Phytomedizin 1-25
Asddad
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Lernkarten
- Definieren Sie die Begriffe:
- Krankheit,
- Schadorganismus,
- Parasit,
- Pathogen,
- Pathogenität,
Krankheit:
Spezifische Reaktion des Wirtes auf den Angriff eines Erregers, die einen Grad aufweist, der die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden des Wirtes subjektiv oder objektiv beeinflusst.
Kann biotische sowie abiotische Ursache sein.
Nicht als Krankheit bezeichnet werden: Fraßschäden, Wildkräuter
Schadorganismus:
belebte Schadursache (Viren, Bakterien, Pilze, Schädlinge, Wildkräuter)
die Pflanzen oder Pflanzenerzeugnisse direkt oder indirekt schädigen
Parasit:
Organismus der an oder in einem Wirt lebt ohne ihn zu töten, Energie und Substanzen für sein Wachstum von dem Wirt bezieht, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen.
Pathogen:
Organismus oder Virus der bei dem Wirt eine Krankheit auslösen kann.
Pathogenität:
Genetisch fixierte Fähigkeit eines Pathogenes, eine Erkrankung auszulösen
Definiere folgende Begriffe:
- Pathogenese,
- Aggressivität,
- Virulenz
- Symptom,
- Syndrom,
Pathogenese:
Entstehung und Verlauf einer Erkrankung; Prozessfolge
Aggressivität:
Beschreibt wie leicht oder schwer das Pathogen die Wirtspflanze befallen kann, ihren Wiederstand zu überwinden, sie für seine Zwecke zu nutzen und sich in ihr oder auf ihr zu vermehren.
Virulenz:
Fähigkeit von Erregergenotypen die genetisch definierten Resistenzen des Wirtes zu überwinden à Widerstand kann überwunden werden.
Symptom:
Sichtbare Veränderungen an Pflanzen durch einen Schadorganismus, die auf eine Erkrankung bzw. Auf ein Krankheitsbild hinweisen.
Syndrom:
Gruppe verschiedener, aber zusammengehöriger Symptome, die ein Krankheitsbild charakterisieren.
- Was versteht man unter
- abiotischen und
- biotischen Schadursachen?
Abiotisch:
Unbelebte Schadursache, also nicht auf Lebewesen zurückzuführen.
z.B. Schäden durch Witterung, Nährstoffmanger/ -überschuss
Biotisch:
Belebte Schadursache, also auf Lebewesen zurückzuführen.
Viren, Bakterien, Pilze, Anthropoden, Nematoden, Schnecken, Wirbeltiere, Unkräuter
- Nennen Sie fünf Kategorien von Symptomausprägungen mit jeweils einem Schadorganismus, der diese verursacht.
Welken:
Parasitäres Welken -> Gefäßblockade im Xylem durch z.B. Fusarium
Physiologisches Welken -> Trockenheit, Frost
Farbveränderung:
Chlorosen z.B. durch Falschen Mehltau Befall
Formveränderung:
Verkräuselungen der Blätter durch Speichelausscheidungen von Blattläusen
Absterbeerscheinungen:
Nekrosen z.B. durch Echten Mehltau im fortgeschrittenen Stadium
Mechanische Gewebeverluste:
Fraßschäden, durch Insekten, Schnecken
Ausscheidungen:
Bakterienschleim z.B. bei Feuerbrand (Erwinia)
Welken:
Parasitäres Welken -> Gefäßblockade im Xylem durch z.B. Fusarium
Physiologisches Welken -> Trockenheit, Frost
Farbveränderung:
Chlorosen z.B. durch Falschen Mehltau Befall
Formveränderung:
Verkräuselungen der Blätter durch Speichelausscheidungen von Blattläusen
Absterbeerscheinungen:
Nekrosen z.B. durch Echten Mehltau im fortgeschrittenen Stadium
Mechanische Gewebeverluste:
Fraßschäden, durch Insekten, Schnecken
Ausscheidungen:
Bakterienschleim z.B. bei Feuerbrand (Erwinia)
- Auf welche Weise beeinflussen
- Nährstoffmangel oder
- Nährstoffüberschuss
das Auftreten von Pflanzenkrankheiten?
Bestandesklima + Pflanzenmorphologie:
durch N-Überschuss wächst die Bestandesdichte à Botrytisrisiko steigt
Pflanzenphysiologie:
chemische, biologische u. physikalische Vorgänge in der Pflanze
z.B. bei N-Überschuss verminderte Zellwandstabilität und erhöhte Konzentration von Aminosäuren im Phloem erhöht Attraktivität für obligat biotrophen.
Mangelkrankheiten:
Prädisposition der Pflanze geg. Schaderreger verringert
pH-Wert:
z.B. Ammoniumversorgung: Fusariumbefall durch niedrigere pH-Werte begünstigt.+ Wiederstandsfähigkeit sinkt
Bakterienbefall bei hohenn pH-Werten
5. Formveränderungen sind häufig zurückzuführen auf:
- Hyperplasien
- Hypertrophien
- Hypoplasien
Erläutere die Begriffe:
Hyperplasie:
Vergrößerung des Gewebebereiches durch vermehrte Zellteilung
(z.B. Tumorbildung durch Agrobacterium tumefaciens)
Hypertrophie:
Übermäßige Volumenvergrößerung von Zellen im Befallenen Gewebe
(z.B. Gallenbildung von Nematoden)
Hypoplasien:
Wachstums und Entwicklungshemmung eines Gewebeabschnitts aufgrund verminderter Zellteilung
6. Welchen Auswirkungen kann Stickstoffüberschuss auf Pflanzen und Pflanzenbestände haben?
Steigerung von:
- mehr lösliche N-Verbindungen,
- höhere Assimilatgehalte,
- höhere Zellgröße und Interzellularräume,
- höhere Bestandesdichte
Senkung von:
- Zellwandstabilität,
- Kutinisierung
- Lignifizierung
- Seneszenz (Pflanzen wachsen länger und altern erst später)
- Frosthärte (Triebabschluss),
- Widerstandsfähigkeit geg. Schadorg.,
- Qualität
7. Welche Schadorganismen werden durch Stickstoffüberschuss gefördert?
Blattläuse/ Saugende Insekten:
Das Eindringen ins Phloem ist durch weicheres Gewebe mit großen Interzellularräumen einfacher.
Die Attraktivität der Pflanze als Wirt steigt, da der Gehalt an Aminosäuren im Phloem bei hohem N-Gehalt erhöht ist.
Pilzkrankheiten:
Die Stabilität des Abschlussgewebes und der Zellwände ist reduziert
(schlechtere Cuticula-Ausbildung, geringere Lignifizierung, < Ca-Absättigung). So können Pilzhyphen leichter in die Pflanzen eindringen.
Desweiteren steigt auch bei ihnen die Attraktivität der Pflanze durch erhöhte Gehalte an leicht verwertbaren C-Quellen, wie Assimilaten und Aminosäuren.
8. Nennen Sie fünf verschiedene abiotische Schadfaktoren.
- Witterung, Klima
Bodenfaktoren
Nährstoffmangel,
- Nährstoffüberschuss,
- Agrartechnik
- toxische Stoffe
9. Nennen Sie toxische Stoffe, die das Pflanzenwachstum negativ beeinflussen können.
Luft:
- SO2
- O3
- NOx
- HF
- NH3
Boden:
- Schwermetalle (Al3+,Cd)
- Salze
- Herbizide
10. Welche Allg. Ursachen können parasitäre Welkeerscheinungen haben?
- Absterben der Wurzel durch Befall mit Pyhium, Phytophthora
- Besiedelung der Leitgefäße (zB. Gefäßblockaden durch Fusarium) -> behinderung des Wassertransportes
- Schädigung der Wurzel (zB. Wurzelfraß durch Trauermücken, Dickmaulrüßler) -> verringerte Wasseraufnahme
11. Welche abiotischen Bodenfaktoren können in Zusammenhang stehen mit einer schlechten Wurzelentwicklung und Kümmerwuchs?
Ungünstige Bodenstuktur,
Bodenverdichtungen und Bodenfaktoren
Anhaltende Niederschläge
1. Führen zu Staunässe.
2. Führt zu Vermindertem Gasaustausch (O2-Mangel) und
3. Hemmung des Wurzelwachstums,
erhöhte Anfälligkeit gegen bodenbürtige Schaderreger
4. Durch Hemmung/ Absterben der Wurzel erfolgt:
Reduzierte Wasser- und Nährstoffaufnahme in den Spross
5. Welke, Chlorosen, Nekrosen, Wachstumshemmung
Toxische Stoffe im Boden
12. Beschreiben Sie, wie agrar- und kulturtechnische Maßnahmen das Pflanzenwachstum negativ beeinflussen können.
Direkt:
- Verletzungen (z.B. Fahrschäden)
- Verätzungen (z.B. Pflanzenschutzmittel)
Indirekt:
- Bodenverdichtungen
- Strohverteilung/ -einarbeitung (wenn schlechte Umsetzung, -> schlechter Wasserfluss-> O2-Mangel-> toxische Stoffe->senkt Prädisposition )
- Versalzung
13. Durch welche Eigenschaften sind abiotische Schadfaktoren gekennzeichnet?
- I.d.R. flächig einheitliches Auftreten im Bestand.
- Sehr hohes Schadpotential (Witterung: Überschwemmung, lassen sich in den meisten Fällen nicht abwehren)
- Völlige Ernteverluste in ganzen Regionen
- Erkrankungen durch abiotische Faktoren sind nicht übertragbar
14. Was verstehen wir unter den Begriffen:
- Disposition und
- Prädisposition?
Disposition:
Genetisch festgelegte Anfälligkeit(Widerstandsfähigkeit) geg. Schaderreger
Prädisposition:
Aktuelle Anfälligkeit (Krankheitsbereitschaft) zu Zeitpunkt des Erregerangriffs
15. Welche Faktoren beeinflussen die Prädisposition?
Einflussgrößen auf die Prädisposition:
- Disposition (Widerstandfähigkeit)
- Umweltfaktoren (Licht, Temperatur, Nährstoffe)
- Entwicklungsstadium
- Verletzungen
16. Was ist ein obligater Parasit?
Nennen Sie drei Gruppen von Krankheitserregern,
die als obligate Parasiten gelten.
Obligater Parasit:
Ernährt sich biotroph
à benötigen lebens- und funktionsfähiges Gewebe (Wirt) zur Ernährung und eigenen Entwicklung (Biotrophie)
à Sind hoch spezialisiert auf einen bestimmten Wirt.
Bsp. Obligate parasiten:
- Alle Viren,
- Aphidinia
- Erysiphales
- Peronosporaceae
- Uredinales
17. Worin unterscheiden sich obligate Parasiten von nicht obligaten (fakultativen) Parasiten?
Obligate Parasiten:
töten ihren Wirt nicht ab da sie ihn zum Leben brauchen
Fakultative Parasiten
sind nicht auf lebenden Wirt angewiesen, können sich auch saprophytisch voll entwickeln.
18. Was versteht man bei Krankheitserregern unter einer
- biotrophen und
- perthotrophen Ernährungsweise?
Biotrophie:
Ernährungsform, bei der ein Organismus auf das Vorhandensein lebender Wirtszellen angewiesen ist, um sich von diesen zu ernähren. (obligat)
Pertothrophie:
Zellen werden vom Erreger erst abgetötet und dann besiedelt.
à Erreger ernährt sich von abgestorbenem organischem Substrat,
dessen Zustand er selber, durch zB. Ausscheidung von Toxinen,
herbeigeführt hat.
19. Wodurch sind obligate Saprophyten gekennzeichnet und auf welche Weise schädigen Sie Pflanzen?
Saprophyten:
ernähren sich von abgestorbenem Material, töten also nicht selber pflanzliches Gewebe ab. Sie sind aber auf totes organisches Material angewiesen (obligat).
Nekrotrophe Ernährungsweise
20. Was ist ein Viroid und durch welche Merkmale ist es gekennzeichnet?
- Infektiöses Molekül (Intrazellulares Gewebe)
- Einzelsträngige RNA (ringförmig geschlossen),
- 150-400 Nucleotide
- Größe < 10-9 m
- ohne Protein- oder Lipidhülle
- Ist in der Übertragung auf Vektoren angewiesen
- z.B. Triebsucht bei Malus
- Auf Vektor angewiesen
21. Wie sind Viren aufgebaut?
Viren bestehen aus:
NUCLEINSÄURE (RNA oder DANN(Einzel- oder Doppelstrang))
+ Proteine (Proteinhülle = Kapsid, Unterheit = Kapsomere)
+ evtl. Lipidhülle
Formen:
- Isometrisch,
- Stäbchenartig,
- fadenstuktur,
- bazilliförmig
22. Durch welche Merkmale zeichnen sich Viren aus?
- Kein eigener Stoffwechsel
- Keinen Zellkern, keine Zellwand
- Sind obligat biotroph
- Größe < 1 µm (=> nicht im Lichtmikroskop sichtbar)
- Auf Überträger (Vektor) angewiesen
- Befällt intrazellulares Gewebe (Verbreitung über Plasmodesmen/Leitgefäße
- Kein Wachstum auf künstlichem Nährboden
- Klassifizierung durch:
- Morphologie bestimmt durch Kapsid(Kugel/-Stäbchen/-Faden-förmig)
- Wirte(Phytophagen,Bacteriophagen,Arthropodophagen,Zoophagen)
23.A) Wie gelangen pflanzenpathogene Viren in ihren Wirt,
B) wie vermehren sie sich in ihm und
C) wie breiten sie sich in ihm aus?
A)
Die Cutikula und die Zellwand stellen für Viren ein unüberwindbares Hindernis dar, welches nur mit Hilfe von Vektoren oder Vehikel überwunden werden kann/ /Die Vektoren sorgen auch für die Verbreitung.
B)
Um ihre eigene RNA oder DNA zu replizieren wird der
Replikationsapparat der Wirtszelle benutzt.
Das Virus vermehrt sich in den Pflanzenzellen.
C)
Die Ausbreitung erfolgt über Plasmodesmen von Zelle zu Zelle oder über Leitgefäße.
Eine Systematische Ausbreitung erfolgt über das Phloem.
24. Nennen Sie die wichtigsten Übertragungswege für Pflanzenviren.
Übertragung ohne Vektoren:
- Wurzelverwachsungen (mit benachbarten Pflanzen)
- Vegetative Vermehrung von Pflanzenmaterial
- Samenübertragung
- Pollenübertragung
- Mechanische (Bearbeitungsgeräte(Vehikel))
Übertragung durch Vektoren:
- Tiere, (Athropoda, Nematoda)
- Pilze (Plasmodiophorales)
25. Erläutern Sie den Unterschied zwischen einer nicht persistenten und einer persistenten Virusübertragung.
Nicht persistent
= nicht Zirkulativ
- Viren befinden sich meist im Oberflächengewebe
(leicht mechanisch übertragbar)
- Virusaufnahme erfolgt nach kurzer Saugzeit.
- Virus gelangt nicht in den Körper der Laus, sondern haftet am Mundwerkzeug
- Nach Aufnahme kann der Virus sofort wieder angegeben werden (nicht Zirkulativ)
- Virus nur wenige Stunden auf dem Vektor überlebensfähig
Persistent
= Zirkulativ
- Viren befinden sich in tiefer gelegenen Zellschichten
- Virusaufnahme setzt längere Saugzeit voraus
- Virus zirkuliert im Körper, in Blutflüssigkeit nachweisbar
- Abgabe von Virus erst nach längere Latenzzeit
- Fähigkeit der Virusübertragung hält viele Stunden bis Wochen an (Retentionszeit) (transovarial = ∞)