Preismanagement

Preismanagement als MArketinginstrument

Preismanagement als MArketinginstrument


Luca D'Alberto
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über das Preismanagement auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die verschiedenen Strategien und Instrumente zur Preisbildung, wie preisdifferenzierung, preisoptik und preisanker, sowie auf die Bedeutung von kunden und produktqualität. Besonders nützlich sind sie für Marketingstudenten und Fachleute, die ihr Verständnis für die komplexen Zusammenhänge zwischen preis, leistung und wettbewerbsangebot vertiefen möchten.
Flashcards
36
Students
2
Language
German
Category
Marketing
Level
University
Created / Updated
26.01.2015 / 05.06.2025

Flashcards

Eigenschaften des Preises als Marketinginstrument

  • Starker Einfluss auf Absatz und Marktanteil
  • Kurzfristige Umsetzbarkeit
  • Schnelle Wirkung bei den Käufern
  • Schelle reaktion im Wettbewerb
  • Keine Ausgaben
  • Hohes Optimierungspotential

Preisarten

  • Preise
  • Preisnachlässe
  • Preiszuschläge
  • ZUgaben durch Geld- und Sachwerte sowie DL

4 Komponenten der Preissysteme

  • Preisformen
  • Preisfindungsreguliarien
  • Preis- und Konditionenkomponenten
  • Preisdifferenzierung

Preisnachlässe

  • Rabatte
  • Boni (rückwirkende Nachlässe für sämtliche Leistungsanspruchsnahme am Ende einer Periode)
  • Skonti

Preiszuschläge

  • Entgelt für Sonderleistungen
  • Mindermengenzuschläge
  • Preiszuschläge in Abhängigkeit von bestimmten Zeiten (Nachtzuschläge)

Preisformen

  • Zahlungsmodalitäten
  • Bezugsbasis (Produkt, Einsparungen)

Preisfindungsregularien

  • fixierte Systeme
  • Auktions- und Börsensysteme
  • Verhandlungen

Preis- und Konditionenkomponenten

  • Mehr- bzw. zweiteilige Tarife: Basispreis und Nutzungsabhängiger Preis
  • Pauschaltarife: Mengen und Zeit unabhängig
  • Mehr-Personen-Preise: Familienticket
  • Preis für Zusatzleistungen: Sonderausstattungspreise bei Autos
  • Konditionensystem: Rabatte, Boni...

Preisdifferenzierung

  • Preisindividualisierung: Individuelle Preise für Kunde
  • Leistungsdifferenzierung: Modifikation eines Produktes (Verpackung)
  • Preisbündelung: Aufspaltung eines Gesamtproduktes in Teilprodukte
  • Kopplungsverkäufe: Angebot nur zusammen zu kaufen

Preisgrenzen

  • Untere Preisgrenze: Stückkosten
  • Oberre Preisgrenze: Zahlungsbereitschaft der Kunden und rechtliche Normen

Organisatorische Verantwortung

unterschiedliche Entscheidungs- und Mitsprachekompetezen in der Preisbestimmung in einer Unternehmung

Allgemeine Preisstrategien

  • Preispositionierung
  • Preiswettbewerb
  • Marteintrittsstrategie
  • Preisdifferenzierung zwischen Kundensegmenten
  • Preisdifferenzierung gegenber Wettbewerbern

Preispositionierung

  • Hochpreisstrategie: hohes Preisniveau mit Spitzenqualität
  • Mittelpreisstrategie: Preise auf Mittlerem Niveau und Standard_Qualitätsniveau
  • Niedrigpreisstrategie: geringstes Preisniveau am Markt mit Mindestqualität
  • Dynamische und hybride Positionierungsansätze: mehrere Strategieansätze (Premiummarke bei Diskounter)

Preiswettbewerb

  • Preisführerschaft: strebt hohen Preis an (durch Qualität, Service und MArke gerechtfertigt)
  • Preiskampf: geringsten Preis am Markt fordern
  • Preisfolgerschaft: Reaktion auf Preisänderungen der Konkurrenz

Markteintrittstrategie

Penetrationsstrategie: niedriger Einstiegspreis! bei genügend Kunden und Umsätze Preiserhöhung durchführen

Skimminkstrategie: hohen Einführungspreis! Möglichst schnell Gewinne abschöpfen (Anwendung in Technologiebranche) mit steigendem Absatz Preisreduktionen

Formen Preisdifferenzierung zwischen Kundensegementen

  • Nach Leistung (Funktion, Qualität, Service)
  • nach Mengen (Anzahl, Zeiteinheit)
  • Personelle (Alter, Geschlecht, Einkommen, Berufe)
  • Räumliche (Verkaufsort)
  • Zeitliche (Zeitpunkt der Leistung, Kaufzeitpunkt)

Preisdifferenzierung gegenüber Wettbewerbern

 

Starke Differenzierung der Preissysteme (Preise sind schwer vergleichbar, Kaufentscheid auf anderen Kriterien)

Schwache Differenzierung der Preissysteme (Preise leicht vergleichbar, weniger auf anderen Kriterien)

Klassische Preisbildungsverfahren

  • Mikroökonomische Modelle
  • Kostenorientierte Preisbildung
  • Wettbewerbsorientierte Preisbildung

 

 

Mikroökonomishce Modelle der Preisbildung

Nutzen ist im praktischen Preismanagement Beschränkt.

  • Preis-Absatz Funktion
  • Umsatzfunktion
  • Kostenfunktion
  • Gewinnfunktion

Kostenorientierte Preisbildung

Ist in der Praxis sehr verbreitet auf Grund der Einfachheit!

  • Vollkostenrechnung: Fixe+ Variable Stückkosten + Gewinnzuschlag
  • Teilkostenrechnung: Variable Stückkosten + Gewinnzuschlag

Leitlinien:

  • Langfristige Preisuntergrenze (Fixe+var. Kosten)
  • Kurzfristige Preisuntergrenze (bei einheitliche Preis: Var. Stückkosten / bei Differenzierung: Grenzkosten / bei Kapazitätsengpässen: Grenzkosten + Opportunitätskosten)

Wettberwerbsorientierte Preisbildung

1. Identifikation der Wettbewerber

2. Analyse der Wettbewerbsangebote und Preise

3. Antizipation des künftigen Wettbewerbsangebot und Preise

4. Festlegung des Verkaufspreises

Instrumente der Preissystemebene

Geschickte GEstaltung der Komponenten des Preissystems können die Kaufentscheidungen positiv beeinflussen

  • Preisdifferenzierung
  • Preisbündelung
  • Preisentbündelung
  • Preisoptik
  • Preisschwellen
  • Preisanker
  • Preisqualitätsinferenz
  • Probierpreise
  • Rabatte- und Bonussysteme

Preisdifferenzierung

ähnliche Produkte in unterschiedlichen Ausprägungen (Leistung, Menge, Personen, Raum, Zeit) zu unterschiedlichen Preisen offerieren. Erschwert den unmittelbaren Vergleich zwischen zwei Produkten

Preisbündelung

Leistungen bzw. Leistungskomponenten als Gesamtleistung anbieten

verfolgen folgende Ziele:

  • Komplexitätsreduktion für Nchfrager (Sportpaket)
  • ZF komplementärer Produkte (Einsteigerset)
  • Marktsegmentierung
  • Lock-in Effekte, Kundenbindung (Kaffekapseln)
  • Steigerung der Absatzmenge
  • Generierung neuer Bedürfnisse
  • Unterstützung neuer, schwacher Produkte
  • Steigerung des positiven Preisurteils..

Preisentbündelung

Gesamtleistung in Leistungskomponenten aufteilen um günstigeren Preis anbieten zu können und segmentspezifisch Angebote bieten zu können.

Preisoptik

Durch numerische Werte Kaufentscheidung beeinflussen. Detailhandel

  • Gebrochene Preise (9.95, soll günstig wirken)
  • Runde Preise (150.- , soll scharf kalkuluert wirken)
  • Harmonische Preise (5.80, ästhetisch wirken)
  • Grosszügig gerundete Preise (3'800, hohe Qualität und exklusives Image)

Preisschwellen

Preise bleiben zwischen zwei Preisschwellen relativ konstant

Preisanker

Nutzen den Umstand dass das Umfeld (Kontext) das Erleben und Verhalten beeinflusst. Als Preisanker wird ein vergleichbares Produkt zu einem weitaus höheren Preis angeboten um das ursprünglich betrachtete Produkt relativ weniger teuer erscheinen zu lassen. (Weinkarte)

Preisqualitätsinferenz

Kunden schliessen nicht nur durch Preis auf Qualität sondern auch umgekehrt. UNternehmen mit dem Iamge, qualitativ hochwertige Produkte herzustellen kann durchschnittliches Zubehör zu relativ hohen Preisen anbieten (apple)

Probierpreise

Besitztumeffekt sorgt dafür, dass wen Kunden etwas besitzt er es ungerne zurückgibt. Kunde kann Produkt (z.B. Kabelfernsehen) testen und nach gewisser Zeit kaufen

Rabatt- und Bonisysteme

  • Mengenrabette
  • Zeitrabatte
  • Barzahlungsrabatte
  • Treuerabatte
  • Funktionsrabatte

Instrumente der Produktebene

  • Eckartikel
  • Up-Selling
  • Cross-Selling
  • Lock-in Effekte

Eckartikel

Produkte des täglichen Gebrauchs, bei denen eien hohe Preiskenntnis der Verbrauchen besteht und deren Preis stark beachtet wird. Werden oft atraktiv gestaltet um das allgemeine Preisimage der UG zu stärken.

Up-Selling

Durch Angebot von höheren Leistungen und Nutzen neue Bedürfnisse beim Kunden generieren. Dem Kunden einen höherwertiges Angebot zu einem höheren Preis verkaufen und so die Zahlungsbereitschaft abzuschöpfen. Luxuslinie der Einzelhändler (Fine food von Coop)

Cross-Selling


 

Beabsichtigen Verkauf von Zusatzangeboten. Unternhemen bauen mit Einstiegsangeboten Kundenbeziehungen au, die später zum Verkauf von ertragreicheren Zusatzleistungen genutzt werden. Sonderausstattungen bei Autos

Lock-in Effekte

objektive und Subjektive Wechselkosten (Wechselbarrieren)

Mit relativ geringer Anfangsinvestition geködert, mit hohem Preis im Gebrauch (Gilette, Drucker)

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