Projektmanagement
TU Dresden Institut für technische Logistik und Arbeitssysteme
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Lernkarten
Wann liegt kein Projekt vor?
bei Routinetätigkeiten; Standardaufgaben, die von einer Person oder von einem Team vollständig gelöst werden können; regelmäßige Betriebsabläufe
Welche Arten des Projektierens gibt es?
1. objektorientiert (OO)
Objekt: Erzeugnisse, Einzelteile, Baugruppen
2. prozessorientiert (PO)
Fertigungsprozesse, Verfahren (Technologien)
3. systemorientiert (Kombination aus OO und PO)
Systeme: Produktionssysteme (Fabrik), Fertigungssystem
(Betriebssystem, Materialflusssystem, Informationssystem)
Warum eine eigene Projektorganisation?
- bestehende Organisationsformen oft ungeeignet
- nur ideal für die Erfüllung regelmäßig wiederkehrender bekannter (meist fachorientierter) Geschäftsvorfälle
- fehlende Flexibilität für rasche Reaktion auf Probleme und Änderungserfordernisse
- Vorteile mit einer eigenen Projektorganisation
- klare Führungsverantwortung und Entscheidungskompetenzen des Projektleiters für eine effektive Projektdurchführung
- hohe Identifikation des Projektteams mit dem Projekt
- Konflikte müssen nicht über die Hierarchien der Unternehmensorganisation ausgetragen werden
Wer ist alles am Projekt beteiligt und wie?
- Auftraggeber
- meist obere Führungskräfte oder Vorstand/Geschäftsführung
- oberste Kontroll- bzw. Weisungsinstanz
- gibt Rahmenziele vor
- Multiprojektmanager und Projektleiter
- Auftragnehmer für den Projektauftrag
- benötigt Vollmachten bzw. Weisungsbefugnisse
- Projektteam
- besteht aus Projektleiter und Projektmitarbeitern
- Experten und Unterauftragnehmer
- Dritte, die für das Projekt bestimmte Aufgaben erfüllen / Leistungen erbringen
Was gibt es für Projektgremien?
- Planungsgremium
- Fachleute, die das Projekt in der ersten Planungsphase vorantreibt
- Steuerungsgremium
- Klärung fachlicher und organisatorischer Probleme auf Projektebene
- Koordination der verschiedenen Projektbeteiligten
- Entscheidungsgremium
- Unterstützung des Projektleiters bei wichtigen strategischen Entscheidungen, finazielle und organisatorische Probleme oder hohem Projektrisiko
- Kommunikationsgremium
- interne, exterene Kommunikatonsaufgaben
- Förderung von Synergien, Verhindern von Parallelarbeit
- Beratunsgremium
- Verbesserung Informationsfluss
- Verhinderung von Verschwendung durch parallele Entwicklungen in voneinander getrennten Bereichen
Welche Abwicklungsschritte kommen im PEP vor und was ist das Ergebnis der einzelnen Schritte?
1. Vorausentwicklung --> Lastenheft
2. Strukturplanung --> Pflichtenheft
3. Systemplanung --> Dokumentierte Vorzugsvariante
4. Detailplanung --> Leistungsbeschreibung
5. Ausführungsplanung --> Ausführungspläne
6. Realisierung --> Abnahme in Kenntnis der realisierten
Projektforderungen
7. Optimierung --> Serienreife von Produkt, Prozess
Produktionssystem
Welche vier grundsätzlichen Projektphasen gibt es allgemein?
Definition, Planung, Realisierung, Abschluss
Was ist ein Meilstenstein?
Ein Meilenstein ist ein wesentliches und eindeutig definiertes
Zwischen- beziehungsweise Endergebnis im Projektablauf.
Nach welchen Kriterien sollten Projektziele formuliert werden?
S - Spezifisch …präzise und unmissverständliche Formulierung der Ziele
M - Messbar …qualitative und quantitative Messbarkeit
A - Anspruchsvoll …Ziele, die Herausforderungen bieten
R - Realistisch …Ziele, die innerhalb der Gesamtplanung erreichbar sind
T - Terminiert …feste Termine und Meilensteine setzen