Zusammenhang Bilanz und Erfolgsrechnung


Alfio Santangelo
Diese Lernkarten behandeln fortgeschrittene Themen der Bilanzierung und Erfolgsrechnung, mit Fokus auf die Erfassung von Geschäftsfällen, Bewertungsvorschriften und die Bedeutung von Schlussbilanzen. Sie erklären die Zusammenhänge zwischen Bilanzposten, Erfolgsposten und verschiedenen Kontenarten, sowie die Verwendung von Gewinn und Reserven. Besonders nützlich für Studierende und Fachleute im Rechnungswesen, die ihre Kenntnisse in der doppelten Buchführung und Finanzanalyse vertiefen möchten.
Karten
23
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
02.11.2012 / 16.12.2018

Lernkarten

Wie kann man das Zusammenspiel von Bilanz und ER betrachten?

- Aus Erfolgssicht (Erfolgsbrille)

- Aus Geldsicht (Liquiditätsbrille)

- Dient zur frühzeitiger Vorbäugung durch Massnahmen

4 Kontenarten der doppelten Buchführung

- Aktivkonten für die Aktiven

- Passivkonten für die Passiven

- Aufwandskonten für die Aufwendungen

- Ertragskonten für die Erträge

2 Darstellungsformen für Konten:

- T-Konto (Soll/Haben)

- Paginaform

Saldo:

- Überschuss der stärkeren über die schwächere Kontenseite

- Kommt zum Ausgleich auf die schwächere Seite

3 wichtige Punkte bei Erfassung und Verbuchung von Geschäftsfällen:

- Keine Buchung ohne Beleg (oberstes Gebot) Bsp: Quittungen, Rechnungen

- Kontierung/Buchungssatz (Stempel auf RG)

- Erfassung im BH-Programm (bei Erfassung mit PC)

2 Erfolgswirksame Vorgänge:

- Erfogsposten an Bilanzposten (Bsp: Personalaufwand an Bank)

- Bilanzposten an Erfolgsposten (Bsp: Kasse an Warenertrag)

2 Erfolgsunwirksame Vorgänge:

- Bilanzposten an Bilanzposten (Bsp: Darlehen an Bank)

- Erfolgsposten an Erfolgsposten (Bsp. Raumaufwand an Immobilienertrag)

Was sagt das Cashflow aus?

- Gibt Auskunft über das Geld, dass dem Unternehmen aus seiner Geschäftstätigkeit zufliesst

- Ist ein Mass für die Kraft des Unternehmens für die Innenfinanzierung

Woraus besteht der Rechnungszyklus?

- Eröffnung (Eröffnungsbilanz)

- Laufende Erfassung (Buchung von Geschäftsfällen während Periode)

- Abschluss (Saldierung: Schlussbilanz 1, Erfolgsrechnung, Schlussbilanz 2)

Wie wird die Kontenführung der Bilanzkonten bezeichnet?

- Bestandesrechnung

Wie wird die Kontenführung der Erfolgskonten bezeichnet?

- Erfolgsrechnung

Was ermittelt die Schlussbilanz 1:

- Erfolg (positiv Gewinn / negativ Verlust) als Überschuss bei Aktiven/Passiven

Was ermittelt die Erfolgsrechnung:

- Erfolg (positiv/negativ) als Überschuss bei Aufwand/Ertrag

Was ermittelt die Schlussbilanz 2:

- Schlussbilanz nach Gewinnverwendung bzw. Verlustdeckung (Ausgleich)

- Wird zur Eröffnungsbilanz für nächste Periode

2 Möglichkeiten den Gewinn zu verwenden:

- Rückbehalt im Unternehmen (Gewinnanhäufung)

- Ausschüttung (Auszahlung Dividende od. Gewinnanteile)

Rückbehalt von Gewinn, wie verbuchen?

- Einzelunternehmen: GS auf EK

- AG und GmbH: GS auf Reservenkonten od. belassen auf Posten Gewinnvortrag

- Dient zur Selbstfinanzierung

Wie gehen wir mit Verlust um? (wie Verbuchung)

- Deckung durch Kapitalreduktion bei Einzelunternehmung

- Deckung aus vorhandenen Reserven bei AG oder GmbH

- Ausweis und Vortrag auf nächste Rechnung bei AG oder Gmbh

Wie oft muss ein Abschluss gesetzlich erstellt werden? (Rechnungslegung)

- 1 mal pro Jahr , meist auf das Ende des Geschäftsjahres

- Quartal od. monatliche Zwischenabschlüsse zur Geschäftskontrolle (immer üblicher)

Welche bestimmte Vorgaben sind beim Jahresabschluss zu beachten?

- Rechnungslegungs- und Bewertungsvorschriften OR 957-962

- wichtig bei AG (OR 662-670)

3 Bewertungsgrundsätze:

- Unternehmensfortführung (unbefristet)

- Stetigkeit (Bewertungsmethode beibehalten)

- Vorsicht (bei Unsicherheiten aktive ehe tiefer, FK eher höher bewerten)

Wozu regelmässige Wertanpassungen?

- Um Bewertungsvorschriften einzuhalten und das tatsächliche Verhältnis gem. Inventar darzustellen

Welche 5 Punkte müssen bei Wertanpassungen berücksichtigt werden?

- Abschreibungen (Anlagevermögen)

- Wertberichtigung Vorräte (Warenbestände)

- Wertberichtigung Debitoren (Delkredere=Risiko eines Forderungsausfalls)

- Zeitliche Abgrenzugen (Aufwand/Ertrag/Aktive/Passive)

- Rückstellungen (Passivkonten die in Höhe oder Fälligkeit noch nicht feststehen)

Stille Reserven?

- Entstehen aus Unterbewertung von Aktiven (Vermögen) bzw. Überbewertung von Fremdkapital (Schulden)

- Verzerren das Bild der wirtschaflichen Lage in der externen Bilanz und Erfolgsrechnung

- Müssen in der internen Bilanz und ER bereinigt werden

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