpersonal entweder aus der sozialen Arbeit oder dem Sport(-verein)
• Anliegen der Sozialpädagogik sind keine relevanten Forschungs- und Handlungsfelder der akademischen Sportpädagogik

Sportverständnis in der Sozialpädagogik
• Offenes Verständnis: kulturell geprägtes System von bewegungs- und körperbezogenen Normungen und Formungen (d.h. informelle Sportangebote, Sportszenen, mehrperspektivische
Sporterfahrungen vs. Olympischer Sport)
• soziale Gerechtigkeit und Unterstützung sind Thema (z.B. Sport mit Drogenabhängigen, Sport mit Migranten)
• Sport dient als Kontaktmedium und Instrument!
• Sport als Mittel zum Zweck – Erziehung durch Sport

 

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Frage 2:
Erläutern Sie die Bedeutung verschiedener Erklärungsmodelle des sozialen Lernens im Sport für die Reduktion der Aggressionsbereitschaft Jugendlicher.


1. •    (olympischer) Sport als solcher ist charakterbildend - v.a. Selbstbildung (de Coubertin)

2. •    Soziales Handeln ist gelernt - Lernen am Modell (Bandura, 1979a)

Phase der Aneignung von Verhalten 
- Aufmerksamkeitsprozesse
- Gedächtnisprozesse

Phase der Ausführung des Verhaltens
- Motorische Reproduktion
- Motivations- und Verstärkungsprozesse

•    Modelle: Trainer, Sportidol, Peer

3. Interaktionistische Rollentheorie (z.B. Krappmann, 1991)

1. Rollen-undPerspektivenübernahmefähigkeit
–    sich in die Aufgabe des anderen versetzen können (z.B. Sichern beim Klettern)

2. Empathiefähigkeit
—    Sich in die Empfindung des anderen einfühlen können (z.B. „es hat schon wieder nicht geklappt...“)

3. Ambiguitäts- und Frustrationstoleranz
–    Umgang mit Misserfolgen (z.B. bei einer Niederlage)

Soziales Handeln beruht auf subjektiver Interpretation von Rollen: Sport bietet zahlreiche Gelegenheiten dafür...

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Soziales Lernen: Konsequenzen für den Sport in der Sozialpädagogik

•    positive soziale Erfahrungen als Lernziele der sozialpädagogischen Arbeit mit Sport formulieren und umsetzen

•    nachhaltiger Erwerb von prosozialen Fertigkeiten im Umgang mit Menschen im Sport

•    Persönlichkeitsbildende Funktion – Erziehung durch Sport (Pühse, 2004; Pilz, 2002)

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Anforderungen an bewegungsorientierte Angebote in der Gewaltprävention (Pilz, 2011)

Ausrichtung der Angebote auf die Bedürfnisse der Jugendlichen
•    auch schwierige Jugendliche integrieren
•    geschlechtsspezifische Angebote

Angemessene sportmotorische Anforderungen
•    angstfreies und anregendes Lern- und Spielklima

•    Vernetzung der unterschiedlichen Handlungsformen und Zugangsweisen des Sports und der Sozialarbeit

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Frage 3:
Gibt es Unterschiede/Gemeinsamkeiten zwischen der Erlebniss und der Sportpädagogik?

Sozialpädagogik (Ziele)
• Eigenverantwortung, Selbständigkeit eines jungen Menschen in der Gesellschaft unterstützen
• Abbau von gesellschaftlichen Benachteiligungen

Sportpädagogik
Setzt sich mit Fragen, Problemen, Zusammenhängen von Sport und Erziehung (oder Bewegungskultur und Bildung) befasst. -> Wie soll Sport in der Erziehung sein? Erziehungsziele (normative Sätze) im Sport!!!

Erlebnispädagogik
"Erlebnispädagogik ist eine handlungsorientierte Methode(1) und will durch exemplarische Lernprozesse(3), in denen junge Menschen vor physische, psychische und soziale Herausforderungen(2) gestellt werden, diese in ihrer Persönlichkeitsentwicklung(4) fördern und sie dazu befähigen, ihre Lebenswelt verantwortlich zu gestalten.“

• Verbreitete Methode in der Sozialpädagogik
• z.B. Big Trail – Drogenpatienten in der Wildnis Kanadas

 

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Kernaufgabe der Sozialpädagogik

• professionelle Begleitung und Betreuung von Personen, deren Selbständigkeit eingeschränkt ist und denen eine soziale Ausgrenzung droht

• Tätigkeitsbereich bezieht sich üblicherweise auf stationäre oder ambulante Institutionen (z.B. Wohnheime, Wohnstrukturen, Werkstätte oder bei den Klienten zu Hause)

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Problem Jugendkriminalität (BFS, 2009)

• Verdoppelung der Straftraten gegen Leib und Leben

• Unter Berücksichtigung von Verurteilungs- und Anzeigequote bleibt eine Zuwachsrate von ca. 66% von 1999-2009

• Vermutete Gründe

• Geringe elterliche Kontrolle, problematische Wohnsituation

• Freizeitverhalten, soziale Kontakte von Jugendlichen – Drogenkonsum als Belastungsfaktor

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Begriffe: Aggression, Gewalt und Mobbing

Aggression/ Gewalt: Negative, zielgerichtete Handlungen gegen Sachen und Personen (Bandura, 1979b)

Mobbing: Systematische und wiederholte negative Handlungen

(Alsaker, 2012)