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KW 42: Kohlenhydrate - Verdauung, Resorption, Verwendung

KW 42: Kohlenhydrate - Verdauung, Resorption, Verwendung


M. G.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über den Stoffwechsel von Glukose und verwandten Verbindungen auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie den Pentosephosphatweg, die Bildung und den Abbau von Glykogen, sowie die Verdauung und Resorption von Kohlenhydraten. Besonders hervorgehoben werden die Rolle von Glukose in verschiedenen Zelltypen, die Speicherung als Glykogen und die Bedeutung von Enzymen wie Hexokinase und Glykogen-Synthase. Diese Karteikarten sind ideal für Studierende der Chemie, die sich mit Biochemie und Stoffwechselprozessen vertraut machen möchten.
Karten
17
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Chemie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
06.01.2016 / 09.07.2025

Lernkarten

Wo findet die KH-Verdauung statt? Ort, beteiligte Enzyme, KH-Verbingungen

  • Mund: Speichelamylase, Stärke -> Dextrine (Di- und Monosaccharide, resistente Stärke, NF bleiben unverändert)
  • Magen: Amylase wird inaktiviert
  • Dünndarm-Lumen: Pankreas-Amylasen, Dextrine -> Grenzdextrine, Oligosaccharide (Di- und Monosaccharide, resistente Stärke, NF bleiben unverändert)
  • Dünndarm-Lumen: Bürstensaummembran Membranständige Disaccharidasen und Amylo-alpha-1,6-Glucosidase, Grenzdextrine, Oligosaccharide und Disaccharide -> Monosaccharide (resistente Stärke, NF bleiben unverändert)

Digestion und Resorption der KH. Studiere das Bild!

Wichtig

  • Nur Monosaccharide kommen durch die Darmwand
  • SGLT=Aktiver Transport (da gegen Konzentrationsgefälle(osmotischer Druck) und schneller Transport erwünscht ist um möglichst viel aufzunehmen)
  • Glut5 = erleichterte Diffusion für Fructose in Darmzelle
  • Glut2 = erleichterte Diffusion für Fructose und Glucose ins Blut

Wann entstehen bei Föten Verdauungsenzyme? Was für einen Einfluss hat das auf Frühchen?

Ca. ab der 25 SS-Woche werden Maltase-Glucoseamylase, Saccharase-Isomaltase und Peptidasen im Bürstensaum produziert. Laktase erst etwa ab der 32 SS-Woche. Frühchen, welche vorher auf die Welt kommen, können also keine Muttermilch verdauuen!

Warum darf man Babys erst mit 6 Monaten Stärkebrei füttern?

Weil das Baby bis zum 6 Monat keine Amylase produziert.

Wie kann man feststellen, ob jemand eine Laktoseintoleranz aufweisst.

Laktose, welche nicht im Dünndarm aufgespalten wird, kommt in den Dickdarm. Dort wird die Laktose von Bakterien aufgespalten. Dabei entsteht H2, welches man im Atem messen kann.

Fructosemalabsorption. Fakten?

Ursache unklar, vermutet werden

  • Bakterielle od. virale Infekte und/oder Antibiotikaeinnahme führen zu Defekten an der Bürstensaummembran
    • ->Verminderte Anzahl bzw. Transportkapazität von GLUT5
    • -> Frc-Aufnahme verringert
    • -> überschüssige Frc gelangt in den Dickdarm
    • -> Blähung und Stuhlveränderungen bis zu Diarrhoen

Verteilung der aufgenommen Glukose im Körper.

von 100 Glucose gelangen

  • 55% in die Leber
  • 45% weiter in:
    • 5% in die Erys
    • 20% in ZNS
    • 20% in Muskel- und Fettgewebe

 

Stoffwechelwege der Glukose: 1. Schritt? (Warum passiert das?)

Anlagerung von Phosphat an Glukose (=Phosphorylierung) -> wird zu Glukose-6-Phosphat (mit Hilfe Hexokinase)

  • (Glc wird dadurch polar und kann nicht mehr aus Zelle diffundieren (Phosphatfalle))
  • (Glc wird aus dem Konzentrations-Gleichgewicht genommen und weitere Glc kann per Diffusion nachströmen)

Stoffwechselwege der Glukose: Was kann alles weiter mit dem Glukose-6-Phosphat passieren?

  • Wird als Glykogen gespeichert
  • Wird per Glykolyse (aerober Abbau) zu Pyruvat, ATP, NADH/(H+) abgebaut
  • Wird per Pentosephosphatweg zu Ribose und NADPH/H+ abgebaut
  • Wird anaerob zu Laktat abgebaut

Aus was kann alles Glukose aufgebaut werden (Glukoneogenese)?

Aus:

  • Laktat
  • Aminosäuren
  • Glycerol

Relevante Speicherquellen von Glukose. Als was gespeichert?

Als Glykogen in:

  • Leber (150g= 10% des Eigengewichts)
  • Muskulatur (250g=1% des Eigengewichts)

Wird aber prinzipiell im Zytosol aller Zellen

Was sind die obligaten Glukoseverbraucher?

Erythrozyten (ca. 40g/d) und Gehirn (ca. 120g/d)

Wie wird Glykogen aus Glukose gebildet?

  1. Aufnahme von Glukose in Zelle mit Hilfe eines GLUT
  2. Phosphorylierung zu Glukose-6-Phosphat
  3. Glukose-6-Phosphat-Mutase lässt Phosphat den Platz wechseln -> Glukose-1-Phosphat
  4. UTP (Uridin-tri-Phosphat) gibt Phosphate an der Umgebung ab, Das UMP geht mit Glukose-1-Phosphat eine Verbindung ein -> aktivierung zu UDP-Glukose
  5. Mit Glykogen-Synthase (Verzweigungsenzym) + Insulin wird das UDP abgespaltet ODER alpha-1,4-glykosidische Verknüpfung mit glykosyliertem Glycogenin -> Glykogen entsteht
  6. ( Einfugen von alpha-1,6-glykosidischen Verzweigungen in regelmässigen Abständen durch das "branching enzyme")

Wie wird Glycogen abgebaut?

  • Abbau der 1,4-glykosidisch gebundenen Ketten mit Hilfe PALP (aktive Form von vit. B6,ohne B6 also kein Glykogenabbau), Adrenalin und Glukagon
  • Glukose-1-Phosphat entsteht wird wieder zu Glukose-6-Phosphat
  • mit Hilfe Glukose-6-Phosphatase entsteht wieder Glukose -> kann Zelle wieder verlassen.

Was sind Glykane? Nenne Verbindungen und deren Funktion im Körper!

Sind Verbindungen von Zuckern mit anderen Molekülen

  • Proteoglycane: überwiegend Zucker, gebunden an Proteine
    • Bsp. Hyaluronsäure (im Bindegewebe)
    • Chondroitinsulfat (im Knorpelgewebe)
    • Heparin (hemmt die Blutgerinnung))
  • Glycoproteine: überwiegend Proteine, mit wenigen Zuckerresten
    • Bsp.  Fibronektin ("Kleber"substanz der extrazellulären Matrix)
  • Glycolipide: Lipide, an denen Zuckerreste gebunden sind
    • Bsp. Cerebroside im Gehirn

Glukoseabbau über den Pentosephosphatweg: Was ist das Ziel?

  • Bildung von Reduktionsäuivalente (NADPH) z.B. für die Fettsäuresynthese
  • Bildung von Ribose-5-Phosphat für die Nukleotid-synthese (RNA, DNA)
  • Anschluss an die Glycolyse

Glukoseabbau über den Pentosephosphatweg: Abbauschritte (5 Schritte)

  • Glukose wird mit Hilfe ATP und Hexikonase zu Glukose-6-Phosphat
  • Glc-6-Phosphat wird durch Glc-6-Phosphat-Dehydrogenase und NADP+ zu 6-Phospho-Glukonolakton (NADPH/H+ geht weg)
  • 6-Phospho-Glukonolakton wird mit Glukonolaktonase und H20 (H+ ->geht weg) zu 6-Phospho-Glukonat
  • 6-Phospho-Glukonat wird mit Hilfe von 6-Phospho-Glukonat-Dehydrogenase und NADP+ zu Ribulose-5-Phosphat (NADPH/H+ und CO2 geht weg)
  • Ribulose-5-Phosphat wird durch Pentose-5-Phosphat-Isomerase zu Ribose-5-Phosphat

Das Ribose-5-Phosphat wird zu Nukleotid-Biosynthese gebraucht oder Nicht oxidativ weiter umgebaut.

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