Sonderinstrumente der Rechnungslegung
Externes Rechnungswesen - Jahresabschluss
Externes Rechnungswesen - Jahresabschluss
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Flashcards
Welche Sonderinstrumente der Rechnungsinstrumente müssen berücksichtigt werden?
- Eigenkapitalspiegel
- Segmentsberichtserstattung
- Kapitalflussrechnung
Was versteht man unter dem Eigenkapitalspiegel?
Darstellung der Zusammenhänge der Eigenkapitalveränderungen innerhalb einer Periode
Welche Unterschiede gibt es bei der Darstellung des Eigenkapitalspiegels zwischen HGB und IFRS?
- HGB
- Pflicht für Kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften, die nicht zur Aufstellung verpflichtet sind (§ 264 Abs 1 S 2 HGB)
- Kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften, die zu einer Aufstellung verpflichtet sind (§ 297 Abs 1 S 1 HGB)
- IFRS
- Eigenkapitalspiegel ist Pflichtbestandteil des IFRS Abschusses (IAS 1.10 iVm IAS 1.106)
Was muss der Eigenkapitalspiegel nach IFRS abbilden?
- Übersicht über Eigenkapitalveränderungen bezogen auf realisierte und unrealisierte Erfolge (Gesamtergebnisrechnung)
- Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Korrekturen grundlegender Fehler
- Transaktionen mit Anteilseignern
Wie wird der Eigenkapitalspiegel anlysiert nach HGB und IFRS?
- HGB: Erkennen sämtlicher Veränderungen des Eigenkapitals
- IFRS: Erkennen der erfolgsneutralen Ergebnisbestandteile
Was bedeutet erfolgsneutral?
Erfolgsunwirksame Buchung, die auf die Gewinn- und Verlustrechnung (Erfolg des Unternehmens) keinen Einfluss hat
Was bedeutet Segementsberichtserstattung?
- Lieferung von Informationen über die wesentlichen Geschäftsfeldereines Unternehmens
Welchen Zweck hat die Segmentsberichtserstattung?
- Verbesserten Einblick in die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Unternehmens
- erhöhte Transparanz
- Einschätzung über Chancen und Risiken der Segmente
Welches Recht bestecht im Konzernabschluss bezüglich der Segmentsberichtserstattung nach HGB und IFRS?
HGB
- Wahlrecht für Konzernabschluss gem. & 297 Abs. 1 S 2 HGB
- Wahlrecht für kapitalmarktorientierte Unternehmen, die nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet sind (§264 Abs 1 S 2)
IFRS
- Pflichtbestandteil für kapitalmarktorientierte Kapitalunternehmen im Einzel- und Konzernabschluss (IFRS 8.2.)
Nach welchen beiden Methoden können Segemente vom Gesamtunternehmen abgegrenzt werden?
- management approach (nach IFRS 8 verpflichtend)
- Abgrenzung zur unternehmensinternen Berichterstattung u. organisatorische Aufteilung eines Unternehmens
- chance and rewards approach
- Abgrenzung zu Chancen und Risiken d.h. Segement stellt in sich einheitliches Risiko- und Chancenklasse dar, die sich von anderen Segementen differenziert
Wie werden Segemente identifiziert?
- nach IFRS 8.5.-10
- Operatives Segement = Teilbereich des Unternehmens, wenn
- Aktivitäten zur Aufwendung und Ertägen führen können
- wenn finanzwirtschaftlichen Informationen verfügbar sind
- Ergebnisse regelmäßig von Hauptentscheidungsträger geprüft werden um Entscheidung über Ressourcenallokationen zu treffen und Leistungen zu bewerten
Welche Segmente sind berichtsfähig?
- operative Segmente werden auf Basis der internen Berichterstattung berichtet
- berichtspflichtig sind Segemente, deren
- Erlöse, Ergebnis und Vermögen betragen 10% an Gesamtsegementen
- Hinzuziehen weiterer berichtsfähiger Segmente, wenn Umsatzerlös unter 75% des Gesamterlös des Unternehmens
- Fortwährende Bedeutung (Segement wird auch zukünftig ein Segement bleiben)
- freiwilliges Zusammenfassen von Segementen mit vergleichbarer langfristiger wirtschaftlicher Entwicklung zur Erreichung der Schwellenwerte
- Reduktion der Anzahl der Berichtssegemente zur Wahung der Verständlichkeit auf max. 10
Welche qualitativen Zusatzangaben können der Segementberichtserstattung nach IFRS hinzugefügt werden?
- Bewertungsgrundlagen für Segementsergebnis, - vermögen und -schulden
- Intersegmentverrechnungspreise
- Überleitungsrechnungen
- Unternehmensübergreifende Informationen
- Externe Umsatzerlöse nach Produktgruppen und Dienstleistungen
- Externe Umsatzerlöse und Investitionen nach geographischen Bereichen
- Umsätze Großkunden (>= 10%)
Welche qualitativen Zusatzangeben können der Segementberichtserstattung beigefügt werden?
- Quellen aus nicht berichtspflichtigen Segementen
- Allgemeine Informationen zur Segmentagbgrenzung sowie den Arten von Produkten und Dienstleistungen
Wie analysiert man die Segmentsberichtserstattung?
- Rentabilität der verschiedenen Segmente
- Quersubventionierung verschiedener Segmente
- Zusammensetzung des Gesamtergebnisses
- Risiken des Gesamtunternehmens
- Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit
- Abhängigkeit von Großkunden
Was bedeutet eine Kapitalflussrechnung?
Darstellung der Zahlungsströme in einer Periode
Wie verplfichtend ist eine Kapitalflussrechnung?
Verpflichtend laut HGB für
- kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften die nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet sind (§264 Abs. 1 Satz 2 HGB)
- Unternehmen die zu einem Konzernabschluss verplfichtet sind (§297 Abs 1 S 2 HGB)
Verpflichtend für IFRS-Abschluss gem. IAS 1.8
Wie verplfichtend ist eine Kapitalflussrechnung?
Verpflichtend laut HGB für
- kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften die nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet sind (§264 Abs. 1 Satz 2 HGB)
- Unternehmen die zu einem Konzernabschluss verplfichtet sind (§297 Abs 1 S 2 HGB)
Verpflichtend für IFRS-Abschluss gem. IAS 1.8
Was sind die Zwecke einer Kapitalflussrechnung?
- Abbildung der Zahlungsströme des Unternehmens
- erwirtschafteten Finanzmittel aus der laufenden Geschäftstätigkeit
- zahlungswirksame Investitions- und Desinvestitionsmaßnahmen
- zahlungswirksame Finanzierungsmaßnahmen
- Beurteilung von Liquidität und Solvenz des Unternehmens
- Beurteilung der Fähigkeit des Unternehmens zukünftig Zahlungsüberschüsse zu generieren
- Bewertung des Unternehmens
- Beurteilung der Ertragskraft des Unternehmens
Welche Methoden der Kapitalflussrechnung gibt es?
- orginäre Methode aus der Buchführung
- Derivativ aus anderen Rechnungen
- Jahresabschluss
- Konzernabschluss
- Kapitalflussrechnung der einzelnen Konzernunternehmen
Welche Bestandteile hat eine Kapitalflussrechnung?
- Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (direkte oder indirekte Methode)
- Cashflow aus Investitionstätigkeit (direkte Methode)
- Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (dirkekte Methode)
Worin unterscheiden sich die indirekte Methode und die direkte Methode bei der Ausweisung der Cashflows?
- indirekte Methode: Periodenergebnis wird korrigiert um
- zahlungsunwirksame Bestandteile
- zahlungswirksame Posten des Nettoumlaufvermögens sowie
- zahlungsunwirksame Posten des Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit
- direkte Methode: Einzahlungen und Auszahlungen werden direkt ermittelt und unsaldiert angegeben
Wie sieht das Schema zur Berrechnung der direkten Darstellung des Cash Flows aus laufender Geschäftstätigkeit aus?
- Einzahlungen von Kunden für den Verkauf von Erzeugnissen, Waren und Dienstleistungen
- - Auszahlungen an Lieferanten und Beschäftigte
- + Sonstige Einzahlungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstäti8gkeit zuzuordnen sind
- - Sonstige Auszahlungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
- = Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
Wie sieht das Schema zur Berechnung der indirekten Darstellung des Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit aus?
- Periodenergebnis
- +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens
- +/- Zunahme und Abnahme der Rückstellungen
- -/+ Erhöhung der Steuerforderungen/Steurschulden (inkl. latenter Steuern)
- +/- Sonstige Zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge
- -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus LuL sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
- +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions-. und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
- -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Analgevermögens
- -/+ Wechselkursbedingte Gewinne/Verluste
- = Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
Wie sieht ein Schema zur Berechnung der direkten Darstellung des Cash Flow aus Investitionstätigkeit aus ?
- Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
- - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen
- + Einzahlungen aus Abgangen von Gegenständen des immateriellen AV
- - Auszahlungen für Investitionen in das immateriellen AV
- +Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanalgevermögens
- - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanalgevermögen
- + Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten
- - Auszahlungen aus dem Erwerb von konsilidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten
- + Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition
- - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition
- = Cash Flow aus Investitionstätigkeit
Wie sieht ein Schema zur Berrechnung der direkten Darstellung des Cash Flows aus Finanztätigkeit aus?
- Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhung, Verkauf eigener Anteile)
- - Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (Dividenden, Erwerb eigender Anteile, Eigenkapitalrückzahlungen, andere Ausschüttungen)
- + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten
- - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten
- = Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
Wie sieht das Schema zur Berrechnung einer Kapitalflussrechnung der Überleitungsrechnung zum Finanzmittelbestand am Ende der Periode aus?
- +/- Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
- +/- Cash Flow aus Investitionstätigkeit
- +/- Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
- +/- Wechselkurs-, Konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds
- + Finanmittelfonds am Anfang der Periode
- = Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Wie analysiert man die Kapitalflussrechnung?
- Erklärung der Veränderung der liquiden Mittel
- Innen- und Außenfinanzierung des Unternehmens
- nur zahlungswirksame Vorgänge d.h. keine zahlungsunwirksamen Investitions- und Finanzierungsvorschläge
- Entwicklung des Wertes des Unternehmens
- Entwicklung des Free-Cash Flows (frei verfügbarer Cashflow)
- Free CashFlow = Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit + Cash flow aus Investitionstätigkeit