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KW 42: Kohlenhydrate - Verdauung, Resorption, Verwendung
KW 42: Kohlenhydrate - Verdauung, Resorption, Verwendung
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Flashcards
Wo findet die KH-Verdauung statt? Ort, beteiligte Enzyme, KH-Verbingungen
- Mund: Speichelamylase, Stärke -> Dextrine (Di- und Monosaccharide, resistente Stärke, NF bleiben unverändert)
- Magen: Amylase wird inaktiviert
- Dünndarm-Lumen: Pankreas-Amylasen, Dextrine -> Grenzdextrine, Oligosaccharide (Di- und Monosaccharide, resistente Stärke, NF bleiben unverändert)
- Dünndarm-Lumen: Bürstensaummembran Membranständige Disaccharidasen und Amylo-alpha-1,6-Glucosidase, Grenzdextrine, Oligosaccharide und Disaccharide -> Monosaccharide (resistente Stärke, NF bleiben unverändert)
Wichtig
- Nur Monosaccharide kommen durch die Darmwand
- SGLT=Aktiver Transport (da gegen Konzentrationsgefälle(osmotischer Druck) und schneller Transport erwünscht ist um möglichst viel aufzunehmen)
- Glut5 = erleichterte Diffusion für Fructose in Darmzelle
- Glut2 = erleichterte Diffusion für Fructose und Glucose ins Blut
Wann entstehen bei Föten Verdauungsenzyme? Was für einen Einfluss hat das auf Frühchen?
Ca. ab der 25 SS-Woche werden Maltase-Glucoseamylase, Saccharase-Isomaltase und Peptidasen im Bürstensaum produziert. Laktase erst etwa ab der 32 SS-Woche. Frühchen, welche vorher auf die Welt kommen, können also keine Muttermilch verdauuen!
Warum darf man Babys erst mit 6 Monaten Stärkebrei füttern?
Weil das Baby bis zum 6 Monat keine Amylase produziert.
Wie kann man feststellen, ob jemand eine Laktoseintoleranz aufweisst.
Laktose, welche nicht im Dünndarm aufgespalten wird, kommt in den Dickdarm. Dort wird die Laktose von Bakterien aufgespalten. Dabei entsteht H2, welches man im Atem messen kann.
Fructosemalabsorption. Fakten?
Ursache unklar, vermutet werden
- Bakterielle od. virale Infekte und/oder Antibiotikaeinnahme führen zu Defekten an der Bürstensaummembran
- ->Verminderte Anzahl bzw. Transportkapazität von GLUT5
- -> Frc-Aufnahme verringert
- -> überschüssige Frc gelangt in den Dickdarm
- -> Blähung und Stuhlveränderungen bis zu Diarrhoen
Verteilung der aufgenommen Glukose im Körper.
von 100 Glucose gelangen
- 55% in die Leber
- 45% weiter in:
- 5% in die Erys
- 20% in ZNS
- 20% in Muskel- und Fettgewebe
Stoffwechelwege der Glukose: 1. Schritt? (Warum passiert das?)
Stoffwechselwege der Glukose: Was kann alles weiter mit dem Glukose-6-Phosphat passieren?
- Wird als Glykogen gespeichert
- Wird per Glykolyse (aerober Abbau) zu Pyruvat, ATP, NADH/(H+) abgebaut
- Wird per Pentosephosphatweg zu Ribose und NADPH/H+ abgebaut
- Wird anaerob zu Laktat abgebaut
Aus was kann alles Glukose aufgebaut werden (Glukoneogenese)?
Aus:
- Laktat
- Aminosäuren
- Glycerol
Relevante Speicherquellen von Glukose. Als was gespeichert?
Als Glykogen in:
- Leber (150g= 10% des Eigengewichts)
- Muskulatur (250g=1% des Eigengewichts)
Wird aber prinzipiell im Zytosol aller Zellen
Was sind die obligaten Glukoseverbraucher?
Erythrozyten (ca. 40g/d) und Gehirn (ca. 120g/d)
Wie wird Glykogen aus Glukose gebildet?
- Aufnahme von Glukose in Zelle mit Hilfe eines GLUT
- Phosphorylierung zu Glukose-6-Phosphat
- Glukose-6-Phosphat-Mutase lässt Phosphat den Platz wechseln -> Glukose-1-Phosphat
- UTP (Uridin-tri-Phosphat) gibt Phosphate an der Umgebung ab, Das UMP geht mit Glukose-1-Phosphat eine Verbindung ein -> aktivierung zu UDP-Glukose
- Mit Glykogen-Synthase (Verzweigungsenzym) + Insulin wird das UDP abgespaltet ODER alpha-1,4-glykosidische Verknüpfung mit glykosyliertem Glycogenin -> Glykogen entsteht
- ( Einfugen von alpha-1,6-glykosidischen Verzweigungen in regelmässigen Abständen durch das "branching enzyme")
Wie wird Glycogen abgebaut?
- Abbau der 1,4-glykosidisch gebundenen Ketten mit Hilfe PALP (aktive Form von vit. B6,ohne B6 also kein Glykogenabbau), Adrenalin und Glukagon
- Glukose-1-Phosphat entsteht wird wieder zu Glukose-6-Phosphat
- mit Hilfe Glukose-6-Phosphatase entsteht wieder Glukose -> kann Zelle wieder verlassen.
Was sind Glykane? Nenne Verbindungen und deren Funktion im Körper!
Sind Verbindungen von Zuckern mit anderen Molekülen
- Proteoglycane: überwiegend Zucker, gebunden an Proteine
- Bsp. Hyaluronsäure (im Bindegewebe)
- Chondroitinsulfat (im Knorpelgewebe)
- Heparin (hemmt die Blutgerinnung))
- Glycoproteine: überwiegend Proteine, mit wenigen Zuckerresten
- Bsp. Fibronektin ("Kleber"substanz der extrazellulären Matrix)
- Glycolipide: Lipide, an denen Zuckerreste gebunden sind
- Bsp. Cerebroside im Gehirn
Glukoseabbau über den Pentosephosphatweg: Was ist das Ziel?
- Bildung von Reduktionsäuivalente (NADPH) z.B. für die Fettsäuresynthese
- Bildung von Ribose-5-Phosphat für die Nukleotid-synthese (RNA, DNA)
- Anschluss an die Glycolyse
Glukoseabbau über den Pentosephosphatweg: Abbauschritte (5 Schritte)
- Glukose wird mit Hilfe ATP und Hexikonase zu Glukose-6-Phosphat
- Glc-6-Phosphat wird durch Glc-6-Phosphat-Dehydrogenase und NADP+ zu 6-Phospho-Glukonolakton (NADPH/H+ geht weg)
- 6-Phospho-Glukonolakton wird mit Glukonolaktonase und H20 (H+ ->geht weg) zu 6-Phospho-Glukonat
- 6-Phospho-Glukonat wird mit Hilfe von 6-Phospho-Glukonat-Dehydrogenase und NADP+ zu Ribulose-5-Phosphat (NADPH/H+ und CO2 geht weg)
- Ribulose-5-Phosphat wird durch Pentose-5-Phosphat-Isomerase zu Ribose-5-Phosphat
Das Ribose-5-Phosphat wird zu Nukleotid-Biosynthese gebraucht oder Nicht oxidativ weiter umgebaut.