Spitalkunde
Organisation des Gesundheitssystem in der Schweiz
Organisation des Gesundheitssystem in der Schweiz
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Lernkarten
Gesundheitswesen
Gehört zu den Teilen der Schweizer Politik, die darauf abzielen das öffentliche Leben zu gestalten.
Bund erteilt Vorschriften über...
- Umgang mit Lebensmitteln, Heilmittel, Betäubungsmitteln, Organismen, Chemikalien und Gegenständen, die die Gesundheit gefährden können
- Bekämpfung übertragbarer, stark verbreiteter oder bösartiger Krankheiten
- Schutz vor ionisierenden Strahlen (radioaktiv)
Kantonsaufgaben
- Gesundheitspolizei
- Heilmittelwesen
- Vollzug von Bundesrecht
Gemeindeaufgaben
- Sozialfürsorge
- drittes Alter
- Spitex
Ziele der Spitex
Hilfsbedürftige Menschen zu Hause pflegen und betreuen.
Mitgliedschaft bei der Spitex
Spenden oder Mitgliedschaft in einer lokalen Spitexvereinigung
Wer darf Spitex beanspruchen?
Allen Einwohnerm (Alter egal), die wegen Krankheit, Unfall , Behinderung, Altersgebrechen, Mutterschaft oder Ähnliches auf Unterstützung angewiesen sind. --> ob dies notwendig ist, wird abgeklärt
Pflege - / Hilfsumfang Spitex
Fachperson klärt Bedarf ab --> gesetzlich vorgeschriebe
--> kassenpflichtig
Dank der Abklärung wird der Patient nicht unter- oder überversorgt.
Grenzen der Spitex
Pflege und Betreuung zu Hause ist aus fachlichen, menschlichen oder wirtschaftlichen Gründen nicht mehr verantwortbar --> Wechsel in eine stationäre Einrichtung, wenn die Sicherheit nicht gewährleistet ist, Angehörige and Grenzen stossen, Spitex die Hilfeleistung nicht mehr erbringen kann (z.B. fehlende Infrastruktur)
Organisation Spitex
Föderalistisch strukturiert
Finanzierung Spitex
In Rechnung gestellte Tarife für Krankenpflege und Hauswirtschaft sind nicht kostendeckend ⇒ Finanzierung der ungedeckten Kosten durch Kanton / Gemeinde (Subventionen)
Personal der Spitex
- dipl. Pflegefachleute / FAGE
- Hauspflegerinnen
- Pflegeassistentinnen
- Haushelferin etc.
Vorteile der Spitex
- bedarfsgerechte Arbeit
- Miteinbeziehung Angehörige / Soziales Umfeld
- Günstiger als stationäre Angebote
Angebot der Spitex
- Kranken- und Gesundheitspflege
- hauswirtschaftliche Unterstützung sowie soziale Begleitung
- verschiedene weitere Angebote (je nach Spitex-Organisation)
Kerndienstleistungen der Spitex
- Abklärung, Beratung (kassenpflichtig)
- Krankenpflege (kassenpflichtig)
- Beratung in Gesundheitsfragen, Prävention
- Hauswirtschaft (Unterstützung im Haushalt)
Zusatzdienstleistungen der Spitex sind z.B.:
- Kinderspitex
- Hilfsmittelverleih
- Mahlzeitendienst
- Mittagstisch
- Autofahrdienst
- Ferienbett in Alters- / Pflegeheim
- usw.
Schweizerisches Rotes Kreuz: Grundsätze
- Menschlichkeit
- Unparteilichkeit
- Neutralität
Menschlichkeit
- bemüht sich menschliches Leiden zu verhüten und zu verhindern
- bestrebt Leben und Gesundheit zu schützen
- bestrebt der Würde des Menschen Achtung zu verschaffen
- fördert gegenseitiges Verständnis, Freundschaft, Zusammenarbeit und einen dauerhaften Frieden unter allen Völkern
Unparteilichkeit
- unterscheidet nicht nach Nationalität, Rasse, Religion, sozialer Stellung oder politischer Überzeugung
- nur bemüht den Menschen zu helfen und dabei den dringendsten Fällen den Vorrang zu geben
Neutralität
enthält sich der Teilnahme an Feindseligkeiten
Freiwilligkeit
freiwillige und uneigennützige Hilfe ⇒ kein Gewinnstreben
Unabhängigkeit
Unabhängig ► bewahrt Eigenständigkeit ► handelt nach den Grundsätzen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung
Einheit
In jedem Land nur eine einzige Rotkreuzbewegung ► muss allen offenstehen und humanitäre Tätigkeiten im ganzen Gebiet ausüben
Universalität
Weltumfassend ► alle Nationen haben gleiche Rechte und die Pflicht einander zu helfen
H+
Interessengemeinschaft der öffentlichen und privaten Spital und Heilbetriebe ► 390 Spitäler, Kliniken und Institutionen der Langzeitpflege
Aufgaben der H+
- Politische Mitgestaltung des Gesundheitswesen mit Behörden, Verbänden, Institutionen ► versucht höhere Tarife zu erzielen ► mehr Einnahmen
- Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Organisationen
KSD (Koordinierter Sanitätsdienst)
Bietet medizinische Versorgung in ausseordentlichen Situationen und Katastrophenfällen
► Führung = Bundesrat
► Verantwortung = Gesamt-Kantonsregierung
Merkmale KSD
- Zuständigkeitsbereich = öffentliches Gesundheitswesen
- Führung / Leistung je nach Ausmass = Kanton oder Gemeinde
- Zivile Behörden, Kantons-Regierung, Gemeindebehörden
► Spitäler, Ärzte, Ambulanzen, Samariter
► Polizei, Verkehr, Transporte
► Feuerwehr
► Zivilschutz
► Freiwillige und private Vereine
► Betreuung, Seelsorge, Psychologen (Care-Team)
- Armee
- SRK
Sanitätsdienstlicher Fall 1: Normalfall / Alltag
öffentliches Gesundheitswesen funktioniert ohne besondere Massnahmen
Sanitätsdienstlicher Fall 2: Besondere Lage (Grossereignis)
einzelne oder umfassende ausserordentliche Massnahmen durch einen oder mehrere Kantone
z.B. Grossbrand im Kanton LU, Überschwemmung NW / OW
Sanitätsdienstlicher Fall 3
Bund ordnet für einen Landesteil / ganzes Land einzelne oder umfassende ausserordentliche Massnahmen an.
z.B. Erdbeben in CH
Motto KSD
Der richtige Patient soll mit dem geeigneten Rettungsmittel rechtzeitig in die seiner Verletzung entsprechend richtigen Klinik zugeführt werden.
Patienten-Leitsystem (PLS)
Nummerierte, beschriftbare Tasche aus orangem Kunststoff, mit zwei ebenfalls nummerierten Abreisstalons
Zweck PLS
Dient zur Erfassung der Patienten und der lückenlosen Verfolgung des Patientenweges vom Schadenort bis ins Zielspital
Wann kommt das PLS zum Einsatz?
Bei Schadenereignis mit grossem Patientenanfall
► Beschleunigung der Informationsweitergabe
Gesundheitsdirektoren Konferenz (GDK)
Die zuständigen Regierungsräte der 26 Kantone vertreten die Kantonsinteressen gegenüber dem Bund.
► Berät nur ► Entscheidet nicht
GDK nimmt z.B. zu folgenden politischen Aspekten des Gesundheitswesens Stellung
- Spitalfinanzierung
- Koordination der Spitzenmedizin
- Bildungssysteme
SantéSuisse
Dachverband der Schweizer Krankenkassenversicherer
► unterstützt Krankenversicherer
► vertritt deren Interessen
SantéSuisse beeinflusst Gesundheitspolitik bezüglich:
- Leistungskatalog ► beschränken
- Spezialitätenliste (enthält kassenpflichtige Medikamente)
- Tariefe ► niedrig
- Prämien ► herunter setzen
- Spitalfinanzierung
- Qualitätssicherung