Sensortechnik
Leck
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Flashcards
Geben Sie Beispiele für typische Komponenten einer „Messkette“ an.
• Wechsel-‐ oder Gleichspannungsbrücke
• Differenzverstärker
• OP-‐Messverstärker
• Gleichrichter
• Demodulatoren
• Filter Referenzspannungs-‐ und Konstantstromquellen
• Brückenversorgung
Definieren Sie den Unterschied zwischen „erfassenden“ und „messenden“ Sen-‐ soren.
• Erfassende Sensoren erfassen nur 1.Bit • Messende Sensoren erfassen die komplette Variation der ganzen physikalischen Ausgangsgröße
Erklären Sie die Begriffe „Querempfindlichkeit“ und „Störempfindlichkeit“!
• Querempfindlichkeit bezieht sich nur auf die vom eigenen Sensor ausgehenden Störsignale (z.B. Ultraschall) • Störempfindlichkeit bezieht sich dagegen auf alle äußeren Störeinflüsse (z.B. EMV, Licht, Wärme, etc.)
Erläutern Sie den Begriff der „Schalthysterese“ eines mechanischen Positions-‐ schalters anhand einer Signalskizze. Welche Vorteile hat ein Schalter mit „Springkontakt“ gegenüber einem ohne?
• Als „Schalthysterese“ bezeichnet man den Unterschied zwi-‐ schen Ein-‐ und Ausschaltpunkt. Einfach gesagt ist es das Fort-‐ dauern eines Zustandes nach Wegfall der Anregung. • Der Vorteil eines Schalters mit Springkontakt ist, dass bei ihm die kriechenden (undeutlichen) Schaltzustände erheblich mi-‐ nimiert werden.
Was versteht man unter dem „Vorlaufweg“ eines Schalters?
• Den Weg/Winkel des Betätigers von seiner Freistellung bis zum Schaltpunkt.
Beschreiben Sie das Funktionsprinzip eines erfassenden „Induktiven Nähe-‐ rungsschalters“. Geben Sie den Arbeitsbereich und typische Auslösemedien an.
• Konstruktiv ist ein „induktiver Näherungssensor“ als Oszillator mit offenem Magnetkreis der Induktivität aufgebaut.
• Es wird ein magnetisches Streufeld erzeugt. Durch einbringen von elektrisch o-‐ der magnetisch leitfähigen Objekten in das Streufeld, wird der Schwingkreis be-‐ dämpft, es sinkt automatisch die Güte des Systems und verändert die Eigenschaf-‐ ten des Oszillators.
• Typischer Messbereich liegt zwischen 0-‐10mm • Gut elektrisch oder magnetisch leitfähige Materialien 4.
Wie ändert sich die Oszillatorfrequenz eines messenden „Induktiven Nähe-‐ rungsschalters“ bei Annäherung an einen ferromagnetischen (z.B. Fe, μr > 200) bzw. an einen paramagnetischen (z.B. Al, μr ≈ 1) Stoff? Sind beide als Sig-‐ nalgeber geeignet?
• Eisen einbringen: Induktivität wird größer (System wird verstimmt) à Frequenz f sinkt • Aluminium einbringen: Das System wird bedämpft à Güte sinkt
Welche Unterschiede in der Schaltungsauslegung und im Funktionsprinzip bestehen zwischen einem „erfassenden“ und einem „messenden“ Induktiven Näherungssensor?
• Güteabhängigkeit ßà Induktionsabhängigkeit (Frequenz)
Beschreiben Sie das Funktionsprinzip eines „Kapazitiven Näherungsschal-‐ ters“. Geben Sie den Arbeitsbereich und typische Auslösemedien an.
• Kapazitive Näherungssensoren sind berührungslose Schalter, welche die Verän-‐ derung der Streukapazität zur Signalerzeugung ausnutzen. • Für Sensoranwendungen wird der Kondensator „aufgeklappt“, wegen des großen Feldlinienweges d wird C sehr klein. • Die Kapazität c variiert durch einbringen von Stoffen mit unterschiedlichen Die-‐ lektrizitätskonstanten εr, bzw. durch die Feldlinienverkürzung durch einbringen von elektrisch leitfähigen Materials in den Feldverlauf. • Typischer Messbereich: 0-‐100mm • Stoffe mit sehr hohen Dielektrizitätskonstanten z.B. Wasser (Kapazität wird stark erhöht. Das gilt auch für wässrige Systeme (z.B. Feuchtigkeitsgehalt von Baustof-‐ fen) • Oder metallische Stoffe, weil dadurch die Feldlinien verkürzt werden und damit die Kapazität ebenfalls steigt
Welche Aufgabe hat die Kompensationselektrode eines „Kapazitiven Nähe-‐ rungsschalters“?
• Problem ist das durch die hohe Dielektrizitätszahl eine Benetzung der Sensor-‐ oberfläche mit Wasser nicht ausgeschlossen werden kann. Dadurch kann es selbst bei Kondensatorfeuchtigkeit zu einer Sensorauslösung kommen. • Die Kompensationselektrode sorgt durch die Erhöhung der Gegenkopplung da-‐ für, dass in diesem Fall noch keine Schwingungen einsetzen.
Nennen Sie mindestens drei physikalische Effekte, welche bei der Realisie-‐ rung von Magnetfeldsensoren ausgenutzt werden.
• Induktionseffekt • Hall-‐Effekt • Hall-‐Effekt mit Feldplatte • Magnetoresistiver Effekt (GMR-‐Effekt) • Schnelle Ummagnetisierung (Wurde in der Vorlesung nicht näher erläutert) • Curiepunkt-‐Effekt (Wurde in der Vorlesung nicht näher erläutert)
Geben Sie typische Schaltzeiten und Positionsgenauigkeiten bei der Verwen-‐ dung von Reedkontakten an.
• Typische Schaltzeiten liegen bei 1ms • Typische Positioniergenauigkeiten liegen bei ±0,1mm
Erläutern Sie die Funktionsweise eines Hallsensors (Skizze!). Welche Mess-‐ größe wird ausgewertet?
• Die Funktionsweise eines Hallsensors beruht auf dem galvanomagnetischen Prinzip. Das beinhaltet, dass bewegte Ladungsträger durch ein senkrecht zur Bewegungsrichtung wirkendes Magnetfeld eine wiederum senkrecht wirkende Kraft erfahren. • Durch den durch ein Hallplättchen geleiteten Strom entsteht, bei anliegendem Magnetfeld durch die Ablenkung, eine Spannung und damit ein resultierendes E-‐ Feld. Dieses liefert die Gleichgewichtsbedingung. • Die Hallspannung wird ausgewertet. (E-‐Feld steigt à Hallspannung steigt)
Erläutern Sie die Funktionsweise einer Feldplatte (Skizze!). Welche Messgrö-‐ ße wird ausgewertet?
• Hierbei handelt es sich um einen magnetfeldgesteuerten Widerstand. Er basiert auf dem Hall-‐Effekt. • In das Grundmaterial des Hallplättchens werden zusätzlich quer zur Stromrich-‐ tung orientierte, metallisch gut leitende Nadeln eingelagert. • Durch die daraus resultierenden Strombahnverschiebungen kommt es bei einem anliegenden Magnetfeld zu starken Widerstandsänderungen. • Durch die gutleitenden Nadeln wird der Stromweg erheblich länger, da die durch die abgelenkten Elektronen entstandenen Hallspannungen sofort kurzgeschlos-‐ sen werden. • Es können extrem schnelle Feldänderungen detektiert werden. Bis zu 10GHz • Die zu messende Größe ist der Widerstand. Er ist proportional zu B2.
Erläutern Sie die Funktionsweise eines GMR-‐Sensors (Skizze!). Welche Mess-‐ größe wird ausgewertet?
• Hierbei handelt es sich um einen quantenmagnetischen Effekt. • Der GMR-‐Sensor ist hochempfindlich und liefert eine magnetfeldabhängige Wi-‐ derstandsänderung. • Der Widerstand fällt mit steigendem Feld. • In ultradünnen Schichten aus magnetischen und nichtmagnetischen Materialen erfährt ein durchgeleiteter Strom in Abhängigkeit der Orientierung der magneti-‐ schen Schichten eine Widerstandsänderung. • Ohne Magnetfeld sind die Schichten durch Spinkopplung antiparallel ausgerich-‐ tet. • Durch die unterschiedliche Streuung der durch ihre Spinzustände charakterisier-‐ ten Elektronen stellt sich ein hoher Widerstand ein. • Bei anlegen eines äußeren Magnetfeldes richten sich die Schichten parallel aus und der Widerstand sinkt.
Was versteht man unter dem „Inversen piezoelektrischen Effekt“?
• Unter dem inversen Piezoelektrischen Effekt versteht man, das umgekehrt pro-‐ portionale Verhältnis zwischen einer Kraft (mechanischer Verzerrung) und der Verschiebung der elektrischen Dipole an der Kristallaußenseite. • Der Effekt kommt zustande, wenn man eine Spannung zur Kristalldeformation anlegt
Beschreiben Sie das Funktionsprinzip eines Piezowandlers beim Senden und beim Empfangen von Ultraschall-‐Wellen.
• Beim Senden wird der inverse Piezo-‐Effekt ausgenutzt • Beim Empfangen wird der Piezoeffekt ausgenutzt
Warum sollten US-‐Wandler nicht in Ex-‐geschützen Bereichen verwendet wer-‐ den?
• Weil die erforderlichen Spannungen um den Kristall anzuregen, bei mehreren 100V (Hochspannung) liegen können.
Nach welchen Prinzipien erfolgt die Wegmessung mit US-‐Wandlern? Was ist bei bewegten Objekten zu beachten?
• Die Wegmessung erfolgt bei US-‐Wandlern über die Laufzeit. • Bei bewegten Objekten ist der Dopplereffekt zu beachten.
Welche Maßnahmen werden bei US-‐Wandlern getroffen, um die Problematik des „Echos vom Echo“ zu lösen?
• Um sicherzustellen, dass es zu keinem „Echo vom Echo“ kommt wird die 5-‐fache Zeit gewartet bis ein neues Echo ausgesendet wird. • Nach der 5 fachen Zeit ist die Intensität des 5 Echo so gering, dass es problemlos von dem neuen unterschieden werden kann.
Nennen Sie zwei Möglichkeiten, um die gegenseitige Beeinflussung von sich gegenseitig „sehenden“ US-‐Wandlern auszuschalten (Schlagworte und Erklä-‐ rung!).
• Synchronisation: o • Multiplexverfahren: o
Welche technische Lösung wird bei hermetisch gekapselten Linearpotentio-‐ metern realisiert, um eine berührungslose Betätigung des Schleifers zu er-‐ möglichen?
• Die hermetisch gekapselten Linearpotentiometer sind mit Magnetkupplungen versehen. Dadurch können Sie auch berührungslos geschaltet werden.
Beschreiben Sie das Funktionsprinzip eines LVDT’s. Warum ist das Ausgangs-‐ signal nicht eindeutig? Durch welche Maßnahme wird dieser Mangel beho-‐ ben?
• Das Funktionsprinzip beruht auf der Veränderung der Kopplung von drei Spulen => Transformatorprinzip • Die Primärwicklung wird mit einer (Erregerspannung oder Primärspannung) ge-‐ speist. • Diese Wechselspannung wird über den Kern in die beiden Sekundärwicklungen induziert. (Phasenverschiebung beachten!!!) • In Abhängigkeit von der Stellung des Kerns verändert sich die Ausgangsspan-‐ nung • Schaltung à Synchroner Demodulator
Welches ist der Hauptvorteil eines LVDT’s mit ungeführtem Anker gegenüber den anderen Ausführungen?
• Bei exakter Justierung längst der Bohrung => reibungsfreies System • Keine Losbrechkräfte • Kraftfreie Bewegung
Welche Einschränkungen sind bei der Verwendung eines LVDT-‐Tasters zur Erfassung dynamischer Vorgänge zu beachten?
• Grenzfrequenz beschränkt die Verwendung des Taster • Die Abtastung muss soweit reduziert werden bis keine Resonanzen mehr „in der Nähe“ sind
Lichtschranken werden i.d.R. mit LED’s als Lichtquellen betrieben. Durch wel-‐ che technische Maßnahme lässt sich deren Bandabstand – und damit der ver-‐ wendbare Spektralbereich – verändern?
• Der Bandabstand und der damit verwendete Spektralbereich lassen sich nur durch verschiedene Halbleitermaterialien verändern. o Galliumphosphid (GaP) o Alluminiumgalliumarsenid (AlGaAs) o Indiumgalliumarsenid (InGaN)
Nennen Sie mindestens drei Vorteile, einer LED gegenüber einer Glühlampe.
• Niedrige Energie • Hohe Lebensdauer • Effektiver (heller) • Kleiner
In welcher Betriebsart (Arbeitspunkt) liefert eine Fotodiode ein der Bestrah-‐ lungsstärke proportionales Signal (ggf. Skizze des 4-‐Quadranten-‐Diagramms)?
In welchem Fall ist es erforderlich, eine Fotodiode mit Vorspannung in Sperr-‐ richtung zu betreiben?
• Wenn man eine schnelle Reaktionszeit benötigt (ultraschnelle Laserblitze) • Das Anlegen der Sperrspannung führt zu: o Verringerung der Sperrschichtkapazität Cs o einer Verstärkung des Fotostroms o Ansteigen des Reststroms § Verschlechterung der Linearität
Erläutern Sie den Unterschied zwischen Lichtschranken und Lichttastern!
• Lichtschranke: erfassender Sensor (Nur ein Bit) • Lichttaster: messender Sensor à Lichtmenge am Ausgang à muss im Einzelfall kalibriert werden
Welches sind die Vorteile und Nachteile von Einweg-‐Lichtschranken gegen-‐ über Reflex-‐Lichtschranken?
• Vorteil: sehr hohe Entfernungen • Nachteil: aufwendige/komplexe Justierung/Ausrichtung 18.
Was versteht man unter dem Begriff „Funktionsreserve“ beim Einsatz von Lichtschranken? Welche technischen Maßnahmen werden beim Schaltungs-‐ design ergriffen um diese zu realisieren?
• Der Begriff „Funktionsreserve beschreibt die Fähigkeit einer Lichtschranke, auch bei Verschmutzung, geringer Dejustage der Strahlführung, ungünstigen Objektre-‐ flexionen etc. funktionsfähig zu bleiben. • Bei dem Schaltungsdesign wird zum Beispiel eine dynamische Verstärkungsregu-‐ lierung eingesetzt. Welche die oben genannten Mängel ausgleicht. Zugleich wird ein Signal über das System an Nutzer gesendet (Reinigung/Neujustage). • Des Weiteren werden heute LED’s im roten sichtbaren Bereich eingesetzt und nicht wie früher IR-‐LED’s
Warum werden als Reflektoren für Reflex-‐Lichtschranken keine einfachen Spiegel eingesetzt? Welche Arten von Reflektoren für Lichtschranken kennen Sie? Beschreiben Sie das Funktionsprinzip.
• Bei einfachen Spiegeln ist das Problem, dass die Spiegel nicht orthogonal sind. Das Signal wird also nach der Reflexion nicht zurück auf den Detektor reflektiert. • Abhilfe schafft der Tripple-‐Reflektor: o Dieser arbeitet nicht nach dem Spiegelprinzip, sondern nach dem Prinzip der totalen Reflexion. o Reflexionselemente sind dreiseitige Glas-‐ oder Kunststoffpyramiden, wel-‐ che in einer symmetrischen Matrix angeordnet sind. o Üblicher Weise auch Oberflächen, welche dicht mit feinen Glaskugeln be-‐ legt sind. • Der Vorteil des Triple-‐Reflektors liegt darin, dass geringe Winkelversätze senk-‐ recht zur Strahlrichtung ausgeglichen werden können.
Wie vermeidet man bei der Detektion hochglänzender Objekte Fehlschaltun-‐ gen? Skizzieren Sie den erforderlichen Strahlengang sowie ggf. zusätzlich notwendige Elemente und erläutern Sie deren Funktion.
• Glänzende Oberfläche führen in Reflexionsschranken zu Fehlschaltungen, da sie genau so viel Licht reflektieren wie der Tripelreflektor. • Deshalb wird mit polarisiertem Licht gearbeitet. • Funktion: o Der Polarisator erzeugt Licht in einer Schwingungsebene. o Am Tripelfilter bleibt die Polarisation erhalten es wird aber um weitere 90° gedreht. o Der Analysator erhält solange „richtiges“ Licht, bis durch ein Streuobjekt beliebig polarisiertes Licht erzeugt wird. o Der richtige Lichtanteil ist auf Grund der Gleichverteilung der Schwin-‐ gungsrichtungen zu gering à Das Objekt wird erkannt.
Nachteil beim Einsatz von Reflextastern ist deren Fremdlichtanfälligkeit. Wie wird dieses Problem technisch gelöst? Nennen Sie zwei Möglichkeiten!
• Es werden modulierte Lichtquellen eingesetzt. • Hintergrundausblendung durch Multidetektorsysteme (Triangulation).