Sinnesorgane MGL161

Ausbildung NHP

Ausbildung NHP


A. J.
Diese Lernkarten decken die Funktionsweise und Anatomie der Sinnesorgane ab, mit Fokus auf Auge, Ohr, Haut und Nase. Sie erklären die Reizverarbeitung, Schmerzempfindung und Tiefensensibilität, sowie die Struktur und Funktion von Rezeptoren. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Fachleute, die ihr Verständnis der sensorischen Systeme vertiefen möchten.
Karten
31
Lernende
25
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
05.10.2016 / 19.01.2026

Cartes-fiches

Begriffe Rezeptor und adäquater Reiz definieren, objektive und subjektive Sinnesphysiologie

  • Rezeptor:

    • Empfängereinheit, Wahrnehmungsteil, Sensor eines Sinnesorgans

  • Adäquater Reiz:

    • passender Reiz für Rezeptor (Auge-Licht, Ohr-Schallwellen)

 

  • subjektive Sinnesphysiologie: z.B. Vexierbild der Hasenente, Die Vorgänge der Signalverarbeitung nennt man Wahrnehmung
  • objektive Sinnesphysiologie: objektiv beobachtbare und analysierbare Leistungen von Sinnesorganen

 

Sinnesqualitäten und dazugehöriges Organ

  • Licht- Auge
  • Schall- Ohr
  • Gleichgewicht- Ohr
  • Geschamck- Zunge
  • Geruch- Nase
  • Tastsinn und Temperatur- Sinneszellen der Haut
  • Schmerz- freie Nervenenden (Nozirezeptoren) in der Haut
  • Tiefensensibilität- Sensoren in Muskeln, Gelenken und der Haut

Aufbau eines Auges

  • Hornhaut (Epithel)
  • Lederhaut (Bindegewebe)
  • Aderhaut (Blutgefässe, Farbstoff)
  • Iris
  • Linse (Elastisch)
  • Aufhängeapparat der Linse
  • Retina
  • Glaskörper (99% Wasser)

Schutzeinrichtungen des Auges und ihre Funktion

  • Augenlider
    • schützen gegen übermässogen Lichteinfall und Verschmutzung
  • Tränenapparat
    • gewährleistet ständige Anfeuchtung, schützt vor Austrocknung
  • Augenbindehaut
    • Gleitschicht
  • Wimpern
    • Schutz vor Staub und anderen Fremdkörpern
  • Hornhaut
    • mechanischer Schutz durch den N. trigeminus
    • Schutzreflex Schmerzen, Tränenfluss, krampfhafter Lidschluss

Aufbau und Funktion Tränenapparat

  • Aufbau:
    • Tränendrüse
    • Tränenkanälchen
    • Tränensack
    • Tränennasengang
  • Funktion
    • mechanische Reinigung des Auges (desinfizierend, bakterizid)

Iris und Pupille

  • Iris reguliert die Weite der Pupille (Sehloch)
  • je nach Stärke des Lichteinfalls verengt oder weitet sie sich
  • durch Kontraktion des Irismuskels (M.sphincter pupillae)

Linse und ihre Regulation mittels des Zilliarmuskels

  • die Linse ist mit den Zonulafasern am Ziliarkörper (mit Ziliarmuskel) aufgehängt und stellt sich bei betrachten eines Gegenstandes scharf
  • den Vorgang der Nah- bzw. Ferneinstellung nennt man Akkommodation

Aufbau der Netzhaut (Retina)

  • Photorezeptoren: (liegen in der Peripherie)
    • Zapfen
      • Farbensehen und exakte Bilder
    • Stäbchen
      • Hell-Dunkel-Empfindlichkeit
      • Schwarz-Weiss-Sehen
  • die Axone der Photorezeptoren verlaufen zur Papille und bilden beim Austritt den Sehnerv N. opticus

Sehvorgang

  • Lichtstrahlen üssen bgebrochen werden, brechende Medien:
    • Hornhaut
    • Kammerwasser
    • Linse
    • Glaskörper
  • ⇒ scharfes Bild auf Retina (Netzhaut)
  • Sehnerv N. opticus Richtung Hirn ⇒ Sehbahnen
  • ⇒primäre Sehrinde Hinterhauptlappen

Kurzsichtig- und Weitsichtigkeit

  • Kurzsichtigkeit: zu langer Augapfel - Therapie: Streulinse

  • Weitsichtigkeit: zu kurzer Augapfel - Therapie: Sammellinse

Visus (Sehschärfe)

  • Fähigkeit des Auges, 2 Objektpunkte getrennt wahrzunehmen
  • kann über Sehschärfentafel ermittelt werden

Aufbau eines Ohrs

  • äussere Ohr
    • Ohrmuschel
    • äusserer Gehörgang
  • Mittelohr
  • Innenohr

Funktion der Ohrmuschel

  • elastischer Knorpel
  • Aufnahme und Weiterleiten der Schallwellen in Richtung Trommelfell

Funktion des äusseren Gehörgangs

  • bildet Cerumen (Ohrschmalz)
  • dient dem Schutz des Gehörgangs
  • Leitung Schall bis Trommelfell

Funktion des Trommelfells

  • schliesst den äusseren Gehörgang gegen die Paukenhöhle des Mittelohrs ab
  • Schwingung des Trommelfells wird auf das Innenohr übertragen

Funktion des Mittelohrs und der Tuba auditiva

  • Schwingungen des Trommelfells (Schall) werden über die Gehörknöchelchenkette (Hammer, Amboss und Steigbügel) im ovalen Fenster in die Hörschnecke des Innenohrs übertragen
  • mündet zudem in Tuba auditiva (Ohrtrompete, Eustach`sche Röhre), Verbindung zum oberen Rachenbereich,dient dem Druckausgleich

Aufbau des Innenohrs

  • Hörschnecke
  • Bogengänge
  • Vorhofsäckchen

Physiologie des Hörvorgangs

  • Schall der über das Trommelfell und die Gehörknöchelchen auf die Flüssigkeit in der Gehörschnecke übertagen wird bringt Basilarmembran zum Schwingen
  • bei hohen Frequenzen breite Teil des Schneckenbasis
  • bei tieferen Frequenzen weiter in Richtung Schneckenspitze
  • Frequenz wird auf Haarzelle überragen
  • diese sendet elektrische Aktionspotebziale ans Gehirn
  • je grösser der Ausschalg der Basilarmembran, d,h. je lauter, umso mehr Aktionspotenziale werden gesendet

Aufbau des Gleichgewichtsorgans (Vestibularapparat)

  • je eine Ampullae in den drei Bogengänge mit Bewegungssensoren- Drehbeschleunigung
  • grosses und kleines Vorhofsäckchen  mit Sensor- lineare Bewegung

Geschmacksqualitäten der Zunge

  • süss, salzig, sauer,  bitter, Umami

Das Geruchsorgan

  • Riechepithel mit Riechzellen im Nasendach
  • über Riechnerv (N. olfactorius) ins Riechzentrum des Gehirns

Sinnesmodalitäten der Haut

  • Temperatur- Tast- und Schmerzsinn

Definition Schmerz

  • ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühllserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebeschädigung verknüpft ist

Definition Propriozeption (Tiefensensibilität)

  • Wahrnehmung der Stellung und Bewegung des eigenen Körpers

Erkläre grob das Prinzip der Reiztransduktion (Signaltransduktion)

1. Es muss ein Rezeptor (Sensor, Empfänger) vorhanden sein, der eine bestimmte Reizqualität aufnehmen kann.

2. Die Rezeptoren reagieren auf adäquate (passende) Reize. So reagieren z. B. die Photorezeptoren des Auges nur auf Licht im Wellenbereich von 380-780 nm.

3. Der Reiz muss eine genügend starke Reizintensität erreichen, um die Sinneszelle zu stimulieren. Jede Sinneszelle besitzt ein bestimmtes Ruhepotential.

Erkläre die Hornhaut!

Cornea

durch die stärkere Krümmung die Hornhaut eine hat eine stärkere Brechkraft als die Linse oder den Glaskörper

hochsensible optische Struktur, ist mit zahlreichen Schutzmechanismen ausgestattet

die Cornea wird sensibel über den N. trigeminus (5. Hirnnerv) innerviert

 

Definiere die Begriffe Lichtbrechung, Akkomadation und Dioptrie.

Lichtbrechung: Damit das Bild scharf auf der Netzhaut abgebildet werden kann muss das Licht durch gebrochen werden.

Akkommodation: Unter Akkommodation versteht man die funktionelle Nah- und Ferneinstellung des Auges durch Veränderung der Linsenkrümmung.

Dioptrie: Das Mass der Brechkraft eines optischen Systems wird in Dioptrien (dpt) angegeben.

Beschreibe die Lage der Riechfelder

Die Geruchsrezeptoren liegen im Riechepithel im Nasendach.

Nenne die Rezeptortypen des Tastsinns in der Haut und nenne die vermittelten Sinnesmodalitäten.

Merkel'sche Scheiben: Verformung der Haut

Meissner'sche Tastkörperchen: Verformung der Haut

Vater-Paccini'sche Tastkörperchen: Druck- und Vibrationsreize und spielen als Gelenksensoren

freie Nervenendungen: Temperatur- und Schmerzsensoren. Diese Nervenendigungen liegen zum Teil frei in der Haut oder sie bilden Nervengeflechte um Haarwurzeln. So dienen sie als Berührungsrezeptoren der behaarten Haut.

Nenne die Qualitäten der Tiefensebibiliät!

Stellungssinn: auch bei geschlossenen Augen ist der Mensch über die Stellung seiner Gelenke informiert.

Bewegungssinn: die Gelenksensoren messen nicht nur die Gelenkposition sonder auch die Positionsveränderung eines Gelenkes.

Kraftsinn: Über den Kraftsinn nimmt das Gehirn das Ausmass an Muskelkraft wahr, das der Körper aufwenden muss, um eine Bewegung durchzuführen oder eine Gelenkstellung zu halten.

Beschreibe die Schmerzempfindung bezüglich Entstehung und Charakteristika.

Es kann grob unterschieden werden zwischen den beiden Qualitäten "Somatischer Schmerz" und Viszeraler Schmerz.

Somatischer Schmerz: der Schmerz rührt von der Haut, dem Bewegungsapparat oder dem Bindegewebe her.

Viszeraler Schmerz: der Schmerz wird auch als Eingeweideschmerz bezeichnet. Er tritt auf, wenn Hohlorgane rasch und stark gedehnt werden. (Gallenblase, Nierenbecken, Spasmen, Kontraktionen z.B. Geburt)

Étudier