Reha- und Prävention

Fragen und Antworten

Fragen und Antworten


R. D.
Diese Lernkarten richten sich an Berufslehrlinge im medizinischen Bereich und behandeln die Grundlagen von Rehabilitation und Prävention. Sie umfassen die Definitionen und Konzepte von Gesundheit, Krankheiten und deren Prävention, sowie die verschiedenen Stufen und Maßnahmen in der Rehabilitation. Die Karteikarten erklären auch die Bedeutung von Risikofaktoren, Hygiene und Lebensstiländerungen zur Vermeidung von Krankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders nützlich sind sie für angehende Fachkräfte, die ein Verständnis für präventive Maßnahmen und Rehabilitationsprozesse benötigen, um Patienten effektiv zu unterstützen und gesundheitliche Risiken zu minimieren.
Karten
17
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
25.07.2014 / 27.11.2019

Lernkarten

1. Definition Gesundheit laut WHO?

  • Gesundheit ist der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen

2. Nennen und Erklären sie die Zonen des Oszillationsmodell (Gesundheitsmodell J+T)

  • Gesundheitszone liegt in der Mitte
  • Signalzone liegt direkt über und unter Gesundheitszone
  • danach folgt die Krnakheitszone

3. Nennen Sie Leistungsarten in der Rehabilitation (5 Bereiche):

  • med. Reha -> TEP
  • schulische Reha -> Kind mit Behinderung bekommt Frühförderung
  • berufliche Reha -> z.B. Bäcker mit Mehlstauballergie
  • Vermeidung von Pflegeabhängigkeit
  • soziale Maßnahmen/Eingliederung

4. Wie wird eine Schwerbehinderung anerkannt?

  • Wer nach Antragstellung beim zuständigen Amt einen Schwerbehindertenausweis erhält und mindestens 50% Schwerbehindert ist
  • Behinderung kann körperlich, geistig oder seelisch sein

5. ICF-Modell:

  • Im ICF Modell wird nicht nur auf die Diagnose des PAt. geschaut, sondern vor allem auf die Faktoren, die ihm in seinem täglichem Leben einschränken: Körperfunktionen udn Strukturen, Aktivitäten, Teilhabe, Umweltbezogene Faktoren, Personenbezogene Faktoren

6. Definition Prävention:

  • zuvorkommen, vorbeugen, abschrecken

7. Nennen Sie 5 Gründe für die Steigerung der Lebenserwartung:

  • bessere Wasserversorgung
  • Kanalisation
  • stabile Ernährungssituation
  • verbesserte medizinische Versorgung
  • Verbesserung der wirtschaftlichen Situation
  • verbesserte Hygiene

8. Nennen Sie Krankheiten - früher und heute:

  • früher: Infektionskrankheiten (durch Erreger, mangelnde Hygiene), Mangelernährung, Krankheiten durch mangelnde Hygiene
  • heute: Zivilisationskrankheiten: Diabetes, hoher RR, Herz-Kreislauf Erkrankungen, Adipositas, Bewegungsmangelerkrankungen, Krebs, Lungenerkrankungen, Krankheiten durch Dauerstress

9. Qualitätsmanagment: Was versteht man unter Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität?

  • Strukturqualität: beschreibt die richtigen Mittel und das richtige Können
  • Prozessqualität: sind die Maßnahmen die durchgeführt werden -> das Richtige richtig machen
  • Ergebnisqualität: Kontrolle -> ist das vorher angestrebte Ziel erreicht worden

10. Nennen Sie Präventionsmaßnahmen in frühen Kindes- und Jugendalter (6 Stück)

 

  • im Mutterleib: genetische Beratung
  • Pränatale Untersuchung
  • Früherkennungsuntersuchung nach der Geburt
  • Verhütung von Karies
  • Maßnahmen zur Unfallverhütung
  • Schuluntersuchung
  • Jugendschutzgesetz

11. In welche 3 Bereiche ist die Prävention unterteilt?

  • primäre: Gesundes soll Gesund bleiben
  • sekundäre: Krankes soll rechtzeitig behandelt werden (Früherkennung, z.B. U-Untersuchungen)
  • tertiäre: Komplikationen verhindern/vermeiden

12. Wo ist die Prävention angesiedelt?

  • im Bereich der sozialen Versicherung: RV, KV, UV, Jugendhilfe -> kann alless im SGB nachgelesen werden

13. Was versteht man unter Settingansatz? Settingorientierung?

  • Setting = Ort, Platz, Stelle
  • Settingansatz: ich plane meine Maßnahme im täglichen Umfeld/Leben (eher theoretisch)
  • Settingorientierung: ich mache z.B. ein Bewegungsprogramm Settingorientiert und ich mache mir Gedanken wie es nachhaltig wirkt -> Wohnsituation soll angepasst sein, alle Bereiche müssen koordiniert zusammen arbeiten

14. Bennen Sie die 5 Stufen des 5 Stufen-Modells und geben sie anhand des Beispiels der Rückenschule in Schulen zu jeder Ebene Maßnahmen vor:

  • Individuum: Verhaltenstraining, Entspannung, ergonomischer Bereich -> wie sind die Möbel, Lust auf Bewegung schaffen -> Motivation
  • Gruppe: Spiele für Körper und Wahrnehmung, Bewegungspausen, Fächerübergreifendesprinzip, Elternhaus einbeziehen
  • Institution: Pausenhof als "Bewegungslandschaft" gestallten, Kooperationen mit Sportvereinen, dynamisches Sitzen ist erwünscht
  • Gemeinwesen: außerschulischer Lebensraum auf Bewegungsbedürfnisse der Kinder anpassen, Entscheidung muss getroffen werden Kind- und Rückengerechte Möbel zu kaufen, Pausenhöfe in Bewegungslandschaft umwandeln
  • Politik: finazielle Mittel geben, rechtlichen Rahmen schaffen, die Institutionen/Menschen ermutigen es umzusetzen

15. Wie ist es mit den Todesfällen in Industrieländern?

  • 50% aller Todesfälle Herz-Kreislauf bedingt
  • 20% durch CA -> 70% davon Ernährungsbedingt + Alkoholabusus und Rauchen

16. Erklären Sie kurz das Abschreckungs-, Risikofaktoren- und Aufklärungskonzept:

  • Abschreckungskonzept: durch Hinweise auf negative Folgen soll Angst/Schuldgefühl erzeugt werden, welches zu einem veränderten Verhalten führen soll -> nur kurzfristig erfolgreich
  • Aufklärungskonzept: ist kognitiv, durch eine Informationsvermittlung soll eine Einstellungsänderung erfolgen, die dann zur Verhaltensänderung führt
  • Risikofaktorenkonzept: Es wird auf Risikofaktoren einer Erkrankung hingewiesen und auf die persönlich relevanten soll reagiert werden

17. Nennen Sie die 4 Stufen des Risikofaktorenkonzeptes und nennen Sie 7 Hauptrisikofaktoren:

  • 4 Stufen: Risikofaktoren erfahren, persönlich relevant, realitätsnähe, Interventionsmöglichkeiten
  • Hauptrisikofaktoren: Bewgungsmangel, Fehlernährung, Diabetes, erhöhte Blutfette, erhöhter RR, erhöhtes Gewicht, Stress
     

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