Sinnesorgane MGL161
Ausbildung NHP
Ausbildung NHP
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Cartes-fiches
Begriffe Rezeptor und adäquater Reiz definieren, objektive und subjektive Sinnesphysiologie
Rezeptor:
Empfängereinheit, Wahrnehmungsteil, Sensor eines Sinnesorgans
Adäquater Reiz:
- passender Reiz für Rezeptor (Auge-Licht, Ohr-Schallwellen)
- subjektive Sinnesphysiologie: z.B. Vexierbild der Hasenente, Die Vorgänge der Signalverarbeitung nennt man Wahrnehmung
- objektive Sinnesphysiologie: objektiv beobachtbare und analysierbare Leistungen von Sinnesorganen
Sinnesqualitäten und dazugehöriges Organ
- Licht- Auge
- Schall- Ohr
- Gleichgewicht- Ohr
- Geschamck- Zunge
- Geruch- Nase
- Tastsinn und Temperatur- Sinneszellen der Haut
- Schmerz- freie Nervenenden (Nozirezeptoren) in der Haut
- Tiefensensibilität- Sensoren in Muskeln, Gelenken und der Haut
Schutzeinrichtungen des Auges und ihre Funktion
- Augenlider
- schützen gegen übermässogen Lichteinfall und Verschmutzung
- Tränenapparat
- gewährleistet ständige Anfeuchtung, schützt vor Austrocknung
- Augenbindehaut
- Gleitschicht
- Wimpern
- Schutz vor Staub und anderen Fremdkörpern
- Hornhaut
- mechanischer Schutz durch den N. trigeminus
- Schutzreflex Schmerzen, Tränenfluss, krampfhafter Lidschluss
Aufbau und Funktion Tränenapparat
- Aufbau:
- Tränendrüse
- Tränenkanälchen
- Tränensack
- Tränennasengang
- Funktion
- mechanische Reinigung des Auges (desinfizierend, bakterizid)
Iris und Pupille
- Iris reguliert die Weite der Pupille (Sehloch)
- je nach Stärke des Lichteinfalls verengt oder weitet sie sich
- durch Kontraktion des Irismuskels (M.sphincter pupillae)
Linse und ihre Regulation mittels des Zilliarmuskels
- die Linse ist mit den Zonulafasern am Ziliarkörper (mit Ziliarmuskel) aufgehängt und stellt sich bei betrachten eines Gegenstandes scharf
- den Vorgang der Nah- bzw. Ferneinstellung nennt man Akkommodation
Sehvorgang
- Lichtstrahlen üssen bgebrochen werden, brechende Medien:
- Hornhaut
- Kammerwasser
- Linse
- Glaskörper
- ⇒ scharfes Bild auf Retina (Netzhaut)
- Sehnerv N. opticus Richtung Hirn ⇒ Sehbahnen
- ⇒primäre Sehrinde Hinterhauptlappen
Kurzsichtig- und Weitsichtigkeit
Kurzsichtigkeit: zu langer Augapfel - Therapie: Streulinse
Weitsichtigkeit: zu kurzer Augapfel - Therapie: Sammellinse
Visus (Sehschärfe)
- Fähigkeit des Auges, 2 Objektpunkte getrennt wahrzunehmen
- kann über Sehschärfentafel ermittelt werden
Funktion der Ohrmuschel
- elastischer Knorpel
- Aufnahme und Weiterleiten der Schallwellen in Richtung Trommelfell
Funktion des äusseren Gehörgangs
- bildet Cerumen (Ohrschmalz)
- dient dem Schutz des Gehörgangs
- Leitung Schall bis Trommelfell
Funktion des Trommelfells
- schliesst den äusseren Gehörgang gegen die Paukenhöhle des Mittelohrs ab
- Schwingung des Trommelfells wird auf das Innenohr übertragen
Funktion des Mittelohrs und der Tuba auditiva
- Schwingungen des Trommelfells (Schall) werden über die Gehörknöchelchenkette (Hammer, Amboss und Steigbügel) im ovalen Fenster in die Hörschnecke des Innenohrs übertragen
- mündet zudem in Tuba auditiva (Ohrtrompete, Eustach`sche Röhre), Verbindung zum oberen Rachenbereich,dient dem Druckausgleich
Physiologie des Hörvorgangs
- Schall der über das Trommelfell und die Gehörknöchelchen auf die Flüssigkeit in der Gehörschnecke übertagen wird bringt Basilarmembran zum Schwingen
- bei hohen Frequenzen breite Teil des Schneckenbasis
- bei tieferen Frequenzen weiter in Richtung Schneckenspitze
- Frequenz wird auf Haarzelle überragen
- diese sendet elektrische Aktionspotebziale ans Gehirn
- je grösser der Ausschalg der Basilarmembran, d,h. je lauter, umso mehr Aktionspotenziale werden gesendet
Geschmacksqualitäten der Zunge
- süss, salzig, sauer, bitter, Umami
Das Geruchsorgan
- Riechepithel mit Riechzellen im Nasendach
- über Riechnerv (N. olfactorius) ins Riechzentrum des Gehirns
Sinnesmodalitäten der Haut
- Temperatur- Tast- und Schmerzsinn
Definition Schmerz
- ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühllserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebeschädigung verknüpft ist
Definition Propriozeption (Tiefensensibilität)
- Wahrnehmung der Stellung und Bewegung des eigenen Körpers
Erkläre grob das Prinzip der Reiztransduktion (Signaltransduktion)
1. Es muss ein Rezeptor (Sensor, Empfänger) vorhanden sein, der eine bestimmte Reizqualität aufnehmen kann.
2. Die Rezeptoren reagieren auf adäquate (passende) Reize. So reagieren z. B. die Photorezeptoren des Auges nur auf Licht im Wellenbereich von 380-780 nm.
3. Der Reiz muss eine genügend starke Reizintensität erreichen, um die Sinneszelle zu stimulieren. Jede Sinneszelle besitzt ein bestimmtes Ruhepotential.
Erkläre die Hornhaut!
Cornea
durch die stärkere Krümmung die Hornhaut eine hat eine stärkere Brechkraft als die Linse oder den Glaskörper
hochsensible optische Struktur, ist mit zahlreichen Schutzmechanismen ausgestattet
die Cornea wird sensibel über den N. trigeminus (5. Hirnnerv) innerviert
Definiere die Begriffe Lichtbrechung, Akkomadation und Dioptrie.
Lichtbrechung: Damit das Bild scharf auf der Netzhaut abgebildet werden kann muss das Licht durch gebrochen werden.
Akkommodation: Unter Akkommodation versteht man die funktionelle Nah- und Ferneinstellung des Auges durch Veränderung der Linsenkrümmung.
Dioptrie: Das Mass der Brechkraft eines optischen Systems wird in Dioptrien (dpt) angegeben.
Beschreibe die Lage der Riechfelder
Die Geruchsrezeptoren liegen im Riechepithel im Nasendach.
Nenne die Rezeptortypen des Tastsinns in der Haut und nenne die vermittelten Sinnesmodalitäten.
Merkel'sche Scheiben: Verformung der Haut
Meissner'sche Tastkörperchen: Verformung der Haut
Vater-Paccini'sche Tastkörperchen: Druck- und Vibrationsreize und spielen als Gelenksensoren
freie Nervenendungen: Temperatur- und Schmerzsensoren. Diese Nervenendigungen liegen zum Teil frei in der Haut oder sie bilden Nervengeflechte um Haarwurzeln. So dienen sie als Berührungsrezeptoren der behaarten Haut.
Nenne die Qualitäten der Tiefensebibiliät!
Stellungssinn: auch bei geschlossenen Augen ist der Mensch über die Stellung seiner Gelenke informiert.
Bewegungssinn: die Gelenksensoren messen nicht nur die Gelenkposition sonder auch die Positionsveränderung eines Gelenkes.
Kraftsinn: Über den Kraftsinn nimmt das Gehirn das Ausmass an Muskelkraft wahr, das der Körper aufwenden muss, um eine Bewegung durchzuführen oder eine Gelenkstellung zu halten.
Beschreibe die Schmerzempfindung bezüglich Entstehung und Charakteristika.
Es kann grob unterschieden werden zwischen den beiden Qualitäten "Somatischer Schmerz" und Viszeraler Schmerz.
Somatischer Schmerz: der Schmerz rührt von der Haut, dem Bewegungsapparat oder dem Bindegewebe her.
Viszeraler Schmerz: der Schmerz wird auch als Eingeweideschmerz bezeichnet. Er tritt auf, wenn Hohlorgane rasch und stark gedehnt werden. (Gallenblase, Nierenbecken, Spasmen, Kontraktionen z.B. Geburt)