Produktion
Produktion und Logistik
Produktion und Logistik
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Cartes-fiches
Wirtschaften
planmäßiges Handeln um Bedürfnisse zu befriedigen
Wie lautet das Sachziel eines allgemeinen Unternehmens?
- Spezielle Sachziele des Unternehmens bestimmen den Inhalt betrieblicher Handlungen (betriebliches Leistungsprogramm).
Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen (Produkte), um Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen
Was geben Erfolgsziele an?
wie die Sachzeiele erreicht werden
- wirtschaftlich (z.B. Gewinnerzielung)
- technisch (z.B. Flexibilität der Produktion)
- sozial (z.B. gesellschaftliche Verantwortung)
- ökologisch (z.B. Umweltschutz)
Was bedeutet Nachhaltiges Wirtschaften (sustainable development)?
Konflikt zwischen erfolgswirtschaftlichen und sozialen/ökologischen Formalzielen
Zusammenarbeit folgender Akteure notwendig:
- Unternehmen (z.B. Ressourcenschonung)
- Politik (z.B. Förderung emissionsarmer Betriebsmittel)
- Gesellschaft (z.B. Hinterfragen des eigenen Konsumverhaltens)
Was ist der Funktionsbreich einer Organisation?
abgegrenzter Bereich zur Aufgabenerfüllung innerhalb einer betrieblichen Organisation
Was sind Produktionsfaktoren?
- für Absatz und Erhaltung der Betriebsbereitschaft eingesetzte Güter
- Einteilung nach ihrer Wirkungsweise im Produktionsprozess mengen- und kostenmäßige Zusammenhänge
- Arten: dispositiv, elementar, Zusatzfaktoren
Dispositiver Faktor: Arbeitsleistung (leitende Tätigkeit)
- Planung, Kontrolle, Informationsmanagement
- Kontrolle der übrigen Produktions-/Elementarfaktoren
- Kombination nach frei gewähltem Ziel
- nicht direkt einzelnen Produkten bzw. Produktionsvorgängen zurechenbar
- maßgebend für gesamte Produktionsstruktur & -abläufe
Elementarfaktoren (1): Verbrauchsfaktoren (Repetierfaktoren)
- gehen als selbständige Güter im Produktionsgeschehen unter
- Veränderung der Eigenschaften:
- werden dadurch zu anderen Gütern
- Bestandteil eines neuen Gutes
- Arten:
- Erzeugniseinsatzstoffe: gehen substantiell in Produkt ein zB Rohstoffe, Werkstoffe, Bauteile, etc…
- Betriebsstoffe: zum Betreiben benötigt zB Antriebsenergie für Aggregate, Schmierstoffe, Kühlmittel
Elementarfaktoren (2) Potenzialfaktoren (Bestands-, Gebrauchs-, Niveau-)
- zB Maschinen, Patente, ausführende Arbeitskraft
- Arten
- mit Abgabe von Werkverrichtungen zB Arbeitskraft, Maschinen, Werkzeuge, etc.
- ohne Abgabe von Werkverrichtungen zB Gebäude, Grundstücke, Mobiliar, Heizung, etc.
Was sind Input (Produktionsfaktoren)?
- physischer Input = zu bearbeitende Vorprodukte (Arbeitsobjekte, z.B. Rohstoffe, Zwischenprodukte, Verbrauchsfaktoren, Repetierfaktoren)
- Grunddaten: konstruktiver Aufbau der Produkte (z.B. Stücklisten), technische Angaben zur Ausführung der Produktion und der Montage (z.B. Arbeitsgangbeschreibungen) abzulesen.
- Planungsdaten: Produktionsaufträge (Angaben, wie viele Erzeugnis-einheiten bis zu einem bestimmten Termin fertig zu stellen sind)
Formel zur Arbeitsproduktivität
Umsatzrentabilität
Gweinn/Umsatz
Formel zur Wirtschaftlichkeit
Erträge/Aufwendungen oder Leistungen/Kosten
Wertschöpfungsprozess
Inputgüter Þ wertgesteigerte Outputgüter
Arbeitssystem
:Produktion Rohstoff --> Endprodukt besteht aus einzelnen Abschnitten (umfassen einen bestimmten Teilprozess)
Arbeitssystem (Produktiveinheit) = organisatorische Einheit (Maschinen, Werkzeuge, Arbeiter) in der jeweils ein einzelner Abschnitt eines Produktionsprozesses ausgeführt wird.
Das Return-on-Investmenst Kennzahlensystem
=Gewinn/Umsatz * Umsatz/Gesamtvermögen (Kapital)
Was beschreibt die Fertigungstiefe?
Anzahl der Wertsteigerungsstufen eines Erzeugnisses, die in einem Betrieb realisiert werden
Supply Chain Management (SCM):
Koordination der einzelnen Glieder der Wertschöpfungskette
Zulieferer – Produzent – Abnehmer
um Bestände in der Kette zu minimieren, um kostengünstig und rasch auf Kundenwünsche reagieren zu können, etc.
Transformation
Der Transformationsprozess erfolgt unter Einsatz von Potentialfaktoren (Niveaufaktoren, Maschinen, Patente) und Menschen. Dieser Transformationsprozess wird in der Produktionstheorie durch Produktionsfunktionen beschrieben.
Logistik
: ganzheitliche, die einzelnen Funktionsbereiche der Unternehmung übergreifende (Þ"Querschnittsfunktion" der Logistik) Betrachtungsweise
Ziel: die Optimierung des Material- und Erzeugnisflusses (unter Berücksichtigung der damit zusammenhängenden Informationsströme)
Zur Logistik zählen alle Prozesse des Transports, der Lagerung, der Materialhandhabung und Verpackung (TUL: Transport, Umschlag, Lagerung).
Logistik = Überbrückung von räumlichen, zeitlichen und mengenmäßigen Differenzen zwischen "Angebot" und "Nachfrage".
Erfassung der gesamten logistischen Kette "Zulieferer – Produzent - Abnehmer" (ÞSCM).
Unterstützung durch Logistikdienstleister (z.B. Spediteure mit eigenen Lagerungs- und Umschlageinrichtungen)
Strategisches Produktions- und Logistikmanagement
Grundsatzentscheidungen um langfristige Rahmenbedingungen
zu schaffen, unter denen sich eine Unternehmung erfolgreich
entwickeln kann.
Beispiele:
- die Wahl der Produktionsstandorte;
- Umstieg auf eine neue automatisierte Produktionstechnologie mit dem Ziel, Wettbewerbsvorteile zu erzielen;
- Grundsatzentscheidung, gewisse Geschäftszweige zu schließen oder auszubauen
- Grenzen zu anderen funktionalen Teilbereichen (z.B. Marketing)
sind fließend.
Taktisches Produktions- und Logistikmanagement
Aufbau, Konfigurierung und Dimensionierung der nötigen Infrastruktur, um, die in der strategischen Entscheidungsebene gesetzten Ziele zu verwirklichen und die angestrebte Leistungsstärke nachhaltig aufzubauen (Umgestaltung und Weiterentwicklung der Produktionsinfrastruktur),
Beispiele:
- Typische taktische Fragestellungen sind die Dimensionierung der Produktionskapazitäten und die Layoutplanung.
- Abschluss eines Liefervertrages mit einem Zulieferer nach "Just-in-time"-Prinzip
- Leistungsabstimmung von Fließbändern
- Layoutplanung der Fabrikhalle bei Werkstattfertigung
Operatives Produktions- und Logistikmanagement
Effiziente Nutzung der durch die Entscheidungen in der taktischen Planungsebene geschaffenen Infrastruktur;
Ausschöpfung der Leistungspotentiale:
- Aufstellung des kurzfristigen Produktionsprogramms;
- Ermittlung des Materialbedarfs; Losgrößenplanung
- Feinterminierung der Arbeitsgänge in einer Werkstatt;
- Steuerung des Transportverkehrs der Fahrzeuge eines fahrerlosen Transportsystems (FTS).
Programmbezogene Produktionstypen lassen sich nach Produkt- und nach Programmeigenschaften bilden
Eigenschaften der Produkte
- Güterart
- materielle Güter (Sachgüter): Maschinen, Werkzeuge, Stoffe
- immaterielle Güter: menschliche/maschinelle Arbeit, Dienstleistungen, Informationen
- Gestalt
- ungeformte Fließgüter: zB Bier
- geformte Fließgüter: zB Stahlbleche (Länge nicht festgelegt)
- Stückgüter: zB Schrauben (alle 3 Dimensionen determiniert)
- Zusammensetzung
einteilig (zB Bohrer) vs. mehrteilig (zB Computer)
4. beweglich vs. unbeweglich (zB Kraftwerk, Brücke)
Eigenschaften des Produktionsprogramms
Anzahl der Erzeugnisse
• Einproduktproduktion • Mehrproduktproduktion
Auflagengröße (Repetitionstypen)
(Anzahl der nach Vorbereitung der Produktionsanlage ununterbrochen hergestellten Erzeugniseinheiten )
Massenproduktion:
- ständige, zeitlich nicht begrenzte Produktion eines Gutes in großen Mengen
- Mechanisierung und Automatisierung der Produktionsprozesses
- hohe Verrichtungsspezialisierung der Produktionsfaktoren
- negative soziale Effekte: Monotonie in der Arbeit
Sortenproduktion (Spezialfall der Massenproduktion)
- mehrere Varianten eines Grundproduktes (geringfügige Unterschiede)
- größere Flexibilität der Produktionsanlagen als bei Massenproduktion
- Unterbrechung des Produktionsprozess bei Sortenwechsel
Serienproduktion
- begrenzte Anzahl identischer Erzeugnisse
- regelmäßiges Umrüsten
- noch flexiblere Produktionsanlagen
Einzelproduktion
- individuelle Produkte gemäß Kundenauftrag
- Einzelstücke
- hoch flexible Produktionsanlagen und Arbeitskräfte nötig
- zB Schiff-, Anlagenbau
Kundenauftragsproduktion (make to order)
- Kundenproduktion, auftragsorientierte Produktion
- bei Produktionsbeginn liegt ein Kundenauftrag vor (Art und Menge der herzustellenden Produkte, Liefertermine)
- Nachteil: lange Lieferzeiten
Lagerproduktion (make to stock)
- Marktproduktion, lagerorientierte Produktion
- Produktion für einen anonymen Markt, also auf Lager (Nachfrageprognosen der Marktnachfrage)
- Nachteil: Risiko von Ladenhütern
Auftragsbezogene Montage (assemble to order)
- Versuch die Ansätze zu kombinieren um beide Nachteile zu vermeiden
- Produktion häufig verwendeter Einzelteile auf Lager
- auftragsorientierte Montage der Endprodukte.
- Vorteil: Verkürzung der Lieferzeit durch Postponement
Arbeitspläne
beschreiben die Folgen von Arbeitsgängen, die von Arbeitssystemen an Arbeitsobjekten vollzogen werden. Je nachdem wie sehr sich die Arbeitspläne der einzelnen Produkte unterscheiden werden verschiedene Anordnungen der Arbeitssysteme sinnvoll sein
Organisatorische Anordnung der Arbeitssysteme
Funktionsprinzip von Arbeitsplänen
- Räumliche Zusammenfassung von Arbeitssysteme mit gleichartiger Funktion (Stanzen, Drehbänke, etc.) in einer Werkstatt
- Jeder Auftrag muss entsprechend der in seinem Arbeitsplan definierten technologischen Reihenfolge zu den einzelnen Werkstätten transportiert werden.
- Sinnvoll bei Einzelproduktion bzw. geringen Stückzahlen/Auftragsgrößen, wo kein einheitlicher Materialfluss vorliegt (jedes Produkt nimmt einen anderen Weg über die Maschinen)
- Wartezeiten der Aufträge vor ihrer Bearbeitung bzw. vor dem Transport unerwünschte Zwischenlagerbestände von angearbeiteten Erzeugnissen („work in process“, WIP) und Leerzeiten (wenn eine Maschine auf einen Auftrag warten muss)