Variationen, Minimal Music und Anhaltspunkte für Analyse

Variationen und verschieden Typen & Liedformen Minimal Music, u.a. von Steve Reich, Terry Riley & Arvo Pärt

Variationen und verschieden Typen & Liedformen Minimal Music, u.a. von Steve Reich, Terry Riley & Arvo Pärt


S. G.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen der Musikanalyse für Mittelschüler. Sie behandeln Themen wie die Gliederung von Liedern, verschiedene Arten von Variationen, die Charakteristika der Minimal Music und die Analyse von Strophenliedern. Besonders nützlich sind sie für Schüler, die sich mit den Grundlagen der Musiktheorie und -analyse vertraut machen möchten, um ein tieferes Verständnis für musikalische Strukturen und Techniken zu entwickeln.
Cartes-fiches
29
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Culture générale
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
27.03.2016 / 31.05.2016

Cartes-fiches

Einfaches Strophenlied

  • Melodie & Begleitung sind in jeder Strophe dieselbe
  • dabei erzeugte Gesamtstimmung erstreckt sich über das ganze Lied

Variiertes Strophenlied

  • Melodie & Begleitung ändern sich in bestimmten Strophen
  • Stimmungswechsel haben nur geringen Einfluss auf strophische Anlage (Bsp. Wechsel von Dur nach Moll, Ausschmückung von Strophen, Ergänzung durch neue kleinere Teile)

Durchkomponiertes Strophenlied

  • stehts neue Melodien & Begleitungen
  • Stimmungswechsel im Text beeinflusst musikalische Gestaltung auf Kosten des Strophenaufbaus

Kunstlied

  • Gattung des Liedes
  • aufgrund von Musiknoten interpretiert
  • entwickelt Ende des 16. Jahrhundert

deutsches Kunstlied

  • entwickelte sich in der Musik des 19. Jahrhunderts
  • Hauptvertretern: Franz Schubert, Robert Schumann, Johannes Brahms und Hugo Wolf
  • Schubert: das begleitende Klavier emazipierte sich vom Sänger & schuf einen reicheren Gegenpart zur Melodie -> grosse Werke: Die schöne Müllerin (1823) und Winterreise (1827)

Liedformen

  • am meisten verbreitete muikalische Formen & Strukturschemata
  • Einfachheit & leichte Nachvollziehbarkeit
  • einfach gebaut, regelmässig, symmetrischer Aufbau & in sich geschlossen
  • meist periodisch oder mit Aneinanderreihung

Charakteren eines Kunstliedes

  • Textgrundlage eines Gedichts (Lyrik)
  • ausgebildete Sänger (Anforderung höher als bei Volkslieder)
  • im 19. Jahrhundert: schlichte periodische Gliederung vorausgesetzt

Einteilige Liedform

  • kann auch als Periode interpretiert werden, die zu einem ganze Lied wird
  • Bsp. Du fragsch mi wär i bi, Der Mond ist aufgegangen

Variation Definition

ein universales Realisierungs- und Kompositionsprinzip

Veränderungen bei Variation - folgende Möglichkeiten

  • Tempo
  • Tonart
  • Tongeschlecht
  • Melodie
  • Rhythmus
  • Begleitung
  • Harmonik
  • Klangfarbe

Figuralvariation

  • auch ornamentale Variation genannt
  • das Thema wird umspielt

Polyphone Variation

  • Thema wird als Grundlage für polyphoner Satz
  • bspw. eine Fuge

Ostinato-Variation

  • Thema bleibt als Bassstimme erhalten
  • Bsp. Passacaglia, Chaconne

Cantus-Firmus Variation

  • Thema tritt als Cantus-Firmus auf

Minore Variation

Tongeschlecht wird zu Moll

Majore Variation

Tongeschlecht wird zu Dur

Charakter- Variation

Variation ist weit vom Thema verändert, Charakter des Themas wird verändert

Musikalische Hauptparameter

  • zeitliche Gliederung: Rhythmus
  • zeitliche Gliederung: Tempo
  • zeitliche Gliederung: Form
  • Tonhöhe im Bezug auf Melodie
  • Tonhöhe im Bezug auf Harmonie
  • Klangfarbe
  • Laustärke & Dynamik

Zeitliche Gliederung: Rhythmus

  • rhythmische Struktur
  • Polyrhythmen
  • Ostinante Rhythmen
  • Polyphonie

Zeitliche Gliederung: Tempo

  • stabiles Tempo
  • unterschiedliche Tempi in den verschiedenen Sätzen

Zeitliche Gliederung: Form

  • Themen, Motive, Begleitung
  • Wiederholungen, Ostinato, Loop, Pattern
  • Reihungsform: Liedformen (Strophen & Refrain)
  • Entwicklungsform: motivisch-thematische Arbeit
  • polyphone Formen (Fuge, Invention), Sonate
  • Formteile durch Tonarten gegliedert

Tonhöhe im Bezug auf Melodie

  • Tonart
  • Motiv
  • Thema

Tonhöhe im Bezug auf die Harmonie

  • Tonart & Begleitung
  • akkordisch: homophon
  • Kontrapunktik
  • akkordisch, gebrochene Akkorde

Klangfarbe

  • Art der beteiligten Instrumente
  • Anzahl der Instrumente
  • Solo - Tutti
  • Klangfarbe einer Stimme, Ausdruck

Lautstärke und Dynamik

  • Wo ist ein Werk besonders laut?
  • crescendo - decrescendo

Definition von Minimal Music

aus bekannt als musikalischer Minimalismus, Sammelbegriff für verschiedene Musikstile innerhalb der Neuen Musik, ab den 1960er in den USA

Charakteristika von Minimal Music

  • repetitive Struktur (Aneinanderreihung, ständige Wiederholung kleinster motivischer Zellen (melodisch, rhythmisch oder harmonisch) oder "Pattern"
  • stabile Harmonik & tonale Musiksprache
  • additive und subraktive Prozesse: Hinzufügen & Fortnehmen einzelner Noten der motivischen Zellen verändert Struktur
  • Phasenverschiebungen (phase shifting), Überlagerung, Akzentverschiebung = Klangteppich
  • Kontinuität & Vermeidung von Spannungsaufbau
  • Klangfarbe & -dichte -> nur wenige Veränderungen

Tinntinabuli (Musikstil, Eigenschaften)

  • von Arvo Pärt entwickelter eigener Musikstil
  • bedeutet "Klingen der Glocken"
  • nach einem Ideal der Einfachheit
  • Klingen eines Dreiklangs, dessen Töne das ganze Stück über mittönen
  • Ziel: Reduktion des Klangmaterials auf das absolut Wesentliche
  • technisch ist Komposition von Arvo Pärt nur aus Melodiestimmen & Tintinnabulistimmen in Dur- oder Moll-Dreiklang und beide Stimmen nach strengen Regeln miteinander verknüpft

Minimal Music: serialistisch

alle Parameter werden in einer Reihe nacheinander gespielt, sind wiederkehrend -> das Lied komponiert sich quasi von selbst

Étudier