Teil B


Ulrich Hinze
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in das Behältermanagement und die Demontageplanung. Sie behandeln die Auswahl und Bewertung von Behältersystemen, die Planung von Demontagesequenzen und die Besonderheiten der Demontage. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Fachkräfte in der Betriebswirtschaftslehre, die sich mit Logistik und Nachhaltigkeit befassen, da sie praktische Einblicke in die Optimierung von Behälter- und Demontageprozessen bieten.
Flashcards
8
Students
4
Language
German
Category
Micro-Economics
Created / Updated
04.08.2013 / 13.08.2015

Flashcards

K5 Warum ist Demontage nicht gleich "umgekehrte Montage"? Welche Besonderheiten müssen bei der Demontageplanung beachtet werden?

  • keine vollständige Irreversibilität der Objekttransformation
  • technische Beschränkungen (z.B. nicht-lösbare Verbindungen)

Besonderheiten:

  • Unsicherheit über Altproduktanfall und -qualität
  • unterschiedliche Verfahrensalternativen (zerstörerisch <-> zerstörungsfrei)
  • vollständige Demontage nicht unbedingt erforderlich -> Demontagetiefe ist ein Freiheitsgrad

K5 Was muss bei der Demontageplanung alles berücksichtigt werden? (Teilbereiche)

Ermittlung aller möglichen Demontageoptionen

  • Demontagetiefe (was wird demontiert)
  • Demontageprozesse (wie wird demontiert)
  • Demontagesequenzen (in welcher Reihenfolge wird demontiert)

Ermittlung von Rückführoptionen (recovery options)

Ablaufplanung der Demontage verschiedener Altprodukte

K5 Was ist der Unterschied zwischen dem hierarchischen und dem mechanistischen Planungsansatz?

Hierarchischer:

  • Altproduktstruktur wird berücksichtigt, Demontagesequenz nicht
  • integrative Demontage- und Verwertungsplanung

Mechanistischer:

  • Berücksichtigung der Demontagesequenz -> Kosten je nach Sequenz
  • sehr komplex, durch Heuristiken lösbar

K5 Welche Einschränkungen muss man bei der Demontagesequenzplanung beachten? Wie bestimmt man dann die optimale Demontagesequenz?

Einschränkung aufgrund

  • topologischer, (bestimmte Teilverbunde sind nicht möglich)
  • geometrischer (man kriegt ein bestimmtes Teil nicht aus einem bestimmten Verbund raus)
  • technischer (bestimmte Verbindungen lassen sich erst lösen, wenn eine andere Verbindung gelöst wurde)

Gegebenheiten.

 

Bestimmung

  • Vorauswahl
    • problematische Komponenten frühzeitig
    • verwertbare Komponenten frühzeitig
    • Komponenten mit gleicher Demontagetechnik bündeln
  • Optimierung der Demontagekosten

K7 Nach welchen Kriterien kann man Mehrwegverpackungssysteme systematisieren? Nenne Beispiele für Verkaufsverpackungs- und Transportverpackungs-Systeme!

  • Organisationsform:
    • individuell
    • multilateral
    • dienstleisterbetrieben
  • Verbreitungsgrad:
    • firmenspezifisch
    • branchenspezifisch
    • branchenübergreifend/offen
  • Finanzierung
    • Kauf
    • Miete pro Zeit
    • Miete pro Umlauf
  • Austauschmodalität
    • Direkttausch
    • nachträglicher Tausch
    • Saldosystem

Verkaufsverpackungen, insbesondere Getränkeverpackungen
• Getränkekästen (diverse Kästentypen für Mineralwasser und Limonaden (MuL) oder Bier)
• Getränkeflaschen (diverse Flaschentypen für MuL, Bier etc.)
• herstellerspezifische (z.B. Coca Cola), multilaterale (v.a. GDB: Genossenschaft Deutscher Brunnen)
• Pfandsystem als Anreiz zur Rückgabe (freiwillig!)

Transportverpackungen
• Paletten (Euro-Palette, Industriepalette, …)
• branchenübergreifende Behältersysteme (Chep, Collico, MTS, …)
• branchenspezifische Behältersysteme (z.B. Fleischindustrie, Milcherzeuger)
• firmenspezifische Behältersysteme (insb. Automobilindustrie)

K7 Nenne Vor- und Nachteile des Einsatzes eines Dienstleisters zum Betrieb eines MV-Systems!

Vorteile:

  • klare Eigentumsverhältnisse
  • Economies of scale
  • flexiblere Beschaffung für den Hersteller

Nachteile:

  • Abhängigkeit
  • Standardisierung

K8 Warum kann es nötig sein, Backhauls statt simultaner Auslieferung und Einsammlung einzusetzen? Was könnte dagegen sprechen?

Begründung Backhaul:
• gesetzliches Verbot der Vermischung
• zeitkritische Auslieferung
• Transportmittel nur von einer Seite zugänglich (rear loaded vehicles)
-> inakzeptable Umladevorgänge

 

Mixed Pickup and Delivery:

• Partial Mixing: Trennung zwischen Produkten und Altprodukten
erfordert zeitweise Kapazitätseinschränkung (Handling, Sicherheitszone)
• Kunden akzeptieren nur einmaligen Besuch für Auslieferung und
Einsammlung eindeutige Zuordnung jedes Kunden zu einer Tour

K7 Was sind die Aufgaben des Behältermanagements?

-> Auswahl des institutionellen Arrangements
• eigenes Behältersystem vs. Poolsystem

-> Auswahl des Behältertyps
• Einweg vs. Mehrweg, Größe, Form etc.

-> Ökonomische und ökologische Bewertungsverfahren
(u. a. Amortisationsrechnungen, Ökobilanzen)

-> Bestandsmanagement
-> Integrierte Tourenplanung

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